Treppenplanung – So planen Sie Ihre neue Treppe

Eine solide Treppenplanung ist das A und O. Sollten Sie beabsichtigen, bei Ihnen zuhause eine neue Treppe einzubauen, dann sei Ihnen hiermit ans Herz gelegt, dass Sie sich für die Planung ausreichend Zeit nehmen. Denn oft wird bei der Planung einer Treppe außer Acht gelassen, dass Treppen nicht nur einen zweckmäßigen und funktionalen Charakter haben: Treppen beeinflussen auch zu einem nicht unerheblichen Teil das Wohnambiente. Informieren Sie sich jetzt rund um das Thema Treppenplanung.

03.03.2016
Der Sicherheit dienlich sind runde Handläufe, die sicher zu umgreifen sind. Eine Stufendicke von über sechs Zentimeter und ein Radius zwischen zwei bis zehn Millimetern bei den Stufenvorderkanten reduzieren die Risiken und somit die Unfallhäufigkeit. Bild: Kenngott | Zur Fotostrecke

Zusammenfassung:

  • Bei der Treppenplanung gilt es, ein besonderes Augenmerk auf das Thema Komfort und Sicherheit zu legen.
  • Zu den Treppen-Grundformen gehören gerade, viertelgewendelte und halbgewendelte Treppen. 
  • Bei der Planung einer Treppe empfiehlt es sich, auf ausreichenden Schallschutz zu achten.

Bei der Treppenplanung müssen einige wichtige Punkte beachtet werden: Als allererstes gilt es bei der Planung von Treppen ein besonderes Augenmerk auf das Thema Komfort und Sicherheit zu legen. Des Weiteren spielen natürlich das Design und Aussehen sowie der Schallschutz der Treppe eine wichtige Rolle. Zu guter Letzt dürfen bei der Treppenplanung auch baurechtliche Vorschriften nicht außer Acht gelassen werden.

Treppenplanung für Komfort und Sicherheit

Bei der Treppenplanung gilt es, sich intensiv mit dem Komfort und der Sicherheit der Treppe auseinanderzusetzen. Komfort und Sicherheit bedingen sich gegenseitig: Ist eine Treppe komfortabel, dann ist sie für Hausbewohner und Gäste meist auch sicher zu begehen. Ausschlaggebend für den Komfort Ihrer neuen Treppe ist das richtige Steigungsverhältnis. Das Steigungsverhältnis leitet sich aus dem Verhältnis von Stufenhöhe zu Auftrittsbreite (Tiefe der Stufen) ab.

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Sicherheit geht vor!

  • Eine Treppe sollte auch bei weniger guten Lichtverhältnissen sicher und komfortabel zu begehen sein.
  • Eine Treppe muss auch bequem und sicher von Kindern oder von gehbinderten Menschen genutzt werden können.
  • Auch wenn einmal größere Dinge tranpsortiert werden müssen, sollte immer ein freier Blick auf die Stufen gewährleistet sein.

Die Experten vom TÜV SÜD empfehlen hier ein Verhältnis von 17 zu 29 Zentimetern. Daraus ergibt sich, abhängig von der Geschosshöhe, schließlich die Anzahl der Treppenstufen. Ein weiterer Sicherheitsfaktor: Alle Stufen müssen denselben Abstand zueinander einhalten. Wichtig wird dies, wenn es darum geht, den richtigen Bodenbelag unter- und oberhalb der Treppe zu wählen. Auch die Breite der Treppe ist entscheidend für Komfort und Sicherheit. Denn durch eine angemessene Treppenbreite ist eine Treppe nicht nur bequem zu begehen, sie eröffnet auch Transportwege, wenn zum Beispiel das neue Sofa in das oberste Stockwerk gebracht werden soll. Wie breit eine Treppe mindestens sein muss, regelt die DIN-Norm 18065. Abhängig von den baulichen Rahmenbedingungen, muss sie mindestens 80 Zentimeter oder einen Meter breit sein. Mindestens 90 Zentimeter muss ein Treppengeländer laut Bauvorschrift hoch sein und der Abstand zwischen den einzelnen, vertikal verlaufenden Streben oder Stützen darf nicht mehr als zwölf Zentimeter betragen, damit Kinder nicht durchrutschen können. Innerhalb einer Wohnung sind auch horizontale Geländerstäbe erlaubt. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass diese Kinder zum Klettern verleiten können, was ein nicht unwesentliches Risiko darstellt. In keinem Fall sollte ein Geländer scharfkantige Eisen- oder Stahlteile aufweisen. Der Handlauf sollte, wenn möglich, an beiden Wangen der Treppe angebracht werden. Dadurch erhalten Kinder und Senioren zusätzliche Sicherheit. Dabei gilt: Die Mindestbreite der Treppe muss zwischen den beiden Handläufen gegeben sein.

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DIN-Norm für den Treppennbau

Die DIN-Norm 18065 regelt die Konstruktion und Ausführung von Treppen. Die Norm regelt unter anderem die zulässige Steigung, Breite und Auftritt einer Treppe und macht Angaben zum Treppengeländer und zu Treppenpodesten.

Treppenplanung und Design

Das Design und Aussehen einer Treppe ist natürlich ein zentraler Bestandteil der Treppenplanung. Egal, ob Spindeltreppe, Mittelholmtreppe oder Bodentreppe: gut aussehen und zum restlichen Einrichtungsstil passen muss Ihre Wunschtreppe allemal. Ein Blick in die Kataloge einschlägig bekannter Treppenhersteller genügt, um sich zu vergewissern, dass der moderne Treppenbau eine Vielzahl von zum Teil höchst unterschiedlicher Treppenformen zu bieten hat. Zu den Grundformen gehören die geraden, die viertelgewendelten und die halbgewendelten Treppen. Daneben gibt es noch jede Menge spezieller Formen und Ausführungen. Hinzu kommt, dass sich jede Treppe noch mit Podesten, Winkeln oder gerundeten Stufen individuell anpassen lässt. Bedenken Sie, dass nicht jede Treppe aufgrund ihrer Abmessungen für jedes Gebäude beziehungsweise jeden Grundriss geeignet ist. So ist der Platzbedarf von Podesttreppen zum Beispiel groß, der von halbgewendelten und Spindeltreppen dagegen gering.

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Treppenplaner

Fast jeder namhafte Treppenbauer bietet heute einen Online-Treppenplaner, einen Online-Treppenkonfigurator oder eine spezielle Treppenplaner-Software. Damit können Kunden in wenigen Schritten ihre Wunschtreppe spielend leicht und kostenlos von zuhause aus entwerfen. Hier eine kleine Auswahl hilfreicher Treppenplaner namhafter Unternehmen:

Auch in punkto Material können Sie bei der Planung aus dem Vollen schöpfen: Holztreppen, Steintreppen und Stahltreppen hält der Markt zur Auswahl bereit. Auch eine Kombination der Materialien ist durchaus denkbar.

Treppenplanung und Schallschutz

Bei der Treppenplanung sollten Sie immer auch das Thema Schallschutz im Hinterkopf behalten. Schallschutz bei einer Treppe ist nichts anderes als der Schutz vor störendem Trittschall, der sich im gesamten Gebäude verbreiten kann und an den Nerven der Hausbewohner zehrt. Der moderne Treppenbau stellt heute genügend technische Möglichkeiten zur Verfügung, mit denen sich Trittschall effektiv bekämpfen lässt. Elastische Stufenbeläge oder schalldämmende Wandanker sind zum Beispiel hilfreiche Produkte, um den Schallschutz im Haus spürbar zu verbessern. Unser Tipp: Suchen Sie den Konktat zu einem erfahrenen Treppenbauer, um schon während der Planungsphase das Thema Schallschutz zu klären.

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