Welche Küche darf es sein? – Tipps für die Entscheidung

Einer der bedeutsamsten Räume im neuen Zuhause ist die Küche. Denn sie ist das Herzstück einer jeden Wohnung und eines jeden Hauses. Hier bereiten wir nicht nur unser Essen zu, sondern hier führen wir auch anregende Gespräche, schmieden Pläne, lachen und verbringen in Summe einiges an Zeit. Umso wichtiger ist es, hierfür auf ein durchdachtes Konzept in Hinblick auf Möbel und Geräte zu setzen, um sich so genau jene Küche zu konzipieren, die perfekt zu den eigenen Bedürfnissen passt. Damit dies gelingt, haben wir nachstehend ein paar Tipps parat.

04.04.2023
Küchenspüle Symbolbild
Foto: Jason Briscoe/Unsplash

Unterschiedliche Bedürfnisse

Wie bereits angedeutet, hängt die Wahl der Ausstattung zunächst von den eigenen Bedürfnissen ab. Das heißt: Wer wenig Zeit zum Kochen hat, wird andere Anforderungen an die künftige Küche stellen als ein passionierter Hobbykoch, der gerne mit verschiedenen Ingredienzien und Gewürzen experimentiert. Eine große Familie benötigt völlig andere Mengen an Geschirr und Kochutensilien als ein Single. Daneben ist die Küche heute nicht nur ein Ort, um Gerichte zuzubereiten, sondern auch optisch oft der Mittelpunkt des Wohnens.
Doch egal welche konkrete Anforderung man hat: Die grundsätzlichen Gegebenheiten, wie etwa der vorhandene Platz, legen gewisse Rahmenbedingungen fest. Zu Beginn sind daher folgende Aspekte bei der Planung einer Küche von Relevanz:

  • Größe des Raums
  • Lage der Anschlüsse (z.B. Strom und Wasser)
  • individuelle Anforderungen an die Ausstattung
  • benötigte Geräte
  • Qualität der Möbel und Geräte
  • Herstellergarantie
  • ausreichende Beleuchtung
  • Effizienz der Küchengeräte
  • Budget

In Summe lässt sich also feststellen: Bevor Faktoren wie Farbe oder Stil in den Fokus rücken können, müssen zunächst diese Aspekte berücksichtigt werden. So entscheidet etwa allein der Grundriss eines Raumes über vieles. Oder anders ausgedrückt: Wer eine geräumige Wohnküche oder eine Inselküche haben möchte, muss auch den entsprechenden Platz hierfür haben. Aber auch wer über die nötigen Quadratmeter für verschiedene Küchenlösungen verfügt, ist mitunter überfordert, wenn es um die tatsächliche Entscheidung geht. Nachstehend haben wir daher ein paar beliebte Varianten und ihre jeweiligen Charakteristika zusammengefasst.

Der Klassiker: die Küchenzeile

Schmale Räume, ein kleines Budget oder wenig Platz sind meist die häufigsten Gründe, warum sich Menschen für eine Küchenzeile entscheiden. Alle Geräte und Regale sind dabei nebeneinander angeordnet. Aber auch Singles setzen oft auf diese Variante, da sie auf kompakte Art und Weise alles Essentielle vereint. Doch Achtung: Wer viel Stauraum benötigt, muss bei dieser Küchenform Abstriche machen. Mit Hänge- und Hochschränken sowie tiefen Arbeitsflächen und Laden lässt sich der vorhandene Platz jedoch immerhin besser ausnutzen.

Mehr Stauraum: die zweizeilige Küche

Wer mehr Stauraum benötigt und eine große Arbeitsfläche haben möchte, kann auch zwei Küchenzeilen gegenüber im vorhandenen Raum platzieren. Ein weiterer Vorteil dieser Variante sind die kurzen Arbeitswege und die zweite Zeile fungiert nicht selten als optischer Raumtrenner. Vor allem in Küchen mit Durchgang macht sich diese Form gut. Der optimale Abstand der beiden Zeilen beträgt dabei 120 Zentimeter. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, erweitert die zweiteilige Küche um Elemente dazwischen, sodass in Summe eine U-Form entsteht. Diese bietet noch mehr Stauraum sowie eine durchgehende Arbeitsfläche. Doch Achtung: Für kleine Räume ist diese Variante weniger geeignet, da sie schnell massiv wirken kann. Außerdem kann es mitunter eng werden, wenn mehrere Personen die Küche gleichzeitig nutzen.

Kurze Wege: die Eckküche

Sie ist – nach der einfachen Küchenzeile – die zweitbeliebteste Küchenvariante, denn sie fügt sich nahezu in jeden Raum ein. Die Rede ist von der Eckküche. Wichtigste Voraussetzung: Der hierfür benötigte Platz muss vorhanden sein. Zu den Vorteilen zählen kurze Wege sowie die Möglichkeit, einen Essplatz optisch perfekt zu integrieren. Allerdings sollten insbesondere in der Ecke innovative Stauraum-Lösungen mitbedacht werden, wie etwa ein drehbares Küchenregal. Ansonsten droht die Gefahr, einiges an Stauraum-Potenzial zu vergeuden.

Treffpunkt für alle: die Inselküche

Voll im Trend liegen Inselküchen. Dabei verfügt die freistehende Arbeitsfläche über ein Kochfeld und Spülbecken. Ein bedeutender Vorteil ist die damit größere Arbeitsfläche – insbesondere dann, wenn die gesamte Familie gerne kocht. So kann das Essen gemeinsam vorbereitet werden, ohne dass es im Raum eng wird. Wer Freunde einlädt, kann die Küche zudem zu einem Treffpunkt oder einer Art Bar umfunktionieren. Ein weiterer Plus-Punkt ist die Funktionalität, denn alle Geräte sind in die Insel integriert. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass der Raum groß genug hierfür ist. Ist dies der Fall, bieten die Insellösungen auch viel Stauraum für Küchengeräte und Vorräte. Ein wesentlicher Nachteil ist, dass die Anschlüsse in die Raummitte verlegt werden müssen. Dies kann mit höheren Kosten verbunden sein. Daher ist es ratsam, ein solches Küchenkonzept schon beim Hausbau zu berücksichtigen.

Fazit: Gut geplant, ist halb gewonnen.

In Summe bestimmen also nicht nur individuellen Vorlieben die Wahl der richtigen Küche, sondern auch viele weitere Faktoren, wie etwa der vorhandene Platz, der Grundriss des Zimmers oder persönliche Kochgewohnheiten. So werden Menschen, die gern kochen und Freunde zum Essen einladen, auf eine umfangreichere Ausstattung zurückgreifen, während Singles oft bereits die Notwendigkeit eines Geschirrspülers in Frage stellen. Es lohnt sich in jedem Fall, bei der Einrichtung auf die Qualität zu achten und nur die erforderlichen Geräte einzubauen. So bleibt genug Platz für Vorräte und der Raum wird nicht mit unnötigen Elementen vollgestellt. In der Küche ist es außerdem feucht und es fällt Schmutz an. Die Einrichtung sollte daher pflegeleicht und langlebig sein. Hilfreich ist in diesem Zusammenhang, wenn die Hersteller der Küchengeräte den Käufern eine Garantie gewähren, die über den gesetzlichen Rahmen hinausreicht. Ein nicht unwesentlicher Punkt ist darüber hinaus die Energieeffizienz. Effektive und nachhaltige Geräte schonen nicht nur das Klima, sondern langfristig gesehen auch das Budget. Denn Strom- und Wasserverbrauch entscheiden über die monatlichen Haushaltskosten. Damit die Arbeit in der neuen Küche Spaß macht, sollte zu guter Letzt auch ein Fokus auf die Ergonomie gesetzt werden. Hierbei spielen eine angenehme Höhe sowie die optimale Erreichbarkeit aller Regale eine wichtige Rolle. Dies gewährleistet einen reibungslosen Arbeitsablauf und schafft mehr Zeit für die Gäste oder die Familie.

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