Sie befinden sich hier: Energiesparen Photovoltaik Solarstromspeicher

Solarstromspeicher – Solarstrom speichern und Förderung erhalten!

Ein Solarstromspeicher, mit dem sich der klimafreundliche Solarstrom einer Photovoltaikanlage bevorraten lässt, war bislang eine Investition, die hauptsächlich von Idealisten getätigt wurde. Doch aufgrund massiver Kürzungen, die der deutsche Gesetzgeber vor einiger Zeit bei der Einspeisevergütung beschlossen hat, wird der Eigenverbrauch von solar erzeugtem Strom nun auch für kühle Rechner immer attraktiver. Erfahren Sie hier, warum es sich bezahlt machen kann, wenn Sie Ihre Photovoltaikanlage mit einem Solarstromspeicher koppeln.


Wenn Sie Ihre Photovoltaikanlage mit einem Solarstromspeicher koppeln, können Sie Ihren Eigenverbrauch von Solarstrom deutlich erhöhen. Hausbesitzer, die in eine Solaranlage mit Speicher investieren möchten, können ihre Kosten durch die Inanspruchnahme einer Förderung im Zaume halten. So unterstützt Sie zum Beispiel die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen des Förderprodukts „Erneuerbare Energien – Speicher“ mit einem zinsgünstigen Kredit und mit einem Tilgungszuschuss aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Foto: Powerwall von Tesla

PROFI-TIPP

PROFI-TIPP

Büdenbender Musterhaus Satchmo Außenansicht

Bauinteressierte, die noch auf der Suche nach dem richtigen Fertighaus-Unternehmen sind, können unseren speziellen Service nutzen und sich gerne von den Angeboten in unserer Traumhaussuche inspirieren lassen oder Kontakt zu Herstellern in ganz Deutschland aufnehmen, um weiteres Informationsmaterial anzufordern.

Zusammenfassung:

  • Solarstromspeicher machen Hausbesitzer, die einen Teil ihres Strombedarfs solar mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugen, unabhängig von Strom aus der Steckdose und schützen vor steigenden Stromkosten.
  • Solarstrom zu speichern, um damit den eigenen Energiebedarf zu decken, ist heute bereits günstiger als Strom vom Energieversorger.
  • Ein gewisser Grad von Eigenversorgung mit solar erzeugtem Strom ist auch ohne Solarstromspeicher möglich. Mit einem Stromspeicher lässt sich jedoch größtmögliche Energieautarkie erzielen.
  • Die meisten Solarspeicher basieren auf Blei-Akkus oder Lithium-Ionen-Batterien.
  • Ob sich ein Solarstromspeicher über die Jahre bezahlt macht, hängt von den individuellen Gegebenheiten vor Ort und einer vernünftigen Planung durch die ausführenden Fachbetriebe ab.
  • Mit einer staatlichen Förderung können die Kosten für den Speicher etwas gesenkt werden.

Ein Solarstromspeicher, auch Solarbatterie, Solarspeicher, Batteriespeicher oder einfach nur Stromspeicher genannt, erlaubt es den Besitzern einer Solaranlage, ihren Eigenverbrauchsanteil an solar erzeugtem Strom zu erhöhen und sich dadurch größtmögliche Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen zu verschaffen. Doch was genau sind Solarstromspeicher und wie genau funktioniert die noch wenig verbreitete Solartechnik? Und fast noch wichtiger: lohnt sich die Installation einer Photovoltaikanlage inklusive Speicher für den Hausbesitzer überhaupt?

Solarstromspeicher und ihre Bedeutung für die Energiewende

Die Bundesregierung verfolgt ein hehres Ziel: Bis zum Jahr 2050, so der mehr als ambitionierte Plan, soll die Energieversorgung in Deutschland zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien bestritten werden. Dieser Transformationsprozess kann aber nur gelingen, wenn neben dem massiven Zubau von Windkraft- und Solaranlagen, weitere Voraussetzungen erfüllt werden: So gibt es zum umstrittenen Ausbau der deutschen Stromnetze und dem Aufbau ausreichend großer Speicherkapazitäten für die anfallenden Stromüberschüsse keine Alternative. Den Speichern kommt dabei die wichtige Aufgabe zu, die wechselnden Lastverhältnisse im Verteilernetz auszugleichen – nachts scheint nun mal keine Sonne und Wind weht auch nicht an allen Tagen! Neben großen zentralen Speicherkapazitäten, wie etwa Pumpspeicherkraftwerke oder sogenannte Power-to-Gas-Anlagen, richtet die Bundesregierung den Fokus auch auf dezentrale Speicherlösungen, wie die kleinen privaten Solarstromspeicher.
Private Solarstromspeicher haben also einen doppelten Nutzen: Zum einen sind Stromspeicher unverzichtbar, um wechselnde Lastverhältnisse auszugleichen und damit das deutsche Stromnetz zu stabilisieren. Zum anderen macht ein Speicher seinen Betreiber unabhängig von Strom aus der Steckdose und schütz damit gleichzeitig vor steigenden Stromkosten.

Eigenverbrauch statt Netzeinspeisung

Die Zahlen sprechen eine mehr als deutliche Sprache: Für viele Hausbesitzer, die sich mit dem Gedanken tragen, ihr Erspartes in eine Photovoltaikanlage zu investieren, ist der Eigenverbrauch solar erzeugten Stroms heute bereits günstiger, als der Strom aus der Steckdose. Dies hat vor allem zwei Gründe. Zum einen erhöhte sich der durchschnittliche Strompreis in den zurückliegenden Jahren massiv. Musste ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 5.000 Kilowattstunden (kWH) Strom im Jahr 2007 noch 992 Euro bezahlen, kostete dieselbe Menge Strom 2014 bereits 1.422 Euro. Ein gewaltiger Anstieg um 430 Euro beziehungsweise um 43 Prozent! Zum anderen führten kontinuierliche Kürzungen bei der auf zwanzig Jahre garantierten Einspeisevergütung zu sinkenden Gewinnen bei der Netzeinspeisung von Solarstrom. Konnten sich die Betreiber einer Photovoltaikanlage (Dachanlage mit bis zu 10 kW Leistung), die im Jahr 2004 ans Netz ging, noch über 57,40 Cent/kWh Einspeisevergütung freuen, gibt es für Anlagen, die ihre Produktion nach dem 1. April 2016 aufgenommen haben, nur noch magere 12,31 Cent pro kWh.

Eigenversorgung ohne Solarstromspeicher

Hausbesitzer, die den von ihrer Photovoltaikanlage produzierten Solarstrom vorrangig für den Eigenverbrauch verwenden und nur die überschüssige Energie in das öffentliche Netz einspeisen möchten, können dies auch ohne (Zwischen-)Speicherung in einer Batterie tun. Hat die Anlage auf dem Dach die richtige Ausrichtung und ist sie mit einem entsprechenden Energiemanagement ausgestattet, kann auch ohne Solarstromspeicher eine Selbstversorgung von 35 Prozent und mehr erzielt werden! Und liefert die Solaranlage zu wenig oder gar keinen Strom, dann wird die Deckung des Strombedarfs über die Steckdose gewährleistet.

Solarstromspeicher für mehr Unabhängigkeit

Fest steht, wer seine Photovoltaikanlage mit einem Solarstromspeicher verbindet, der kann seinen Eigenverbrauch – und damit auch die Unabhängigkeit von seinem Energieversorger – auf bis zu 70 Prozent steigern. Manche Hersteller von Solarstromspeichern stellen sogar eine Eigenverbrauchsquote von bis zu 90 Prozent in Aussicht.
Um mit einer Photovoltaikanlage eine größtmögliche Energieautarkie zu erzielen, sind private Kraftwerksbetreiber aber nicht nur auf einen Solarstromspeicher, sondern auch auf ein intelligentes Energiemanagement angewiesen. Denn Stromproduktions- und Stromverbrauchszeiten klaffen mitunter stark auseinander. Besonders morgens und abends, wenn der Bedarf an elektrischer Energie in Regel am höchsten ist, erweist sich die Sonne als wenig verlässlicher Partner. Ein Energiemanagementsystem verknüpft die Photovoltaikanlage, die Wechselrichter, den Stromspeicher und das öffentliche Stromnetz zu einer Einheit und überwacht den Stromertrag der Anlage, den aktuellen Strombedarf und den Ladezustand der Batterie. Vorrang hat dabei immer der Eigenverbrauch. Das heißt, die Stromüberschüsse der Photovoltaikanlage werden dazu verwendet, den Energiebedarf des Haushalts direkt zu decken, mit den Überschüssen den Solarspeicher zu laden und, sollte die Speicherkapazität ausgeschöpft sein, elektrischen Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen.

Solarstromspeicher: Blei-Akkus und Lithium-Ionen-Speicher

Solarstromspeicher gibt es vielen unterschiedlichen Ausführungen. In Deutschland verrichten die meisten Batteriespeicher jedoch entweder auf der Basis der Blei- oder aber Lithium-Ionen-Technologie ihren Dienst. Für die qualitative Bewertung einer Batterie müssen Kenngrößen wie Speicherkapazität, Entladetiefe, Lebensdauer, Wirkungsgrad und weitere miteinander verglichen werden.
Blei-Akkus sind bei vielen Solarteuren und Hausbesitzern so beliebt, weil es sich bei Solarstromspeichern mit Blei um einen altbewährten Batterietyp handelt, der zuverlässig seine Arbeit verrichtet und deutlich weniger Geld in der Anschaffung verschlingen als die Konkurrenz mit ihrer Lithium-Ionen-Technologie. Ein großer Nachteil von Blei-Akkus ist ihre geringe maximale Entladungstiefe von nur 50 bis 60 Prozent. Das heißt, dass die Speicherkapazität der Batterie nur etwa zur Hälfte ausgekostet werden kann, ohne dass sie Schaden nimmt: Um eine Kilowattstunde Solarstrom bevorraten zu können, müssen zwei Kilowattstunden Speicherkapazität frei sein. Des Weiteren sind die Lebensdauer und der Wirkungsgrad dieses Batterietyps niedriger als bei einem Lithium-Ionen-Speicher.
Lithium-Ionen-Speicher haben eine deutlich höhere Lebensdauer als Blei-Akkus und arbeiten gut und gerne bis zu 20 Jahre. Auch die maximale Entladungstiefe ist mit 80 bis 90 Prozent deutlich höher. Allein die Kosten sprechen gegen den Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien. Ein Lithium-Ionen-Speicher kostet fast doppelt so viel wie ein Blei-Akku. Allerdings, und das lässt aufhorchen, haben sich die Preise schon merklich verringert. Im Jahr 2015 lag der Preisverfall bei nahezu 30 Prozent. Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren weiter fortsetzen könnte.

Lohnen sich Solaranlagen mit Stromspeicher?

Was kostet ein Solarstromspeicher? Mit der Antwort auf diese Frage entscheidet sich, ob sich die hohen Kosten für die Installation einer Solaranlage mit Batterie überhaupt rechnen und ob die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen gesichert ist. Fest steht, dass der Sonnenstrom vom eigenen Dach heute bereits nur noch etwa halb so teuer ist wie der Strom der Energieversorger. Jede Kilowattstunde, die nicht mehr bei einem großen Anbieter gekauft werden muss, trägt also zur Rendite der Anlage bei. Aufgrund der wohl auch in Zukunft weiter steigenden Stromkosten, Fördermittelreduzierungen für solar erzeugten Strom und sinkender Preise für Solartechnik, wird der Eigenstromverbrauch wahrscheinlich weiter an Bedeutung gewinnen. Defintive Klarheit darüber, ob sich die Investition in einen Speicher für Hausbesitzer wirtschaftlichen bezahlt macht, können aber nur die exakten Berechnungen durch einen der vielen Fachbetriebe für Solartechnik geben.
Die Kosten für einen Solarstromspeicher lassen sich entweder anhand des reinen Gerätepreises oder anhand der Kosten pro gespeicherte Kilowattstunde Solarstrom beziffern. Für Hausbesitzer ist im Grunde aber nur der Preis pro gespeicherte Kilowattstunde relevant. Günstige Angebote für Solarspeicher sind bereits für 20-30 Cent pro kWh zu haben. Gut und gerne können die Kosten aber auch bei 50-60 Cent pro kWH liegen.

Förderung für Solarspeicher

Hausbesitzer, die sich eine Photovoltaikanlage mit Solarstromspeicher kaufen möchten, können sich die Finanzierung ihrer Anlage mit der Inanspruchnahme einer staatlichen Förderung etwas leichter machen. Seit März 2016 hat die deutsche Bundesregierung die Förderung durch die KfW-Bank von Solarstromspeichern wieder aufgenommen und übernimmt durch einen attraktiven Tilgungszuschuss bis zu 25 Prozent der Kosten. Wie hoch die staatliche Förderung im Einzelnen ausfällt, hängt vom Preis des Speichers, der Leistung der Photovoltaikanlage und dem Zeitpunkt der Antragsstellung ab – die Förderung ist nämlich degressiv angelegt! Wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) mitteilt, sinkt die Unterstützung in fünf halbjährlichen Stufen von anfangs 25 Prozent auf nur noch 10 Prozent zum Ende der Förderung im zweiten Halbjahr 2018.

13 Bewertung(en)

ÄHNLICHE ARTIKEL

Aktionshaus

Ausstattungspaket Photovoltaik

Passen Sie Ihr FamilyHome-Aktionshaus Ihren individuellen Bedürfnissen an: Zum Beispiel mit dem Ausstattungspaket „Photovoltaik“. Ausstattungspaket Photovoltaik


Photovoltaik

Das Energiespar-Paket

Energiespeicher machen Photovoltaik-Anlagenbetreiber vom Energieerzeuger zum Energieversorger. Energy Package


Mediadaten

Schaltungsempfehlungen

Hier finden Sie Ihre Schaltungsempfehlungen für unsere Magazine. Schaltungsempfehlungen


Photovoltaik

Solarenergie in Solarstrom umwandeln

Mit Hilfe von Photovoltaik lässt sich klimafreundlicher Strom gewinnen. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum Thema Photovoltaik & Photovoltaikanlagen. Photovoltaik


Energiesparhäuser

Energieplushaus-Schick in Stuttgart

Das Luxhaus Musterhaus „open“ in der Fertighaus-Ausstellung Eigenheim & Garten in Fellbach. Luxhaus „open“



EXPERTENRAT

Ratgeber, Tipps und Infos rund um Hausbau und Sanierung

Zum Expertenrat

MUSTERHAUSLISTE

Informieren Sie sich bei einem Besuch eines Musterhauses vorab über das Angebot der Hersteller.

Zur Musterhausliste

ePAPER

Lesen Sie unsere aktuellen Magazine kostenlos als ePaper.


Musterhäuser

Ausgabe: 2015 / 2016

Jetzt lesen
Epaper Musterhäuser Ausgabe 2015/2016

Baulexikon

Photovoltaik

Photovoltaik ist eine Technik, um aus der eingestrahlten Sonnenenergie elektrischen Strom zu gewinnen. In Solarzellen werden unter der Zufuhr von Licht positive und negative Ladungsträger freigesetzt und dadurch Gleichstrom erzeugt.

Wechselrichter

Der Wechselrichter (auch „Inverter“ genannt) ist ein zentraler Baustein jeder Photovoltaikanlage. Er wandelt den von den Solarmodulen produzierten Gleichstrom in netzüblichen Wechselstrom (Drehstrom) um. Drei Arten von Wechselrichtern netzgekoppelter Photovoltaikanlagen lassen sich unterscheiden: Modulwechselrichter, Stringwechselrichter und Zentralwechselrichter. Stringwechselrichter sind die am häufigsten anzutreffenden Wechselrichter.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad drückt das Verhältnis zwischen zugeführter und abgegebener Leistung aus.

Kilowatt Peak

Das Leistungsvermögen einer Photovoltaikanlage wird in Kilowatt Peak (Kp) oder auch Watt Peak (Wp) angegeben. Dabei beschreibt Peak die größtmögliche Leistung der Anlage. Diese wird aber nur unter Idealbedingungen im Labor erreicht. So gibt ein Photovoltaikmodul mit 170 Wp unter Laborbedingungen 170 Watt Leistung ab. 1.000 Kilowattstunden Sonnenenergie, die sich in Deutschland pro Jahr und Quadratmeter erzielen lassen, entsprechen in etwa der in 100 Litern Heizöl oder in 100 Kubikmetern Erdgas gebundenen Energie.