E-Mobilität – Unabhängig dank eigenem Solarstrom

Familie Unger in Alsheim in Rheinland-Pfalz hat sich dank Solarmodulen, Stromspeicher und Solarcloud von hohen Stromkosten und ihrem Energieversorger verabschiedet – trotz „Stromfressern“ wie Hybridauto und Klimaanlage. Weil das so gut und reibungslos geklappt hat, will sie nun die Kapazität der eigenen Photovoltaik-Anlage noch einmal ausbauen.

22.02.2019
E-Auto parkt vor Haus mit Photovoltaik-Anlage
Foto: Stefan F. Sämmer

Michael Unger ruht in sich selbst. Der 52-Jährige lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Alsheim, nicht weit vom Rhein entfernt, etwa auf halber Strecke zwischen Mainz und Worms. Das Wohnhaus hat 168 Quadratmeter Nettowohnfläche und wird mit einer Gastherme beheizt.

Erste Erfahrungen mit Photovoltaik

Das Eigenheim, auf dessen Dach seit 2016 eine Photovoltaik-Anlage ihren Dienst verrichtet, steht am Ortsrand von Alsheim. „Ich kannte Photovoltaik schon vom Camping“, berichtet Michael Unger. „Auf dem Zeltplatz hatten wir immer ein paar Solarmodule, fürs Licht und die Pumpen im Wohnwagen.“
Sein Haus, seine Familie mit Sonnenstrom zu versorgen – diese Idee hat er lange mit sich herumgetragen. „Ich habe lange die Kosten für die Investition gescheut“, gesteht er freimütig. „Aber dann stiegen die Stromkosten immer weiter an, ich sah mich gezwungen etwas tun.“

Stromkosten belasteten die Haushaltskasse

Zunächst ersetzte der Familienvater daher alle Halogenlampen im Haus durch eine stromsparende LED-Beleuchtung. Anfang 2016 hatte die Familie noch einen jährlichen Stromverbrauch von 4.500 Kilowattstunden – eine durchaus üblich Größenordnung für einen Vier-Personen-Haushalt. Zu Beginn desselben Jahres stieg Michael Unger von seinem alten Diesel auf einen elektrisch betriebenen Opel Ampera um.
2018 lag der Strombedarf der Ungers schließlich bei insgesamt 8.278 Kilowattstunden. „2016 habe ich im Monat etwa 150 Euro Abschlag an meinen Energieversorger überwiesen“, erinnert sich Unger. „Heute zahle ich für 120 Euro die Solaranlage ab, bis sie mir gehört. Und ich zahle nur noch 30 Euro im Monat für Reststrom, den ich über eine Solarcloud kostengünstig beziehe.“

Umstieg auf E-Mobilität

Mit der Anschaffung seines E-Autos war für Unger klar, dass er auf Eigenstrom umstellen muss. „Die Preise für Solartechnik sind ja immer weiter gefallen. Also habe ich mich im Internet umgeschaut, wer in meiner Region aktiv ist.“ Er schrieb mehrere Handwerksbetriebe an, bat um Angebote und lud die Installateure zum Gespräch. „Ich habe kein Süddach, meine Dächer zeigen nach Osten und Westen“, berichtet er. „Und ich wollte wissen, ob es für mich sinnvoll ist, Sonnenstrom mit einer Solarbatterie zu speichern.“ Ein Installateur lehnte Besuch und Angebot rundweg ab. „Der wollte mir die Anlage unbesehen und ohne ein Angebot aufs Dach packen. Das mache ich natürlich nicht mit. Ich will schon wissen, was ich für mein Geld bekomme. Ein anderer wollte mir einen riesigen Speicherschrank in den Garten setzen.“

Kein X für ein U

Michael Unger ließ sich kein X für ein U vormachen. „Ich bekam dann Kontakt mit Herrn Tschepe von der Firma SunPeak aus unserer Region. Er kam zu uns, hat sich Zeit genommen.“ Das Beratungsgespräch dauerte ganze zwei Stunden. „Uns geht es darum, die Kunden kennenzulernen“, sagt Willfrid Tschepe, der für SunPeak als Außenverkäufer durch die Dörfer und Gemeinden tourt. „Wir haben uns das Dach angesehen, denn es muss ja die Solarpaneele tragen. Manchmal muss man die Dächer verstärken, das erkennt man nur bei einer Begehung vor Ort.“

Beratungsgespräch vor Stromspeicher
Foto: Stefan F. Sämmer

Gute Beratung vor Ort

Manchmal sind Teile des Daches verschattet, auch das gilt es bei der Installation der Solaranlage zu berücksichtigen. Oft werden auch Umbauarbeiten notwendig, um den Wechselrichter für die Photovoltaik-Anlage zu installieren. „Bei Herrn Unger ging es darum, möglichst viel Sonnenstrom im Haus und im Auto selbst zu verbrauchen“, sagt Tschepe. „Nicht einfach nur ans Netz anschließen und fertig. Beim Eigenverbrauch sind individuelle Lösungen notwendig, die genau auf die Wünsche der Solarkunden zugeschnitten wurden.“
Die Ausrichtung der Dächer nach Osten und Westen ist günstig, wenn die Solaranlage mit einem Solarstromspeicher gekoppelt wird. Im Fall der Familie Unger wurde über der Garage noch ein kleines Vordach gen Süden installiert. Auch dort wurden Solarmodule angebracht. Insgesamt bietet die Anlage knapp unter 10 Kilowatt Leistung.

Sonnenstrom aus der Cloud

Der Speicher kam vom Leipziger Anbieter Senec, er fasst rund 10 Kilowattstunden Sonnenstrom – als kurzzeitiger Puffer für den Abend und die Nacht. Senec bietet seinen Kunden eine wichtige Zusatzleistung an: Überschüssigen Sonnenstrom, den Michael Unger weder im Haus noch in der Batterie verwenden kann, speist die Anlage in eine Strom-Cloud ein, als Senec.Cloud bezeichnet. Das ist nichts anderes als ein cleveres Stromkonto, aus dem er beispielsweise im Winter preiswerten Sonnenstrom zurückkaufen kann. „Normalerweise zahle ich 28 Cent je Kilowattstunde, wenn ich bei meinem Stromanbieter kaufe“, rechnet Unger vor. „Aus der Cloud kostet mich die Kilowattstunde gerade einmal 14 Cent.“

Info

So binden Sie E-Autos ein

Photovoltaik und E-Mobilität passen sehr gut zusammen. Denn der Sonnenstrom vom eigenen Hausdach kostet zwischen 10 und 12 Cent je Kilowattstunde. Gekoppelt mit einer Speicherbatterie und einer Stromcloud lassen sich auch die Kosten für den Netzbezug deutlich senken. Auf alle Fälle sollte man ein – künftig geplantes – Elektroauto unbedingt in die Planung der Solarstromanlage einbeziehen. Auch wenn die Anschaffung noch ein oder zwei Jahres aussteht. Denn je höher der Strombedarf am Gebäude – inklusive eigener Stromtankstelle – desto lohnenswerter ist die eigene Photovoltaik-Anlage.

Photovoltaik-Anlage, Stromspeicher und Senec-Cloud harmonieren

2016 ging die Solaranlage mit Stromspeicher und Senec.Cloud in Betrieb. Bei knapp 10 Kilowatt Leistung kann man in dieser Region mit 950 bis 1.000 Kilowattstunden pro Kilowatt und Jahr rechnen. Bis Mitte Februar hatte die Anlage insgesamt bereits 22.000 Kilowattstunden Sonnenstrom geliefert.
Diesen klimafreundlichen Strom nutzt Michael Unger komplett selbst: direkt im Haus oder an der Ladestation in der Garage, über den Stromspeicher am Abend oder eben als Sonnenstrom aus der Senec.Cloud. „Ohne Cloud hätte ich einen Eigenverbrauch von 60 Prozent des Sonnenstroms. Im Winter müsste aber klassisch meinen Strom beim Energieversorger kaufen. Mit der Cloud kann ich die Kosten für den Reststrom deutlich drücken.“
Kürzlich ließ er sogar eine elektrische Klimaanlage einbauen, wegen der heißen Sommer. Auch diese betreibt er klimafreundlich mit dem Strom vom eigenen Dach.

Kaum noch Spritkosten

Vor allem bei der eigenen E-Mobilität zahlt sich die Photovoltail-Anlage mit Stromspeicher aus. Der Wagen hat eine Ladeleistung von 3,5 Kilowatt. Der Solarspeicher kann seinen Sonnenstrom mit 2,5 Kilowatt abgeben. „Deshalb lade ich das Auto am liebsten, wenn die Sonne scheint“, sagt Unger schmunzelnd. „Dann habe ich die volle Leistung aus der Solaranlage. Oder ich ziehe das fehlende Kilowatt aus dem Stromnetz, aus meiner Senec.Cloud für 14 statt 28 Cent je Kilowattstunde.“ Wenn er auf der Arbeit ist, kann er seinen Wagen dort laden. „In drei Jahren ist der Wagen rund 45.000 Kilometer gelaufen“, analysiert Unger. „Ich habe in der ganzen Zeit nur 94 Liter Benzin getankt, für den Range Extender. Ansonsten hat er nahezu ausschließlich Sonnenstrom getankt, zumindest bei mir zu Hause.“ Das Werk in Rüsselsheim liegt rund 35 Kilometer von Alsheim entfernt, „das schaffe ich immer“, wie Michael Unger bestätigt.

Mehr Solarmodule auf die Dächer

Als seine Photovoltaik-Anlage 2016 ans Netz ging, war die Cloud noch auf eine genau definierte Menge Sonnenstrom beschränkt. Inzwischen ist diese Beschränkung gefallen. Deshalb denkt Michael Unger darüber nach, weitere 10 Kilowatt auf seinen Dächern installieren zu lassen. Platz genug ist vorhanden. „Technisch ist das ohne weiteres möglich“, bestätigt Willfrid Tschepe von SunPeak. „Zumal die Kosten für Solartechnik seit 2016 weiter gesunken sind.“
Vor drei Jahren zahlte Michael Unger für rund 10 Kilowatt Solarleistung und 10-Kilowattstunden-Stromspeicher inklusive aller Elektroarbeiten insgesamt rund 26.000 Euro zuzüglich der Förderung durch den Staat. Heute würde eine ähnliche Anlage etwa 3.000 Euro weniger kosten. Seitdem sind die Solarmodule noch leistungsfähiger und die Speicherbatterien kompakter geworden.

Info

Kosten sinken weiter

Die Kosten für Solarzellen, Solarmodule und Solarwechselrichter sind in den vergangenen Jahren weiter gefallen. Ein Kilowatt Solarleistung kostet derzeit zwischen 1.200 und 1.500 Euro (Anlage bis 10 Kilowatt, netto, inklusive Planung und Installation). Deutlich schwerer fallen die Speicherbatterien ins Gewicht, die zwischen 1.000 und 1.300 Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität liegen. Doch diese Preise fallen im Jahr um zehn bis 15 Prozent, sodass die Systeme immer günstiger und leistungsfähiger werden.

Wenig Platz im Technikraum

Kompakte Technik ist wichtig, auch für Familie Unger. Alsheim liegt nur wenige Kilometer westlich des Rheins. Hier steht das Grundwasser sehr hoch, viele Wohnhäuser haben darum keinen Keller. Auch bei der Familie Unger hängt der Elektrozähler im kleinen Haustechnikraum, der an die Garage anschließt. Dort steht nun neben der Waschmaschine der Stromspeicher, hängen der Solarwechselrichter und der Schaltschrank für den Anschluss ans Netz.
Michael Unger denkt auch darüber nach, seine Gastherme eines Tages durch eine Brennstoffzellenheizung zu ersetzen. Dann kann er sogar im Winter eigenen Strom erzeugen. „Aber so weit sind wir noch nicht“, sagt er. „Erstmal läuft die Therme noch ein paar Jährchen. Und außerden möchte ich meine Solaranlage noch einmal erweitern.“ Denn mit seiner ersten Anlage ist er sehr zufrieden. Stets hat er die Betriebsdaten im Blick. Dazu nutzt er seinen Laptop, die Technik wird dauerhaft überwacht.
Auch um die Wartung muss er sich keine Sorgen machen. Das erledigen die Profis: „Unsere Kunden bekommen das Monitoring und die Wartung von uns inklusive“, erläutert Peter Doll, Chef von SunPeak. „Das geben wir nicht ab, das machen wir selbst. Wir haben alle erforderlichen Gewerke bei uns im Unternehmen, auch die Dachdecker und Elektriker. Prinzipiell arbeiten wir nicht mit Subunternehmern, deren Qualität wir nicht garantieren können.“

  • SENEC GmbH
    Wittenbergerstr. 15
    04129 Leipzig

HAT IHNEN DIESER ARTIKEL GEFALLEN?

TRAGEN SIE SICH IN UNSEREN NEWSLETTER EIN.

"Die FertighausWelt in Günzburg war ein echtes Highlight!"

Anna-Lena Schüchtle

zum Video

SENEC.Home-Batteriespeicher

Sonne, Strom und Wolken

Sonnenstrom ist quasi kostenlos und unbegrenzt verfügbar. Soweit die Theorie. Wenn die Sonne einmal nicht scheint, springt die Strom-Cloud ein. Strom-Cloud

Paar am Frühstückstisch

Den eigenen Strom nutzen

Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, einem Stromspeicher im Keller und der SENEC.Cloud können Sie sich selbst mit eigenem Strom versorgen. SENEC.Cloud

E-Auto parkt vor Haus mit Photovoltaik-Anlage

Unabhängig dank eigenem Solarstrom

Wegen zu hoher Stromkosten hat sich Familie Unger eine Photovoltaik-Anlage nebst Speicher installieren lassen. So macht E-Mobilität noch mehr Spaß. E-Mobilität

Außenansicht Haus Briano von Gruber Holzhaus

Traumhaussuche

Bauinteressierte, die noch Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Fertighaus-Unternehmen brauchen, können unseren speziellen Service nutzen und sich gerne von den Angeboten in unserer Traumhaussuche inspirieren lassen oder Kontakt zu Herstellern in ganz Deutschland aufnehmen, um weiteres Informationsmaterial anzufordern.