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Energieausweis  Ausweispflicht für Gebäude

In Deutschland ist der Energieausweis für Wohngebäude schon seit mehreren Jahren Pflicht! Der Energieausweis dokumentiert den energetischen Ist-Zustand eines Gebäudes und enthält darüber hinaus Vorschläge zur Verbesserung der Energieeffizienz. Laut Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen Hausbesitzer bei Vermietung, Verpachtung oder Verkauf den Energieausweis ihres Gebäudes vorweisen können. Holen Sie sich jetzt alle wichtigen Informationen rund um das Thema Energieausweis.


Der Energieausweis ist Pflicht! Mieter und Käufer einer Immobilie ist der Energieausweis vorzulegen. Verstöße bei der Ausstellung und Verwendung eines Energieausweises sind eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 15.000 Euro geahndet werden kann. Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall

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Durch den Einsatz neuer Heiztechnik lassen sich Heizkosten sparen.

Der Energieausweis dokumentiert ausschließlich den energetischen Ist-Zustand von Gebäuden. Die Sanierungsvorschläge des Energieausweises sind für Eigentümer nicht bindend. Die Verbraucherzentrale rät Immobilienbesitzern jedoch, ihren Verbrauch durch den Einsatz neuer Heiztechnik oder geeigneter Dämmmaßnahme zu reduzieren. Ein unabhängiger Energieberater zeigt die einzelnen Sanierungsschritte auf.

Zusammenfassung:

  • Laut Energieeinsparverordnung (EnEV) ist der Energieausweis in Deutschland für alle Gebäude Pflicht! Ausschließlich denkmalgeschützte Gebäude benötigen keinen Ausweis.
  • Den Energieausweis für Wohngebäude gibt es in zwei Varianten: Den Verbrauchsausweis und den Bedarfsausweis.
  • Für modernisierungswillige Eigentümer enthalten Energieausweise auch Angaben zur energetischen Gebäudesanierung, sogenannte Modernisierungsempfehlungen.
  • Käufer und Mieter einer Immobilie liefert der Energieausweis wichtige Informationen, anhand derer sich der zukünftige Energiebedarf abschätzen lässt.

Einen Energieausweis für ihr Gebäude benötigen Eigentümer, die ihre Immobilie vermieten, verpachten oder verkaufen möchten. Einzige Ausnahme bilden denkmalgeschützte Gebäude, für die es keinen Energieausweis braucht. Den Energieausweis gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen: den Bedarfsausweis und den Verbrauchsausweis.

Energieausweis als Verbrauchsausweis

Der sogenannte Verbrauchsausweis wird auf Basis des tatsächlichen Energieverbrauchs eines Gebäudes erstellt. Für die Berechnungen wird der witterungsbereinigte Energieverbrauch der letzten drei Jahre für Heizung und Warmwasser herangezogen. Der Verbrauchsausweis ist weniger aussagekräftig als der Bedarfsausweis, da die Verbrauchswerte zu einem nicht unerheblichen Teil abhängig von individuellem Nutzerverhalten sind. Für einen Energieausweis, ausgeführt als Verbrauchsauweis, liegen die Kosten bei etwa 100 Euro.
Den Verbrauchsausweis können Eigentümer beantragen, deren Gebäude mindestens fünf Wohnungen umfasst. Der verbrauchsorientierte Energieausweis kann außerdem für Häuser beantragt werden, deren Bauantrag nach Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahre 1977 gestellt wurde. Des Weiteren ist der Verbrauchsausweis für Gebäude zulässig, die gemäß den Vorgaben der 1. Wärmeschutzverordnung energetisch saniert wurden. Für alle anderen Häuser hat die EnEV den Bedarfsausweis vorgesehen.

Energieausweis als Bedarfsausweis

Beim Bedarfsausweis wird der theoretische Energiebedarf eines Hauses durch komplexe Berechnungen ermittelt, die ein Energieberater oder ein anderer dafür qualifizierter Aussteller vornimmt. Vor der Ausstellung des Energieausweises wird das Gebäude durch den Experten genau unter die Lupe genommen. Dabei werden unter anderem die Wärmedämmung und die Heizung berücksichtigt, aber zum Beispiel auch Baujahr des Hauses sowie Klimadaten und das Nutzerverhalten der Bewohner.
Die Kosten für einen bedarfsorientierten Energieausweis sind deutlich höher als die für einen Verbrauchsausweis: Je nach Aufwand, den der mit der Ausstellung des Energieausweises beauftragte Energieberater betreibt, kann der Preis schnell die 500 Euro übersteigen.

Energieausweise enthalten Modernisierungsempfehlungen

Energieausweise enthalten Modernisierungsempfehlungen zur sinnvollen und wirtschaftlichen Modernisierung eines Gebäudes. Diese Empfehlungen geben dem Eigentümer eines Hauses eine sinnvolle Hilfestellung, um die Energiebilanz ihrer Immobilie zu verbessern, die Heizkosten effektiv zu senken, das Klima zu schützen sowie den Wiederverkaufswert ihres Hauses zu erhöhen.
Käufer und Mieter können anhand einer Skala von grün bis rot ihren künftigen Energieverbrauch für Heizung und Warmwasserbereitung abschätzen: Liegen die im Energieausweis festgehaltenen Werte im roten Bereich, gilt es, sich auf vergleichsweise hohe Heizkosten einzustellen. Liegen sie dagegen im grünen Bereich, werden die Kosten aller Voraussicht nach überschaubar bleiben. Auch an dieser Stelle sei noch einmal daran erinnert, dass ein Bedarfsausweis diesbezüglich erheblich mehr Aussagekraft besitzt als ein Verbrauchsausweis.

Apropos Modernisierung: Energieausweise verlieren ihre Gültigkeit nach zehn Jahren. Danach muss wieder ein neuer Energieausweis ausgestellt werden.

Energieausweis: Ausstellersuche

Eine komplette Liste über zugelassene Energieausweis-Aussteller gibt es leider (noch) nicht. Daher kann sich die Suche mitunter als schwierig erweisen. Laut EnEV gilt, dass ein Energieausweis nur von hierfür qualifizierten Personen ausgestellt werden darf. Wer Kontakt zu einer solchen Person sucht, für den hält die Website der Deutschen Energie-Agentur (dena) eine Liste bereit. Dort sind nur Aussteller vertreten, die von der dena geprüft wurden.

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Der Energieausweis liefert nützliche Informationen über Wohngebäude.

Wie die Deutsche Energie-Agentur (dena) mitteilt, bringt das Jahr 2016 verschiedene Neuerungen im Bereich Energieeffizienz und energetisches Bauen und Sanieren mit sich. Politisches Ziel der verschiedenen Maßnahmen ist ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand im Jahr 2050. Dafür ist es wichtig, generell den Energiebedarf der Gebäude durch eine gedämmte Gebäudehülle und effiziente Anlagentechnik zu reduzieren sowie weitestgehend erneuerbare Energien zu nutzen.
So wird der zulässige Wert für die Gesamt-Energieeffizienz (Jahres-Primärenergiebedarf) um 25 Prozent gesenkt. Die Wärmedämmung der Gebäudehülle muss zudem laut dena im Schnitt etwa 20 Prozent besser ausgeführt werden.
Quelle: dena

Baulexikon

Energieeinsparverordnung

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist Teil des deutschen Baurechts. Die Energieeinsparverordnung enthält, neben Bestimmungen zum Energieausweis, energetische Mindestanforderungen für einen Neubau, für Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung von Bestandsgebäuden, für Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie für die Warmwasserbereitung.