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Holzheizung – Mit Holz preiswert und klimafreundlich heizen

Das Heizen mit einer Holzheizung, egal, ob nun Pelletheizung oder Holzvergaserkessel, wird in Deutschland seit einigen Jahren immer populärer. Nicht ohne Grund, denn Holzheizungen haben zwei große Vorteile zu bieten: eine Holzheizung liefert preiswerte und gleichzeitig klimafreundliche Wärme! Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Thema Holzheizung.


Pelletheizung Pellematic Condens von ÖkoFen und Scheitholzkessel Logano S161 von Buderus

Mit einer Holzheizung zu heizen, ist aktiver Klimaschutz: Denn Pellets und Scheitholz verbrennen CO2-neutral. Bei der Verbrennung wird also nur so viel klimaschädliches Kohlenstoffdioxid freigesetzt, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat und auch bei einer natürlichen Verrottung im Wald abgeben würde. Im Bild: Die Pelletheizung „Pellematic Condens“ von ÖkoFen und der Scheitholzkessel „Logano S161“ von Buderus. Foto: ÖkoFen/Buderus

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Zusammenfassung:

  • Mit einer Holzheizung können Hausbesitzer, anders als bei einer Gas- oder Ölheizung, Ihren Wärmebedarf kostengünstig und umweltfreundlich decken.
  • Der Holzvergaserkessel ist eine moderne, effizientere und klimafreundlichere Version der klassischen Holzheizung.
  • Die Pelletheizung ist die komfortable, effiziente und klimafreundliche Form der Holzheizung.
  • Eine Hackschnitzelheizung arbeitet ähnlich wie ein Pelletkessel. Da die Investitionskosten recht hoch sind, eignet sich solch ein Heizsystem eher für Mehrfamilienhäuser mit großem Heizwärmebedarf.

Mit einer Holzeizung, ganz egal, ob Sie sich für eine Pelletheizung, einen Scheitholzkessel oder eine Hackschnitzelheizung entscheiden, lässt sich der Wärmebedarf Ihrer Familie kostengünstig und umweltfreundlich decken. Anders als bei einem Heizkessel, der mit Gas oder Heizöl befeuert wird, müssen Sie sich auch nicht vor rasanten Preissteigerungen fürchten, denn der erneuerbare Energieträger Holz ist in Deutschlands Wäldern dank nachhaltiger Forstwirtschaft in ausreichend großen Mengen vorhanden.

Holzvergaserkessel: Klassische Holzheizung neu interpretiert

Unter einer klassischen Holzheizung stellen sich die meisten Menschen einen qualmenden Holzkessel vor, der mit Stückholz betrieben wird und jede Menge Schmutz und Arbeit macht. Doch das stimmt so nicht ganz: In den vergangenen Jahren entwickelten die Hersteller von Holzheizungen den Holzvergaserkessel, der sich durch einen hohen Wirkungsgrad und geringe Emissionen vom klassischen Scheitholzkessel unterscheidet.
Bei einem Holzvergaserkessel wird die Verbrennung des stückigen Holzes so gesteuert, dass nicht nur das Holz an sich, sondern auch die frei werdenden Holzgase verbrannt werden. Dadurch ist diese spezielle Form der Holzheizung besonders sparsam und klimafreundlich. Nicht unerwähnt soll jedoch bleiben, dass auch bei einem Holzvergaserkessel der Brennstoff in regelmäßigen Abständen händisch nachgelegt werden muss. Auch die Asche muss bei dieser klassischen Form der Holzheizung nach wie vor von Hand entsorgt werden.

Pelletheizung: Die zeitgemäße Holzheizung

Kein Zweifel, die Pelletheizung ist die zeitgemäße Antwort auf die klassische Holzheizung. Der Brennstoff der Wahl ist dabei nicht länger unhandliches Stückholz, das auch noch von Hand aufgelegt werden muss. Nein, kleine und genormte Holzpresslinge, die dem Heizkessel automatisch zugeführt und entzündet werden, sorgen bei dieser Zentralheizung für einen effizienten und sauberen Betrieb. Für einen schadstoffarmen Betrieb der Anlage und für einen möglichst hohen Wirkungsgrad überwachen Sensoren permanent die Verbrennung und steuern über ein Saugzuggebläse die Luftzufuhr dieser Holzheizung.
Auch eine Pelletheizung macht Arbeit, doch lange nicht so viel wie eine Holzheizung, die mit Scheitholz arbeitet: Etwa zweimal im Jahr muss der Aschekasten entleert werden.

Hackschnitzelheizung: Der Exot unter den Holzheizungen

Eine im Eigenheimbereich eher selten anzutreffende Form der Holzheizung ist die sogenannte Hackschnitzelheizung. Ähnlich wie bei einem Pelletkessel können Hackschnitzelheizungen mit einem hohen Automatisierungsgrad der Wärmegewinnung punkten, nur dass eben keine Pellets, sondern Hackschnitzel, zerkleinertes Frischholz, verbrannt werden.
Da das Heizen mit einer Hackschnitzelheizung mit hohen Investitionskosten verbunden ist und auch der Platzbedarf der gesamten Anlage recht hoch ist, eignet sich diese Holzheizung eher für größere Mehrfamilienhäuser.

Für eine Holzheizung gibt's Fördermittel

Sehr effizient, äußerst klimafreundlich und durch einen regional verfügbaren Brennstoff befeuert: Gute Argumente, die den deutschen Staat dazu veranlassen, die Wärmegewinnung mit Holzheizungen finanziell zu unterstützen. Wenn auch Sie sich eine Holzheizung, egal in welcher Form, in den Keller stellen möchten, dann gibt es für Sie gleich mehrere Anlaufstellen. Sowohl das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als auch die KfW-Bank stellen Ihnen eine attraktive Förderung für Ihre Holzheizung in Aussicht. Auch gewähren einige Bundesländer gesonderte Zuschüsse.

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Verfügbarkeit von Holzpellets:
Die Produktionskapazität bei Pellets hat sich in den letzten zwei Jahren nahezu vervierfacht. Derzeit könnten jährlich bundesweit knapp zwei Millionen Tonnen produziert werden. Damit gibt es eine äußerst stabile Basis für die gesicherte Versorgung mit Pellets, selbst wenn sich die  Nachfrage nach Holzheizungen weiter deutlich erhöhen würde.
Quelle: Initiative Holz & Pellets

Brennholz richtig lagern


Brennholz für die Holzheizung richtig lagern:
Vor der Lagerung wird Brennholz am besten gespalten, denn ungespaltenes Holz benötigt für die Trocknung bis zu drei Jahre. Außerdem neigen besonders Laubhölzer bei zu langsamer Trocknung zu Pilzbefall, wodurch ein großer Teil des Energiegehalts verloren geht. Um Pilzbefall zu vermeiden, sollte frisch geschlagenes Brennholz auch nie komplett in Plastikplanen verpackt oder in geschlossenen Räumen gelagert werden. Seine ideale Restfeuchte von unter 20 Prozent erreicht der Brennstoff, wenn er etwa zwei Jahre bei ausreichender Frischluftzufuhr und vor Nässe geschützten trocknen kann – etwa vor der Süd- oder Westfassade. Der optimale Lagerplatz für Scheitholz ist sonnig, windig und verfügt über einen trockenen Untergrund. Ein Durchlüftungsabstand von mindestens zehn Zentimetern zur Hauswand ist einzuhalten. Wird Scheitholz in Kreuzstapeln geschichtet oder in Gitterboxen aufbewahrt, trocknet es noch schneller. Das Lagern des Tagesverbrauchs an Brennholz in einem beheizten Raum sorgt für zusätzlich Trocknung und Vorwärmung.
Quelle: Initiative Holz & Pellets