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Macht dämmen Sinn – Lohnt sich eine Dämmung für die Fassade?

Das Dämmen gerät zunehmend in die Kritik. Vor allem die Fassadendämmung stößt bei den Gegnern auf zum Teil massive Ablehnung. Häufig ist festzustellen, dass das Thema Dämmung aus dem Zusammenhang einer komplexen Planungs- und Bauaufgabe gerissen wird und Missverständnisse und Fehlinterpretationen auftreten. In der Folge wollen wir Ihnen die häufigsten Einwände zum baulichen Wärmeschutz präsentieren und überprüfen: Macht dämmen Sinn?

Fassadendämmung mit Polyurethan-Hartschaum-Dämmplatten

Foto: IVPU - Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V.

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Zusammenfassung:

  • Gegen das Dämmen formiert sich Widerstand. Kritiker halten speziell das Dämmen der Fassade für zu teuer und nicht sinnvoll.
  • Viele Kritikpunkte, die gegen die Fassadedämmung vorgebracht werden, halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand.

Macht Dämmen Sinn? Seit einigen Jahren gerät die Wärmedämmung – speziell das Dämmen der Fassade – immer stärker ins Kreuzfeuer der Kritik. Hinter reißerischen Worthülsen wie zum Beispiel „Dämmlüge“, „verdämmte Republik“ und „Dämmwahn“ vereint, ziehen die Gegner wider die Dämmung zu Felde und stellen sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch den Nutzen des Dämmens grundsätzlich in Frage. Inhaltlich stützt sich die Kritik dabei auf die immer gleichen Argumente, die wir hier vorstellen und näher untersuchen möchten.

Eine Dämmung verhindert das Atmen der Außenwände

Oft ist von Kritikern zu hören, dass „Häuser atmen“ können müssen, damit anfallende Luftfeuchtigkeit durch die Wände hindurch nach draußen diffundieren kann. Durch eine Dämmung für die Fassade, so weiter, würde dieser natürliche Luftaustausch komplett abgeschnitten – mit negativen Folgen für die Luftqualität im Innern des Hauses.
Dieser Einwand wider das Dämmen entbehrt jedoch jeglicher bauphysikalischer Grundlage. Fakt ist: Häuser beziehungsweise Wände atmen nicht! Vielmehr ist es eine Tatsache, dass bei unsanierten Bestandsgebäuden ein Luftaustausch meist unkontrolliert über Fugen an Fenster und Türen erfolgt. Dieser Luftaustausch führt jedoch nicht zu einer nenneswerten Verbesserung der Raumluftqualität und zu einer Verringerung der Luftfeuchtigkeit, sondern trägt vielmehr dazu bei, die Energiekosten durch Wärmeverluste in die Höhe zu treiben.

Dämmen führt zu Schimmel

Ein Einwand, der von Kritikern häufig beim Thema Fassadendämmung vorgebracht wird, lautet, dass das Dämmen die Entstehung von Schimmel begünstigen würde. Bei genauer Betrachtung ist jedoch genau das Gegenteil der Fall. Wärmedämmmaßnahmen sind ein adäquates Mittel, um dem Schimmelrisiko dauerhaft Herr zu werden. Zur Verdeutlichung: Schimmel tritt immer dort auf, wo warme Raumluft auf kalte Bauteilfoberflächen trifft, dabei abkühlt und die in ihr gebundene Feuchtigkeit kondensiert (Tauwasserausfall). Besonders betroffen sind zum Beispiel die Außenecken von Wänden, die im Winter gleich großflächig den frostigen Außentemperaturen ausgesetzt sind. Mit einem Wärmeschutz kann das Auskühlen betroffener Bauteile effektiv verhindert werden.
Zugegeben, auch nach dem Dämmen gibt es ein Restrisiko für Schimmel. In der Regel ist dies dann aber entweder auf eine unsachgemäße Ausführung der Dämmung, Stichwort „Wärmebrücke“, oder auf falsches Lüftungsverhalten der Bewohner zurückzuführen. Letzteres wird häufig dann zum Problem, wenn gleichzeitig zur Fassadendämmung auch die alten Fenster ausgetauscht werden.

Wärmedämmung erhöht die Brandgefahr

Die Bilder gingen durch die Presse: Fassaden, mit einer Dämmschicht aus Polystyrol gedämmt, lichterloh in Flammen! Klar, dass diese unschönen Bilder den einen oder anderen sanierungswilligen Hausbesitzer an seinem Vorhaben zweifeln lassen.
Fest steht, dass Dämmstoffe, wie andere Baustoffe auch, der Bauaufsicht unterliegen und zumindest als „schwer entflammbar“ (Baustoffklasse B1) eingestuft sein müssen. Selbstverständlich gelten auch die anderen Brandschutzvorschriften der jeweiligen Landesbauordnung, damit später die Fluchtwege im Brandfall benutzbar bleiben und eine Ausbreitung des Feuers verhindert wird. So sind zum Beispiel über Fenster und Türen sogenannte Brandriegel, Barrieren aus nicht brennbaren Stoffen, Vorschrift.
Übrigens beziehen sich die meisten öffentlichkeitswirksamen Berichte zu brennenden Fassaden auf Projekt, die sich noch in der Bauphase befanden. Das heißt, die Fassadendämmung hatte ihre volle Funktionstüchtigkeit noch nicht erreicht, was sie anfällig für Feuer machte. Unser Tipp für Hausbesitzer, die ihr Eigenheim zwar gerne dämmen möchten aber das Brandrisiko als zu hoch einschätzen: sie sollten am besten als Lösung für dieses Dilemma auf nicht brennbare Dämmmaterialen, etwa Mineralwolle, ausweichen!

Dämmmaterial schadet der Gesundheit

Ein weit verbreitetes Vorurteil lautet, dass Dämmmaterialien der Gesundheit schaden. Dem lässt sich entgegnen, dass Materialien, die für den Wärmeschutz vorgesehen sind, im Vorfeld auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft werden. So ist zum Beispiel bei Mineralfasern schon seit Jahren gesetzlich geregelt, dass diese keine lungengängigen Fasern mehr an ihre Umgebung abgeben dürfen. Kurz: Bei der richtigen Produktauswahl und bei korrekten Lager-, Verarbeitungs- und Nutzungsbedingungen, sind von der Dämmung im eingebauten Zustand keine Gesundheitsbeeinträchtigungen zu erwarten. Dasselbe gilt für die Verarbeitung bei Einhaltung der Arbeitsschutzrichtlinien.

Dämmstoffherstellung verschlingt mehr Energie als sie spart

Stimmt es, wie es von Kritikern der Wärmedämmung oft behauptet wird, dass die Dämmstoffherstellung mehr Energie verschlingt, als der Dämmstoff während seiner Nutzungsdauer einsparen hilft? Für die Ermittlung der energetischen Amortisationszeit eines Dämmstoffs wird die Energiemenge, die für dessen Herstellung eingesetzt werden muss, der Primärenergie gegenübergestellt, die dieser später infolge seiner wärmedämmenden Wirkung einsparen hilft. Das bedeutet, dass die energetische Amortisationszeit einer Dämmung unter anderem abhängig ist von Dämmstoffdicke und Dämmstoffart. Berechnungen zeigen, dass sich eine Dämmung in der Regel in weniger als zwei Jahren energetisch amortisiert und daher sinnvoll ist.
Nicht von der Hand zu weisen ist, dass beim Energiebedarf für die Herstellung von Dämmstoffen sehr starke Unterschiede gibt. So braucht es für die Produktion von Holzfaserdämmstoffen und Zellulosefasern deutlich weniger Energie (ca. 100 kWh/m3) als für die Produktion von XPS, PU oder Schaumglas (1.300 kWh/m3). Das bedeutet, dass sich durch den Einsatz des „richtigen“ Dämmmaterials die energetische Amortisationszeit einer Dämmung stark beeinflussen lässt.

Entsorgung der Wärmedämmung wird zum Problem

Fest steht: Auch eine Wärmedämmung hat nur eine begrenzte Lebensdauer und muss irgendwann zurückgebaut und entsorgt werden. Generell gilt, dass sich der Rückbau umso einfacher gestaltet, je weniger das Material verklebt wurde. Eine hinterlüftete Vorhangfassade ist unter diesem Gesichtspunkt daher als besser zu bewerten, als die geklebte Verbundkonstruktion eines WDVS.
In der Tat lässt sich nicht leugnen, dass die Entsorgung einer Dämmung nicht gerade unproblematisch ist. Im schlechtesten Fall bedeutet „Entsorgung“ das Deponieren des Dämmmaterials. Wird die Dämmung der thermischen Verwertung zugeführt, kann zumindest noch die darin gebundene Energie genutzt werden. Die beste Lösung, das Recyceln, steckt bisher leider noch in den Kinderschuhen.

Algen verunreinigen die gedämmte Fassade

Ein weiteres Argument der Dämm-Kritiker ist der Algenbewuchs, der so manche Fassade nach dem Umsetzen von Wärmedämmmaßnahmen unschön verfärbt. Anders als bei Schimmel in den Innenräumen, handelt es sich dabei aber um ein „kosmetisches“ und nicht um ein gesundheitsschädliches Problem. Die Ursache für den Algenbewuchs liegt darin begründet, dass der Deckputz gedämmter Fassaden länger feucht bleibt als bei ungedämmten Mauerwerk. Bei Außenwänden mit schlechtem oder gar keinem Wärmeschutz wird die Oberfläche der Fassade nämlich zum einen durch die Energieverluste permanent trocken geheizt. Außerdem hat der Deckputz eines Wärmedämmverbundsystems oft nur eine wenig Masse mit geringem Wärmespeichervermögen. Vor allem in klaren Nächten kühlt die Fassade daher schnell aus, so dass der Feuchtegehalt ansteigt und Algen dadurch leichter wachsen könnne.
Durch großzügig bemessene Dachvorsprünge lässt sich das Durchfeuchten der Fassade reduzieren. Auch stärkere Putzschichten, sogenannte Dickputze, die nachts nicht so schnell auskühlen, verringern den Algenbewuchs. Eine weitere Möglichkeit, der Verfärbung wirksam entgegen zu treten, ist die Verwendung reiner Kalkputze. Sie sind alkalisch, was das Wachstum von Algen stört. Tunlichst vermieden werden sollte die Beimischung von Bio- und Fungiziden in der Fassadenfarbe. Jahr für Jahr werden diese nämlich ausgewaschen und gelangen so ins Erdreich und Grundwasser.

Eine Fassadenbegrünung ersetzt die Dämmung

Kann eine Fassadenbegrünung eine Dämmung ersetzen? So attraktiv begrünte Fassaden auch sein mögen, lässt sich auf diese Frage leider nur negativ antworten. Dämmtechnisch ist eine begrünte Fassade nicht mit einer gedämmten Außenwand zu vergleichen. Mit einer Begrünung wird lediglich erreicht, dass der Wärmeübergang von der Wandoberfläche an die Umgebungsluft etwas vermindert wird. Anders stellt sich der Sachverhalt in puncto sommerlicher Hitzeschutz dar, denn der Pflanzenbewuchs hält die Sonne zum einen davon ab, die Fassade aufzuheizen, zum anderen führt die Verdunstung über die Blätter zu einer merklichen Abkühlung der Umgebungsluft.

Starke Wände brauchen keine zusätzliche Wärmedämmung

Es handelt sich um einen Irrglauben: dicke Außenwände alter Häuser dämmen gut genug. Leider ist dem nicht so. Wände mit einer Stärke von 60 Zentimetern und mehr speichern zwar Wärme sehr gut, geben diese jedoch in der Regel auch eben so gut ab. U-Werte von unter 1 W/m²K sind selbst bei dicken historischen Wandaufbauten absolute Seltenheit. Ihre hohe Speicherkapazität verlangsamt lediglich die Aufheiz- und Abkühlvorgänge.

Dämmen unterbindet solare Wärmegewinne

Kritiker von Wärmedämmmaßnahmen an der Hausfassade führen immer wieder an, dass Solarstrahlung, die im Winter auf eine ungedämmte Außenwand trifft, zur Deckung des Heizwärmebedarfs beitragen und eine Dämmung diesen positiven Effekt unterbinden würde. Wie jedoch diverse wissentschaftliche Untersuchungen durch das Fraunhofer Institut für Bauphysik (IBP) belegen konnten, tragen solare Wärmegewinne, anders als eine Fassadendämmung, nur unwesentlich zu einer Reduzierung des Heizenergiebedarfs bei. Sinnvoller erscheint es den Forschern, die Solargewinne auf einer gedämmten Außenwand mit einer Photovoltaikanlage oder mit thermischen Solarkollektoren zu nutzen.

Die Kosten für die Dämmung rechnen sich nicht

Die Kosten für das Dämmen einer Fassade sind alles andere als unerheblich. Abhängig davon, welche Dämmvariante (WDVS oder Vorhangfassade) und welcher Dämmstoff (Polystyrol, Steinwolle, etc.) für die Sanierung gewählt werden, müssen Hausbesitzer mit Kosten in Höhe von 90 bis 200 Euro je Quadratmeter Außenwand rechnen. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einer Außenwandfläche von etwa 150 Quadratmetern belaufen sich die Ausgaben daher gut und gerne auf 20.000 Euro. Die Frage, die sich jeder Hausbesitzer stellt, lautet: lohnt sich das viele Geld für eine Fassadendämmung überhaupt?
Vornweg ist grundsätzlich festzuhalten: Über die Wirtschaftlichkeit einer Außendämmung sollte niemals ein Pauschalurteil gefällt werden! Ob sich das Dämmen der Fassade bezahlt macht, das heißt, ob sich die Investition mit den Jahren amortisiert, hängt maßgeblich davon ab, welche Annahmen und Randbedingungen der Wirtschaftlichkeitsrechnung zu Grunde gelegt werden. Zur Wirtschaftlichkeitsrechnung gehören etwa die sogenannten „Sowieso-Kosten“ (das sind Kosten, die für die Instandhaltung der Fassade im Laufe der nächsten Zeit ohnehin angefallen wären), die prognostizierte Lebensdauer der neuen Dämmung, die zukünftige Entwicklung der Brennstoffpreise, die Zinsentwicklungen in den darauffolgenden Jahren, die Höhe staatlicher Förderung sowie eine realitätsnahe Prognose für die Einsparung an Heizkosten. Alles zusammen genommen entscheidet darüber, ob sich die Kosten für das Dämmen der Fassade unterm Strich überhaupt bezahlt machen.
Daraus folgt, dass diejenigen, die energetische Dämmmaßnahmen für die Fassade aufgrund einer nicht vorhandenen Wirtschaftlichkeit ablehnen, ihren Standpunkt problemlos durch entsprechende Rechenbeispiele untermauern können. Umgekehert gilt aber auch, dass diejenigen, die dem Thema Fassadendämmung grundsätzlich positiv gegenüberstehen, es genauso problemlos in der Hand haben, eine Wirtschaftlichkeit nachzuweisen. Unser Rat an all diejenigen, die sich mit dem Gedanken tragen, ihrem Eigenheim eine Fassadendämmung zu gönnen, lautet daher: Lassen Sie sich weder von den Dämmgegnern, noch den Dämmbefürwortern hinters Licht führen! Beauftragen Sie stattdessen einen Energieberater und lassen Sie sich die ökonomische Sinnhaftigkeit Ihres Sanierungskonzepts von einem Experten bestätigen. Lassen Sie überdies nicht außer Acht, dass eine energetische Sanierung den Wert Ihrer Immobilie erhöht und sich Ihr Wohnkomfort durch die Dämmung zudem merklich verbessert. Auch diese beiden Punkte sollten bei der Entscheidung pro oder contra Fassadendämmung eine gewichtige Rolle spielen.

Eine Fassadendämmung verunstaltet Gebäude

Gegen das Dämmen gibt es inzwischen nicht nur technische und wirtschaftliche Bedenken, immer häufiger wird bei den Gegner auch das Thema Gestaltung zum Thema. Der Vorwurf lautet: hinter Dämmung verschwinden viele Quadratmeter attraktiver Fassaden. Dass es genügend gestalterisch fragwürdige Sanierungsbeispiele gibt, dürfte unbestritten sein. Bei aller berechtigten Kritik sollte man aber nicht außer Acht lassen, dass es auch viele ungedämmte Fassaden gibt, die gestalterisch wenig gelungen sind. Die Frage der attraktiven Gestaltung ist also nicht allein eine Frage der Dämmung, sondern vielmehr eine Frage von kreativer Architektur und eine Frage des Umgangs mit unterschiedlichen Materialien. Eine Vielzahl gelungener Sanierungen belegen dies eindrucksvoll.
Eine Möglichkeit, Häuser energetisch zu sanieren ohne dabei die Fassade zu verändern, ist der Einsatz einer Innendämmung. Eine Innendämmung muss aber auf alle Fälle sorgfältig durch einen Experten beziehungsweise Energieberater geplant werden, um die Gefahr von Wärmebrücken auszuschließen.

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