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Altbausanierung Ross I  Sanierungsstart im hohen Norden

Familie Ross verliebte sich in eine Immobilie am Speckgürtel Lübecks. Vor dem Umzug heißt es zunächst kernsanieren, vom Keller bis zum Dach. Neben größeren Räumen, mehr Helligkeit und Platz muss das Eigenheim insbesondere modernen energetischen Ansprüchen stand halten.

Der frischgebackene Immobilienbesitzer Ross schmiedet seit der Erstbegehung Umbaupläne.

PROFI-TIPP

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Weniger als eine Autostunde von Hamburg entfernt liegt die alte Hansestadt Lübeck, berühmt für ihren historischen Altstadtkern. Bald ist sie die neue Heimat der dreiköpfigen Familie Ross: Die Münsteraner kauften vor knapp zwei Jahren ein Haus am Rande der Stadt und beschlossen, die Immobilie zu sanieren. Der 1956 von einem ehemaligen Oberverwaltungsrat errichtete Siedlungsbau liegt in der Poseidonstraße, etwa fünf Kilometer vom Holstentor entfernt. Wer hier herkommt, landet in einem Vorstadtidyll, das seinesgleichen sucht: Schmucke Einfamilienhäuser mit für die Region typischen Klinkerfassaden reihen sich aneinander, Blumen in den Gärten blühen um die Wette und Kinder spielen auf den verkehrsberuhigten Straßen. Das Vogelgezwitscher und Bienengesumme wird in den nächsten Monaten lediglich vom Hämmern, Sägen und Werkeln der Bauarbeiter übertönt, die das Haus in der Poseidonstraße modernisieren.
„Das Überzeugendste an der Immobilie war der riesige Garten. Das Grundstück ist einfach beeindruckend!“, strahlt Ralph Ross und freut sich über den Kauf des Altbaus: „Außerdem hat uns die Wohngegend sehr gut gefallen, die netten Nachbarn und das naheliegende Waldgebiet, in dem man herrlich spazieren gehen kann“, schwärmt die frischgebackene Immobilienbesitzerin Ute Ross. Dass es mit dem Hauskauf klappte, verdankt Ralph Ross seiner Schwester, die schon seit einigen Jahren in Lübeck lebt. „Sie sagte immer ‚Ich such ‘ne Immobilie für euch!‘“ Über eine Freundin, die in der Poseidonstraße lebt, erfuhr die Schwester des Werbefachmanns vom zum Verkauf stehenden Einfamilienhaus und organisierte sofort einen Besichtigungstermin.

Der erste Eindruck

„Schon bei der Erstbesichtigung schmiedeten wir Pläne“, erinnert sich Ralph Ross, der durch regelmäßige Lübeck-Besuche die Gegend bereits gut kennt. Um den Zustand der Immobilie zu beurteilen, ließ er sich durch einen befreundeten Bausachverständigen und einen örtlichen Energieberater unterstützen. „Ich wollte wissen, ob der Preis stimmt und ob sich eine Modernisierung in diesem Haus lohnt“, gibt der 54-Jährige zu verstehen. Die Bilanz fällt positiv aus: Das Haus hat eine solide Substanz und der Keller ist trocken. Schon bald holt Familie Ross Architektin Ilka Guttenberg mit ins Boot. Die selbstständige Bauexpertin hat in Lübeck schon viele Sanierungen begleitet: „Ich versuche stets eine Lösung zu finden, in der ich selbst gerne wohnen würde“, erklärt Guttenberg, der die Zufriedenheit ihrer Bauherren am Herzen liegt: „Wenn ich einen Grundriss zeichne, fühle ich eine gewisse Verantwortung. Die Pläne müssen stimmig sein, sonst fühlt sich die Familie später nicht wohl im Eigenheim.“

Das Umbau-Konzept

Gemeinsam mit der Architektin geht es an die Umbau-Planung: Das Haus mit einer knapp 120 Quadratmeter großen Wohnfläche ist geprägt von kleinen, dunklen Räumen. Für mehr Helligkeit sollen zusätzliche Fenster sorgen, für mehr Platz ein Anbau in Holzständerbauweise, der den Bauherren zusätzliche 40 Quadratmeter in Erd- und Obergeschoss beschert. Zudem einigten sich Ute und Ralph Ross mit der Architektin darauf, einige Räume des ursprünglich verschachtelten Grundrisses zu öffnen und miteinander zu verbinden. So entsteht im Erdgeschoss ein rund 60 Quadratmeter großer, offener Wohn-Koch-Essbereich, in dem auch ein Kaminofen Platz findet. Mit einem Holzfeuerofen hat die Familie bereits in ihrem alten Haus gute Erfahrungen gemacht: „Im Sommer kaufen wir einen Festmeter Holz und können das ganze Jahr damit durchheizen!“, berichtet Ross und freut sich merklich auf gemütliche Stunden im behaglich temperierten Wohnzimmer. Ausgesucht ist der Wärmespender schon: Die Wahl fiel auf das Modell „JessXtra“ von Austroflamm. Der avantgardistische Kaminofen punktet nicht nur optisch, sondern hält auch besonders lange warm: Mit dem „Xtra“-Pufferspeicher ausgestattet, sind Wärmespeicherzeiten von bis zu zwölf Stunden möglich.

Geplanter Kesseltausch

Apropos Wärme: Bislang verrichtet im Keller ein 1984 installierter Niedertemperaturkessel seinen Dienst. Ein effizienterer Gas-Brennwertkessel von Wolf Heiztechnik wird diesen bald ersetzen. Die Gasbrennwert-Zentrale „CGS/CGW“ aus der „ComfortLine“ des Unternehmens aus Mainburg muss im künftig frischgedämmten Gebäude eine Heizlast von zirka 17,1 Kilowatt stemmen – so berechnete es Energieberater und Diplom-Ingenieur Tobias Müller, der dem Ehepaar verschiedene Heizlösungen für ihre Sanierung vorschlug. „Wir haben auch über erneuerbare Energien nachgedacht. Eine Solarthermieanlage schied schnell aus, da unsere Süddachfläche zu klein war“, erklärt Ross und resümiert: „Der Brennwertkessel war für uns die wirtschaftlichste Lösung.“ Der in die Therme integrierte Schichtenspeicher garantiert künftig gleichbleibend warmes Wasser, auch bei größeren Entnahmemengen – so steht einem entspannten Wannen-Bad in Zukunft nichts mehr im Wege. Eine spezielle Isoliertechnik verhindert Auskühlverluste. Energieberater Müller schätzt, dass die neue Heizung – bei derzeitigem Energiepreisniveau – die Brennstoffkosten der Familie um zirka 500 Euro senkt. Und die Umwelt kann sich erst recht freuen: Etwa 2.500 Kilogramm CO2 produziert das Wolf-Gerät pro Jahr weniger als sein Vorgänger. Der Kesseltausch erfordert eine Nachbesserung des Schornsteins: Ein Luft-Abgas-System soll in den bestehenden Kamin eingeschoben werden, um Abgase des Brenners und des Kamins nach außen zu transportieren.

Energetischer Ist-Zustand

Der Primärenergiebedarf des unsanierten Gebäudes liegt bei 385,4 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m2a). Die Kennzahl setzt sich zusammen aus Heizenergiebedarf, Energiebedarf für die Warmwassererzeugung, -speicherung und -verteilung, sowie aller benötigten Hilfsenergien, unter Einfluss von Luftdichtheit und Wärmebrücken. Zum Vergleich: Die aktuell gültige Energie-Einsparverordnung (EnEV 2009) gibt als Höchstwert für einen Neubau 100 kWh/m2a vor. Familie Ross möchte den Energiebedarf deswegen merklich senken. Dies bewerkstelligt nicht nur die neue Heizanlage, sondern auch eine rundum dichte Gebäudehülle.

Die Gebäudehülle

Neben neuen, zweifachisolierverglasten Fenstern erhält das Haus ein frisches „Dämmkleid“: Mit Hilfe des mineralischen Wärmedämm-Verbundsystems „Multipor“ von Xella möchten die Bauherren ihre vier Wände vor Hitzestau im Sommer und Kältewellen im Winter bewahren. Das System besteht aus einer Dämmplatte, die an der Fassade verklebt und verdübelt wird. Darauf platziert wird ein Armierungsgewebe, das abschließend mineralisch verputzt wird. Die 16 Zentimeter dicke Dämmschicht sorgt für mehr Komfort im Eigenheim und bereitet Wärmebrücken, die andernfalls kostbare Heizwärme nach außen diffundieren lassen, ein jähes Ende. Auch das Dach erhält ein neues Antlitz: Die alten Tondachziegel werden durch moderne Betondachsteine von Eternit. An die Proportionen des Daches passen sich die dunkelgrauen Dachplatten harmonisch an. Das Satteldach, welches auf der Nordseite weiter abfällt als auf der Südseite, soll im Zuge der Sanierung durch eine Gaube ergänzt werden. Diese sorgt später im Badezimmer für mehr Kopffreiheit. Die frischverlegten Dachsteine aus Faserzement schützen Familie Ross fortan vor Wind- und Wetter.

Neues Innenleben

Auch das Innere des Eigenheims erstrahlt in neuem Glanz. Seit dem Bau in den 50er-Jahren veränderte sich hier wenig: Grün-gelbe Blümchen-Tapete im Eingangsbereich, ein wuchtiger Kachelofen, eine winzige Küche und abgenutzter PVC-Boden im Obergeschoss sind Relikte aus vergangenen Tagen. Dies hat mit heutigen Wohnbedürfnissen wenig gemein. Schicke Parkett-Dielen von Parador sollen dem großen Wohn-Ess-Bereich neue Eleganz verleihen: Naturmaterial Holz sorgt in jedem Raum für lebendige Wärme, der erdige Braunton harmoniert mit den hellen Tapeten, die Familie Ross noch aussuchen muss. Zu diesem Zweck plant das Paar einen Ausflug nach Hamburg: Dort befindet sich der Showroom „Tapetenwechsel“ des Deutschen-Tapeteninstituts.
In Küche, Badezimmer und im Eingangsbereich werden Fliesen verlegt. Die Keramik-Platten im Format 60 mal 60 Zentimeter stammen von der Firma Meissen. Der Hersteller aus dem gleichnamigen Ort in Sachsen ist seit langem bekannt für feinstes Porzellan und führt in seiner Produktpalette auch hochwertige Steingutfliesen, die durch klare, reine Strukturen sowie anspruchsvolle Dekore und Farben brillieren.
Fliesen sind hervorragende Wärmeleiter. Das prädestiniert sie für die Kombination mit einer Fußbodenheizung: In Küche und Bad gönnt sich die Baufamilie eine wassergeführte Fußbodentemperierung der Firma Rettig, während in den restlichen Räumen Design-Heizkörper von Purmo installiert werden. Die Heizlösungen sollen bei Familie Ross nicht nur in jedem Raum ganzjährig für optimales Klima sorgen, sondern tragen auch einen wesentlichen Anteil zum Erscheinungsbild ihres Wohnumfeldes bei. Das geradlinige Design und die pflegeleichte Oberfläche der Heizkörper überzeugten die Bauherren sofort. Mit Hilfe der vertikalen Ausführungen können die Sanierer auch an schmalen Wänden Heizkörper platzieren. Programmierbare „Living Eco“-Thermostate von Danfoss minimieren die Heizkosten überdies auf ein Minimum. Die clevere Technik erkennt beispielsweise, wenn ein Fenster geöffnet wird und kalte Luft hineinströmt. Dann fährt die Danfoss-Lösung sogleich die Heizung automatisch zurück.

Das Badezimmer

Als wärmendes Gestaltungselement im Familienbad wird ein Heizkörper dienen: Hier fungiert er gleichzeitig als Handtuchhalter und Raumteiler. Für ein edles Ambiente sorgen außerdem Badarmaturen von Grohe. Die ausgewählte Serie „Eurosmart Cosmopolitain“ verkörpert minimalistisches Design. Der moderne Charakter der Grohe-Produkte geht einher mit einer ebenso zeitgemäßen Wasserspartechnologie.
Für mehr Komfort lässt die Umbaufamilie ein WC von Geberit einbauen. Das Wasserklosett „AquaClean“ trägt hygienisch zum täglichen Wohlbefinden seiner Benutzer bei: Ein warmer Wasserstrahl reinigt schonend und wohltuend und bietet so eine Alternative zum klassischen Bidet.

Weitere Wunschträume

Familie Ross steckt derzeit noch mitten in der Planung: Eine Sauna im Keller ist der große Traum der Bauherren. Auch Ideen für den Garten gedeihen bereits: Eine große Terrasse soll hier in Zukunft als Freiluftsitz der Sanierer dienen, auf der sie mit den Nachbarn Grillpartys feiern können. Die Terrassendielen für den Terrassenbau will Ralph Ross bei Osmo kaufen; das Unternehmen bietet eine Vielzahl verschiedener Holzarten und Zusatzequipment, wie Sichtschutzelemente.

Interview

Unsere Baufamilie Ross ersetzt ihren alten Niedertemperaturkessel durch die Gas-Brennwertzentrale CGS-20/160 von Wolf. Im Experteninterview reden wir über die Vorteile des neuen Heizsystems.

Hurra-wir-bauen: Familie Ross ersetzte ihren alten Niedertemperaturkessel durch die Gas-Brennwertzentrale „CGS–20/160“von Wolf. Was sind die Vorzüge des neuen Systems?

Franz Greis: Ein Niedertemperaturkessel entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und hat eine veraltete Verbrennungstechnologie. Mit der Gasbrennwertzentrale „CGS-20/160“ hat Wolf eine effiziente und moderne Gasbrennwerttherme mit einem exakt abgestimmten Schichtladespeicher kombiniert. Durch dieses ausgeklügelte System wird auch während der Warmwasserbereitung die Brennwertnutzung der Gastherme genutzt und somit ein permanent hoher Wirkungsgrad von bis 108 Prozent gewährleistet. Dies wurde auch durch Stiftung Warentest bestätigt und die Gasbrennwertzentrale „CGS-20/160“ als Testsieger gekürt.

Hurra-wir-bauen: Warum eignet sich dieses Gerät zum nachträglichen Einbau im Bestand?

Franz Greis: Die Gasbrennwertzentrale „CGS-20/160“ eignet sich vor allem durch die kompakten Abmessungen, das geringe Gewicht und durch ihre Montagefreundlichkeit für den nachträglichen Einbau in Bestandsgebäude. Zudem ist die energiesparende Einheit werkseitig komplett verdrahtet und die einzelnen Komponenten hydraulisch verrohrt.

Hurra-wir-bauen: Könnte die neue Gas-Therme auch mit erneuerbaren Energien gekoppelt werden, zum Beispiel mit Solarthermie-Kollektoren?

Franz Greis: Eine Erweiterung beziehungsweise Koppelung mit erneuerbaren Energien ist selbstverständlich möglich. Die notwendigen Komponenten hierfür bieten wir aus unserem umfangreichen Produktsortiment an. Sie sind optimal aufeinander abgestimmt. Durch die Einbindung von zum Beispiel Solarkollektoren können staatliche Fördermittel in Anspruch genommen werden. Zudem werden hierdurch die fossilen Brennstoffressourcen geschont und die unerschöpfliche Energie der Sonne effizient genutzt, was wiederum einen aktiven Umweltschutz bedeutet.

Hurra-wir-bauen: Was raten Sie Modernisierern bei der Wahl eines neuen Heizsystems?

Franz Greis: Bei der Modernisierung des Heizsystems ist der genaue Wärmebedarf des Objektes zu ermitteln. Somit wird schon bei der Planung eine Überdimensionierung des Heizgerätes vermieden und dieses optimal auf die Anforderungen und Wünsche des Betreibers sowie auf das Objekt abgestimmt. Zudem sollte die Einbindung von erneuerbaren Energien berücksichtigt werden und diese moderne und hocheffiziente Möglichkeit der Wärmeerzeugung ausgenutzt werden.

Hurra-wir-bauen: Vielen Dank für das Interview!

Interview

Prägend auf den Wohnraum wirken die neuen Innenraumtüren, die Familie Ross von der Firma Dextüra bezog. Bei der Wahl legten Ute und Ralph Ross viel Wert darauf, den Altbau-Charakter ihres sanierten Zuhauses zu betonen. Für den Türenwechsel kam eine spezielle Renovierungszarge (Zarge = Türrahmen) zum Einsatz, die den Einbau erleichterte. Lackiert sind die neuen Türen mit dem sogenannten „Superlak“ – einer Erfindung von Dextüra. Die lösemittelfreie Beschichtung macht die Holztüren widerstandsfähig und langlebig. Wir sprechen mit Sandra Winkelhorst.

Hurra-wir-bauen: Neue Innentüren von Dextüra zieren das sanierte Eigenheim unserer Umbaufamilie. Dabei konnte Familie Ross aus einer riesigen Produktpalette wählen. Was hat Dextüra alles im Programm?

Sandra Winkelhorst: Kurz gesagt: „Wir sind Weißlack!“ Dextüra hat sich ganz auf diese Kernkompetenz konzentriert, wobei im Mittelpunkt all unseren Handelns die Qualität unserer Oberflächen steht und stand. Dextüra hat das gesamte Sortiment in drei Stilrichtungen eingeteilt, so kann jeder Kunde schnell die Türen finden, die zu ihm und zu seinem Lebensstil passen: Die Stilrichtung „Trend“ steht für modernes und bezahlbares Design. Bei der Stilrichtung „Elegant“ ist der Name Programm: Elegante Türen, die von Dextüra einzigartig interpretiert werden. Und die Stilrichtung „Design“ ist etwas für mutige Käufer, die sich für Architektur, Kunst und Inneneinrichtungen interessieren. Dazu haben wir Funktionstüren wie Brand-, Rauch-, Schall-, Einbruchschutz-, sowie Klimaklassetüren, ein breitgefächertes Zargenprogramm mit nahezu allen Konstruktionsmöglichkeiten. Überdies runden 13 verschiedene Bekleidungen das Programm ab.

Hurra-wir-bauen: Gerade in Haushalten mit Kindern müssen Türen so manches einstecken … in welcher Weise wurden die Oberflächen bearbeitet?

Sandra Winkelhorst: Unser „EPC Superlak“ ist nicht vergleichbar mit einem traditionellen Lack, wie er zum Beispiel für Spritzautomaten oder Walzanlagen verwendet wird. Der „EPC Superlak“ wird bei uns in einem Gießverfahren eingesetzt und mittels Elektronenstrahlen in Bruchteilen von Sekunden ausgehärtet. Diese Technik hat nicht nur den Vorteil, relativ wenig Lack zu verbrauchen, sondern sie bietet uns auch optimale Umweltwerte, wie zum Beispiel einen sehr geringen Energieverbrauch innerhalb der Produktion. Weitere Vorteile des Lacks sind seine extreme Kratzfestigkeit, Lösemittelfreiheit, Lichtechtheit und seine Langlebigkeit. Dazu sind unsere Türen leicht zu reinigen. Selbst Filzstifte sind kein Problem. Das alles sind gebrauchsfreundliche Eigenschaften, die unsere Kunden, gerade mit Kindern, sehr zu schätzen wissen.

Hurra-wir-bauen: Stichwort Nachhaltigkeit – woher stammen die Hölzer Ihrer Türen?

Sandra Winkelhorst: Als FSC (Forest Stewardship Council) zertifizierter Betrieb zeigt Dextüra, dass der Umgang mit Holz innerhalb der Produktion sehr bewusst und verantwortungsvoll gehandhabt wird. Die Hölzer werden ausschließlich aus nachhaltig gepflegten Forstwirtschaften bezogen. Durch den Bezug von FSC zertifizierten Hölzern leistet das Unternehmen einen aktiven Beitrag zur Aufforstung der Waldgebiete in den entsprechenden Bezugsländern. Dextüra ist bereits seit 2005 FSC zertifiziert und gehörte damit bundesweit zu den ersten Herstellern, die sich bewusst für den verantwortungsvollen Umgang mit Materialien entschieden haben. Seit 2013 sind wir nun auch PEFC zertifiziert. Aber Nachhaltigkeit bedeutet neben dem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und deren Ressourcen auch die persönliche Verantwortung für Mitarbeiter und deren Familien. Dextüra stellt sich bewusst dieser vielfältigen Verantwortung. Mit dieser Einstellung gibt unser Unternehmen ein starkes Beispiel für den Umgang mit Menschen und Materialien.

Hurra-wir-bauen: Was ist im Bereich der Innentüren gerade „in“?

Sandra Winkelhorst: Uns gefällt als Weißlackspezialist natürlich die starke Nachfrage nach weißen Innentüren. Der Trend zur schlichten Eleganz wird weiter fortgesetzt mit stumpfen Elementen in Verbindung mit smarten Magnetschlössern. Stetig steigt auch der Anteil an Türen mit Liniendesign. Modern oder klassisch, gleichermaßen möglich. Aber dezent und stilvoll, so dass die Kombinationsmöglichkeiten mit dem übrigen Interieur erhalten bleibt.

Hurra-wir-bauen: Vielen Dank für das Interview!

Interview

Im Keller des sanierten Eigenheims befindet sich eine Helo-Sauna, in der sich die Modernisierer gelegentlich eine Auszeit gönnen. Die individuell geplante Massivholz-Sauna „Supreme“ wurde aus Weißtanne gefertigt. Gemeinsam mit der Innenausstattung aus Espe sorgen die fast astfreien Tannenholzwände ohne zusätzliche Dämmung für ein angenehmens Saunaklima. Der Clou sind die unterschiedlichen Lichtstimmungen, welche die Sauna erzeugen kann. Anregende und beruhigende Farbtöne lassen sich per Knopfdruck einschalten. Wir sprechen mit Patrick Bolte von Helo.

Hurra-wir-bauen: Was ist das Besondere an Helo-Saunen?

Patrick Bolte: Eine Helo-Sauna zeichnet sich besonders durch die ausgesuchten Hölzer aus. Als FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziertes Unternehmen greift Helo ausschließlich auf umweltfreundliche Ressourcen zurück und bringt hiermit seinen Beitrag zum aktiven Umweltschutz. Unsere Sauna-Kabinen zeichnen sich außerdem dadurch aus, dass alle Bauteile in Helo eigenen Standorten gefertigt werden, alle anderen Hersteller müssen Technik und Bauelemente getrennt voneinander beziehen und aufeinander abstimmen. Hierdurch ergibt sich ein großer Qualitätsvorsprung zugunsten des Kunden.

Hurra-wir-bauen: Was raten Sie angehenden Bauherren bei der Wahl ihrer Ruhe- und Gesundheits-Oase?

Patrick Bolte: Die erste Wahl sollte für jeden Bauherren grundsätzlich eine Massivholz-Sauna sein. Nur diese speichert und verarbeitet die Wärme ganz ohne Fremdstoffe als Isolierung. Es ist doch wunderbar, wenn man in der Sauna befreit atmen kann und zudem keine roten Stressflecken auf der Haut zu sehen sind. Darüber hinaus sollte die Größe so bemessen sein, dass man bequem in der Sauna liegen kann, denn nur so ist ein entspannender und gesundheitsfördernder Saunagebrauch möglich. In dem Zusammenhang sollten Verbraucher bei der Saunawahl auf bequeme, breite Bänke achten, deren Oberfläche frei von Astlöchern ist.

Hurra-wir-bauen: Die im Eigenheim der Familie Ross verbaute Sauna kann verschiedene Lichtstimmungen erzeugen – welche Wirkungen hat farbiges Licht auf unsere Stimmung und Gesundheit?

Patrick Bolte: Wir unterscheiden bei der Farblichtanwendung kalte und warme Farben. So gehören Rot und Gelb zum Beispiel der Familie der warmen Farben, Grün und Blau der Familie der kalten Farben an. Warme Farben haben eine anregende Wirkung, kalte Farben eine beruhigende Wirkung. Je nach Tagesform sollte ich also das Farbspektrum wählen, welches mir gut tut. Nach einem stressigen Tag, empfehle ich also eher kalte Farben.

Hurra-wir-bauen: Für das optimale Saunaerlebnis ist der Saunaofen das A & O. Worauf sollten Verbraucher beim Kauf eines solchen Gerätes achten?

Patrick Bolte: Das ist richtig, ähnlich wie bei der Wahl der Kabine, kommt es auch bei der Wahl des Heizgerätes darauf an, der Wärme möglichst viel Reflektionsspeicher anbieten zu können, um ein softes Saunaklima zu erreichen. Der Verbraucher sollte auf ein Heizgeräte setzen, dass mindestens 20 Kilogramm Sauna-Steine beinhaltet. Darüber hinaus haben die großen Steinmengen in einem Helo-Ofen den Vorteil, dass nach einiger Zeit der Heizstab automatisch abgeschaltet und die Wärme rein durch die Abstrahlwärme erzeugt wird. Dies schont den Heizstab und bedingt einen lebenslangen Einsatz des Gerätes. Außerdem nicht zu verachten ist der Umstand, dass in der Zeit, in der die Wärme durch die Reflektion der Steine erzeugt wird, auch der Stromzähler eine Pause einlegt und das Saunabad somit nicht nur umweltfreundlich, sondern auch energieeffizient betrieben wird.

Hurra-wir-bauen: Zu welchem Aufguss raten Sie unseren Sanierern?

Patrick Bolte: Erlaubt ist, was Spaß macht. Aber probieren Sie einmal ein Salz-Peeling in der Sauna aus. Die sanfte Wärme der Massivholz-Sauna trifft auf den kühlenden Effekt des Salz-Peelings, das ist Urlaub für Körper und Seele. Das passende Salz bekommen Sie übrigens bei uns.

Hurra-wir-bauen: Vom ursprünglichen Schwitzzelt hat sich die Sauna zu einer Hightech-Einrichtung entwickelt. Was kann die Helo-Sauna alles, was man auf den ersten Blick gar nicht sieht?

Patrick Bolte: Die Sauna kann heute alles, sogar entertainen. Sofern dies erwünscht ist, verbauen wir auch Soundanlagen und Fernsehgeräte in einer Sauna. Sagen Sie uns, was Sie zum entspannen benötigen und wir planen gemeinsam mit Ihnen Ihre individuelle Helo-Sauna.

Hurra-wir-bauen: Vielen Dank für das Interview!

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Niedertemperaturkessel

Bei Hochtemperaturkesseln (nach EnEV „Standardheizkessel“ genannt) muss die Kesselwassertemperatur konstant bei mindestens 70 Grad Celsius gehalten werden, um Korrosionsschäden an der Heizfläche vorzubeugen. Die vom Wärmebedarf abhängige, meist jedoch niedrigere Vorlauftemperatur wird durch die Beimischung von abgekühltem Rücklaufwasser erzielt. Niedertemperaturkessel arbeiten hingegen mit einer Eintrittstemperatur, die sich am tatsächlichen Wärmebedarf (üblicherweise im Bereich von 35 bis 40 Grad Celsius) orientiert. Das spart Energiekosten, da der Brenner das Kesselwasser immer nur so weit aufheizen muss, bis dieses nahezu identisch mit der Vorlauftemperatur ist.

Brennwertkessel

Ein Brennwertkessel (auch „Kondensationskessel“ genannt) entzieht den bei der Verbrennung entstehenden Rauchgasen die Restwärme und setzt diese in Heizwärme um. Diese Restwärme wird bei der Kondensation (Verdampfungswärme) der in den Abgasen enthaltenen Feuchtigkeit frei. Dadurch senkt sich bei einem Brennwertkessel im Vergleich zu einem Standardheizkessel der Energieverbrauch um bis zu 30, der Schadstoffaustausch um bis zu 50 Prozent.

Regenerative Energieträger

Der weltweite Vorrat an regenerativen Energieträgern (auch „Erneuerbare Energieträger“) ist unbegrenzt. Zu dieser Gruppe zählen zum Beispiel Solarstrahlung (Solarthermie, Photovoltaik), Erdwärme („Geothermie“) und Biomasse (Holz). Alle regenerativen Energieträger sind kohlenstoffdioxidneutral und belasten daher nicht das Klima.

Energieeinsparverordnung

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist Teil des deutschen Baurechts. Die Energieeinsparverordnung enthält, neben Bestimmungen zum Energieausweis, energetische Mindestanforderungen für einen Neubau, für Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung von Bestandsgebäuden, für Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie für die Warmwasserbereitung.

Wärmedämmverbundsystem

Bei einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) werden Dämmstoffplatten direkt auf die Außenwand aufgeklebt oder festgedübelt. Auf diese Dämmschicht wird ein Kunststoffgewebe mit Armierungsmörtel aufgetragen. Die Armierungsschicht trägt den Oberputz. Als Schlussbeschichtung werden organische oder mineralische Putze aufgebracht.