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Luft-Wasser-Wärmepumpe – Heizen Sie Ihr Eigenheim doch mit Luft

Keine andere Wärmepumpe ist bei den Deutschen so beliebt wie die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Nicht ohne Grund, denn Luft-Wasser-Wärmepumpen sind preiswert in der Anschaffung und haben einen vergleichsweise geringen Platzbedarf. Wir informieren Sie umfassend rund um das Thema Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Luft-Wasser-Wärmepumpe LA 8 AS von Glen Dimplex

Ideal zum Heizen und die Warmwasserbereitung für ein normal großes Einfamilienhaus: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe „LA 8 AS“ für die Außenaufstellung ist laut Hersteller klein, leistungsstark und ökologisch vorbildlich. Foto: Glen Dimplex

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Zusammenfassung:

  • Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Außenluft, um daraus kostengünstige und klimafreundliche Wärmeenergie zu erzeugen.
  • Die Kosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sind nicht unerheblich. Die Inanspruchnahme einer staatlichen Förderung wirkt sich preissdämpfend aus.

Man muss keinen Experten zu Rate ziehen, um zu erkennen, dass sich das Zeitalter der fossilen Energien langsam aber sicher dem Ende zuneigt. Steigende Öl- und Gaspreise und der Klimawandel nötigen uns, unsere Energie- und Wärmeversorgung möglichst rasch auf neue Beine zu stellen.
Auch vor Ihrem Eigenheim wird diese Entwicklung nicht Halt machen. Sollten Sie schon heute auf der Suche nach einer effizienten, klimafreundlichen und zukunftsweisenden Heizung sein, die Sie zuverlässig und preiswert mit Heizenergie und Warmwasser versorgt, dann schauen Sie sich doch die Luft-Wasser-Wärmepumpe einmal genauer an.

Die Funktion einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Wie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe funktioniert, ist schnell erklärt. Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen die Außenluft, um damit Heizwärme und Warmwasser für Ihr Eigenheim zu erzeugen. Dazu saugt die Luft-Wasser-Wärmepumpe über einen Ventilator Luft an und überträgt die darin gebundene Umweltwärme mittels eines Wärmetauschers, dem sogenannten Verdampfer, auf ein in der Wärmepumpe zirkulierendes Kältemittel. Das Kältemittel verliert dabei seine flüssige Form und geht in einen gasförmigen Aggregatzustand über. Ein Verdichter komprimiert das Gas nun mit Hilfe elektrischer Antriebsenergie, wodurch sich seine Temperatur stark erhöht. Anschließend wird das Kältemittelgas zum sogenannten Verflüssiger geleitet, wo es seine Wärme abgibt – die sich nun zu Heizzwecken nutzen lässt – und wieder seinen flüssigen Form annimmt. Anschließend beginnt in der Luftwärmepumpe derselbe Prozess wieder von vorn.

Die Vorteile einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Das Heizen mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe hat seine Vorteile. Ein Pluspunkt ist der vergleichsweise geringe Installationsaufwand, der für die Luftwärmepumpe betrieben werden muss. Denn für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sind in Ihrem Garten keine aufwendigen Erdarbeiten oder gar Sondenbohrungen notwendig. Sie können bei einer Luftwärmepumpe zwischen einer Innen- oder Außenaufstellung und einem sogenannten Splitgerät (Innen- und Außenaufstellung) wählen. Oft fällt die Entscheidung zugunsten der Außenaufstellung. Das spart nämlich Platz im Keller. Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ausgeführt als Splitgerät wird der Verdampfer im Freien aufgestellt und über den Kühlmittelkreislauf mit dem Verflüssiger im Haus verbunden. Bei der Innenaufstellung befindet sich die Wärmepumpe mit allen Bauteilen im Innern des Gebäudes. Ein weiterer Vorteil von Luft-Wasser-Wärmepumpen ist ihr vergleichsweise geringe Preis. Wie soeben angesprochen, braucht es für eine Luftwärmepumpe keine Erdarbeiten: Das spart nicht nur jede Menge Zeit, sondern wirkt sich auch positiv auf die Kosten der Heizung aus.

Die Nachteile einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Ein Nachteil der Luft-Wasser-Wärmepumpe ist ihre geringe Effizienz an sehr kalten Wintertagen. Selbstverständlich verrichten Luft-Wasser-Wärmepumpen ihren Dienst auch noch bei frostigen Temperaturen von - 20 °C, doch kann die Wärmepumpe der Außenluft in diesem Fall nicht mehr genug Umweltwärme entziehen, um genügend Heizwärme bereitzustellen. Viele Luftwärmepumpen sind daher zusätzlich mit einem elektrischen Heizstab ausgestattet, mit dem sich die benötigte Heizleistung der Luft-Wasser-Wärmepumpe auch in solchen Extremsituationen sicherstellen lässt. Im Vergleich zu anderen Wärmepumpenmodellen können dadurch die Stromkosten im Jahr um etwa 150 bis 300 Euro ansteigen. Zu einem weiteren Nachteil der Luftwärmepumpe kann die Geräuschbelastung, hervorgerufen durch den Ventilator, werden. Achten Sie deshalb beim Kauf des Geräts und bei der Wahl des Aufstellungsortes auch auf den Lärmschutz.

Was kostet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Die Kosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe können nicht gerade als unerheblich bezeichnet werden. Bei einem Komplettpaket, inklusive aller notwendigen Bauteile, summieren sie sich auf 12.000 bis etwa 16.000 Euro. Hinzu kommen noch die Kosten für die Installation der Wärmepumpe.
Preissenkend wirkt sich die staatliche Förderung aus, die Ihnen das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt: Leistungsgeregelte und/oder monovalente Luft-Wasser-Wärmepumpen werden nämlich mit einer Basisförderung von 1.500 Euro bezuschusst. Dabei gilt, dass die Wärmepumpe einen Mindest-COP-Wert aufweisen muss, um überhaupt förderfähig zu sein. Bei der COP, oder einfach nur Leistungszahl, handelt es sich um eine Kennziffer, mit der die Effizienz von Wärmepumpen angegeben wird. Eine gute Übersicht zu den Voraussetzung finden Sie auf der Seite des Bundesverbands Wärmepumpe e.V.: Förderbedingungen.
Neben dem BAFA können Sie auch bei der KfW-Bank einen zinsgünstigen Kredit für die Finanzierung Ihrer Luft-Wasser-Wärmepumpe beantragen. Im Rahmen des KfW-Programms 430 „Energieeffizient Sanieren“ wird Ihnen der Umstieg auf eine moderne und effiziente Heizung versüßt.
Außerdem können Sie die Handwerkerkosten, die Ihnen für die Installation Ihrer Luft-Wasser-Wärmepumpe in Rechnung gestellt werden, bei der Steuer geltend machen: Bis zu 1.200 Euro können Sie sich jedes Jahr vom Fiskus zurückholen, wenn Sie eine Handwerkerrechnung absetzen.

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