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Erdwärmepumpe – Heizen im Einklang mit der Natur

Mit einer Erdwärmepumpe lässt sich die im Erdreich gespeicherte Erdwärme, in der Fachsprache Geothermie genannt, preiswert anzapfen. So lassen sich die Kosten für das Heizen mit der Wärme aus der Tiefe merklich reduzieren. Auch das Klima profitiert: Eine Erdwärmepumpe verursacht nur halb so viel schädliches Kohlendioxid wie ein handelsüblicher Brennwertkessel. Erfahren Sie jetzt mehr über die Erdwärmepumpe von Ehepaar Bessey.


Erdwärmepumpe

Eine Erdwärmepumpe, auch Sole-Wasser-Wärmepumpe genannt, nutzt die Geothermie, um daraus kostengünstig und klimafreundliche Heizwärme sowie Warmwasser zu generieren. Erdwärmepumpen werden vom Staat mit Fördergeldern unterstützt. Foto: Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.

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Nachhaltig zu leben ist für Annika und Martin Bessey wichtig. Deswegen faszinierte das Paar die Idee, mit unerschöpflicher Erdwärme zu heizen. Erdwärme produziert im Haus keine Emissionen, ist geräusch- und geruchslos. Da die Erdwärmesonde einer Erdwärmepumpe mindestens 50 Jahre ihren Dienst verrichtet, steht die Energiequelle auf dem eigenen Grundstück noch den Enkelkindern zur Verfügung.

Die Funktionsweise einer Erdwärmepumpe

Die Funktionsweise einer Erdwärmepumpe kann mit der eines Kühlschranks verglichen werden. Während dieser seinem Innenraum Wärme entzieht und nach außen abgibt, entzieht das Wärmepumpensystem dem Erdreich Wärme und gibt sie als Heizenergie ab. Als Antriebsenergie benötigt die Wärmepumpe ebenso wie der Kühlschrank Strom. Der Energiebedarf beträgt etwa eins zu vier. Das heißt mit einer Einheit Antriebsenergie erzeugt die Erdwärmepumpe vier Einheiten kostenlose Umweltwärme. Nutzbar gemacht wird die im Erdreich gespeicherte Wärme durch Sonden, die tief in die Erde eingebracht werden. Die Bohrmeteranzahl wird auf die Heizleistung und den Bedarf an Warmwasser des Gebäudes abgestimmt und ist außerdem abhängig von der Erdbodenbeschaffenheit des Grundstücks.

Erdwärmepumpen müssen von Profis geplant werden

Die Bohrung für eine Erdwärmepumpe gehört ist eine Aufgabe für ausgewiesene Fachbetriebe. In Baden-Württemberg zum Beispiel sind die Auflagen aufgrund der schwierigen Geologie entsprechend hoch. Das Traditionsunternehmen Heinz Burkhardt, das die Bohrungen bei Familie Bessey verantwortet, geht freiwillig noch einen Schritt weiter. Das Familienunternehmen in dritter Generation hat eingewilligt, jederzeit auf der Baustelle von unangekündigten Kontrolleuren besucht zu werden.
Für ihr dreistöckiges Eigenheim mit 178 Quadratmeter beheizter Fläche mussten Besseys eine Sonde von 160 Meter Länge ins Erdreich einbringen lassen. Mit einer Jahresarbeitszahl von über vier kann die installierte Ochsner-Wärmepumpe auch mit den derzeit niedrigen Öl- und Gaspreisen konkurrieren. Für die Kosten ihrer Erdwärmepumpe bekam das junge Paar 4.000 Euro Investitionszuschuss vom Staat. Während der Effekt im Portemonnaie erst einige Jahre nach der Installation spürbar wird, lohnt es sich für die Umwelt sofort. Die effiziente Erdwärmepumpe im Hause Bessey stößt nur halb so viel klimaschädliches Kohlendioxid aus wie ein handelsüblicher Gas-Brennwertkessel. Die heute installierte Wärmepumpe bei den Besseys wird zudem Jahr für Jahr umweltfreundlicher. Parallel mit dem Ausbau erneuerbaren Stroms optimiert sich auch die Umweltbilanz der Wärmepumpe.

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Kontakt:

Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.
Französische Straße 47, 10117 Berlin
Tel. +49 30 208799-711
info@waermepumpe.de
http://www.bauen-auf-erdwaerme.de


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Geothermie

Als Geothermie (auch „Erdwärme“) bezeichnet man die in der oberen Erdkruste gespeicherte Wärme, sofern sich diese nutzen lässt. Geothermie gehört zur Gruppe der regenerativen Energien und kann zum Heizen und Kühlen (Wärmepumpe) genutzt werden.

Erdwärmesonde

Bei einer Wärmepumpe mit Erdwärmesonde wird ein frostsicheres Arbeitsmittel durch zwei Rohre in ein senkrechtes Bohrloch geleitet, um die Wärme des Erdbodens zu nutzen. Da bei einer Tiefe von etwa zehn Metern die Bodentemperatur konstant bleibt, ist Erdwärmesonde besonders im Winter sehr effektiv. Die Tiefe der Erdwärmesonde ist je nach Beschaffenheit des Erdreichs unterschiedlich. Im Schnitt liegt sie bei einem Einfamilienhaus bei etwa 100 Metern.

Erdwärmekollektor

Erdwärmekollektoren bestehen aus einem waagerecht im Erdreich verlegten Leitungssystem, das in einer Tiefe von etwa einem bis eineinhalb Metern Tiefe verlegt wird. Für ein Einfamilienhaus werden abhängig von der benötigten Wärmeleistung rund 200 bis 250 Quadratmeter Fläche benötigt. Der Raum über den Erdwärmekollektoren darf nicht bebaut oder versiegelt werden, damit die Sonneneinstrahlung den Boden aufheizen kann.