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WPC-Terrassendielen  Die etwas anderen Terrassendielen

Der Sommer naht, aber die passende Terrassendiele fehlt Ihnen noch. Doch Natursteinplatten und Echtholzdielen überzeugen Sie nicht wirklich. Wie wäre es mit WPC-Terrassendielen? Was bedeutet WPC und was sind die Vor- und Nachteile?

Die Dielen von megawood bestehen zu über 70 Prozent aus Holz, veredelt mit Polymer-Technologien. Dadurch sind sie laut Hersteller sehr widerstandsfähig und langlebig. Außerdem ist die Zeit der schmerzhaften Holzsplitter vorbei und die WPC Terrasse lässt sich barfuß genießen. Foto: Megawood/djd

PROFI-TIPP

PROFI-TIPP

Der Boden auf Ihrer Terrasse sticht Ihnen unangenehm ins Auge – Zeit für eine Erneuerung, zum Beispiel mit WPC-Terrassendielen. Denn was gibt es Schöneres, als nach einem anstrengenden Tag die Abendsonne im Garten zu genießen? Eine WPC Terrasse macht Ihr Gartenidyll perfekt, denn sie vereint die Vorzüge von Holz und Kunststoff. Nehmen Sie es also in die Hand und berücksichtigen Sie bei der  Gartenplanung auch gleich den Untergrund, auf dem neue, vielleicht sogar ausgefallene Gartenmöbel ihr Plätzchen finden. Wer bereits in den ansehnlichen Genuss von Terrassendielen aus Holz gekommen ist, der weiß, wie schnell diese verwittern und vergrauen. Denn leider beeinflussen Wind und Wetter, Insekten und andere Schädlinge auf Dauer das Terrassenholz. Dennoch wollen Sie den schönen Anblick und das Gefühl, barfuß über den warmen Holzboden zu laufen, nicht missen. WPC schafft hier einen Kompromiss.

WPC-Terrassendielen: Was ist WPC?

WPC steht für „Wood-Plastic-Composite“, also Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff. Wie der Name schon verrät, bestehen WPC-Terrassendielen aus Holz in natürlicher und recycelter Form, Kunststoffen und weiteren Zusatzstoffen. Der Anteil an Holz beträgt dabei zwischen 50 und 90 Prozent. Hauptsächlich werden Sägenebenprodukte mit Kunststoffen wie Polypropylen (PP) oder, in selteneren Fällen, Polyethylen (PE) oder Polyvinylchloride (PVC), gemischt. Zudem wird ein kleiner Teil an „Additiven“ (Zusatzstoffe) beigemischt: Sie verbessern zum Beispiel die Haltbarkeit, sind feuerhemmend oder lassen die Dielen in verschiedenen Farbtönen erstrahlen. Für Ihre WPC Terrasse ist die Auswahl im Handel groß: Es gibt sie in vielen Farben, standardmäßig in braun, anthrazit und grau, sowie mit verschiedenen Oberflächen von grob gebürstet bis fein geriffelt oder genutet. Außerdem haben Sie die Wahl zwischen einem Hohlkammer- oder Vollprofil. Kompakte Vollprofile sind nicht nur massiv, sie eignen sich insbesondere beim Bau von Terrassen mit Rundungen, da hier keine offene Hohlkammer sichtbar wird.

Statt WPC-Terrassendielen BPC-Terrassendielen

Neben WPC-Terrassendielen gibt es jetzt auch Dielen aus BPC. Diese Abkürzung steht für Bamboo-Plastic-Composites – bei diesem Werkstoff wurde Holz durch Bambusfasern ersetzt. Bambus hat den Vorteil, ein schnell wachsender Rohstoff zu sein. Außerdem ist es äußerst hart und damit sehr widerstandsfähig. Bambusfasern nehmen im Unterschied zu Holzfasern keine Feuchtigkeit mehr auf, eine Diele aus BPC ist also noch unempfindlicher gegenüber Nässe.

Vor- und Nachteile einer WPC Terrasse

WPC-Terrassendielen überzeugen in mehreren Punkten: Der Kunststoff macht die Dielen pflegeleichter, witterungsbeständiger und splitterfrei. Gleichzeitig behält der Terrassenbelag durch den Holzanteil seinen natürlichen Charakter und die typisch warme Oberfläche. Die Dielen lassen sich mit Wasser, eventuell mit einem leichten Reiniger, gut wischen.
Jedoch wird häufig bemängelt, dass die Terrassendielen – je nach Farbgebung –aufgrund ihres Kunststoffanteils nicht wie natürliches Holz wirken. Trotz der hohen Witterungsbeständigkeit hinterlassen Sonne, Regen und Temperaturunterschiede auch auf WPC-Terrassendielen ihre Spuren. Und wie sieht es mit den Versprechen der Hersteller hinsichtlich der Haltbarkeit aus? Es lohnt sich auf das Gütesiegel der Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe e. V. zu achten: Mit Hilfe strenger Tests werden die Dielen auf Beständigkeit, Wasseraufnahme, Rutschfestigkeit und Umweltschutz geprüft.

WPC-Terrassendielen verlegen

Sie haben die Möglichkeit, Ihre WPC Terrasse von Profis aufbauen zu lassen oder aber die Terrassendielen selbst zu verlegen. Meistens bieten Hersteller für WPC-Terrassendielen eine Montageanleitung an, mit deren Hilfe sie die Dielen verlegen können. Wichtig: Verlegen Sie die Dielen nicht bei Frost. Doch ohne einen tragfähigen Untergrund geht’s nicht. Eine Unterkonstruktion dient daher als Rahmen, auf dem die WPC-Terrassendielen verlegt werden. Dabei müssen Sie unbedingt unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten und eine ausreichende Unterlüftung sowie Tragfähigkeit berücksichtigen. Außerdem müssen die Dielen mit einem Gefälle von zwei Prozent, vom Haus wegführend, verlegt werden, so dass Regenwasser abfließt. Die gute Nachricht: Die meisten Hersteller bieten ein WPC-Terrassendielen Komplettset an, das heißt Sie erhalten ihre ausgewählten Dielen samt Unterkonstruktion. Einige Hersteller bieten Klicksysteme an, so ersparen Sie sich das Verschrauben jeder einzelnen Terrassendiele. Sie sind dennoch unschlüssig, ob eine Mischung aus Holz und Kunststoff das Richtige für Sie ist? Hören Sie sich doch in Ihrem Bekanntenkreis um, ob jemand mit WPC-Terrassendielen Erfahrungen gemacht hat. Lassen Sie sich in jedem Fall vor dem Kauf und vor dem Verlegen ausführlich beraten. Und wie sagt man so schön: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Wenn Ihre Terrasse erst einmal durch einen neuen Boden erstrahlt, dann lassen sich Feierabend und Wochenende im eigenen Garten doch gleich noch mehr genießen.

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WPC Terrassendielen im Test

Mitgliedsunternehmen der Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe e.V. lassen ihre WPC-Terrassendielen von unabhängigen Instituten auf extreme Klimabedingungen testen:
Die Profile werden zunächst 28 Tage lang in kaltem Wasser gelagert. Danach werden sie für 24 Stunden bei minus 20 Grad Celsius eingefroren, um sie dann wieder drei Tage lang bei heißen 70 Grad Celsius zu trocknen. Anschließend wiederholen die Wissenschaftler die Prozedur, wobei die Wasserlagerung hier nur drei Tage dauert.
Jede getestete Terrassendiele muss einer Druckpunktbelastung von mindestens 320 Kilogramm standhalten. Zusätzlich wird die Biegefestigkeit unter Temperatureinfluss überprüft: Ein 85-Kilogramm-Gewicht ruht für sieben Tage bei 50 Grad Celsius und bei 50 Prozent Luftfeuchte auf einem Profil, das dem Druck „unbeeindruckt“ standhalten muss. Diese Tests garantierten am Ende ein hartes Material.
Zum weiteren umfangreichen Prüfkatalog zählt ein Kochwassertest. Hier wird das Material fünf Stunden lang in kochendem Wasser gelagert und anschließend für 15 Minuten in ein Kaltwasserbad gelegt. WPC-Terrassendielen dürfen dann nur maximal acht Prozent Feuchtigkeit aufgenommen und ihre Dimensionen nicht signifikant verändert haben.

Quelle: Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe e.V.