Heizungstausch – 2020 besonders lukrativ

Auch wenn die Corona-Krise uns noch fest im Griff hat, sollten Hausbesitzer wichtige Sanierungsarbeiten an ihrem Eigenheim nicht auf die lange Bank schieben. Ein Beispiel dafür ist der Heizungstausch. Die Maßnahme sorgt für spürbare Einsparungen. Sie entlastet die Umwelt und lohnt sich 2020 mehr denn je. Grund dafür sind hohe Fördermittel, die der Staat aktuell für den Einbau einer Umweltheizung vergibt. Ziehen Sie einen Heizungstausch in Betracht, sollten Sie sich jedoch rechtzeitig um einen Handwerkertermin kümmern.

27.05.2020
Grafik Klimaschutz-Förderprogramme in 2020

Fakten zum Heizungstausch 2020:

  • Alte Heizungen verursachen hohe Heizkosten und schaden durch unnötigen CO2-Ausstoß der Umwelt.
  • Ein Heizungstausch ist vergleichsweise günstig und wirkungsvoll.
  • Immer mehr Hausbesitzer planen eine energetische Sanierung.
  • Durch attraktive Fördermittel lohnt sich der Heizungstausch 2020 ganz besonders.
  • Vom Staat gibt es bis zu 45 Prozent als Zuschuss zur neuen Heizung.
  • Handwerker dürfen ihrer Tätigkeit unter Einhaltung der allgemeinen Hygiene-Regeln auch in der Corona-Krise nachgehen.
     

Neue Heizung: Aus diesen Gründen lohnt sich der Austausch

21 Jahre – so alt sind deutsche Heizungen im Durchschnitt. Die Anlagen gelten als technisch veraltet, verbrauchen mehr Energie als nötig und stoßen viel klimaschädliches CO2 aus. Außerdem ist es auch um die Ersatzteillage immer schlechter bestellt und häufige Reparaturen gehen ins Geld. Mit einer neuen Heizung beugen Sie diesen Problemen vor. Moderne Anlagen holen alles aus den verwendeten Brennstoffen heraus. Sie setzen immer häufiger auf kostenfreie Umweltenergie und stoßen weniger CO2 aus. Hinzu kommt die Tatsache, dass der Heizungstausch als eine der günstigsten Sanierungsmaßnahmen mit den höchsten Einsparungen verbunden ist. Denn abhängig vom Alter, von der Art und vom Zustand Ihrer alten Heizung können Sie bis zu 30 Prozent Energiekosten sparen, wenn Sie sich für eine neue Brennwert- oder Hybridheizung entscheiden.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • spürbar sinkende Brennstoffkosten
  • zuverlässig arbeitende Heizung
  • steigender Wohn- und Heizkomfort
  • sinkender Ausstoß von Schadstoffen
  • höherer Beitrag zum Klimaschutz

Übrigens: Die Energieeinsparverordnung (EnEV) regelt, wann für alte, ineffiziente Heizgeräte eine Austauschpflicht besteht. Als Faustregel können Sie sich merken, dass für Heizkessel, die 30 Jahre auf dem Buckel haben, unter bestimmten Umständen die Betriebserlaubnis erlischt und Sie für einen klimafreundlichen Ersatz sorgen müssen.

Handwerker und Heizung
Foto: Effizienzhaus-online

Trotz Corona: Interesse an der energetischen Sanierung steigt

Auch wenn die Corona-Schutzmaßnahmen das öffentliche Leben in Deutschland stark eingeschränkt haben, ist das Sanierungsinteresse 2020 höher denn je. Das bestätigen aktuelle Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Demnach sind die Antragszahlen zur Energieberatungs-Förderung im ersten Quartal 2020 um fast 100 Prozent gestiegen. Von Januar bis März dieses Jahres beauftragten damit bereits halb so viele Hausbesitzer eine Energieberatung wie im kompletten Jahr 2019.

Die Energieberatung ist der erste Schritt in die energetische Gebäudesanierung und damit ein Indiz für das große Sanierungsinteresse deutscher Hausbesitzer. Ein Grund für die hohen Antragszahlen dürften dabei auch die besseren Förderkonditionen sein. Denn seit Februar 2020 übernimmt der Staat 80 Prozent der Kosten einer fachgerechten Energieberatung.

Attraktive Anreize: Bis zu 45 Prozent Förderung für eine neue Heizungen

Seit 2020 lohnt sich der Heizungstausch besonders. Denn mit ihrem Klimapaket 2030 hat die Bundesregierung ihre Förderstrategie deutlich geändert. Während es heute keine Zuschüsse für reine Öl- und Gasbrennwertheizungen mehr gibt, liegt die Förderrate für Umweltheizungen bei bis zu 45 Prozent. So bekommen Sie zum Beispiel einen BAFA-Zuschuss in Höhe von 30 Prozent, wenn Sie sich für eine neue Hybridheizung entscheiden. Dabei handelt es sich um moderne Gasbrennwertgeräte, die Ihr Haus in Kombination mit einer Holzheizung (auch wasserführende Pelletöfen), einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe beheizen. Arbeiten Holz- oder Wärmepumpenheizanlagen allein, bekommen Sie Zuschüsse von 35 Prozent. Noch höher fällt die Förderung aus, wenn die neue Heizung eine mindestens zwei Jahre alte Ölheizung ersetzt. In diesem Fall steigt der Zuschuss für Gas-Hybridanlagen auf 40 Prozent. An den Kosten einer neuen Umweltheizung beteiligt sich der Staat dann sogar mit bis zu 45 Prozent.

Voraussetzung ist in jedem Fall, dass Sie die Förderung vor der Beauftragung einer Fachfirma beantragen. Die neue Technik muss außerdem die hohen Förderanforderungen erfüllen und die bestehende Heizung darf nicht von der gesetzlichen Austauschpflicht (§ 10 der Energieeinsparverordnung) betroffen sein.

Info

Nicht lange warten – Heizungstausch gleich starten:

Da Handwerksbetriebe voraussichtlich auch 2020 stark ausgebucht sind, lohnt es sich, rechtzeitig mit der Planung zu starten. Kontaktlos, schnell und einfach können Sie Heizungsangebote online beantragen. Mit Bildern aus Ihrem Heizungskeller funktioniert das sogar ganz einfach ohne Handwerkerbesuch.

Höhere Ausgaben: CO2-Preis sorgt ab 2021 für steigende Heizkosten

Eine weitere Maßnahme aus dem Klimapaket ist die 2021 kommende CO2-Steuer. Mit dieser neuen Abgabe passt der Staat die Preise fossiler Rohstoffe besser an die bei der Verbrennung entstehenden CO2-Emissionen an. Während der CO2-Preis 2021 bei 25 Euro pro Tonne liegen soll, steigt er bis 2025 vermutlich auf 55 Euro an. In den Folgejahren hängt die Höhe der Abgabe dann von den deutschlandweiten CO2-Emissionen ab. Für Sie als Hausbesitzer geht diese Maßnahme mit höheren Kosten einher. Wer mit Gas heizt und etwa 20.000 Kilowattstunden im Jahr verbraucht, muss dabei in Zukunft rund 100 bis 220 Euro mehr ausgeben. Für Abhilfe sorgt ein Heizungstausch. Denn die Maßnahme lässt mit dem Brennstoffverbrauch auch die Mehrkosten der CO2-Bepreisung sinken. Wer mit Umweltenergie heizt, kommt sogar gänzlich um die Abgabe herum.

Arbeiten in der Corona-Krise: Dürfen Handwerker die Heizung tauschen?

Die bundesweit geltenden Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote verunsichern viele Hausbesitzer. Wichtig zu wissen ist allerdings: Auch mit den Corona-Schutzmaßnahmen dürfen Handwerker ihrer Tätigkeit in der Regel nachkommen – dem Heizungstausch steht also nichts im Wege. Allerdings sind aktuell einige Besonderheiten zu beachten:

  • Termine sind möglichst telefonisch oder online abzuhalten
  • bei Handwerkereinsätzen vor Ort gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern
  • auf die aktuellen Hygieneregeln (Nies-Etikette, Händewaschen, usw.) ist zu achten
  • bei Krankheit oder Quarantäne sind die Handwerker umgehend zu benachrichtigen

Unser Tipp: Da sich die Corona-Schutzmaßnahmen von Region zu Region teils stark unterscheiden, empfehlen wir Ihnen, Möglichkeiten und Einschränkungen tagesaktuell zu erfragen. Ansprechpartner finden Sie bei den örtlichen Handwerkskammern oder in den Handwerksbetrieben selbst.

  • Effizienzhaus-online
    Junkersstraße 20-24
    73249 Wernau

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