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Altbausanierung Willner II – Nachbesserungsbedarf in Herrenberg


Auf die Plätze, fertig, Baufreigabe: Schon seit vielen Monaten plante unsere Umbau-Familie ihr Sanierungsprojekt, bis endlich die Baugenehmigung erteilt wurde. Sogleich stürzten sich Willners in die Umbauarbeiten.

PROFI-TIPP

PROFI-TIPP

Die Sommermonate bescherten unserer Umbaufamilie viel Abwechslung: Neben schwankenden Temperaturen hielt sie auch ihre Baustelle in Herrenberg in der Nähe von Stuttgart auf Trapp. Denn Verena und Andreas Willner erwarben vor kurzem ein altes Siedlungshäuschen aus den 1930er Jahren, das sie derzeit nach ihren Vorstellungen umbauen und energetisch sanieren. Bei diesem Großprojekt sind die jungen Eltern nicht allein. Energieberater Jochen Schäfenacker führte vor Baubeginn eine umfassende Gebäudeanalyse durch, die als Grundlage für ein neues Energiekonzept dient.

Energieberater am Werk

„Zum Abreißen ist das Haus viel zu schade! Die Kubatur des Gebäudes ist in energetischer Hinsicht äußerst vorteilhaft. Der quadratische Baukörper bietet eine geringe Außenfläche, wodurch weniger Energie entweichen kann als bei einem Haus, das viele verspielte Zusatzelemente, wie Erker, Gauben oder Türme, hat. Allerdings stehen uns heute natürlich viel bessere Baustoffe zur Verfügung - hier besteht deutlich Nachbesserungsbedarf in Herrenberg“, erklärt Schäfenacker. Für eine umfassende Beratung benötigt der Experte bis zu 40 Arbeitsstunden. Zunächst nimmt der Energieberater die Gebäudehülle unter die Lupe, dazu gehören neben der Fassade auch das Dach beziehungsweise die oberste Geschossdecke, die Fenster samt Rollläden sowie die Kellerdecke. Anschließend nimmt er die vorhandene Anlagentechnik mit in seine Betrachtungen auf. Im Bestandsgebäude wurde 1980 vom Vorbesitzer ein Erdgas-Gebläsekessel installiert, der heute als technisch überholt gilt. Die Energiebilanz des Herrenberger Häuschens fällt dementsprechend ernüchternd aus. Transmissionsverluste, also Wärmeverluste, die durch die Wärmeleitfähigkeit der Gebäudehülle entstehen, sind besonders in der Außenwand und den Fensteröffnungen gegeben. „Der jährliche Primärenergiebedarf pro Quadratmeter Nutzfläche liegt derzeit bei 409 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Der Standard-Energieverbrauch für ein neugebautes Einfamilienhaus liegt bei 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a)“, so Energieberater Schäfenacker.

Umbauprojekt Willner: Neue Gebäudehülle

Wie das Siedlungshaus energetisch auf Vordermann gebracht werden kann, zeigt der Experte im Rahmen seiner Beratung. Seine Vorschläge umfassen neben einer Modernisierung der Gebäudehülle, einer Erneuerung sämtlicher Fenster durch Zweischeiben-Isolierverglasung und der Dämmung der obersten Geschossdecke auch den Austausch der alten Heizanlage gegen eine Wärmepumpe, eine Pelletheizung oder ein neuer, Gas-Brennwertkessel. „Dass die Gebäudehülle neu gedämmt werden muss, ist unausweichlich“, stellt der Energieberater fest, nachdem er den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) an der Außenwand gemessen hat. Der U-Wert gibt an, wie stark Wärme pro Zeiteinheit durch eine Wand diffundiert, wenn der Temperaturunterschied zwischen innen und außen ein Grad Celsius beträgt. „Bei einem klassischen Wandaufbau von 24 Zentimeter dicken Mauersteinen aus den Sechzigerjahren beträgt der Wert etwa 1,1 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (0,24 W/m²K). Bei einem Neubau oder einer sanierten Außenwand darf dieser Wert laut aktueller Energieeinsparverordnung (EnEV) nur noch bei 0,24 W/m²K liegen.“ Entsprechend stark muss die Wärmedämmung sein. Um die Kubatur des Hauses möglichst geringfügig zu verändern, suchten Willners nach einem dünnen aber zugleich effizienten Dämmmaterial. Die Lösung fanden sie im neuen Wärmedämmverbundsystem mit Carbonfaserverstärkung von Caparol. Dass eine Photovoltaikanlage für selbstproduzierten Strom vom Hausdach sorgen soll, war ein besonderes Anliegen der Bauherren - so wollen sie sich künftig unabhängig machen von den steigenden Strompreisen der Energieversorger. Nun galt es also nur noch zwischen den Energieträgern Erdgas, Holzpellets und Umweltwärme zu entscheiden.

Wärmepumpe ist die Lösung!

Der konventionelle Weg mit einer Erdgas-Brennwertanlage das Haus zu beheizen, schied schnell aus. „In der Anschaffung wäre dieser Weg zwar der günstigste, aber wer weiß, wie sich die Preise für fossile Brennstoffe in der Zukunft entwickeln“, überlegte Andreas Willner. Das Problem der Brennstofflagerung sprach gegen eine Pelletheizung - schließlich müssten vier Tonnen der kleinen Presselinge in einem Sacksilo oder einem Tank auf dem Grundstück der Willners unterkommen. Überdies würde eine Luftwärmepumpe in energetischer Hinsicht am effizientesten arbeiten, ergaben die Berechnungen des Energieberaters Schäfenacker. Die Bauherren holten sich verschiedene Angebote für Wärmepumpen-Anlagen ein. „Wir entschieden uns schließlich für die Luft-Wasser-Wärmepumpe ‚WPL 15/25' vom Heiztechnikspezialisten Stiebel Eltron. Gerade im Bereich erneuerbare Energien ist der Hersteller sehr gut aufgestellt“, argumentiert die Bauherrschaft. Derzeit wird die notwendige Größe der Wärmepumpe ermittelt, die rund drei Viertel der bereitgestellten Heizwärme aus der Umgebungsluft generiert. Das platzsparende Gerät eignet sich insbesondere für die Sanierung, da aufwendige Bohrungen - wie sie zum Beispiel bei einer Erd-Wärmepumpe nötig wären - entfallen. Auch die hohe Heizleistung der Anlage spricht für den Einsatz im Altbau. Da es ganz ohne Strom doch nicht geht, soll eine Photovoltaikanlage von Solon die nötige Antriebsenergie bereitstellen. Ein Solarteur wird in den nächsten Wochen Dachausrichtung und -neigung vermessen, um mögliche solare Erträge zu prognostizieren.

Abriss und Baubeginn

Während der Energieberater Jochen Schäfenacker noch mitten in seinen Berechnungen steckte, verwandelte sich das Haus der Willners vom verschlafenen Altbau in eine rege Baustelle. Endlich war die Baugenehmigung eingetroffen, auf die das junge Paar schon seit mehreren Wochen gewartet hatte. Schließlich hätte der Umbau längst beginnen sollen. Doch die Freude über dieses Startsignal war von kurzer Dauer - denn pünktlich zur Baufreigabe hatten die Bauhandwerkerferien in Baden-Württemberg begonnen: Drei Augustwochen lang waren weit und breit keine Bauhelfer aufzutreiben. „Die Handwerkersuche gestaltete sich schwierig“, berichtet Verena Willner, „nicht nur wegen der Ferienzeit, sondern weil sämtliche Betriebe rappelvolle Auftragsbücher haben. Nach einigen umsatzschwachen Jahren boomt's grade richtig bei Zimmerleuten, Rohbauern, Sanitärfachleuten und Co. Die meisten hätten erst 2013 wieder Kapazitäten frei gehabt, um uns beim Umbau zu helfen. Wir mussten regelrecht um Angebote betteln.“

Teamarbeit beim Umbauprojekt Willner

Dass die Komplettsanierung nun doch gesichert ist, verdanken Willners einem langjährigen Freund der Familie: Klaus-Dieter Thiel. Der gelernte Zimmermeister leitet seit 1979 einen Familienbetrieb und ist ein Tausendsassa in Sachen Sanierung und Hausbau. In den letzten Jahren spezialisierte sich der Betrieb aus Vöhringen auf die Instandsetzung denkmalgeschützter Klöster und Fachwerkhäuser. Nicht nur im Holzbau, auch in anderen Gewerken hilft der Familienbetrieb Thiel aus: Dazu gehören unter anderem Brand- und Lärmschutzmaßnahmen, Trockenausbauten und Gipsarbeiten. Möglich ist das durch ein umfassendes Netzwerk, dass sich Thiel aufgebaut hat. Davon können auch Willners profitieren: Für jeden Umbau-Bedarf vermittelte Thiel Kontakte, deren Angebote auch preislich mit den Vorstellungen von Verena und Andreas Willner übereinstimmten. Auch die Bauherren selbst sind regelmäßig Baustellenarbeiter; in seiner Freizeit übernimmt das Paar so viel an Eigenleistung wie möglich. „Wir versuchen die Bauherren so oft in die Arbeiten einzubinden wie nur möglich“, bestätigt Klaus-Dieter Thiel. Unter Anleitung unserer Handwerker können auch Laien sehr gute Arbeit leisten. „Solch eine Zusammenarbeit ist auch nach jahrzehntelanger Arbeit auf Baustellen für mich spannend und macht Spaß“, strahlt Thiel, der sich eigentlich längst im Ruhestand befindet und den größten Teil der Arbeit an seine beiden Söhne abgetreten hat. Neben dem Schlitze-Klopfen für die Elektroleitungen hat Andreas Willner auch sämtliche Fenster ausgebaut und mit Hilfe eines gemieteten Baggers die Garage abgerissen. „Durch die Mitarbeit sparen wir natürlich viel Geld“, gibt Verena Willner zu, „manchmal kostet sie uns aber auch eine Menge Nerven!“ Gerade der Garagenabriss und die Entsorgung des Bauschutts stellten hohe Anforderungen an den frischgebackenen Bauhelfer Andreas Willner, dessen eigentlicher Beruf Jurist ist. „Rund 4.000 Euro hätte uns der Abriss gekostet, wenn wir es vom Profi hätten machen lassen“, bilanziert seine Frau, „dafür ist leider auch ein Stück vom Haus mit abgebrochen, das unmittelbar an die Garage angrenzt.“

Feuchter Keller wird vermieden

An der Westseite des Hauses haben auch die Vorarbeiten für den Holzanbau begonnen, der Willners künftig ein Plus an Wohnraum bescheren soll. „Wir haben den Garten dafür komplett platt gemacht. Der alte Kirschbaum und viele Büsche mussten weichen“, erklärt die Bauherrin. Nur so konnte mit dem Aushub für den Keller des neuen Anbaus begonnen werden. Bei den Grabungsarbeiten stießen die Bauarbeiter jedoch auf ein Problem: Eine wasserführende Tonschicht, die den ins Erdreich sickernden Niederschläge den Weg ins Grundwasser versperrt und sie stattdessen zum Haus hinleitet. Wenn dieses Wasser an die Außenwände des Hauses drückt, kann dies bei schweren Regengüssen zu Hochwasser im Keller führen. „Wir haben zu diesem Problem die Nachbarschaft befragt - hier gab es in der Vergangenheit schon öfter feuchte Keller. Das müssen wir unbedingt vermeiden!“, mahnt Thiel. Hierzu wurde um das Haus herum ein Graben ausgehoben, um darin eine Drainage zu verlegen, die das Wasser vom Haus wegleiten soll. Zusätzlich wird das Kellergeschoss wasserdicht von außen gedämmt und mit Beton versiegelt, sodass eine „weiße Wanne“ entsteht.

Küchenplanung an einem Tag

Als ob Willners mit der Baustellenarbeit nicht genug zu tun hätten, plante das Ehepaar parallel noch eine Küche für ihr neues Zuhause. Dies war von der zeitlichen Bauabfolge notwendig, da vor dem Beginn des Innenausbaus, klar sein muss, wo Elektro- und Wasserleitungen verlegt werden müssen. Den richtigen Hersteller für Ihre Traum-Küche fanden Willners in der Firma Leicht Küchen. Das Traditionsunternehmen aus dem baden-württembergischen Waldstetten produziert seit 80 Jahren innovative Küchen, die in der Vergangenheit mit zahlreichen Designpreisen ausgezeichnet wurden. Willners hatten sich bereits in mehreren Küchenstudios umgesehen und beraten lassen und wussten genau, was sie wollten, als sie sich in Stuttgart mit der Leicht-Beraterin trafen. „Die Planung verlief schnell und unkompliziert. Die Küchenexpertin hat uns in unseren Ideen sehr bestätigt.“ Besonders Verena Willner träumte von einer modernen, pflegeleichten Küche, in der sie ihrer Leidenschaft, dem Kochen, nachgehen kann. „Wichtig war uns eine gut funktionierende Dunstabzugshaube, damit die Küchengerüche nicht in den offenen Wohn- und Essbereich hineinziehen.“ Die alte Küche versteigerten Willners ebenso wie alte Pflastersteine aus der Einfahrt bei Ebay. „Die Höchstbietenden haben uns neben dem Material auch den Ausbau der Teile abgenommen - das hat Arbeit gespart!“, freut sich die Bauherrin über die gelungene Online-Versteigerung.

Interview

Familie Willner hat sich für eine moderne und zeitgemäße Küche entschieden: Grifflos, in einem hellen Grauton mit natürlichen Holzakzenten, offen zum Wohnraum, mit in die Wand integrierten Hochschränken. Wir unterhalten uns mit Ulrike Kolb, Leiterin Marketing und Interior Design bei Leicht Küchen.

Hurra-wir-bauen: Was ist in der Küche gerade „in“?

Ulrike Kolb: Familie Willner hat sich für eine moderne und zeitgemäße Küche entschieden: Grifflos, in einem hellen Grauton mit natürlichen Holzakzenten, offen zum Wohnraum, mit in die Wand integrierten Hochschränken. Auch die dünne Arbeitsplatte liegt im Trend. Für das Küchenjahr 2014 setzen wir aber auch auf pastellige Farben in Kombination mit Weiß. Bei den Hölzern ist Eiche hochaktuell, natürlich gezeichnet mit Rissen und Astlöchern. Generell zeichnen sich moderne Küchen durch ein harmonisches Zusammenspiel von unterschiedlichen Farben und Materialien aus.

Hurra-wir-bauen: Wie unterstützt Leicht seine Kunden hinsichtlich der Küchenplanung?

Ulrike Kolb: Erste Informationen werden heute vielfach über die Homepage eingeholt. Hier findet der Kücheninteressierte das gesamte Produktspektrum, viele Planungsideen und regionale Küchenfachgeschäfte, die die Marke Leicht führen. Der Kontakt zum Küchenplaner ist entscheidend: Denn nur in den Ausstellungen des Fachhandels kann der Küchenkäufer die Produkte, ihre Verarbeitung, die Farbmöglichkeiten und Materialien und die funktionellen Innenausstattungen live erleben, anschauen und anfassen. Und nur im Gespräch mit dem Küchenplaner lassen sich Wünsche und Bedürfnisse konkretisieren und in eine individuelle Planung umsetzen.

Hurra-wir-bauen: Welche Vorzüge bietet eine grifflose Küche?

Ulrike Kolb: Die gesamte Frontgestaltung von grifflosen Küchen wirkt sehr ruhig und flächig, es gibt keine Unterbrechungen durch Griffelemente. Grifflose Küchen wirken wohnlicher, weniger funktionell, so dass sie insbesondere auch für zum Wohnraum offene Küchen hervorragend geeignet sind.

Hurra-wir-bauen: Große Wohnküchen sind Trend. Wie können Bauherren sichergehen, dass Küchengerüche und -geräusche die Harmonie zu Hause nicht trüben?

Ulrike Kolb: Rund die Hälfte der Küchenkäufer wünscht sich heute einen fließenden Übergang von der Küche zum Wohnen. Darauf haben sich auch die Elektrogerätehersteller eingestellt und bieten beispielsweise flüsterleise Geschirrspüler und besonders leise arbeitende Dunstabzüge an. Aber auch die modernen anschlaggedämpften Küchentüren und -auszüge, wie sie Leicht in allen Küchen einsetzt, sorgen für mehr Ruhe im manchmal hektischen Küchenalltag. Dieses besonders leise und leichte Schließen lässt sich mit Worten schwer vermitteln, man kann es im Küchenstudio aber jederzeit praktisch erfahren und erleben.

Hurra-wir-bauen: Vielen Dank für das Interview!


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Baulexikon

Primärenergiebedarf

Der Primärenergiebedarf (Qp) gibt die Energiemenge an, die zur Deckung des Endenergiebedarfs benötigt wird.

U-Wert

Wärme wandert immer von der warmen zur kalten Seite. Im Winter von den beheizten Innenräume nach außen. Dieser Wärmedurchgang lässt sich für jedes Bauteil (zum Beispiel Fassade oder Fenster) bestimmen. Der U-Wert (auch „Wärmedurchgangskoeffizient“ genannt, früher k-Wert) gibt an (Einheit: W/m²K), wie viel Energie in Watt pro Quadratmeter Bauteilfläche entweicht. Grundlage für die Berechnungen ist dabei die Annahme von einem Grad Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen. Je kleiner der Wärmedurchgangskoeffizient, desto besser ist die Dämmung.

Energieeinsparverordnung

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist Teil des deutschen Baurechts. Die Energieeinsparverordnung enthält, neben Bestimmungen zum Energieausweis, energetische Mindestanforderungen für einen Neubau, für Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung von Bestandsgebäuden, für Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie für die Warmwasserbereitung.

Umweltwärme

Als Umweltwärme wird die in der Luft und im Erdreich gebundene thermische Energie bezeichnet. Durch Sonneneinstrahlung und Niederschlag erneuert sich diese Energiequellen fortlaufend. Umweltwärme ist nahezu uneingeschränkt und endlos verfügbar.

Holzpellets

Holzpellets werden aus naturbelassenem und getrocknetem Restholz (Säge- und Hobelspäne, Waldrestholz) hergestellt. Ohne das Beimischen von chemischen Bindemitteln (erlaubt ist die Zugabe von maximal zwei Prozent Presshilfsmitteln wie zum Beispiel Stärke) werden sie bei hohem Druck zu Stäbchen mit einer Länge von zirka sechs bis acht Millimeter gepresst. Der Heizwert liegt bei etwa fünf kWh pro Kilogramm. Dadurch entspricht der Energiegehalt von einem Kilogramm Pellets in etwa dem von einem halben Liter Heizöl. Der Heizwert von Pellets bleibt konstant und liegt über dem von Stückholz.

Brennwertkessel

Ein Brennwertkessel (auch „Kondensationskessel“ genannt) entzieht den bei der Verbrennung entstehenden Rauchgasen die Restwärme und setzt diese in Heizwärme um. Diese Restwärme wird bei der Kondensation (Verdampfungswärme) der in den Abgasen enthaltenen Feuchtigkeit frei. Dadurch senkt sich bei einem Brennwertkessel im Vergleich zu einem Standardheizkessel der Energieverbrauch um bis zu 30, der Schadstoffaustausch um bis zu 50 Prozent.

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe nutzt die in der Außenluft enthaltene Energie. Nachteilig sind der Geräuschpegel und die höheren Energiekosten, da ab einer bestimmten Außentemperatur elektrisch nachgeheizt werden muss.