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Gartenplanung  Den Garten richtig anlegen

Das neue Eigenheim steht, hinterm Haus türmen sich Erde und Schutt. Daraus soll einmal eine grüne Oase werden, zum Erholen, Spielen, Grillen. Wir haben Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie Ihren Garten richtig planen.

Liebevolle Details machen den Garten zur persönlichen Wohlfühlzone. Mit kleinen Holzzäunen lassen sich Blumenbeete elegant einfassen. Der Garten erhält so mehr Struktur. Foto: dein-gartentraum.de/djd

PROFI-TIPP

PROFI-TIPP

Zunächst sollten Sie Ihre Wünsche und Pläne für den Garten analysieren. Möchten Sie sich intensiv mit Ihrer Grünzone beschäftigen oder haben Sie nicht viel Zeit für die Gartenarbeit? Und berücksichtigt der Garten die Bedürfnisse aller Familienmitglieder und Bewohner des Hauses? Sind kleine Kinder da, bietet sich eine Ecke für den Sandkasten oder eine Schaukel an, begeisterte Radfahrer profitieren von einem Schuppen für die Zweiräder, ein berufstätiges Ehepaar von einer repräsentativen Terrasse.

Was darf die Gartenplanung kosten?

Daneben spielt das Budget eine entscheidende Rolle bei der Gartenplanung. Soll der Garten sofort üppig und fertig aussehen, fallen höhere Kosten an als bei einem langfristigen Aussaat- und Pflanzprojekt. Rollrasen und exotische Bäume haben ihren Preis, legt der Fachmann Sitzplätze und Wege an, schlägt das ebenfalls zu Buche. Wenn Sie selbst pflastern, ist das günstiger, setzt aber voraus, dass Sie sich Fachwissen aneignen und von einem Fachmann beraten lassen.

Die Gartenanlage richtig planen

Fertigen Sie eine Skizze mit den Grundstücksgrenzen und allen vorhandenen Elementen maßstabsgetreu auf Millimeterpapier an. Kopieren Sie die Skizze und spielen Sie verschiedene Aufteilungen durch. Ein klares Grundkonzept sorgt für Ausgewogenheit und Stimmigkeit. Ein guter Entwurf beruht auf einer markanten Linienführung. Großzügige Rabatten oder ein gerades zentrales Wasserbeet vermitteln mehr Ruhe als kleine verstreute Blumeninseln. Planen Sie einen festen Hauptweg ein, der die Schritte durch den Garten lenkt. Eine reizvolle Wirkung stellt sich ein, wenn der Garten vom Haus aus nicht ganz überblickt werden kann, sondern durch Sträucher und Hecken, große Stauden und kleine Steinmauern untergliedert ist. Eine durchgängige Sichtachse erinnert an historische, stark durchstrukturierte Barockgärten. Hier können Sie mit einer interessanten Skulptur am Ende einen Blickfang schaffen und die Wege mit Pergolen überschatten. Grenzt eine Hecke den Garten nach außen ab, muss diese regelmäßig geschnitten werden. Weniger Aufwand verursachen Zäune und Mauern. Der Bau einer Mauer setzt aber die Zustimmung des Nachbarn voraus.

Die Entwässerung des Gartens

Legen Sie den Garten unbedingt mit einem leichten Gefälle von mindestens zwei Prozent an (also zwei Zentimeter je Meter Fließstrecke), so dass das Wasser vom Haus wegfließen kann. Das gleiche gilt für Terrassen. Bodenschüttungen und großfugige Platten- oder Pflasterbeläge entwässern selbst. Eine Pflasterfläche lässt sich wasserdurchlässiger gestalten, indem Fugenabstandshalter zwischen den Steinen platziert, wasserdurchlässige Fugen, Steine mit Sickerschlitzen oder Rasengittersteine verwendet werden. So versickert das Wasser auch ohne Ablauf. Garagenauffahrten, Innenhöfe und Terrassen lassen sich zusätzlich durch eine Drainage entwässern. Beachten Sie, dass Sie bei einem Anschluss der Drainage ans öffentliche Wassernetz eine Gebühr an die Gemeinde entrichten müssen. Im Garten selbst lässt sich Wasser in einer unterirdischen Zisterne sammeln. So ist auch fast immer Wasser zum Blumen- und Gemüsegießen vorhanden.

Geeignete Gartenpflanzen auswählen

Nutzgarten oder Blumengarten? Das ist die Frage bei der Bepflanzung. Natürlich können Sie beide Arten auch kombinieren. Überlegen Sie, welche Blühpflanzen Ihnen gefallen und welche zu Ihnen passen: Rosen, die oft beschnitten werden müssen oder pflegeleichte Stauden? Wenn Sie Wert auf eigene Bohnen oder Karotten legen, kommt es auf das Erdreich an. Taugt es überhaupt für essbare Pflanzen oder lagern gar Schadstoffe darin? Dann ist das selbstgezogene Gemüse unter Umständen giftig. Verdichteter Boden, Bauschutt oder Kanalanschlüsse können sich unter der Oberfläche verbergen. Fragen Sie Nachbarn und Behörden, was sie über die Bodenbeschaffenheit wissen. Auf schwerem Boden bleiben nach dem Regen Pfützen stehen, aus leichtem, sandigem Boden schwemmt das Wasser leicht die Nährstoffe heraus. Manches Erdreich ist mit Kieseln oder Steinen durchsetzt. Jeder problematische Boden lässt sich jedoch verbessern, zum Beispiel der schwere Boden durch eine Drainage. Oder Sie wählen Pflanzen aus, denen die vorhandenen Bedingungen zusagen. Wenn wenig Humus da ist und gleich Fels folgt, kann man beispielsweise keine Bäume pflanzen. Apropos Bäume! Das Fällen alter Bäume ist oft genehmigungspflichtig, aber sorgt für mehr Sonne; für das Gemüse, das sich nur an hellen Stellen gut entwickelt, oder ein ausgiebiges Sonnenbad.

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Was gibt es Schöneres als einen Garten, in dem sich Vögel, Schmetterlinge, Libellen und Hummeln wohlfühlen, und vielleicht sogar Igel, Fledermäuse und Eichhörnchen? Sie können einiges dafür tun, damit Ihr Garten für diese Tiere besonders einladend wird: 

  • Legen Sie so wenige Gehwege und Steinflächen wie möglich an.
  • Achten Sie darauf, dass die Bepflanzung unterschiedlich hoch ist. Neben dem Rasen (niedrig) und einem oder mehreren Bäumen (hoch) ist eine mittlere Ebene zu empfehlen. Die sollte den größten Teil des Gartens ausmachen und aus Stauden, Sträuchern und ähnlichen Gewächsen bestehen. Auch mit Keramiktöpfen können Sie für "Höhe" sorgen.
  • Wasser ist ein wichtiges Element in jedem Garten. Wer keinen Teich hat, kann seinen Gartentieren auch Wasserschalen hinstellen.
  • Unterschiedliche Blütezeiten, Früchte und Formen der Pflanzen bieten das ganze Jahr über vielen verschiedenen Tieren Nahrung.
  • Als Trennelemente empfehlen sich Hecken. Hier finden Vögel nicht nur Nahrung, sondern auch Schutz und Brutplätze. Wenn Sie doch einen Sichtschutzzaun im Garten haben, so lassen Sie Kletterpflanzen daran emporklimmen.
  • Wenn Sie ein kleines Stück Ihres Gartens verwildern lassen, bieten Sie Vögeln und Igeln damit ein wunderbares Fleckchen für die Futtersuche. Auch Insekten finden hier Unterschlupf.Sorgen Sie dafür, dass Ihr Garten nicht allzu adrett aussieht; lassen Sie zum Beispiel das Herbstlaub einfach mal liegen. Erstens sind Ihre Pflanzen dadurch ganz natürlich vor Frost geschützt, zweitens liefern die Blätter organische Substanz oder Kompost für Ihre Pflanzen, und drittens finden Vögel, Igel und andere Gartentiere hier Nahrung. Weitere Informationen über die richtige Bepflanzung finden Sie bei www.vivara.de.