Material für die Wintergartenkonstruktion – Holz, Aluminium, Kunststoff oder Stahl?

Bevor die wichtige Entscheidung getroffen wird, welches Material zum Einsatz kommt, ist mindestens genauso wichtig sich darüber klar zu sein, wie der eigene Wintergarten genutzt werden soll. Ein Wohnwintergarten, der das ganze Jahr über genutzt werden soll, stellt andere Ansprüche als ein Sommergarten für Frühling, Sommer und Herbst.

12.11.2019
Hölzer bilden die Grundkonstruktion dieses Wintergartens. Als Dachkonstruktion dienen tragfähige Leimbinder mit astfreien Oberflächen. Die Außen-Seitenelemente bestehen aus Accoya, einem Hochleistungsholz, das besonders gut wärmedämmend, maßhaltig, widerstandsfähig und pflegeleicht ist. Der Hersteller garantiert für diese Hölzer eine Haltbarkeit von mindestens 50 Jahren. Foto: Schennjesse Wintergarten | Zur Fotostrecke

Zusammenfassung:

  • Ein hölzerne Wintergartenkonstruktion punktet durch gute Wärmedämmung mit viel Behaglichkeit und angenehmem Wohnklima.
  • Ein Wintergarten aus Aluminium-Profilen reduziert den Pflegeaufwand erheblich und erlaubt modern designte Glashäuser.
  • Eine Holz-Aluminium-Konstruktion vereint die Vorzüge beider Materialien.
  • Mit einem Kunststoff-Wintergarten lässt sich quasi jeder gewünschte Baustil realisieren.

Holz gestaltet den Wintergarten besonders gemütlich und punkten vor allem wegen des natürlichen Looks. Außerdem ist die Wärmedämmung eines Holz-Wintergartens hervorragend, dessen Brettschichtholz aus mehreren zusammengeleimten Holzbrettern besteht. Brettschichthölzer können in jeglicher Form und Größe hergestellt werden, sie sind durch das Zusammenleimen stabiler und besonders formstabil, daher kommt es seltener zum typischen Knacken des Holzes bei Temperaturschwankungen. Holz ist preisgünstiger als Aluminium, jedoch teurer als Kunststoff. Je dicker die Lasierung und je regelmäßiger nachlasiert wird, umso länger bleibt die Holzkonstruktion in gutem Zustand. Farblich können Sie Ihren Wintergarten frei gestalten. Fazit: Holz ist das perfekte Baumaterial für alle, die auf ein gutes Raumklima großen Wert legen. Wintergärten aus Holz müssen mindestens einmal im Jahr umfassend gepflegt werden. Dafür erhält man einen Wintergarten, der die Wärme sehr gut speichert und ganzjährig genutzt werden kann.

Aluminium-Wintergarten

Entscheiden Sie sich für einen für Kalt- und Wohnwintergarten aus Aluminium, sind die Kosten etwas höher als bei Wintergärten aus Kunststoff oder Holz. Dafür erhalten Sie ein pflegeleichtes Material, dass flexibel und sehr belastbar ist. Daher sind auch relativ dünne Aluminiumstreben bestens für große Wintergärten geeignet, nicht zuletzt wegen ihrer unaufdringlichen Optik. Aluminium ist sehr robust, weshalb ihm UV-Strahlen nichts anhaben kann. Außerdem rostet Aluminium nicht, wodurch Sie sich viel Pflegeaufwand sparen. Beim Wohnwintergarten müssen die Profile eines Aluminium-Wintergartens für eine gute Wärmedämmung thermisch getrennt werden. Reine Aluminiumprofile sind aufgrund der Vorgaben aus der Energieeinspar- und Wärmeschutzverordnung der meisten Länder nicht zulässig. Dämmschichten und Kunststoffstege fungieren als eine Art Puffer zwischen der Innen- und der Außenschale der Konstruktion: Zwei Hohlkammerprofilhälften werden getrennt und ein schlecht Wärme leitendes Material als Puffer eingefügt, sodass der Wärmefluss von innen nach außen deutlich vermindert wird. Aluminium ist nahezu ebenso tragfest wie Stahl, jedoch leichter und einfacher zu verarbeiten. Die heute übliche Einbrennlackierung ist zwar sehr energieaufwändig, erlaubt jedoch eine individuelle Farbwahl.
Bei Kaltwintergärten ist praktisch keine Wärmedämmung nötig, auf die thermische Trennung lässt sich aus diesem Grund verzichten. Fazit: Wer die coole Optik auch innen bevorzugt, ist hier richtig. Aluminium ist äußerst robust und tragfähig, bietet sich deshalb für Wintergärten an aller Art an.

Holz-Aluminium-Wintergarten

Auch ein Materialmix aus gemütlich wirkendem Holz und robustem Aluminium lässt sich wählen: langlebiges, witterungsbeständiges Aluminium für die Außenseite und im Inneren die Holzoptik für eine wohlige Atmosphäre. Fazit: Die Kombination aus Holz und Aluminium vereint beide Vorzüge und verringert die hohen Ansprüche an die Pflege des Holzes.

Wintergarten mit Kunststoffprofilen

Wintergärten aus Kunststoff hingegen kosten in der Regel weniger als Wintergärten aus Holz oder Aluminium. Wetterbeständig, hoch lichtbeständig sowie gut wärmedämmend, ist Kunststoff wie Aluminium auch sehr pflegeleicht. Einen Nachteil aber hat Kunststoff, weshalb das Material nicht für größere Bauten geeignet ist: Durch die Leichtbauweise ist es weniger belastbar als etwa Aluminium-Konstruktionen, auch wenn eine Stahlverstärkung die Belastbarkeit erhöht. Und da Kunststoff eine begrenzte Spannweite hat, sind nicht alle Dachformen möglich. Fazit: Kunststoff ist das perfekte Material für kleinere Wintergärten, die besondere optische Ansprüche erfüllen sollen. Dank der großen Auswahl an Farben und Formen können Kunststoff-Wintergärten jedem Baustil angepasst werden.

Wintergarten aus Stahl

Auch Wintergärten aus Stahl finden ihre Fans, ist eine Stahlkonstruktion doch ideal geeignet für große Abmessungen der frei tragenden Konstruktion und erlaubt eine filigrane Architektur. Allerdings isoliert Stahl nicht gut und kommt daher eher bei Kaltwintergärten und Gewächshäusern zum Einsatz. Die thermische Trennung der Profile ist bei dieser Art der Konstruktion besonders entscheidend: Die tragende Stahlkonstruktion ist entweder vollständig im warmen Innenbereich und auf ihr sind Aluminium-Halterungen für das thermisch getrennte Glas montiert. Oder die tragende Stahlkonstruktion befindet sich außen: In diesem Fall werden die Halterungen für die spätere, thermisch getrennte Verglasung unter der Konstruktion befestigt.

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