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Heizungstausch  Heizungstausch leicht gemacht

Glück gehabt! Marita und Hajo Studnik haben bei unserem Preisausschreiben gewonnen und können bald eine neue Heizung ihr Eigen nennen. Das Portal www.effizienzhaus-online.de hilft bei der Planung und vermittelt auch den Heizungsbauer vor Ort.

Im Einfamilienhaus von Marita und Hajo Studnik gibt es immer etwas zu tun. Besonders dringend ist der Austausch des veralteten Öl-Kessels. Foto: Buderus

PROFI-TIPP

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Der Ort Grafschaft liegt zirka zehn Kilometer von Remagen entfernt am nördlichen Zipfel von Rheinland-Pfalz. Wer sich nach Ruhe sehnt und die Landschaft der Eifel genießen möchte, ist hier genau richtig. Hajo und Marita Studnik leben seit über 30 Jahren in diesem 900-Seelen-Dorf. Als ihr Sohn geboren war, bauten sie ein Fertighaus in Holzrahmenbauweise, dessen Innenausbau sie selbst übernahmen. Hobby- Heimwerker Hajo Studnik hat seitdem immer etwas in Haus und Garten zu tun: Zuletzt ließ er das Badezimmer im Erdgeschoss modernisieren und stattete es mit einer bodenebene Dusche aus. Auch wenn die Beweglichkeit der Hausbewohner in Zukunft einmal eingeschränkt sein sollte, bietet das Badezimmer genügendt Platz und Komfort.
„Das nächstes Projekt ist die Heizung!“, gibt Hajo Studnik zu. Seit 1994 verrichtet eine Öl-Niedertemperaturheizung zuverlässig ihren Dienst im Keller des Eigenheims. Rund 2.200 Liter Heizöl benötigt der Haushalt jährlich, um die Räume auf angenehme Temperaturen zu bringen. Die Warmwasserbereitung in der Küche und den zwei Bädern übernehmen elektronische Durchlauferhitzer. „Unsere Heizung ist schon etwas in die Jahre gekommen“, erinnert sich Marita Studnik. „Einmal kamen wir nach Hause und überall war eine Bullenhitze – der Kessel hatte sich auf 80 Grad hochgefahren und dafür gesorgt, dass sich die Räume auf 25 Grad Celsius aufheizten, und zwar mitten im Hochsommer! Die Sache war uns nicht geheuer, weswegen wir unseren Heizungsfachmann baten, sich das Gerät anzusehen – er riet uns gleich zum Heizkesseltausch.“ Zudem belasten die hohen Strom- und Brennstoffkosten schön längere Zeit die Haushaltskasse. Moderne Anlagentechnik kann das ändern.

Versierte Online-Beratung

Hajo Studnik informierte sich im Internet über verschiedene Heizungsanlagen und -technologien. Bei seinen Recherchen entdeckte er auf dem Bauherrenportal des Family Home Verlages www.hurra-wir-bauen.de ein Gewinnspiel, dessen Hauptgewinn eine neue Heizanlage von Buderus war. Die Teilnehmerdaten waren schnell eingegeben, rund ein halbes Jahr später wurden Studniks als Gewinner gezogen. Nun ging es daran, das richtige Heizsystem für die Immobilie mit 110-Quadratmetern Wohnfläche zu finden. Hierzu nutzte Hajo Studnik das Internetportal www.effizienzhausonline.de von Bosch Thermotechnik. Auf der Webseite ermöglicht der sogenannte Haus-Konfigurator Besitzern von Einfamilienhäusern mehrere Sanierungsvarianten durchzuspielen, die auf ihr individuelles Budget und ihren gewünschten Gebäudestandard zugeschnitten sind. Aus rund 100.000 verschiedenen Möglichkeiten wählt das kostenlose Tool basierend auf einem Rechenkern des Fraunhofer Instituts für Bauphysik abhängig von den individuellen Eingaben des Users die optimalen Sanierungsmaßnahmen aus. „Die Eingabe unserer Daten ging schnell – ich habe weniger als eine Viertelstunde dafür gebraucht“, so Hajo Studnik, der Gebäudedaten, Energieverbräuche und Informationen über sein Heizsystem eintippte. Im zweiten Schritt erstellte Studnik verschiedene Sanierungsvarianten, die transparent machen, wann sich welche Maßnahme armortisiert und ob sie den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) gerecht werden. Er arbeitete hier mit Investitionsgrößen zwischen 10.000 und 25.000 Euro und hatte stets die beste Kosten-Nutzen-Relation im Blick. Zwar fokussierte sich der ehemalige technische Zeichner auf den Austausch seiner alten Heizung, das Portal machte ihn jedoch auch auf andere Sanierungsmöglichkeiten aufmerksam. Denn nicht nur wie die Wärme im Haus erzeugt wird, sondern auch wo sie verschwindet, sagt etwas über den energetischen Zustand eines Gebäudes aus. In der Regel entweichen viele Kilowattstunden Energie über Wärmebrücken in der Fassade oder alte, undichte Fenster. Auch Dach und Kellerwände lassen wertvolle Heizwärme nach außen „verpuffen“ – deswegen bezieht der Online-Konfigurator auch mögliche Dämmmaßnahmen in seine Berechnungen ein. Das Ergebnis: Der Austausch der veralteten Ölheizung rechnet sich am schnellsten – die Investitionskosten sind mit 8.000 Euro relativ gering, die jährlichen Einsparungen von schätzungsweise 1.100 Euro dagegen recht hoch. Als Alternative schlägt das Portal auch die Dämmung des Daches oder den Tausch der Fenster vor. Das bestätigt Marita und Hajo Studnik in ihrem Plan, die Heizung auszutauschen; weitere Sanierungsmaßnahmen an der Haushülle schließen die beiden in den folgenden Jahren jedoch nicht aus.

Kontakt zum Fachmann

Ein echter Mehrwert des Portals: Hajo Studnik kann nach getaner Arbeit die Ergebnisse des Konfigurators speichern und an Installateure vor Ort weiterleiten, um dort verschiedene Angebote einzuholen. Bosch Thermotechnik hat über effizienzhaus-online.de ein Netz von zertifizierten Fachpartnern aufgebaut, die angehende Sanierer umfassend beraten und die neue Anlagentechnik fachgerecht montieren. Dabei haben die gelisteten Handwerksbetriebe stets das Gebäude als Ganzes im Blick – denn wie groß das Energiesparpotential einer Immobilie ist, hängt nicht nur von der Anlagentechnik, sondern auch von der Gebäudehülle ab. Michael Link von der Bliersbach Haustechnik GmbH, den Hajo Studnik über die Bauprofisuche von effizienzhaus-online.de anschrieb, ist einer dieser geschulten Fachpartner. Der Heizungs- und Sanitärmeister aus Bonn begutachtete im Zuge eines Vor-Ort-Termins die bestehende Heizanlage der Familie Studnik und zeigte verschiedene Lösungen zur Heizungssanierung auf. Bei seinen Überlegungen zum neuen Heizsystem schloss der SHK-Experte eine gasbetriebene Lösung schnell aus, da am Grundstück kein Erdgas-Anschluss vorhanden war. Die Erschließung von Erdwärme mittels Wärmepumpe lehnte das Ehepaar bewusst ab, da es keine umfänglichen Bauarbeiten in seinem schmucken Garten vornehmen lassen wollte. Schnell bestätigte sich die Berechnung von effizienzhaus-online.de, dass ein neuer Öl-Brennwertkessel die effizienteste Lösung darstellen würde. „Zusätzlich könnte man noch mit zwei Solarkollektoren auf dem Dach in den sonnenreichen Monaten zuheizen“, überlegt Link und führt weiter aus: „Dazu müsste man die Warmwasserbereitung zentralisieren und einen zusätzlichen Pufferspeicher ergänzen.“ Außerdem soll eine neue Hocheffizienzpumpe die neue Anlage optimieren. Die neue Generation der Umwälzpumpen verbraucht wesentlich weniger Strom als die alte, da sie modulierbar ist. Das bedeutet, dass die Heizungspumpe ihre Drehzahl dem Heizbedarf anpasst und sich herunterreguliert, sobald die Thermostatventile an den Heizkörpern zugedreht sind.

Heizkörper-Check

Michael Link prüft neben den Geräten im Heizungskeller auch die Heizkörper und Thermostate in den Wohnräumen. Der Sitz der Ventile bereitet ihm Sorge: „Die Ventile haben schon einige Jahre hinter sich und funktionieren nicht mehr einwandfrei – am besten wir tauschen sie gleich mit aus.“ Die acht Heizkörper aus dem Baujahr 1978 können weiterhin ihren Dienst verrichten. Der Heizungs- und Sanitärmeister lotet weitere Energieeinsparmöglichkeiten aus: „Die alten Fenster haben einen hohen Wärmedurchgangskoeffizienten. Moderne dreifach isolierte Fensterlösungen kommen auf einen U-Wert von nur 0,6 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m²K)“. Sollten Studniks später einmal ihre alten Holzfenster austauschen, lässt sich die neue Heizung auch an diese geänderten Rahmenbedingungen anpassen. Auch hierzu hatte der Haus-Konfigurator von effizienzhausonline. de bereits erste Erkenntnisse geliefert und eine Dachdämmung oder Fenstererneuerung vorgeschlagen.

Zeitsprung im Heizungskeller

Nun geht es ganz schnell: Die neue Heizung soll noch vor Beginn der Heizsaison im Eigenheim des Ehepaares Platz finden. „Ich werde das im Einzelnen durchrechnen“, verabschiedet sich der Buderus-Fachpartner Michael Link. Sein Ziel steht fest: Der für einen Zweipersonenhaushalt hohe Stromverbrauch von 6.000 Kilowattstunden jährlich soll ebenso wie der Heizölverbrauch gesenkt werden. Erstes kann durch eine zentrale Warmwasserbereitung gesenkt werden, zweites durch eine moderne Öl-Heizung. Für welches System sich Marita und Hajo Studnik entscheiden, lesen Sie demnächst in „Renovieren + Energiesparen“.

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