Wärmedämmverbundsystem – Wärmeschutz für Ihre Fassade

Ohne Dämmung ist die Fassade eines Altbaus eine große energetische Schwachstelle: Bis zu 35 Prozent Energie geht über die Außenwand verloren, die zuvor von der Heizung teuer bereitgestellt wurde. Aber das muss nicht sein! Durch eine fachgerechte Sanierung gemäß Energieeinsparverordnung lassen sich die Wärmeverluste um bis zu 20 Prozent reduzieren. Besonders beliebt für die Fassadendämmung sind sogenannte Wärmedämmverbundsysteme. Lesen Sie jetzt in unserem Artikel, warum auch Sie Ihre Heizkosten durch ein Wärmedämmverbundsystem senken können.

23.05.2019
Nichtbrennbare Steinwolle-Lamelle Speedrock II von Rockwool
Eine Dämmung mit Steinwolle bietet gleich mehrere positive Eigenschaften und ist daher eine ideale Voraussetzung für effiziente und langlebige Wärmedämmverbundsysteme. Auch in puncto Brandschutz gibt es keine Kompromisse. Bild: Rockwool

Zusammenfassung:

  • Viele Hausbesitzer entscheiden sich für ein Wärmedämmverbundsystem, um die eigenen Heizkosten zu reduzieren.
  • Der Aufbau eines WDVS besteht aus mehreren Schichten und eng aufeinander abgestimmten Komponenten.
  • Für die Ausführung eines WDVS kommen verschiedene Dämmstoffe in Frage. Großer Beliebtheit erfreut sich dabei Dämmplatten aus Polystyrol.
  • Wer sein Gebäude energetisch saniert, kann auf eine finanzielle Förderung hoffen und so seine Kosten senken.

Für die Besitzer von unsanierten Altbauten ist es ein ständig wiederkehrendes Ärgernis, sich einen Überblick über die eigenen Heizkosten zu verschaffen. Denn diese scheinen nur eine einzige Richtung zu kennen: nämlich nach oben! Wenn auch Sie von steigenden Heizkosten genug haben und Energie einsparen möchten, sollten Sie eine energetische Sanierung Ihrer Fassade in Betracht ziehen. Viele Hausbesitzer entscheiden sich bei der Fassadendämmung für ein sogenanntes Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Und das aus gutem Grund, denn ein WDVS überzeugt nicht nur mit seinem hohen Dämmschutz, sondern verbessert auch noch den Wohnkomfort.

So ist ein Wärmedämmverbundsystem für die Fassade aufgebaut

Die Montage eines WDVS verläuft immer nach demselben Muster: Als erstes wird der Dämmstoff auf der zuvor gereinigten und auf ihre Tragfähigkeit überprüften Fassade mit Klebemörtel fixiert. Wichtig ist dabei, dass der Kleber vollflächig aufgetragen wird, so dass keine Luft zwischen Mauerwerk und Dämmung strömen kann. Unter Umständen wird das WDVS – nämlich dann, wenn die Eigenlast des Dämmsystems die Tragkraft des Klebers übersteigt oder die Außenwand hohen Windlasten ausgesetzt ist – zusätzlich noch mit Tellerdübeln an der Fassade fixiert. Im nächsten Arbeitsschritt wird ein Armierungsputz auf den verklebten Dämmstoff aufgetragen. In ihm ist ein Armierungsgewebe eingebettet, das dem Putz zusätzliche Stabilität verleiht und so einer möglichen Rissbildung im Ober- bzw. Außenputz vorbeugt. Den Abschluss der WDVS-Montage bildet der eben angesprochene Oberputz, der das endgültige Erscheinungsbild der Fassade bestimmt. Hier können Hausbesitzer aus einem großen Angebot verschiedener Strukturen und Farben wählen und ihre Außenwand nach Belieben gestalten.

Info

Der U-Wert ist entscheidend

Wieviel Energie die neue Dämmung an der Fassade einsparen hilft, hängt maßgeblich vom sogenannten Wärmedurchgangskoeffizienten, oder einfach nur U-Wert, des Dämmstoffs ab. Dabei gilt: Je kleiner der U-Wert, desto besser die Dämmwirkung des WDVS.

Ein Wärmedämmverbundsystem lässt sich mit unterschiedlichen Dämmstoffen realisieren

Wer sich für das Dämmen mit einem WDVS entschließt, der muss sich entscheiden, mit welchem Dämmstoff die Wärmedämmung ausgeführt werden soll. Grundsätzlich können Hausbesitzer aus unterschiedlichen Materialien ihren persönlichen Favoriten auswählen. Häufig kommen Dämmplatten aus expandiertem Polystyrol (EPS) zum Einsatz. EPS ist preisgünstig und wird schon seit Jahrzehnten eingesetzt. Leider sind EPS-Platten brennbar und entwickeln im Falle eines Brandes giftigen Rauch. Bei Hausbesitzern, denen Brandschutz ein wichtiges Anliegen ist, steht Dämmmaterial aus Mineralwolle (z.B. Steinwolle) hoch im Kurs. Mineralwolle ist nicht brennbar und wird daher auch in die höchste Brandschutzklasse eingestuft. Neben EPS und Mineralwolle bietet die Dämmstoffindustrie auch vermehrt ökologische Dämmstoffe an: Mit Holzfaserplatten oder Hanffaserdämmmatten lässt sich eine Fassade umweltfreundlich gegen Wärmeverluste schützen.

Das sind die Vorteile und die Nachteile eines Wärmedämmverbundsystems

Das Dämmen der Fassade mit einem WDVS bietet einige Vorteile, dennoch soll nicht außer Acht gelassen werden, dass auch gewisse Nachteile in Kauf genommen werden müssen. Nachfolgend haben wir die Vor- und Nachteile anschaulich zusammenfasst:

Vorteile

  • Ein WDVS senkt die Kosten für das Heizen um bis zu 20 Prozent
  • Das Dämmen der Fassade mit einem WDVS bedeutet eine Wertsteigerung für das gesamte Gebäude
  • Ein WDVS schützt die Bausubstanz
  • Eine Dämmung für die Fassade erhöht den Wohnkomfort der Hausbewohner
  • Höherer Schallschutz im Gebäudeinneren
  • Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase wird reduziert

Nachteile

  • Hohe Investitionskosten
  • Fehler bei der Montage des WDVS können zu massiven Bauschäden (z.B. Schimmel) führen

Mit diesen Kosten müssen Sie planen, wenn Sie sich für ein Wärmedämmverbundsystem entscheiden 

Schön, wenn man sich über die Kosten beim Dämmen der eigenen Außenwände keine Gedanken machen muss, doch die Realität dürfte bei den meisten Hausbesitzern eine andere sein. Berechnungen des gemeinnützigen Verbraucherportals co2online zeigen, dass Hausbesitzer mit Kosten in Höhe von etwa 90 bis 120 Euro pro Quadratmeter WDVS rechnen müssen. Glücklicherweise lassen sich die eigenen Ausgaben für eine energetische Sanierung durch eine staatliche Förderung etwas abfedern. Wer sich für das Dämmen seiner Fassade entscheidet, kann auf einen zinsgünstigen Kredit oder finanziellen Zuschuss durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hoffen.

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