Wandfarben – Alles Wissenswerte zum Thema Wandfarbe

Wer seine Wohnung streicht, muss dabei nicht nur auf die Auswahl des passenden Farbtons achten. Eine wichtige Rolle spielt auch die Art der Farbe. Schließlich muss der Anstrich eine ausreichende Deckkraft aufweisen, den täglichen Belastungen widerstehen und zum Untergrund passen. In unserem Ratgeber lernen Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen Dispersions-, Latex-, Leim- und Silikatfarbe kennen.

25.05.2020

Dispersionsfarbe – der Standard

Dispersionsfarben gehören zu den am häufigsten eingesetzten Wandfarben. Diese auf Wasserbasis hergestellte Art des Anstrichs enthält verschiedene Bindemittel wie Polyvinylacetat und Acrylharz. Je höher der Anteil an Bindemittel ist, desto hochwertiger ist die Farbe. Grundsätzlich gilt Dispersionsfarbe als stark deckend.

Darüber hinaus punktet Dispersionsfarbe mit ihrer schnellen Trocknung und ihrer Geruchsneutralität. Frisch renovierte Räume können bereits nach kurzer Zeit wieder genutzt werden. Auch lässt sich Dispersionsfarbe gut verdünnen, sodass sie auch als Grundierung verwendet werden kann. Zu guter Letzt ist Dispersionsfarbe langlebig und pflegeleicht. Die fleckenbeständigen Oberflächen können bei Bedarf einfach abgewaschen werden.

Einsatzgebiete finden sich sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Dispersionsfarbe haftet auf Beton, Mauerwerk und Putz, sie eignet sich aber auch für Raufaser, Prägetapeten und Gipskartonplatten. Wer also ohne großen Aufwand durchschnittlich beanspruchte Flächen streichen will, der trifft mit Dispersionsfarbei die richtige Wahl.

Tipp: Sie benötigen ein wenig Inspiration zur Auswahl des passenden Farbtons? In diesem Artikel von uns finden Sie ein paar spannende Impulse zum Thema Farbpsychologie.

Latexfarbe – gut geeignet für Feuchtbereiche

Bei Latexfarbe handelt es sich um einen besonders natürlichen Anstrich. Sie besteht aus dem Milchsaft des Kautschukbaums. Zu ihren wesentlichen Merkmalen zählen ihre Pflegeleichtigkeit, ihre wasserabweisenden Eigenschaften, ihre Diffusionsfähigkeit und ihre Abriebfestigkeit.

Latexfarbe ist vor allem denjenigen zu empfehlen, die einen Anstrich auf stark beanspruchten Wandflächen oder in Feuchträumen planen. Eine große Auswahl an Latexfarbe und weiterem Malerbedarf finden Sie beispielsweise bei Großhandel Schlau.

Malerarbeiten an der Hausfassade
Foto: ©JFsPic/Adobe Stock

Leimfarbe – natürlich und preiswert

Bei Leimfarbe handelt es sich um eine traditionelle Form des Wandanstrichs. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören die einfache Rezeptur und die Umweltfreundlichkeit.

Leimfarbe enthält lediglich Zelluloseleim, Kalksteinmehl, Kreide und Wasser. Dank dieser Zusammensetzung ist sie sehr preiswert und zudem noch geruchsneutral. Gut geeignet ist sie beispielsweise für Allergiker. Unter den Inhaltsstoffen befinden sich keine Kunstharze wie bei vielen anderen Wandfarben. Wie die Dispersionsfarbe zeichnet sie sich auch durch ihre gute Deckkraft aus.

Zu beachten ist aber, dass Leimfarbe empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert. Deshalb sollte sie nicht in Außenbereichen eingesetzt werden. Außerdem lässt sie sich nur überstreichen, wenn sie vorher aufgeraut wurde.

Silikatfarbe – der besonders widerstandsfähige Anstrich

Silikatfarbe besteht aus mineralischen Bindemitteln wie Kaliwasserglas. Es reagiert unter Einwirkung des Kohlendioxids in der Raumluft mit mineralischen Untergründen. Dadurch entstehen besonders feste chemische Verbindungen, die langlebig, witterungs- und UV-beständig sind. Weiterhin ist Silikatfarbe wasserdampfdurchlässig, weshalb sie auch in Feuchträumen eingesetzt werden kann.

Bei der Nutzung von Silikatfarbe sind aber auch einige Dinge zu beachten. Hervorzuheben ist vor allem ihre ätzende Wirkung. Deshalb sind beim Streichen der Wände unbedingt Schutzbrille und Schutzhandschuhe zu tragen. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, sich von einem professionellen Maler unterstützen zu lassen.

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