Rohrinstallationen aus Kupfer weisen zu anderen Rohrmaterialien einen erheblichen Unterschied beim Wasserdruck auf. So muss die
Pumpe bei anderen Rohrmaterialien stärker arbeiten als bei Kupferinstallationen, um das warme Wasser in die Heizkörper zu schicken,
denn diese Werkstoffe setzen dem Wasser erhöhte Widerstände entgegen. Dadurch braucht die Heizpumpe in einem Ein- oder Zweifamilienhaus
40,4 Watt mehr Leistung, um 150 Liter Wasser zum Beispiel in Mehrschichtverbundrohren zirkulieren zu lassen. Dies entspricht 40
Prozent mehr Energie als bei der Kupfervariante. 40 Prozent mehr Energie, das bedeutet in manchen Fällen einer Zusatzleistung von
188 kWh im Jahr.
Energiekosten senken
Das Thema Energiesparen verbinden die meisten Haustechniker mit den Schlagworten Wärmeerzeugung und Wärmedämmung,
nicht aber mit Wärmeverteilung. Druckverluste in Rohrleitungssystemen entstehen, wenn sich Wasser beim Durchfließen an den
Innenwänden der Rohre, Formstücke, Armaturen oder an anderen Bauteilen reibt. Es braucht die Kraft einer elektrisch betriebenen
Umwälzpumpe, um das Wasser entgegen der Schwerkraft durch das Leitungsnetz hin zu den Heizkörpern zu pressen. Verringert sich der
Rohr- und Fittingquerschnitt, steigt der Widerstand im System. Die Pumpe muss mehr arbeiten, benötigt mehr Energie, um den
Wassertransport zu den Wärmeübergabestationen sicherzustellen.
Erneuerbare Energien nutzen
Doch Kupfer bietet sich nicht nur aufgrund seiner positiven Strömungseigenschaften und seines damit verbundenen niedrigen
Energieverbrauchs als Werkstoff der Wahl bei Heizungsinstallationen an. Durch die hohe Wärmeleitfähigkeit des Metalls können
auch bessere Heizleistungen erzielt und zukunftsorientierte Wärmeerzeuger mit geringen Vorlauftemperaturen wie zum Beispiel
Wärmepumpen effizient genutzt werden.
Um Kosten zu sparen, empfiehlt sich in jedem Fall die Installation einer thermischen Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung
und zur Heizungsunterstützung. So können bis zu 60 Prozent der Energie für die Warmwasserbereitung abgedeckt werden, bei zusätzlicher
Heizungsunterstützung sogar bis zu 35 Prozent des Gesamtenergiebedarfs. Der Einsatz von Kupfer garantiert hier aufgrund seiner hohen
Wärmeleitfähigkeit eine möglichst verlustfreie Übertragung der Wärmeenergie aus der Sonne. Die meisten Wärmeabsorber in den Kollektoren
sowie die Rohre, durch die das erwärmte Wasser ins Haus strömt, sind deshalb aus Kupfer. Außerdem ist Kupfer besonders Hitze- und
alterungsbeständig und garantiert damit eine jahrelange verlässliche Funktionsfähigkeit.
Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten
Kupfer und Kupferlegierungen gelten seit Jahrzehnten als optimaler Werkstoff für die Hausinstallation. Im Gegensatz zu vielen
anderen Materialien eignet sich Kupfer dank seines breiten Eigenschaftsspektrums für alle Einsatzbereiche in der Hausinstallation.
Und auch aus hygienischer Sicht bleibt Kupfer der Werkstoff der Wahl. Nicht zuletzt deshalb werden heute noch rund 60 Prozent aller
Installationen in Kupfer ausgeführt.
Kupfer erfüllt den Anspruch der Verbraucher auf preiswerte, nützliche, verlässliche und sichere Produkte in vorbildlicher Weise. Dies
alles sind im Übrigen auch Ansprüche, die heute an ein nachhaltiges Bauen gestellt werden. Doch geht es über wirtschaftliche und
funktionale Kriterien hinaus. Gesundheitliche Unbedenklichkeit und ökologische Fragen sind bei der Verwendung von Baustoffen ebenfalls
zu berücksichtigen. Auch hier muss sich Kupfer nicht verstecken. Im Gegenteil: Es ist hygienisch rein und wirkt wachstumshemmend auf
Bakterien. Da das Metall hermetisch dicht ist, schützen Kupferrohre vor störenden äußeren Einflüssen wie schlechtem Geschmack oder
Geruch. So bleibt eine gleich bleibend hohe Trinkwasserqualität gewährleistet.
Kontakt:
Deutsches Kupferinstitut e.V., Am Bonneshof 5, 40474 Düsseldorf,
Tel. 0211/4796300, Fax 0211/4796310,
www.kupferinstitut.de