Auf dem Weg nach oben

Wer beengten Wohnverhältnissen entfliehen möchte, der entschließt sich häufig für den Ausbau seines Dachgeschosses. Auf die richtige Treppe, die heute weit mehr als eine bloße Verbindung zweier Etagen ist, gilt es dabei ein besonderes Augenmerk zu legen.
Verstaubt, zugig, kalt – häufig lässt sich nur mit ganz viel Fantasie erahnen, welch besonderen Charme das Wohnen unter einer Dachschräge entfalten kann. Voraussetzung hierfür ist eine professionelle Vorbereitung und Durchführung aller Umbaumaßnahmen. Zweifelsohne steht die Planung der Treppe, die ein unverzichtbares Bindeglied zwischen altem und neuem Wohnraum ist, am Anfang aller bautechnischen Planspiele.

Planungsphase

Die Planungsphase für die ideale Treppe beginnt mit der Bestimmung der Treppensteigung. Um die richtige Steigung zu ermitteln, muss das Verhältnis von Stufenhöhe zu Stufenbreite stimmen: „Sehr gut begehbar sind Treppen mit 17 Zentimetern Stufenhöhe und 29 Zentimetern Stufenbreite. Hierbei gilt: Je flacher eine Treppe, desto bequemer ist sie“, wissen die Fachplaner von Fuchs-Treppen zu berichten.
In einem nächsten Schritt gilt es sich für ein geeignetes Treppengeländer zu entschließen. Der Handlauf sollte in einer Höhe von 90 bis 110 Zentimetern liegen und von der ersten bis zu letzten Stufe in gleicher Höhe angebracht sein.

Stahlholz- oder Ganzholztreppe

Sind die Würfel bei Treppensteigung und Handlauf gefallen, steht in einem nächsten Schritt die Entscheidung zwischen Stahlholz- und Ganzholztreppe an. Dabei ist gestalterische Kontinuität ein guter Ratgeber. Wurde bereits in früheren Bauphasen eine Stahlholztreppe verbaut, so sollte solch ein Modell auch bei der Verbindung zum Dachgeschoss Verwendung finden. Gibt es hingegen keinerlei gestalterischen Vorgaben, ist in der Regel eine Ganzholztreppe vorzuziehen. Sie muss nicht während des Dachausbaus aufwendig verschweißt werden – was sich positiv auf die Wohnqualität auswirkt – und der natürliche Charakter des Holzes harmoniert nahezu mit jedem Einrichtungsstil.
Nicht nur Optik und Machart bestimmen die ideale Treppe, auch der komfortable Zugang zum Dachgeschoss wird zu einem nicht zu vernachlässigendem Maßstab. Die Öffnung der Decke ist so zu planen, dass durchweg eine Kopfhöhe von mindestens zwei Metern gegeben ist.

Trittschallschutz

Das Entstehen unliebsamer Trittgeräusche, die von der Treppe herrühren und Bewohner sowie Nachbarn stören könnten, gilt es schon frühzeitig auszuschließen. Einzig wirksames Mittel: Die Treppe muss vom Baukörper schalltechnisch entkoppelt werden. Schalldämmende Wandanker wirken hier wahre Wunder.
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Fotos: Fuchs Treppen
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