Garagen können nicht nur als Unterstand für das Auto genutzt werden, sie
bieten auch jede Menge Stauraum. Darüber hinaus schützen sie das dort
abgestellte Fahrzeug vor Diebstahl und Beschädigung. Eine günstige Alternative
zur Garage sind Carports.
In der Planungsphase für eine massiv gemauerte Garage gilt es, sich frühzeitig über die Größe des Unterstands Gedanken zu machen:
Wie viele Autos soll die Garage beherbergen? Wird die Garage später auch als Lagerraum, zum Beispiel für Fahrräder und Gartengeräte,
genutzt? Es ist zu berücksichtigen, dass die Errichtung einer Doppelgarage im Verhältnis zu einem späteren Anbau deutlich günstiger
ausfällt.
Soll die Garage zusätzlichen Stauraum bieten, kann dafür auch ein separater Raum eingeplant werden. Um für die Zukunft alle Optionen
offen zu halten, ist eine verlängerte Bodenplatte eine gute Lösung, so dass ein späterer Anbau problemlos möglich ist.
Massiv gemauerte Garage oder Fertiggarage?
Eine Fertiggarage hat den Vorteil, dass Lieferung und Aufbau schnell erledigt sind. Außerdem ist eine im Werk vorgefertigte Garage
preiswerter als eine massiv gebaute. Fertiggaragen werden in der Regel mit geschlossenem Garagenboden geliefert und auf ein Fundament
gesetzt. Die Garage lässt sich bei Bedarf jederzeit wieder versetzen.
Standardmaße für die Durchfahrtsbreite bei Garagen liegen zwischen 2,55 Metern und 4,00 Metern, bei der Garagenhöhe zwischen 2,20
Metern und 3,20 Metern. Genug für einen normalen PKW, aber für ein Wohnmobil können diese Maße bereits zu klein sein. Berücksichtigen
Sie bei der Planung deshalb die Dimensionen des unterzustellenden Fahrzeugs.
Garagentor
Eine optische Einheit bilden Haus und Garage, indem die Garage denselben Anstrich wie das Wohngebäude erhält. Unterschiede gibt es
bei den Toren: Deckensektionaltore öffnen senkrecht und verlaufen platzsparend unter der Decke, bei Seitensektionaltore werden die
Tore in einem engen Bogen zur Seitenwand der Garage geschoben. Diese beiden Alternativen bieten sich gerade dann an, wenn nicht nur
Autos, sondern auch Fahrräder oder sonstige Sportgeräte untergebracht sind. Variante Nummer drei ist das klassische Schwingtor.
Garagendach
Verschiedene Lösungen sind auch beim Garagendach denkbar: Ein Pultdach hat die Vorteile, dass Regenwasser abläuft, außerdem wird
zusätzlicher Stauraum unter der Dachhaut gewonnen. Bei entsprechender Neigung des Pultdachs bietet sich die Installation einer
Solaranlage an. Ist ein Pultdach nicht realisierbar, kann das Flachdach begrünt werden. Vorteile: Bepflanzte Dächer haben eine
längere Lebensdauer, als herkömmliche Dächer. Außerdem wird das Anlegen einer Dachbegrünung von einigen Ländern und Kommunen
finanziell unterstützt.
Carport
Eine kostengünstige Alternative zur Garage ist der Carport. Holz, Aluminium, (Edel-)stahl und sogar Kunststoff, mit Sattel- oder
Flachdach als Rundbogenvariante, mit Glas-, oder Gründach - auch bei Carports gibt es eine große Auswahl an Materialien. Mittlerweile
lassen sich die Carports auch mit Solarmodulen ausrüsten. Praktisch: Fahrer eines Elektroautos oder E-Bikes, können Ihr Fahrzeug
direkt am Carport betanken. Ein Bausatz-Carport zum Selbstbauen spart Kosten. Vorsicht bei Billigangeboten: Statik und Haltbarkeit
können unzureichend sein.
Der Vorteil eines Carports gegenüber einer Garage liegt zum einem im deutlich günstigeren Anschaffungspreis, zum anderen sind die
offenen Unterstände besser durchlüftet. Das Auto trocknet schneller ab, die Bildung von Rost wird verringert. Im Allgemeinen wird
der Bau eines Carports auch schneller genehmigt, als der einer Garage. Eine Baugenehmigung für den Carport ist nicht überall in
Deutschland erforderlich.
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SolarWorld hat mit dem neuen „SunCarport“ ein komplettes Solarkraftwerk für Zuhause entwickelt. Der Carport vereint die Eigenschaften eines klassischen Unterstellschutzes für Pkw mit denen einer Fotovoltaikanlage. Die Spitzenleistung beträgt zwei Kilowattpeak. Der erzeugte Strom kann ins Stromnetz eingespeist oder alternativ selbst genutzt werden und wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz vergütet.
Tipps:
Bei schmalen Garagen verhindert ein an die Längswände geklebter Schaumstoffstreifen, dass der Lack an den Türen abgeschlagen wird.
Ein kleiner Gummiball, mit einer Schnur so an der Decke befestigt, dass er die Windschutzscheibe berührt, zeigt die richtige Parkposition an.
Auch für Garagen gibt es spezielle Trocknungsgeräte. So hat der Rost keine Chance mehr.
Als ein guter Regenschutz bei Carports bieten sich Sichtschutzelemente oder Pflanzenhecken an den offenen Wetterseiten an.
Beim Erwerb der Autoversicherung lässt sich mit dem Besitz eines Carports Geld sparen, da die Versicherung davon ausgeht, dass Autos die unter Carports geparkt werden, weniger stark von Unwettern beschädigt werden.