Datensicherheit im Smart Home – Sicher ist unsicher

Das Internet ist unsicher. Da sind sich die meisten Nutzer einig. Wie sicher sind Smart-Home-Systeme, die die Daten ja zum Teil über das Internet transportieren? Und was ist mit den Nutzerdaten? Wir haben für Sie die unterschiedlichen Systeme verglichen.

17.09.2018

Wie sicher ist das Internet? Über diesen Weg werden schließlich unter anderem viele Smart-Home-Daten transportiert. Die Fragen Sicher oder Unsicher haben 77 Prozent der befragten Nutzer eindeutig mit Unsicher beantwortet. Zumindest wenn es nach der Statistik geht, die in diesem Jahr von Statista erhoben wurde. Danach votierten gerade einmal 21 Prozent für die Antwortmöglichkeiten Sehr
sicher
oder Sicher. Damit ist eigentlich alles klar. Nach der vorherrschenden Meinung sind alle Daten, die über das Internet „fließen“ unsicher. Aber bislang wirkte die Gefahr, die aus Datenmanipulation rührte, eher fern. Bis zu diesem Tag. Denn wer am 12. und 13. März 2017 versuchte mit der Bahn zu fahren, erlebte ungewöhnliches: Entweder waren die blauen Anzeigentafeln ausgeschaltet oder es prangte eine Lösegeldforderung von Hackern darauf. Die Bahn setzte wieder auf Stift und Papier.

Sind Hacks Alltag?

Ebenfalls auf diese althergebrachten Arbeitsmittel setzt das englische NHS, das staatliche Gesundheitssystem im Vereinigten Königreich. Dort waren wichtige Systeme von der weltweiten Cyberattacke betroffen. Krankenhäuser und Arztpraxen mussten teilweise Patienten wieder nach Hause schicken und Operationen verschieben. In einigen Landesteilen wurde die Bevölkerung aufgefordert, nur in Notfällen in die Einrichtungen des NHS zu kommen. Von Todesfällen in diesem Zusammenhang ist nichts bekanntgeworden. „Aktuelle IT-Sicherheitsvorfälle und Cyber-Angriffe mit Ransomware wie ‚WannaCry‘ haben gezeigt, wie verwundbar unsere digitalisierte Gesellschaft ist,“ sagte dazu Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Spätestens seit diesen Attacken wird es Zeit, sich Gedanken über die Datensicherheit bei den heimischen Smart-Home-Systemen zu machen. Fragen wie „Wo speichert mein System meine Daten?“ und „Gibt es eine Verschlüsselung?“ kommen dem Smart-Home-Nutzer auf einmal in den Sinn. Ein wichtiges Element ist unter anderem die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die bereits von vielen Smart-Home-Anbietern unterstützt wird. Damit werden die Daten auf Senderseite, das kann zum Beispiel die Handy-App sein, verschlüsselt und auf Empfängerseite (zum Beispiel dem Cloud-Server des Anbieters) wieder entschlüsselt. Ein Angriff ist so meist nur direkt an einem der Enden (Handy/Tablet oder Anbieter-Server) für einen möglichen Hacker erfolgversprechend.

„Durch eine sorgfältige Abschottung des Systems erhöht man die Sicherheit vor Angreifern,“ empfiehlt der ZVEI, der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Die kann gegen einen physischen oder datentechnischen Zugang erfolgen, setzt die Lobbyorganisation der Elektroindustrie nach: „Sofern es möglich ist, sollten Sie alle Geräte und Kommunikationsleitungen so anbringen, dass Unbefugte keinen direkten Zugriff haben. Im Wohnbereich stellen Sie dies im Regelfall dadurch sicher, dass Sie diese ausschließlich im Innenraum anbringen.“ Wichtiger scheint aber, den datentechnischen Zugang zu unterbinden. Für den ZVEI ist dabei ebenfalls die Verschlüsselung und Authentifizierung von höchster Wichtigkeit: „In der Gebäudeautomation stehen hierfür verschlüsselte Datenprotokolle zur Verfügung (z. B. KNX Data Security,
verfügbar ab ETS 5.5).“

Unsere Übersicht: So sicher sind Smart-Home-Systeme.

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