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Gartenmöbel pflegen  Pflege & Reinigung Ihrer Gartenmöbel

Die ersten warmen Tage laden dazu ein, den Garten auf Vordermann zu bringen. Wir geben Tipps, wie Sie Ihre Gartenmöbel pflegen und reinigen. Ob aus Holz, Metall oder Kunststoff, die Möbel sind der Witterung ausgesetzt. Doch die richtige Pflege und vielleicht sogar ein neuer Anstrich kann Wunder wirken.

Gartenmöbel pflegen: Spezielle Gartenholz-Öle, abgestimmt auf die Holzarten Teak, Bangkirai, Lärche und Douglasie, schützen vor UV-Strahlung, Verwitterung und Vergrauung. Natürliche Öle versehen das Holz mit einer wasserabweisenden, atmungsaktiven Oberfläche Foto: Remmers/epr

PROFI-TIPP

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Gartenmöbel sind den ganzen Sommer Regen und Sonne ausgesetzt. Wir geben Tipps, wie Sie Ihre Gartenmöbel pflegen. Moderne Möbel für den Garten sind robust und halten daher vieles aus. Dennoch benötigt unterschiedliches Material die entsprechende Pflege. Ein Tisch aus Teakholz will mehr Aufmerksamkeit als einer aus Metall. Gartenstühle aus Polyrattan brauchen seltener eine Reinigung als Polyester-Bespannungen und Polsterstoffe. Da Gartenmöbel aus Holz sehr beliebt, aber auch je nach Holzart sehr pflegeaufwändig sind, finden Sie in diesem Artikel Tipps und Tricks zum Thema Holzschutz im Garten: Öl, Lasur oder Lack pflegen die Oberfläche und schützen vor Beschädigungen. Und wer etwas Farbe in seiner Gartenplanung vorgesehen hat oder es allgemein richtig bunt mag, der sollte  seine Kreativität ausleben und einfach alte Gartenmöbel neu streichen!

Gartenmöbel richtig pflegen

Auch wenn die meisten Gartenmöbel, wie der Name schon sagt, für den Garten gedacht sind, heißt es generell: Pflege, regelmäßiges Säubern und ein schonender Umgang verlängert die Lebensdauer. Nässe, Temperaturschwankungen und aggressive UV-Strahlung setzen Gartenmöbeln nämlich mit der Zeit zu und schädigen insbesondere Hölzer. Das heißt, wenn Sie zumindest ein-, zweimal im Jahr Ihre Gartenmöbel pflegen, erhöht dies die Witterungsbeständigkeit und Sie haben wesentlich länger Ihre Freude an ihnen.
Wenn Sie also Ihre Möbel aus dem Winterschlaf in den Garten zurückholen, dann ist im Frühjahr die beste Zeit für die Pflege-Kur: Erst einmal alles mit einem Besen abfegen und mit etwas Wasser, eventuell Seifenlauge, reinigen. Dann kommt es natürlich ganz auf das Material an. Laut dem Verband der deutschen Möbelindustrie (VDM) geht der aktuelle Trend 2015 zu Gartenmöbeln aus der Flechtwerkfaser Polyurethan. 35 Prozent der Outdoor-Möbel bestehen vorwiegend aus Kunststoff, 30 Prozent aus Holz, 25 Prozent aus Metall und zehn Prozent sind aus anderen Materialien gefertigt. Welche Art von Pflege nun gefragt ist, kommt darauf an, ob sich zum Beispiel Rost auf Metallmöbeln angesammelt hat, Holz abgeschliffen und geölt werden muss oder man mehrere Gartenmöbel streichen oder lackieren will.

Gartenmöbel aus Holz richtig pflegen

Ein eigener Garten verleitet Viele dazu, im Sommer die meiste Zeit draußen zu verbringen und im Freien zu wohnen. Terrassen aus Holz erfreuen sich dabei großer Beliebtheit, denn sie strahlen eine gewisse Gemütlichkeit und Natürlichkeit aus. In Ihrem Außenbereich liegen bereits Echtholzdielen oder WPC Terrassendielen, nun fehlen nur noch die passenden Tische, Stühle und Accessoires? Der Nachteil von Holzmöbeln liegt allerdings in der Pflegebedürftigkeit. Zu den wetterfesten Holzarten gehören zum Beispiel Teak, Robinie, Bambus oder Douglasie.
Was die Reinigung betrifft, können leichte Verschmutzungen mit einer nassen, weichen Bürste entfernt werden. Aber: Sie sollten dabei in Richtung Maserung streichen. Bei hartnäckigem Schmutz ist Holzreiniger sehr gut geeignet. Mit feinem Schmirgelpapier lassen Sie Vogelkot verschwinden. Übrigens: Nach einer Weile bildet Holz durch die Witterungseinflüsse eine silbergraue Patina – das ist nicht weiter tragisch, denn dies greift weder die Stabilität des Holzes an, noch beeinflusst es dessen Lebensdauer. Wem das Vergrauen aber nicht gefällt, der kann die oberste Schicht abschleifen oder im Voraus das Holz regelmäßig ölen. Ob Ihre Gartenmöbel dringend mal wieder ein wenig Pflege nötig haben, testen Sie ganz einfach: Etwas Flüssigkeit auf die Oberfläche tröpfeln und wenn es schnell einzieht, dann ist das Holz gerade trocken und sollte geölt werden.

Holz ölen, wachsen oder lackieren?

Um das Holz richtig zu pflegen, behandelt man es zum Beispiel mit Öl, Wachs oder Lack. Vor dem Ölen müssen alte Lackschichten entfernt und das Holz gereinigt werden. Mit Öl behandelte Hölzer bleiben offenporig, allerdings sind sie auch fleckenanfällig. Achten Sie beim Kauf auf hochwertiges Öl, dies bewahrt das Holz im Garten einerseits vor dem Austrocknen und bietet andererseits aureichend Schutz vor Feuchtigkeit. Das Holzöl lässt sich mit einem Pinsel oder Lappen recht leicht aufstreichen, dann muss es rund 24 Stunden trocknen.
Durch Wachsen reinigen, pflegen und schützen Sie Ihre Gartenmöbel aus Holz zugleich. Wachs betont die Holzstruktur und bewahrt die Natürlichkeit. Allerdings bleiben auch gewachste Hölzer recht empfindlich, denn es versiegelt nur oberflächlich. Die Witterungsbeständigkeit ist hier geringer als nach einer Behandlung mit Lasuren oder Lacken.
Lacke schließen die Holzoberfläche und schützen sie vor Flüssigkeiten, Flecken lassen sich durch einfaches Abwischen mit einem Tuch beseitigen. Allerdings verschwindet durch die dickere Schicht auch die Holzstruktur. Untersuchen Sie nach dem Winter Ihre lackierten Holzmöbel auf Risse in der Lackschicht. Sind kleine Risse vorhanden oder platzt der Lack ab, kann Feuchtigkeit eindringen – dieser sollte dann dringend erneuert werden.
Wollen Sie Ihre Gartenmöbel neu lackieren, müssen erst einmal alle alten Farbreste entfernt werden. Eine grobe Drahtbürste und ein Spachtel sind hier perfekte Helfer. Unlackierte Hölzer waschen und schleifen Sie danach mit Schleifpapier ab. Dadurch erhält man eine gleichmäßige Oberfläche, auf der der Lack schließlich hält. Mit einem Staubtuch entfernen Sie den Schleifstaub (Vorsicht: kein feuchtes Tuch verwenden, sonst hält die Grundierung nicht!) und tragen die Grundierung gleichmäßig, immer in eine Richtung, auf. Nachdem diese ausreichend trocknen konnte, tragen Sie im letzten Schritt den Lack mit einem Pinsel ebenfalls gleichmäßig auf. Übrigens: Es gibt auch Sprühlack! Mit einer Sprühdose können Sie verschiedene Lacke gleichmäßig und sehr fein auftragen.

Gartenmöbel streichen: Farbe im Garten

Sie beschäftigen sich in Ihrer Freizeit mit der Gartengestaltung und wünschen sich einen farbenfrohen Outdoor-Bereich – neben malerischen Pflanzen dürfen ausgefallene Gartenmöbel nicht fehlen? Da bietet es sich doch an, ein paar alte Gartenmöbel bunt zu streichen. Verwenden Sie dabei auf jeden Fall hochwertige Lacke und halten Sie sich an die Anleitung. Es gibt auch natürliche Holzfarben, zum Beispiel auf Basis von pflanzlichen Harzen, die sich mit dem Holz verbinden und die Holzstruktur sichtbar lassen. Sie sind feuchtigkeitsregulierend, reißen nicht und blättern nicht ab. Auch hier gilt: Zuerst die Möbel von Schmutz befreien und mit Schleifpapier anrauen, bei bereits lackiertem Holz den Lack gründlich entfernen. Eine Grundierung vor dem Anstrich sorgt für lange Haltbarkeit. Anschließend können Sie Ihre Ideen umsetzen und die Gartenmöbel in der Farbe Ihrer Wahl streichen.

Gartenmöbel pflegen: Kunststoff

Gartenmöbel aus hochwertigem Plastik sind wind- und wasserfest und sehr pflegeleicht. Jedoch sollten Sie Möbel aus Polyrattan-Geflecht nicht mit einem Hochdruckreiniger oder einer Drahtbürste reinigen. Dies zerstört die Oberfläche der Faser, so dass mit der Zeit die Stränge brechen könnten. Verunreinigungen beseitigt man am besten mit einem Lappen und einfacher Spüllauge. Für hartnäckige Flecken durch Fett oder Öl, Nikotin, Kugelschreiber, Kaffee oder Tee gibt es einen speziellen Kunststoffreiniger. Einfach ein paar Minuten einwirken lassen und mit einem feuchten Lappen abwischen. Vorsicht: Lösungsmittelhaltige Produkte greifen das Plastik an, also darauf lieber verzichten.
Die Fasern halten sowohl starke Hitze als auch Kälte aus. Nach einem Regenguss sind sie schnell wieder trocken. Dennoch sollten die Gartenmöbel zur Überwinterung nicht im Garten bleiben - stellen Sie sie lieber nach drinnen oder  bedecken Sie sie zumindest mit einer Schutzhülle. Die Haltbarkeit wird dadurch deutlich erhöht, denn zu viel Sonne, Feuchtigkeit und Kälte lässt die Möbel auf Dauer verblassen und spröde werden.

Gartenmöbel pflegen: Alu-Gartenmöbel

Gartenmöbel aus Aluminium sind nicht nur leicht und stabil, sie trotzen auch Sonne und Regen. Ein milder Reiniger und ein weiches Tuch reichen aus, um Flecken zu beseitigen. Kleine Kratzer beeinträchtigen die Aluminiumteile nicht, zur optischen Ausbesserung gibt es aber spezielle Lackstifte oder Pflegelacksprays. Zu einer Überwinterung in einem geschützten Raum oder zumindest unter einem Dach im Garten ist dennoch geraten, denn bei Frost könnten Wasserrückstände in den Rohren zu Schäden führen.

Gartenmöbel aus Metall pflegen

Sie schwören auf Gartenmöbel aus Eisen oder Stahl? Kein Wunder, denn diese sind nahezu unverwüstlich und Verunreinigungen lassen sich leicht beseitigen. Ein regelmäßiges Abreiben der Edelstahlmöbel mit speziellem Edelstahlreiniger beugt Rost vor und entfernt zum Beispiel Fettflecken und Fingerabdrücke. Eisenmöbel reinigen Sie mit einem feuchten Lappen und Putzmitteln ohne Scheuerzusätze. Tiefe Lackkratzer lassen sich mit Hilfe von Ausbesserungslacken, oberflächliche mit Pflegelacksprays behandeln.

Gartenmöbel pflegen: Überwinterung

Zu guter Letzt sollten Sie selbst wetterfeste Gartenmöbel in ein geschütztes Winterquartier schicken und besser nicht bei Minustemperaturen im Garten oder auf dem Balkon stehen lassen. Besonders die Lebensdauer von Möbeln aus Holz lässt sich so spürbar verlängern. Achten Sie aber darauf, dass Sie Ihr Mobiliar nicht im Heizraum aufbewahren. Die warme, trockene Luft fördert nämlich die Rissbildung. Haben Sie keine wetterfeste Abstellfläche und müssen die Möbel im Garten bleiben, dann sollten Sie diese mit speziellen Abdeckplanen vor Wind und Wetter schützen.

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