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Mikro-Blockheizkraftwerk  Wärme & Strom mit einer Anlage

Ein Mikro-Blockheizkraftwerk (Mikro-BHKW) ist mehr als nur ein Heizsystem: Neben Heizwärme liefert ein Mikro-BHKW nämlich auch noch elektrische Energie, die vor Ort selbst verbraucht oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Holen Sie sich jetzt alle wichtigen Informationen zum Thema Mikro-BHKW.

Mikro-Blockheizkraftwerk mit hoher Wirtschaftlichkeit: Der Hersteller Vaillant liefert mit seinem ecoPOWER 1.0 ein Mikro-BHKW mit Erdgas-Verbrennungsmotor. Mit einer Heizleistung von 2,5 kW und einer elektrischen Leistung von 1 kW ist das Mikro-BHKW bestens für den Betrieb in Ein- oder Zweifamilienhäusern geeignet. Sein Gesamtwirkungsgrad von 92 Prozent machte das BHKW zu Deutschlands nachhaltigstem Produkt 2011. Foto: Vaillant

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Zusammenfassung:

  • Ein Mikro-Blockheizkraftwerk produziert Heizwärme und elektrische Energie in einem Arbeitsschritt.
  • Bei einem Mikro-BHKW treibt ein Verbrennungsmotor einen Generator zur Stromerzeugung an, der mechanische in elektrische Energie umwandelt. Die Abwärme wird für Heizzwecke genutzt.
  • Ein Mikro-BHKW kann entweder wärme- oder stromgeführt ausgelegt werden.
  • Einer der Vorteile von Mikro-BHKWs ist ihre hohe Wirtschaftlichkeit. Ein Wirkungsgrad von mehr als 90 Prozent ist keine Seltenheit.

Ein Mikro-Blockheizkraftwerk produziert dank Kraft-Wärme-Kopplung Heizwärme und elektrischen Strom in einem einzigen Arbeitsschritt. Das spart Kosten und senkt den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase.
Mit einer elektrischen Leistung von 2,5 bis zu 15 Kilowatt (kW) eignet sich ein Mikro-BHKW perfekt für den Einsatz in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Blockheizkraftwerke, die über mehr als 15 kW elektrische Leistung verfügen, werden als Mini-BHKW bezeichnet und versorgen große Mehrfamilienhäuser oder kleinere Gewerbebetriebe kostengünstig und klimafreundlich mit Strom und Heizwärme. Mit einer elektrischen Leistung von bis zu 2,5 kW sind die Einsatzbereiche von sogenannten Nano-Blockheizkraftwerken, die erst seit etwa 2010 auf dem Markt sind, vor allem Einfamilienhäuser und Doppelhäuser.

Wie funktioniert ein BHKW?

Die Funktion eines BHKWs ist relativ simpel. Zentrales Bauteil eines BHKWs ist ein Verbrennungsmotor, der einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. Dabei wird mechanische in elektrische Energie umgewandelt. Quasi als Nebenprodukt produziert der Motor größere Mengen Abwärme, die mittels eines Wärmetauschers als Heizwärme und für die Erwärmung des Brauchwassers genutzt wird. Der Brennstoff, mit dem die meisten Mikro-, Mini- und Nano-BHKW, beziehungsweise ihre Motoren, betrieben werden, ist Erdgas. Grundsätzlich lassen sich jedoch auch andere Brennstoffe, wie etwa Heizöl, Flüssiggas und Biogas verfeuern. Seit geraumer Zeit haben einige BHKW-Anbieter auch Modelle im Programm, die sich mit regenerativen Energieträgern betreiben lassen. Eine aktuelle Marktübersicht zeigt, dass klimaneutrale Holzpellets dabei momentan die Nase vorne haben.

BHKW Betriebsarten

Die Betriebsarten eines BHKWs orientieren sich entweder am Wärme- oder am Strombedarf: Die Stichworte lauten wärmegeführt oder stromgeführt. Ein Mikro-BHKW, das für den Einsatz in einem Einfamilienhaus vorgesehen ist, ist in der Regel am Wärmebedarf ausgerichtet. Dabei ist das Heizungssystem meist nur auf die Abdeckung von etwa 20 bis 25 Prozent der benötigten Wärmeleistung ausgelegt, um eine hohe Auslastung der BHKW-Anlage zu gewährleisten. Ein BHKW sollte, um wirtschaftlich zu arbeiten, möglichst zur Hälfte, dies entspricht in etwa 4.500 Vollbenutzungsstunden pro Jahr, ausgelastet sein. Wärmebedarfsspitzen, die vor allem in den kalten Wintermonaten auftreten, werden bei solch einer Anlagenkonzeption von einem Spitzenlastkessel, zum Beispiel einem Gas-Brennwertkessel oder einer Ölheizung, abgedeckt.

Mikro-BHKW: Sehr hohe Wirtschaftlichkeit

Den Wettstreit zwischen BHKW und konventionellen Großkraftwerken um den besten Wirkungsgrad entscheiden die privaten BHKW spielend für sich, denn Strom und Wärme an dem Ort zu erzeugen, wo sie gebraucht werden, ist besonders energieeffizient. Ein konventionelles Kraftwerk zur Stromerzeugung nutzt die in Kohle, Erdgas oder Heizöl gespeicherte Energie nur zu einem geringen Teil, der Rest verpufft ungenutzt als Abwärme in den Kühltürmen. Ein modernes Kohlekraftwerk erzielt daher in der Praxis nur einen Wirkungsgrad von etwa 35 bis 45 Prozent. Im Vergleich dazu kann ein Mikro- oder Mini-BHKW problemlos einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent aufweisen. Die Bereitstellung von Heizwärme und Strom mit eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage entlastet daher nicht nur die Haushaltskasse, sondern schützt auch die Umwelt: In der Gesamtbilanz reduziert sich der CO2-Ausstoß durch die Kombination von Heizung und Stromerzeugung um bis zu 40 Prozent.

Mirko-BHKW: Strom-Einspeisevergütung

Die Besitzer eines Mikro-BHKWs haben in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf eine Vergütung ihres Stroms: Laut § 7 Absatz 1 Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) erhalten Anlagenbetreiber, egal, ob sie den Strom nun in das öffentliche Netz einspeisen oder aber selbst verbrauchen, einen KWK-Zuschlag, der sich momentan (August 2016) auf 8 Cent pro Kilowattstunde beläuft. Der KWK-Zuschlag wird wahlweise für einen Zeitraum von zehn Jahren oder für 30000 Volllaststunden gewährt. Zusätzlich gibt es für die in das öffentliche Netz eingespeiste elektrische Energie den Durchschnittspreis, der an der Leipziger Strombörse ermittelt wird. Im dritten Quartal 2016 belief sich die Stromvergütung (KWK-Index) auf magere 3,3 ct/kWH.
Da Haushaltskunden ihren Strom teurer einkaufen – im Bundesdurchschnitt mussten im Jahr 2016 27,43 Cent pro Kilowattstunde bezahlt werden – als sie ihn verkaufen, ist es lohnender, BHKW-Strom nach Möglichkeit selbst zu verbrauchen. Der finanzielle Vorteil, der Anlagenbetreiber durch die Eigenstromnutzung entsteht, liegt bei über 20 Cent! Zu guter Letzt wird auch BHKW-Besitzern noch die Energiesteuer für den Brennstoff zurückerstattet. Bei Erdgas sind dies zum Beispiel 0,55 Cent pro Kilowattstunde, bei Flüssiggas 6,06 Cent pro Kilogramm und bei Heizöl EL 6,135 Cent je Liter.

Mikro-BHKW Förderung

Hausbesitzer, die mit der Installation eines Mikro- oder Mini-BHKWs liebäugeln, können sich ihr Projekt durch eine Förderung finanziell versüßen lassen. Sowohl das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellen für die Finanzierung und den Betrieb von BHKW Fördermittel bereit.
Das BAFA hat zum 1. Januar 2015 die Förderkonditionen für BHKW bis zu einer elektrischen Leistung von 20 kW (Mini-KWK-Richtlinie) deutlich verbessert. Die Basisförderung fällt dabei unterschiedlich hoch aus: So gibt es für kleine BHKW mit einer Leistung von einem Kilowatt einen Zuschuss in Höhe von 1900 Euro, für Anlagen mit einer Leistung von 20 Kilowatt gibt es hingegen 3500 Euro. Für besonders energieeffiziente BHKW-Anlagen gibt es noch zusätzlich prozentuale Aufschläge zur Basisförderung. Die KfW stellt Eigenheimbesitzern eine Förderung von BHKW im Rahmen ihrer Programme „Energieeffizient Bauen“ und „Energieeffizient Sanieren“ in Aussicht. Zinsgünstige Kredite oder ein Investitionskostenzuschuss erleichtern den Umstieg auf diese energieeffiziente und klimaschonende Technologie. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website der KfW.
Übrigens: Fördermittel für ein BHKW gibt es nicht nur bei der KfW oder dem BAFA. Einzelne Bundesländer, Kommunen und Energieunternehmen unterstützten Hausbesitzer beim Umstieg auf moderne BHKW-Heiztechnik.

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Mikro-KWK Vitotwin 300-W mit Stirlingmotor von Viessmann


Kompakte Abmessungen und die Kombination mit bewährter Technik ermöglichen den Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bei der Modernisierung von Ein- und Zweifamilienhäusern. Das Mikro-KWK-Gerät Vitotwin 300-W von Viessmann deckt den Wärmebedarf im Gebäude und eignet sich ideal zur Grundlastabdeckung des Strombedarfs. Vitotwin 300-W ist ein kompaktes Wandgerät mit integriertem Stirling-Motor und Gas-Brennwertmodul, bei dem der Warmwasserspeicher gesondert hinzukommt.
Quelle: Viessmann