Wohntrends 2012: Wohnhöhlen mit Struktur

Einigeln, sich hinter Naturmaterialien verschanzen! In der Wohnung scheinen die einzelnen Räume miteinander zu verschmelzen: Entgrenzung lautet das Stichwort in diesem Jahr. Sehen Sie selbst, was die Wohnmessen in 2012 zu bieten haben.

Offene Wohnstrukturen, gespickt mit kleinen Wohlfühlinseln: So lässt sich der aktuelle Einrichtungstrend charakterisieren. Im Schmelztiegel des Wohnens, gemeint ist die internationale Möbelmesse in Köln, hat das Designerduo Nipa Doshi und Jonathan Levine das Wohnen der Zukunft greifbar gemacht. Ihr Entwurf eines prototypischen Gebäudes zeigt exemplarisch, dass modernes Alltagsleben und Sinnlichkeit nicht im Widerspruch stehen müssen. Der private Wohnbereich, Familien- und Arbeitsleben wie auch der öffentliche Raum erscheinen durch die Verortung der unterschiedlichen Aktivitäten in einem offenen Raumgefüge eng miteinander verknüpft.
Die zentrale Idee für „Das Haus“ ist die Neudefinition von Räumen und deren Beziehungen zueinander. Das Wohnen in physisch vernetzten Räumen soll helfen, die Zeit vielfältiger und intensiver zu nutzen. Dabei kommt gerade den Übergängen zwischen den einzelnen Funktionszonen eine besondere Bedeutung zu. Dies wird durch Möbel deutlich, die Verbindungen schaffen.
Trotzdem oder gerade weil sich eine Wohnung oder ein Haus mit all seinen Funktionen eng verknüpfen lässt, müssen Wohlfühl-Inseln mit handverlesenen Möbeln und ausgeklügelter Beleuchtung eine Art Rhythmus innerhalb der Wohnstruktur bilden. Bauliche Voraussetzungen dafür sollten schon in der Planungsphase geschaffen werden. Eine leicht erhöhte Ebene innerhalb eines Zimmers, ein Kaminofen oder eine Kochinsel mit angrenzender Eckbank verleihen den Räumen eine Dramaturgie, die den einzelnen Wohnbereichen unterschiedliche Wertigkeiten zukommen lässt und die Bewegung innerhalb der vier Wände geradezu entschleunigt.
Mit entsprechend nachhaltigen und wohngesunden Möbeln und Textilien lässt sich im Nu Wohlfühlatmosphäre schaffen. „Rough Luxury“ nennt sich der Trend, eine Art Used-Look für die Inneneinrichtung, der mit dem Charme natürlich abgenutzter Oberflächen und Materialien kokettiert und ein rustikales Ambiente salonfähig macht.
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Kein neu hergestelltes Möbel hat so viel Charme, wie antikes Mobiliar. Foto: Wordpress

Messetrends - Heimtextil 2012
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