Markise – Markisen schützen im Sommer vor direkter Sonneneinstrahlung, und können auch im Winter nutzen

Das Haus steht. Der Garten ist angelegt. Nun könnte sich eigentlich die Erholung einstellen. Aber das klappt nur eigentlich, denn un-eigentlich ist es auf der gerade erst angelegten Terrasse viel zu heiß, um im Sommer dort zu verweilen. Tagsüber brennt die Sonne, abends wird es vielleicht jedoch zu frisch, um ungeschützt draußen zu bleiben. Auch fürchten viele die Unbeständigkeit des Wetters und laden vorsorglich niemanden zum Grillen ein, denn wenn es urplötzlich regnen würde, gäbe es in den Innenräumen nicht genügend Platz für alle Gäste.

22.06.2021
Symbolbild Markise
Wer nicht bereits bei der Konzeption von Haus und Dach an einen Versatz gedacht hat, der eine fest verdachte Veranda bildet, wird wahrscheinlich eine Markise anbringen. Sonnensegel und Sonnenschirme sind hingegen eher ungeeignet für den langfristigen Einsatz. Foto: pixabay.com © Counselling (CC0 Public Domain)

Die Lösung all dieser Herausforderungen könnte eine Markise sein. Was den Klassiker von speziellen Modellen, wie etwa einer Wintermarkise, unterscheidet, verrät dieser Ratgeber.

Das ist beim Kauf einer Markise zu beachten

Die Grundfunktion einer Markise ist klar: Sie soll diejenigen, die auf der Terrasse verweilen, vor Sonne schützen. Doch moderne Markisen, die heute verkauft werden, können viel mehr. Sie fungieren als Sichtschutz und schützen vor UV-Strahlen. Wer lange Freude an der Markise haben möchte, sollte beim Kauf auf diese Aspekte achten:

  • Wandhalterung: Wandhalter sind dafür zuständig, dass die Markise sicher an der Wand hält. Sie stellen eine solide Verbindung zum Mauerwerk da. Je größer die Markise ist, desto wichtiger wird die Wandhalterung, denn die Kräfte sind bereits bei einem minimalen Windstoß beachtlich. Achtung: Die Wandhalterung muss zum Material der Hausmauer passen. Vor allem Wände aus Porenbeton, wie beispielsweise Gasbeton, brauchen eine spezielle Konstruktion, einen Vorbau oder spezielle Porenbetondübel oder Hinterschnittdübel, um eine solide Wandmontage zu ermöglichen.
     
  • Verbindungsteile: Wichtig für eine langlebige Konstruktion sind die Gelenkarme, die im besten Fall aus Aluminium bestehen. Im Fachjargon ist häufig von sogenannten „stranggepressten“ Aluminiumgelenken die Rede, die stabil und abriebfest sind und damit allen möglichen Wetterkapriolen trotzen können. Zum Vergleich: Eine Blechkonstruktion könnte sich bei starkem Wind schneller verbiegen.
Symbolbild Markise
Foto: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)
  • Antrieb: Mit Blick auf den Antrieb ist in ein Seil- oder Kettenmodell zu unterscheiden. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Federn in den Gelenkarmen unter Spannung stehen, das Ausfahrprofil nach außen drücken und das Markisentuch spannen. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich elektrische Antriebe für die Markise. So lässt sich der Sonnenschutz auf Knopfdruck ausführen. Auch die Verbindung mit der Smart-Home-Technologie ist bei einigen Systemen möglich. Zudem lassen sich Wind-, Regen- und Windwächter installieren, die vollautomatisch die Markise ein- und ausfahren. Diese Funktionen sind mitnichten eine rein technische Spielerei. Sie verlängern die Lebensdauer der Markise, die seltener Wind und Wetter ausgesetzt ist, weil die Technik die Markise rechtzeitig einfahren lässt.
     
  • Stoff: Moderne Markisenstoffe werden immer häufiger mit Scotchgard oder Teflon beschichtet. Diese Stoffvarianten sind nicht nur schmutzabweisend, sondern sie halten auch leichtem Regen stand, ohne direkt komplett durchnässt zu sein. Wer eine besonders dichte Markise möchte, sollte auf sogenannte „Waterproof“-Modelle achten, die ähnlich wie eine Regenjacke mit einer Wassersäule versehen sind. Die besten Stoffe am Markt sind sogenannte Acrylstoffe, die vor der Produktion durchgefärbt wurden und als „spinndüsengefärbt“ bezeichnet werden. Sie sind leicht an Gewicht und strahlend in den Farben. Darüber hinaus sind sie wetter- und lichtfest und bieten einen hohen UV-Schutz. Die Markise sollte dann mit einem Volant abschließen. Das verlängert die Haltbarkeit.
Symbolbild Markise
Foto: pixabay.com © Masson-Wintergarten (CC0 Public Domain)

Das Spezialmodell: die Wintermarkise

Die Wintermarkise ist nicht etwa schnee- und frostsicher, sondern schützt nicht freischwebend vor Sonne, sondern umgibt einen Terrassenvorbau oder einen Wintergarten. Wintermarkisen lassen sich innen- und außenliegen montieren, sind gut geeignet für die Beschattung von Wintergärten und kommen auch über Pergolen und Terrassendächern zum Einsatz.

Dadurch, dass die Wintermarkise oder Wintergartenmarkise nicht freischwebend ist und auf Gelenkarmen ruht, sondern sich meist an der Terrassenüberdeckung oder am Wintergarten auf und ab bewegt, unterscheidet sich die Konstruktion. In Führungsschienen ist das Gegenzugsystem untergebracht. Auch die Aufwickelvorrichtung und der Markisenkasten können dezenter ausfallen, was meist an der geringeren Breite der Markise liegt.

Anstatt einer Wandhalterung wird eine Wintermarkise meist direkt per Dachhalterung fixiert. Wickeltrommeln an den Seiten sorgen dafür, dass das Tuch ordentlich und gleichmäßig aufgewickelt wird. Wintermarkisen in geknickter Form brauchen zusätzliche Umlenkpunkte. Hier kommen je nach Ausfall spezielle Windlastträger zum Einsatz.

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