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Altbausanierung Willner VI  In den letzten Zügen

Unsere Umbaufamilie Willner konnte jetzt ihr modernisiertes Eigenheim beziehen! Während sie im Haus bereits alle Umzugskisten ausgeräumt hat, wird die Fassade derzeit noch eingepackt. Bald ist die energetische Sanierung des Altbaus abgeschlossen.

Auf der Baustelle im baden-württembergischen Herrenberg werden die letzten Arbeiten verrichtet. Ein Meilenstein für die energetische Sanierung stellt die frisch aufgebrachte Dämmung dar. Willners entscheiden sich für ein neuartiges Dämmsystem von Caparol, das nicht nur einen sehr guten Wärmdämmwert aufweist, sondern auch mit seiner geringen Dicke punktet.

PROFI-TIPP

PROFI-TIPP

Das neue Heim ist bezogen: Willlners schleppten über die Osterfeiertage viele Kisten in ihre frischsanierten vier Wände. Diese sind mittlerweile ausgepackt, selbst Lampen hängen in allen Räumen und Regale sind an den Wänden montiert. Kurz vorm Einzug wurde noch gewerkelt – die Fliesen im Eingangsbereich wurden erst einen Tag, bevor der Umzugswagen vor der Tür stand, verlegt. Auch der Einbau der neuen weißen Innentüren von Herholz gehörte zu den Endarbeiten. Die einzigen Original-Türen des Altbaus befinden sich im Keller – hier ließen Willners die alten Holztüren abschleifen und neu streichen. Die energetisch ausgefeiltesten Tür-Modelle schließen die Zugänge zu Keller und Dachboden ab. Dank ihrer Wärmeisolierung sorgen die Isoliertüren, die den Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) entsprechen, dafür, dass keine kostbare Energie in die unbeheizten Räume verloren geht. Optisch gleichen Sie den sonst verbauten Innentüren wie ein Ei dem anderen – nur ihre Dicke verrät, dass sie in Sachen Dämmung die Nase vorn haben.

Glückliche Sanierer

Verena Willner, die Bauherrin, lacht: „Im neuen Heim lebt es sich sehr gut. Es ist nur alles sehr hellhörig – da merkt man eben, dass man in einem Altbau wohnt. Deswegen sind wir froh, dass wir hier unter uns sind“ und meint weiter: „Die Umstellung von der 70-Quadratmeter-Wohnung auf die 160 Quadratmeter Wohnfläche im neuen Haus war enorm, am Anfang waren die weiten Wege sehr ungewohnt.“

Endspurt beim Umbau

So richtig fertig ist das Häuschen aber noch nicht. Handwerker rücken nach wie vor täglich an, unter anderem um die Fassadendämmung aufzubringen. Geplant war dies bereits im vergangenen Herbst – aufgrund der Wetterlage musste diese Arbeit jedoch verschoben werden. Stattdessen standen die Dämmexperten von Caparol während der ersten schönen Tage im Mai parat, um die Gebäudehülle neu einzukleiden. Willners hatten sich für ein Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) entschieden, das sich aufgrund seiner Carbonfaserverstärkung als extrem widerstandsfähig erweist. Bei der Produktwahl überzeugten die Baufamilie nicht nur die energetischen und funktionalen Vorteile des Dämmsystems, sondern auch die geringe Dicke der Fassadendämmplatten.

In Zukunft energetisch: Die Gebäudehülle

Was verleiht dem neuen Kleid der Fassade all die guten Eigenschaften? Bei dem verbauten System „Carbon S“ handelt es sich um eine besondere Innovation aus dem Premium-Segment von Caparol. Hartmut Erl, Anwendungstechniker beim Hersteller, erklärt den Aufbau des Systems: „Die Fassadendämmung setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Zum einen aus unserer Dämmplatte ‚S024‘, aufgrund ihres Aussehens auch‚ Dalmatinerdämmplatte‘ genannt, und zum anderen aus dem Carbon-Spachtel. Die Dämmplatte besteht aus einem Polyurethan-Kern, der auf der Vorder- und Rückseite mit einer Aluminium-Folie kaschiert ist. Die Folie dient einerseits als Trägermaterial für das darauf verklebte Styropor. Andererseits fungiert sie als Trennschicht. Auf diese Weise wird die angestrebte Wärmeleitzahl von 0,024 Watt pro Meter mal Kelvin (W/mK) erreicht. Die schwarz-weiße Schicht aus Styropor bildet das Äußere der Dämmplatte. In den schwarzen Styropor-Kügelchen ist Schiefergranulat beigemischt. Auf die Platte kommt anschließend ein Armierungsgewebe aus Glasfaser, das zusammen mit dem Carbon-Spachtel den Unterputz bildet.“

Richtig dämmen

Ursprünglich wollten Willners ihren Altbau bereits im vergangenen Jahr dämmen lassen. Allerdings verzögerten sich die Bauarbeiten und die Temperaturen kühlten sich bereits im Herbst so stark ab, dass diese Arbeiten auf das kommende Frühjahr verschoben werden mussten. Denn um die einzelnen Materialien des Dämmsystems optimal verarbeiten zu können, muss während der gesamten Trocknungszeit eine Temperatur von mindestens fünf Grad Celsius oder mehr herrschen – auch nachts. Ansonsten können Mörtel und Spachtel nicht ausreichend schnell trocknen. Diese Richtlinie ist auch als „Fünf-Grad-Regel“ bekannt, die für Untergrund, Luft- und Umgebungstemperatur gilt. Im Mai war es dann so weit: Die Dämmplatten wurden an der sauberen und trockenen Hausfassade mit einem mineralischen Mörtel verklebt. Dazu trugen die Handwerker am Rand der Dämmplatte einen zirka fünf Zentimeter breiten Mörtelstreifen auf sowie einige handtellergroße Punkte in der Mitte (hier spricht man von der „Wulst-Punkt-Methode“). Anschließend wurden die Platten noch mit der Wand verdübelt. Nach Trocknung des Mörtels wurde in einem nächsten Schritt das Armierungsgewebe mit Hilfe des Carbon-Spachtels aufgebracht. „So entsteht eine elastische Schutzschicht gegen Stöße und Risse“, berichtet Caparol-Fachmann Hartmut Erl mit Blick auf die Robustheit des Systems: „Die Carbonfaserverstärkung des Spachtels verleiht der Fassade eine sehr hohe Schlagfestigkeit. Konventionelle Hausfassaden halten etwa fünf Newton aus. Schlägt etwas mit einer höheren Kraft an die Wand, entsteht eine Delle. Die Carbon-Fassade von Caparol hält hingegen 15 bis 20 Newton stand. Da können Kinder so viel gegen die Wand bolzen, wie sie wollen. In Österreich gibt es aufgrund des Klimas sogenannte Hagelwiderstandsklassen, nach denen Baumaterialen eingeteilt werden. Es gibt dort Regionen, in denen eiergroße Hagelkörner vom Himmel fallen. Da wird nicht nur das Auto, sondern auch ein Haus schnell in Mitleidenschaft gezogen. Die Carbon-Dämmung hat die Widerstandsklasse fünf – härter kann eine Fassade kaum sein.“ Die Dämmung ist ein wichtiger Pfeiler des Energiekonzeptes im Willnerschen Heim. Weiterer Bestandteil ist die konsequente Umrüstung auf erneuerbare Energien, die im Zuge der Sanierung stattfand. Familie Willner verabschiedete sich vom alten Gas-Kessel, der im Keller bereits jahrelang sein Dasein fristete und ersetzte diesen durch eine effiziente Luftwärmepumpe von Stiebel Eltron. Die Wärmepumpe allein sorgt jedoch noch nicht für angenehme Temperaturen bei den Willners. Mit Hilfe einer Fußbodenheizung werden die Räume des Anbaus temperiert. Im Altbau sorgen dagegen Flachheizkörper für kuschelige Stunden. Den Bauherren lag besonders die Energieeffizienz der verbauten Wärmeverteiler am Herzen, die sie bei den Produkten des Herstellers Kermi vorfanden. Dafür, dass sich Familie Willner in ihrem neuen alten Heim wohlfühlt, stehen die Zeichen also mehr als günstig. Die energetische Sanierung ist so gut wie abgeschlossen, und die Arbeiten im Inneren des Hauses sind gelungen. Nicht nur von den neuen Bädern ist die dreiköpfige Familie begeistert, auch die große Wohnküche ist genau das, wovon sie lange geträumt hat. Sobald die Fassade frisch verputzt ist, kann das Gerüst abgebaut werden, das derzeit noch den Blick aus den Fenstern in die Umgebung verstellt. Bauherrin Verena Willner will sich dann an die Gartengestaltung machen. „Uns schwebt eine Art Bauerngarten vor. Wir haben deswegen schon mit verschiedenen Landschaftsgärtnern gesprochen“, berichtet die frischgebackene Saniererin und schmiedet bereits erste Pläne für ihre Grünoase. In den anstehenden Sommermonaten wird sie sicherlich genügend Zeit finden, um ihrem neuen Zuhause den letzten Schliff zu verleihen.

So gut wie fertig

Beim nächsten Mal zeigen wir, wie sich das Innere des über achtzig Jahre alten Hauses verändert hat. Aus den einst dunklen, kleinen Zimmern entstanden helle, modern eingerichtete Wohnräume, die mit so manchem baulichen Hingucker aufwarten. Auch die moderne Türsprechanlage von Albrecht Jung hält dann im Eingangsbereich des Hauses Einzug.


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