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Fliesen und Naturstein  Natürliche Schönheiten

Bodenbeläge im Außenbereich sind hohen Belastungen ausgesetzt. Eine Gefahr für jeden Bodenbelag: Feuchtigkeit. Um dem Wasser möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, muss mittels Gefälle das Oberflächenwasser abgeführt werden. Je rauer die Oberfläche des Belags, desto größer muss das Gefälle sein. Bei glatten Flächen sollte es mindestens 1,5 Prozent, bei rauen Oberflächen zwischen zwei und drei Prozent betragen. Das Gleiche gilt für die Tragschichten, schließlich sind Außenbeläge nie wasserdicht.

Erst Gestaltungselemente wie Terrassen- oder Gartenplatten, Mauern und Stufen verschaffen dem Außenbereich seine individuelle Optik. Zeitlos-modern wirkt der Garten etwa mit den Produkten der „Trento HighLine“ aus der Lithonplus Steinmanufaktur

PROFI-TIPP

PROFI-TIPP

Zur Planung und Ausführung von Außenbelägen gibt Hans Willibert Ramrath, Vorsitzender des Technischen Ausschusses beim Fachverband Fliesen und Naturstein, folgende Tipps: „Die unumstößliche Grundregel bei der Vorbereitung des Untergrunds lautet: Kein Stauwasser – egal wo! Das A und O für die Haltbarkeit des Belags ist daher eine sachkundig geplante und fachgerecht ausgeführte Gesamtkonstruktion. Dabei haben die Fachbetriebe des Fliesenlegerhandwerks technisch und gestalterisch die optimale Lösung für unterschiedlichste Bauweisen von Balkonen und Terrassen."
Nicht jede Feinsteinzeugfliese ist als Terrassenbelag geeignet. Bevorzugt sollte extrudiertes Feinsteinzeug, weniger glamourös Spaltplatten genannt, verlegt werden. Spaltplatten sind diffusionsoffen und gewährleisten so einen Feuchtigkeitsaustausch mit dem Untergrund.
Was extrudierte Feinsteinzeugfliesen für den Außenbereich besonders interessant macht, ist die in geringem Maße poröse und damit rutschfeste Oberfläche. Zudem nimmt dieser Fliesentyp wenig Wasser auf und ist so vor der Frostsprengung geschützt.
Feinsteinzeug ist poliert, glasiert und unglasiert erhältlich. Letztgenannte Fliesen haben eine weitgehend geschlossene Oberfläche, die kaum nachbehandelt werden muss. Die wenigen offenen Poren allerdings nehmen Schmutz auf und lassen sich auch nur schlecht wieder reinigen. Es ist deshalb wichtig, die Fliesen zu imprägnieren. Polierte Fliesen sind empfänglicher für Verschmutzungen, da bei der Polierung bereits geschlossene Poren wieder geöffnet werden.

Bodenklinkerplatten: Rustikale Optik, angenehme Haptik

Gesintert, grobkeramisch, meist unglasiert: Drei Attribute, die die Bodenklinkerplatten beschreiben. Die rötlichen beziehungsweise blauen Farbtöne der Fliesen sorgen für eine rustikale Optik. Auch haptisch haben die Bodenklinkerplatten Unterschiede zu bieten, sind sie doch mit rauer oder glatter Oberfläche erhältlich.
Dichte und Härte der Fliesen unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller, variieren von Produkt zu Produkt. Wie kann ich als potentieller Käufer herausfinden, wie die in Betracht gezogene Fliese beschaffen ist? Hier der Profitipp: Mit einem Fliesenhammer leicht gegen das Produkt geschlagen, lässt sich an der Klangtiefe heraushören, wie dicht die Fliese ist. Je tiefer der Klang, desto dichter das Material. Die Härte des Bodenbelags lässt sich – das Einverständnis des Verkäufers vorausgesetzt – durch Anritzen der Fliese herausfinden.

Terrakottaplatten: Mediterranes Flair

Ursprünglich nur in der Toskana zuhause, wird die Terrakottaplatte, ein besonderer Typus der Bodenklinkerplatte, immer beliebter. Wörtlich übersetzt bedeutet Terrakotta „gebrannte Erde“. Sie wird aus eisenhaltigem rotem und kalkhaltigem gelblichem Ton hergestellt. Für die Terrakottaherstellung besonders berühmt ist das Städtchen Impruneta. Der dort vorkommende, gleichnamige Ton besitzt hohe Mineralien-, Aluminium-, Kupfer- und Eisenoxidanteil und ist deshalb härter, aber auch teurer als andernorts gebranntes Material.

Natursteinplatten: Urwüchsiger Charme

Widerstandsfähig muss ein für den Außenbereich geeigneter Naturstein sein. Offene Poren machen die Natursteine anfällig für Feuchtigkeit. Eine entsprechende Imprägnierung macht die Natursteine, wie Granit Travertin aber auch Sandstein, resistent gegen Wasserschäden und Moos- beziehungsweise Algenansiedelung. Zwar sind sowohl die hier vorgestellten Fliesen und Natursteinbeläge für den Außenbereich etwas kostenintensiver in der Anschaffung als andere Bodenbeläge, allerdings hat man, die richtige Pflege vorausgesetzt, auch lange seine Freude daran.

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