Darum eine Wärmepumpe – Heizkosten senken und das Klima schonen

Wärmepumpen gewinnen weiter an Beliebtheit. Während das innovative Heizsystem heute schon fast jeden zweiten Neubau mit Wärme versorgt, entscheiden sich auch immer mehr Sanierer für eine klimafreundliche Wärmepumpe. Einer der häufigsten Gründe: Sie möchten die alte fossile Heizung nachhaltig auf erneuerbare Energien umrüsten. Ein Trend, der durch das Klimapaket mit CO2-Preis und Ölheizungsverbot immer stärker wird. Aber für wen lohnt sich eine Wärmepumpe eigentlich und welche Vorteile bietet die Technik?

02.12.2019 | Anzeige
Buderus Wärmepumpe-Portfolio
Die Wärmepumpe liegt voll im Trend. Sie erwärmt fast jeden zweiten Neubau umweltfreundlich und sorgt dabei für niedrige Heizkosten. Die innovativen Modelle sind auch optisch echte Hingucker. Foto: Bosch Thermotechnik

Wärmepumpen sind eine Möglichkeit, die eigene Heizung von fossilen Energieträgern auf Erneuerbare umzustellen. Die Technik erfreut sich immer größerer Beliebtheit und wird fossile Energieträger zunehmend vom Markt verdrängen. Neben dem kürzlich beschlossenen Ölheizungsverbot sorgen dafür auch verbesserte Förderbedingungen. So wurde mit dem Klimapaket neue Fördermittel des Bundes für effiziente Gebäude (BEG) vereinbart. Sie soll die aktuellen Förderprogramme zusammenführen und höhere Zuschüsse für den Austausch fossiler Heizsysteme bringen. Für einen effizienten Betrieb muss die neue Technik allerdings zum Eigenheim passen.

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Voraussetzungen für den effizienten Betrieb der Heizung

Damit sich eine Wärmepumpe lohnt, muss sich das zu beheizende Gebäude für diese Heizungsart eignen. So sollte sich das Haus mit einer niedrigen Vorlauftemperatur beheizen lassen. Auf diese Weise muss die Wärmepumpe das Temperaturniveau der Umweltwärme nicht so stark anheben und benötigt weniger Strom. Realisierbar ist das unter anderem mit großen Heizflächen – am besten mit einer Fußbodenheizung. Besonders günstig wirkt sich außerdem ein hoher Dämmstandard aus. Denn je besser ein Haus gedämmt ist, umso weniger Wärmeenergie geht über die Gebäudehülle verloren. Die Wärmepumpe muss weniger leisten und verursacht geringere Heizkosten.
Die Wärmepumpentechnik lohnt sich also in neuen und modernisierten Gebäuden. Sind im Bestand nicht alle Voraussetzungen erfüllt, kann die Kombination mit einer neuen oder bestehenden Öl- oder Gasheizung sinnvoll sein. Bei einer sogenannte Hybridheizung arbeitet die Wärmepumpe nur dann, wenn die Heizkosten niedrig sind. Steigen diese über die Kosten einer konventionellen Öl- oder Gasheizung, schaltet dank einer intelligenten Regelung automatisch auf die fossile Heiztechnik um.

Info

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Die Vor- und Nachteile umweltfreundlicher Wärmepumpen

Der Einsatz von Wärmepumpen schützt das Klima. Sie reduzieren den Verbrauch fossiler Energieträger und sind zudem besonders effizient. So sorgen sie unter den entsprechenden Umständen für niedrige Heizkosten und eine maximale Unabhängigkeit von steigenden Energiekosten. Letzteres gilt vor allem dann, wenn Hausbesitzer den Strom für ihre Wärmepumpe mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage selbst produzieren.
Ein zusätzlicher Vorteil: Wärmepumpen sind wartungsarm. Sie stoßen keine Abgase aus und benötigen keinen Schornstein. Dadurch entfallen die Besuche vom Kaminkehrer und die damit einher gehenden Kosten.
Was viele nicht wissen: Eine Wärmepumpe kann auch kühlen. Sind die technischen Voraussetzungen vorhanden, arbeitet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Sommer wie eine Klimaanlage und eine Erdwärmepumpe kann überschüssige Raumwärme an das Erdreich ableiten. Das geschieht ganz ohne Wärmepumpenprozess und ist darum besonders sparsam.

Ein Nachteil von Wärmepumpen sind die höheren Anschaffungskosten. Diese fallen vor allem bei Erd- sowie Sole-Wasser-Wärmepumpe ins Gewicht und ergeben sich aus der aufwendigeren Erschließung der Wärmequelle – Stichwort: Sondenbohrung. Ist die Wärmepumpe grundsätzlich nicht für das Haus geeignet, können höhere Heizkosten die Folge sein. Um das auszuschließen, empfehlen wir die Beratung durch einen kompetenten Fachbetrieb, bevor die Entscheidung für eine Wärmepumpe fällt.

Grafik: Welche Vorteile haben Wärmepumpen?
Umweltfreundlich, vielseitig und wartungsarm: Wer mit einer Wärmepumpe heizt, profitiert von zahlreichen Vorteilen. Attraktive Fördermittel senken zudem die Anschaffungskosten bei Neubau und Sanierung. Grafik: Effizienzhaus-online

Die Funktionsweise einer Wärmepumpe kurz erklärt

Hausbesitzer, die das Klima schützen und dennoch preiswert heizen möchten, finden in Wärmepumpen ein interessantes Angebot. Denn die Technik, die es inzwischen auch schon seit über 30 Jahren zu kaufen gibt, stellt Heizwärme besonders effizient und klimafreundlich zur Verfügung. Möglich wird dies durch einen technischen Prozess, bei dem ein spezielles Medium immer wieder verdichtet und entspannt wird. Im ersten Schritt nimmt das sogenannte Kältemittel Wärme aus der entsprechenden Wärmequelle auf. Dabei wechselt es vom flüssigen in den dampfförmigen Aggregatzustand, bevor es einen Verdichter durchströmt. Dieses Bauteil, das in heimischen Kühlschränken für niedrige Temperaturen sorgt, hebt mit dem Druck auch das Temperaturniveau des Kältemittels an. Und zwar so weit, dass sich die Wärme auf das Heizungs- oder das Brauchwasser übertragen lässt. Am sogenannten Verflüssiger sinken dann Druck und Temperaturniveau des Kältemittels wieder. Das Medium strömt über spezielle Drosselventile, nimmt seinen flüssigen Ausgangszustand wieder ein und kann am Verdampfer wieder erneut Umweltwärme aufnehmen.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Wärmepumpen gewinnen Energie aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser und bringen diese mit einem innovativen Prozess auf ein höheres Temperaturniveau. Möglich ist das mit einem speziellen Medium, das dabei immer wieder verdampft, verdichtet und entspannt wird. In diesem Kurzvideo wird einfach erklärt, wie eine Wärmepumpe funktioniert und das Haus erwärmt. Video: Bosch Thermotechnik

Unterschiedliche Wärmequellen stehen zur Auswahl

Geht es darum, Wärmeenergie aus der Umwelt zu gewinnen, kommen verschiedene Quellen infrage. Am einfachsten und günstigsten ist es, die Außenluft zum Heizen zu nutzen. Dabei saugt die Wärmepumpe Luft über einen Wärmeübertrager (den Verdampfer) um thermische Energie auf das Kältemittel zu übertragen. Die benötigte Außeneinheit ist dabei vergleichsweise günstig und kompakt.
Eine mögliche Alternative zur Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die Erd- oder Sole-Wasser-Wärmepumpe. Diese gewinnen Umweltwärme kostenfrei aus dem Erdreich. Dazu leiten sie ein Gemisch aus Wasser und Frostschutz (die Sole) durch unterirdisch verlegte Kunststoffleitungen. Diese können als Sondenbohrung tief in das Erdreich führen oder in geringer Tiefe unter der Grasnarbe verlaufen. Ist der Grundwasserspiegel hoch genug, können Hausbesitzer dieses mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe anzapfen.
Wichtig wäre noch: Während Luft-Wasser-Wärmepumpen immer installiert werden können, benötigen Bauherren und Hausbesitzer für Erdwärmepumpen mit Sondenbohrung sowie für Wärmepumpen, die das Grundwasser nutzen, eine eigene Genehmigung. Ein Grund, warum sich viele Hausbesitzer für eine kompakte und leistungsstarke Luft-Wasser-Wärmepumpe entscheiden. So nutzen 72 Prozent der im Jahr 2018 installierten Wärmepumpenanlagen (insgesamt über 80.000 Stück) die Umgebungsluft als Wärmequelle.

Info

Steigende Nachfrage im Neu- und Altbau

Während die Gasheizung lange Zeit die beliebteste Wärmequelle war, könnte sie bald durch die Wärmepumpe abgelöst werden. Aktuelle Marktdaten vom Statistischen Bundesamt zeigen, dass fast jeder zweite Neubau mit einer Wärmepumpe beheizt wird. Im bundesdeutschen Durchschnitt erreichte die Wärmepumpe 2018 einen Anteil von 41,2 Prozent; in Baden-Württemberg waren es sogar 58,3 Prozent. Aber nicht nur im Neubau, auch im Altbau nimmt der Trend zur Wärmepumpentechnik zu. So zum Beispiel als Alleinheizung in modernisierten Gebäuden oder als Hybridlösung in Kombination mit Öl- oder Gasheizungen.

Empfehlenswerte Kombination: Wärmepumpe mit Solarenergie

Hausbesitzer, die noch mehr sparen möchten, können ihre Wärmepumpenheizung mit einer Solaranlage kombinieren. Infrage kommen dabei Solarthermie- und Photovoltaik-Anlagen. Erstere wandeln die Sonnenenergie in Wärme um, die sich dazu nutzen lässt, das Brauchwasser zu erhitzen. Diese Kombination entlastet die Wärmepumpe im Winter und sorgt dafür, dass sie im Sommer meist komplett ausgeschaltet bleiben kann.

Wer seine Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage kombiniert, kann sie mit selbst erzeugten Solarstrom versorgen. Dieser treibt den Kompressor an und lässt die Stromkosten purzeln. Ein positiver Nebeneffekt: Wer weniger Strom von seinem Energieversorger bezieht, stößt weniger CO2 aus. Er hilft so, dass wir unsere Klimaziele erreichen und fossile Rohstoffe schonen können, die wir immer noch für unsere Stromversorgung benötigen.

Wenn Sie noch mehr zum Thema Wärmepumpen erfahren möchten, dann können Sie sich auf Effizienzhaus-online umfassend über alle Aspekte informieren.

  • Effizienzhaus-online
    Junkersstraße 20-24
    73249 Wernau

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