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Küche  So planen Sie Ihre Traumküche!

Küchen zu planen ist gar nicht so einfach. Vor allem, wenn man sich eine individuelle Planung vorstellt und sich nicht bei der großen Auswahl an Einbauküchen zu bedienen möchte. Viele Kriterien müssen berücksichtigt und bestenfalls bereits beim Entwurf des Bauprojekts mit einbezogen werden. Wie viel Platz ist vorhanden? Welcher Einrichtungsstil wird bevorzugt? Handelt es sich um eine Wohn- oder Zweckküche? Ein ausführliches Konzept in punkto Aufteilung und Platzierung der einzelnen Bereiche sind das A und O in der Küchenplanung. Doch wo soll man anfangen?

Küchen werden als Wohnraum immer wichtiger.

Die Küche dient nicht mehr nur der reinen Essenszubereitung, sondern wird auch als Wohnraum immer wichtiger. Foto: Nolte

Zusammenfassung

  • Machen Sie sich klar, was Sie von Ihrer Traumküche erwarten.
  • Erstellen Sie ein klares Konzept, bevor Sie mit dem Bau oder Sanieren loslegen!
  • Bestellen Sie Ihre Ausstattung anhand Ihrer individuellen Bedürfnisse und Vorstellungen.  
  • Stellen Sie Kontakt zu einem Experten her und nutzen Sie den Service einer professionellen Küchenberatung.

Küchenplanung ist alles

Die wichtigsten Funktionen einer Küche sind schnell zusammengefasst: Kühlen, Kochen und Spülen. Doch das ist noch lange nicht alles, was Ihnen Ihre Traumküche bieten kann. Stand 2016 stellt die Küche für viele Familien und Wohngemeinschaften Dreh- und Angelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens dar. Hier wird zusammen gekocht, gegessen und über die Erlebnisse des Tages geplaudert. Viele bevorzugen es daher, diesen Ort ganz individuell zu gestalten, anstatt sich bei der großen Auswahl von Einbauküchen zu bedienen. Dies ist jedoch gar nicht so einfach! Bevor Sie sich also an den Küchenbau machen, sollten Sie einige Punkte genau durchdenken und sich über Ihre eigenen Vorstellungen im Klaren werden.

Welche Funktion soll die Küche erfüllen?

Noch bevor Sie sich überhaupt als Küchenplaner ans Werk machen, sollten Sie sich klar machen, welchem Zweck Ihre zukünftige Küche eigentlich dienen soll. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die simple Frage: Kochen Sie gerne und oft? Sollten Sie beispielsweise allein leben und nur wenig Zeit oder Lust zur Essenszubereitung haben, genügt Ihnen in der Regel eine reine Zweckküche, die nur einer recht schlichten Ausstattung bedarf. Dies macht das Planungsvorhaben im Vergleich zu einer Arbeitsküche beispielsweise sehr viel einfacher. Denn kochen Sie gerne und vor allem viel, sollte die Ausstattung entsprechend umfangreich sein. Dieser Umstand bedeutet nicht nur, dass Sie letztendlich mehr räumliche Kapazitäten einplanen müssen, sondern auch ein höheres Budget. Da sich jedoch vor allem in Familien ein großer Teil des gelebten Miteinanders in der Küche abspielt, lohnt sich in vielen Fällen eine Wohnküche. Diese dient nicht einfach nur dem simplen Zweck der Essenszubereitung – nein! Hier leben Sie und Ihre Familie. Hier wollen Sie miteinander essen, Spieleabende erleben oder Kindergeburtstage feiern. Die Planung von Ihrem ganz persönlichen Küchenstudio sollte dementsprechend detailliert und gründlich sein, sodass Ihre Traumküche später auch wirklich allen individuellen Anforderungen gerecht wird (übrigens auch denen Ihrer Kinder).

Wie hoch ist das Budget?

Die wichtigste Frage ist zunächst einmal wie viel Sie überhaupt investieren möchten beziehungsweise können. Das Budget orientiert sich hauptsächlich daran, was Sie von Ihrer zukünftigen Küche erwarten. Beispielsweise benötigen Wohnküchen oder vielleicht sogar Landhausküchen eine weit umfangreichere und damit kostspieligere Ausstattung als eine reine Arbeitsküche, die einzig dem Zweck der Essenszubereitung dient. Bedenken Sie nicht nur die Grundausstattung wie Kochfeld, Ofen, Spüle oder Kühlschrank! Sie werden schnell merken, dass sich bei genauerem Überlegen die Anzahl der notwendigen Zusatzanschaffungen schnell summiert. Einzelne Küchenelemente wie Kaffeemaschinen oder diverse Elektrogeräte können beim Planen vergessen werden. Berücksichtigen Sie hierbei allerdings auch, was Sie vielleicht aus Ihrem alten Heim in die neue Küche integrieren können. Möglicherweise entspricht dies bereits ganz den Vorstellungen Ihrer Traumküche und bedarf gar keines neuen Erwerbs (Kühlschrank, Geschirrspüler, etc.).

Wie viel Platz steht zur Verfügung?

Neben dem vorhandenen Budget ist auch der Ihnen zur Verfügung stehende Platz von äußerster Wichtigkeit für die Küchenplanung. Achten Sie bei der Vermessung des Raumes darauf, dass Sie die Abstände von einer Wand zur anderen und vor allem die Raumhöhe exakt bestimmen. Dies gilt selbstverständlich auch für Türen, Fenster und deren Sturzhöhe. Handelt es sich um eine offene Küche, sollten Sie auch diese Gegebenheit in Ihre Planung mit einbeziehen. Erfassen Sie des Weiteren genauestens Vertiefungen in der Wand, alle Ecken und Winkel und Fensternischen. Mit all diesen Daten fällt es Ihnen später leichter, die Auswahl Ihrer Einrichtung zu koordinieren. Von großer Bedeutung ist zusätzlich der Wasseranschluss. Eine Positionsänderung von diesem ist nachträglich nur unter großem Aufwand möglich, weshalb Sie sich bei der gesamten Küchenplanung an dessen Standort orientieren sollten. Vergessen Sie zu guter Letzt nicht auch alle Stromanschlüsse zu dokumentieren. So wird Ihnen bereits bei der Küchenplanung klar, ob Ihren Vorstellungen entsprechend genügend vorhanden sind oder ob Sie gegebenenfalls weitere Anschlüsse installieren müssen.

Welches Oberflächenmaterial wollen Sie nutzen?

Bevor man sich auf die Suche nach der perfekten Innenausstattung macht, ist es ebenfalls wichtig zu wissen, welches Oberflächenmaterial Sie sich für Ihre Traumküche wünschen. Sie haben hierbei eine große Auswahl aus zahlreichen Werkstoffen, die Sie für Ihre Küchenfronten nutzen können: Lack, Schichtstoff, Laminat, Echtholz und Massivholz, Edelstahl oder Glas. Auch das Material von Arbeitsplatten sollte genau durchdacht werden und entsprechend Ihrer Anforderungen und Bedürfnisse ausgewählt werden. Wichtig ist hier nicht nur die Frage nach ihrer Funktionalität, sondern auch die nach Ihren ganz persönlichen Design-Vorlieben.

Wie soll die Innenausstattung aussehen?

Bevor Sie sich wild ans Bestellen machen, sollten Sie auch die Innenausstattung genau durchdenken. Selbstverständlich orientiert sich auch diese an dem zur Verfügung stehenden Platz und den individuellen Bedürfnissen. Orientieren Sie sich bevor Sie beginnen am besten am Standort Ihres Wasseranschlusses. Da er ein fixer Punkt für die Spüle darstellt, ist es sinnvoll Ihre Küche um diesen herum aufzubauen. Praktisch ist es mit der Koordinierung der großen Küchen-Elemente wie Geschirrspüler, Kühlschrank, gegebenenfalls einer Gefriertruhe, Backofen, Herde und Kochfelder und Dunstabzugshauben zu beginnen, damit Sie diese anschließend sinnvoll durch Schränke und Kästen ergänzen können. Besonders bei kleinen Küchen sollte man sehr sorgfältig planen, damit auch alle Kapazitäten sinnvoll eingesetzt werden. Auch hierbei ist wieder entscheidend für welche Küchen-Art Sie sich entscheiden. Wenn Sie viel und umfangreich kochen, benötigen Sie selbstverständlich auch viel mehr und verschiedenartige Küchen-Utensilien, die dementsprechend Platz benötigen. Eine Kombination aus Hoch-, Unter-, Eck- und Hänge-Schränken lohnt hierbei, da sie so zusätzlichen Stauraum schaffen – selbst in kleineren Küchen. Auch Kücheninseln könnten in diesem Zusammenhang interessant werden. Den Aspekt der Ergonomie sollten Küchenplaner insbesondere bei Küchenzeilen nicht außer Acht lassen. Praktisch ist es, wenn die Einrichtung bestenfalls noch ausbaufähig und erweiterbar ist, falls Sie irgendwann in der Zukunft etwas daran ändern wollen. Das wichtigste jedoch ist, dass Sie mit der Auswahl Ihrer Schränke so viel Platz wie möglich aus Ihrer Küche rausholen.

Welchen Einrichtungsstil bevorzugen Sie?

Nicht nur auf die Farbe kommt es an, wenn Sie sich an ein Konzept zum Thema Küchendesign machen. Es gibt drei Küchenstile, zwischen denen Sie sich entscheiden müssen: Klassikküchen, Designküchen und Landhausküchen. Klassische Küchen bestechen dabei eher mit ihrer zeitlosen Eleganz und ihrem hohen Grad an Funktionalität, während Designküchen vor allem durch architektonische Finesse und attraktiven Material-Kombinationen auffallen. Landhausküchen verbreiten wiederum den traditionellen Charme eines deutschen Heimatfilms. Natürlich lassen sich diese Möglichkeiten auch je nach Belieben zu einem Mix vereinbaren, wodurch Sie Ihren ganz eigenen Stil kreieren können. Grundsätzlich gilt, dass es auch nie schadet, Kontakt zu einem Experten aufzunehmen und sich von diesem beraten zu lassen. Das gehört zum guten Service des Fachhandels.

Wie wollen Sie die Küche beleuchten?

Bei Küchen sollte man besonders großen Wert auf die Beleuchtung legen. Im besten Fall unterstützt sie den Vorgang der Essenszubereitung und hat daher vorwiegend einen praktischen Nutzen. Küchenzeilen mit Herd, Spüle und vor allem der Arbeitsplatte sollten daher mit einem direkten und fokussierten Zonenlicht ausgeleuchtet sein, sodass beispielsweise gefahrenlos mit Messern und heißen Töpfen hantiert oder Zutaten exakt dosiert werden können. Halogenlampen eignen sich hierbei besonders gut, da sie mit ihrem klaren weißen Licht Farben nicht verfremden. Aber auch die LED-Technik ist eine Überlegung wert. Mit einer Lichtausbeute, die über Halogen- und Glühlampen liegt, ihrem hohen Energiespar-Potential und ihrer hohen Lebensdauer sind LEDs bestens geeignet für die Beleuchtung von Küchen. Nutzen Sie für die Grundbeleuchtung bestenfalls zwei Deckenleuchten, damit eine optimale Orientierung in Ihrer Küche gewährleistet ist. Für den Esstisch ist eine Pendelleuchte mit einem großen Lampenschirm in der Regel am geeignetsten. Tipp: Warmes Licht schmeichelt dem Gesicht des Gegenübers und lässt auch Essen appetitlicher wirken.

Interview

Eine moderne Küche passt sich perfekt an die Bedürfnisse ihrer Benutzer an. Das Unternehmen Nolte Küchen arbeitet mit Küchenplanern, die ständig am Puls der Zeit sind und die aktuellen Strömungen kennen. Wir haben uns mit Rainer Kelesse, der als Designer bei Nolte Küchen für Messeplanung, Produktentwicklung und Designmanagement verantwortlich zeichnet, unterhalten.

Hurra-wir-bauen: Was gilt es bei der Auswahl der Küchenmöbel zu beachten?

Rainer Kalesse: Letztlich geht es bei der Möbelauswahl darum, für den Nutzer ein Optimum aus Komfort und Wohnlichkeit zu erzielen. Fühle ich mich in meiner Küche wohl, verbringe ich auch automatisch mehr Zeit mit meinen Freunde und meiner Familie darin. Jeder sollte überlegen, was ihm wichtig ist. Jeden Euro mehr, der hier sowohl in die Planung, aber auch in Stauraum, Auszüge und die ergonomische Anordnung der einzelnen Arbeitsbereiche gesteckt wird, bekommt man hundertfach durch die gewonnene Lebensqualität wieder zurück!

Hurra-wir-bauen: Welcher Küchencharakter liegt im Trend?

Rainer Kalesse: Die Küche wird heute als Wohnraum immer wichtiger; ehemals starre Grenzen zwischen den Bereichen Essen, Kochen und Wohnen verschmelzen. Das beeinflusst selbstverständlich auch das Design einer Küche. Ich denke, dass die Küche zukünftig das Wohnzimmer als zentralen Ort des Lebens ablösen wird. Das bedeutet aber auch, dass sich zukünftig Möbel in der Küche wiederfinden, die bis vor kurzem dort nicht wirklich zu Hause waren. Was, zum Beispiel, spricht in einer solchen „Wohnküche“ gegen einen gemütlichen Essplatz – vielleicht sogar mit einem Sofa?

Hurra-wir-bauen: Gibt es neue Erkenntnisse zur Küchenplanung, die man vor zehn Jahren noch gar nicht hatte?

Rainer Kalesse: Die Grundzüge der modernen Einbauküche stammen aus den 1930er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Seit dem hat sich hier nicht wirklich viel Grundlegendes verändert. Da das also mittlerweile seit über 80 Jahren so ist, glaube ich, dass sich die Küche an sich auch in den nächsten Jahren nicht grundsätzlich verändern wird. Ein Schrank wird auch in Zukunft ein Schrank bleiben, auch wenn dieser sich heute schon über perfekt gedämpfte Vollauszüge stark von einem Küchenschrank unserer Eltern unterscheidet. Ein wenig hat sich allerdings schon in der jüngeren Vergangenheit getan: Kam es früher nahezu ausschließlich darauf an, den vorhandenen Platz sinnvoll mit möglichst viel Stauraum auszustatten, so werden heute Dinge wie eine Ambiente-Beleuchtung oder auch offene Regale als Raumteiler immer wichtiger. Auch die Berücksichtigung individueller ergonomischer Bedürfnisse sowie der Komfortgesichtspunkt haben bei der Planung verstärkt Einzug gehalten.

Hurra-wir-bauen: Wohin geht die Entwicklung?

Rainer Kalesse: Zunehmen wird die Anzahl der mehr oder weniger nützlichen Helfer – ich denke zum Beispiel an einen fortschreitenden Elektrifizierungsgrad der Möbel. Auch die Komfort-Ausstattung wird zunehmen und die technischen Möglichkeiten der Elektrogeräte sind noch lange nicht ausgeschöpft. Darüber hinaus steigt in Zukunft auch die Anforderung der Gesellschaft an die Mobilität des Einzelnen. Daraus resultieren vermehrte Umzüge, die wiederum eine modular aufgebaute Küche attraktiv machen. Eine Modulküche passt sich veränderten Lebenssituationen an. Ein weiterer interessanter Ansatz ist, dass sich das Wohnen der Zukunft weg von der Aufteilung der Wohnung in starre Räume wie Schlafzimmer, Esszimmer, Wohnzimmer und hin zu einer immer weiteren Verschmelzung der einzelnen Lebensbereiche in einem großen Raum wandelt. Dieser erfährt seine Struktur und Aufteilung durch multifunktionale Schrank- oder Möbelelemente. So kann zum Beispiel ein Schrank, der auf der einen Seite Stauraum für die Küche bietet, auf der anderen Seite im Wohnbereich den Flachbildschirm aufnehmen. Das Thema Wohnen bleibt also auch in Zukunft überaus spannend!

Hurra-wir-bauen: Vielen Dank für das Interview!

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