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Heizungspumpe  Alte Umwälzpumpen austauschen und sparen

Wenn die Heizungspumpe Ihrer Heizungsanlage in die Jahre gekommen ist, ist sie ein echter Kostenfaktor. Denn wer seine alte Umwälzpumpe austauschen und durch eine moderne Hocheffizienzpumpe ersetzen lässt, der kann Stromkosten sparen und schützt gleichzeitig das Klima. Im folgenden Artikel klären wir alle wichtigen Fragen rund um das Thema Austausch von Heizungspumpen!


Pumpen der neuesten Geneneration: Ein hydraulischer Abgleich ist wichtige Voraussetzung für die bedarfsgerechte Wärmeverteilung und den effizienten Betrieb einer Heizung. Mit der Nassläufer-Umwälzpumpe Alpha3 bringt Grundfos jetzt einen neuen Artikel auf den Markt, der bei kleineren Heizungssystemen einen hydraulischen Abgleich ohne großen Aufwand möglich macht. Foto: Grundfos

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Heizungspumpe Biral Modula

Für Heizungspumpen gibt es kein verpflichtendes Energielabel! Der Verband europäischer Pumpenhersteller hat darum selbst ein Energielabel für Heizungspumpen entwickelt. Aber: Für viele Heizungspumpen liegen die Mindestanforderungen inzwischen deutlich höher als der Grenzwert für die Klasse A auf
dem Energielabel. Das Energielabel ist damit für Verbraucher keine richtige Hilfe mehr.
Foto: Biral

Zusammenfassung:

  • Die Heizungspumpe ist ein wichtiger Bestandteil aller Heizungen. Leider sind 80 Prozent der Pumpen in deutschen Heizungskellern veraltet, verbrauchen viel zu viel Energie und schaden dadurch dem Klima.
  • Eine moderne Hocheffizienzpumpe orientiert ihre Leistung am tatsächlichen Wärmebedarf.
  • Erst mit einem hydraulischen Abgleich können moderne Pumpen ihre Leistung optimal an den Wärmebedarf anpassen.
  • Der Tausch einer Heizungspumpe ist nicht gerade unerheblich. Preise von 350 bis 500 € sind keine Seltenheit, können aber durch eine KfW-Förderung abgemildert werden.

Egal, ob Sie einen Gas-Brennwertkessel, eine Wärmepumpe oder einen Holzvergaserkessel im Einsatz haben: Die Umwälzpumpe ist ein zentraler Baustein nahezu aller Heizungen. Die Umwälzpumpe, oft auch einfach nur Heizungspumpe genannt, befördert das erwärmte Heizungswasser von Ihrem Heizkessel zu den Heizkörpern beziehungsweise der Fußbodenheizung und wieder zurück. Laut Angaben des Verbraucherportals co2online sind über 80 Prozent der deutschen Heizungspumpen inzwischen veraltet und treiben die Stromkosten unnötig in die Höhe. Aber Stromfresser müssen nicht sein! Wer seine ineffiziente, ungeregelte Umwälzpumpe austauschen und durch eine moderne Hocheffizienzpumpe ersetzen lässt, der kann seine Stromkosten pro Jahr um über 100 € drücken. Spätestens wenn Sie zum Beispiel Ihre alte Ölheizung erneuern müssen, sollten Sie gleichzeitig auch den Tausch der Heizungspumpe in Betracht ziehen.

Eine ungeregelte Umwälzpumpe austauschen!

Einstufige, ungeregelte Heizungspumpen wälzen das Heizungswasser im Dauerbetrieb und bei voller Pumpenleistung im Heizkreis um, ohne dabei den tatsächlichen Wärmebedarf zu berücksichtigen. Pro Jahr benötigt dieser Typ von Pumpe hierfür bis zu 500 kWh Strom. Anders ausgedrückt: Etwa zehn Prozent des jährlichen Stromverbrauchs Ihres Haushalts gehen allein auf das Konto von einstufigen, ungeregelten Heizungspumpen!
Ganz anders arbeitet eine moderne Hocheffizienzpumpe. Sie orientiert sich am tatsächlichen Wärmebedarf und passt ihre Leistungsaufnahme automatisch an. Das bedeutet, wird das Thermostatventil am Heizkörper aufgedreht, dann erhöht auch die Heizungspumpe ihre Leistung. Wird das Thermostatventil wieder geschlossen, dann drosselt die Pumpe diese wieder. Außerhalb der Heizperiode schaltet sich die Umwälzpumpe selbstverständlich komplett ab.

Neue Heizungspumpe: Hydraulischer Abgleich wichtig!

Wer seine alte Heizungspumpe gegen eine effiziente Umwälzpumpe tauschen lässt, der sollte auch gleich einen hydraulischen Abgleich seiner Heizungsanlage durchführen lassen. Ein hydraulischer Abgleich stellt sicher, dass jeder Heizkörper mit genau der richtigen Menge an Heizungswasser versorgt wird, die er benötigt. Dadurch sinken die Heizkosten und gleichzeitig auch der Stromverbrauch, denn die Heizungsumwälzpumpe kann nun ihre Leistung ideal an den Wärmebedarf anpassen. Vor allem wenn Sie eine Brennwertheizung im Einsatz haben, ist das hydraulische Abgleichen der Heizungsanlage im Grunde unverzichtbar: Denn je niedriger die Rücklauftemperatur ist, desto höher der Brennwerteffekt.

Umwälzpumpe Heizung: Das kostet der Tausch

Wer einen Austausch seiner alten, ineffiziente Umwälzpumpe durch eine moderne, hocheffiziente Heizungspumpe plant, der muss mit Kosten in Höhe von 350 bis 500 € rechnen – Montagekosten und Mehrwertsteuer inklusive. Das ist nicht gerade das, was man als geringfügige Investition bezeichnen würde. Doch der Austausch der Heizungspumpe macht sich in der Regel schnell bezahlt: Bereits nach drei bis fünf Jahren haben Sie Ihre Ausgaben durch den reduzierten Stromverbrauch der neuen Pumpe wieder hereingespart. Das gilt vor allem dann, wenn die Stromanbieter ihre Preise in den nächsten Jahren weiter erhöhen sollten!
Im Zuge einer Optimierung Ihrer Heizung werden Sie beim Einbau einer Hocheffizienzpumpe durch die KfW-Förderbank (Investitionszuschuss 430) finanziell unterstützt. Die Förderhöhe beläuft sich auf 7,5 Prozent der förderfähigen Kosten. Beachten Sie, dass Zuschüsse unter 300 € jedoch nicht ausbezahlt werden. Es ist daher so gut wie ausgeschlossen, dass Sie allein durch die Einzelmaßnahme „Pumpentausch“ in den Genuss von KfW-Fördermittel gelangen werden. Bei einer Kombination verschiedener Modernisierungsmaßnahmen, zum Beispiel Energieberatung, Heizungspumpentausch und Durchführung eines hydraulischen Abgleichs, ist die Situation eine andere. Neben der KfW-Bank gewähren mitunter auch Stadtwerke, Stromanbieter oder Kommunen Investitionskostenzuschüsse für den Einbau moderner Heizungspumpen. Halten Sie also die Augen offen und holen Sie mehrere Angebote für den Tausch Ihrer Heizungspumpe ein, damit Sie vergleichen können. Auf alle Fälle können Sie den Preis für den Umstieg auf eine Hocheffizienzpumpe drücken, wenn Sie bei Ihrer Steuererklärung Ihre Handwerkerrechnung absetzen und sich so zumindest einen Teil Ihrer Ausgaben wieder zurückholen.

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Heizungspumpe Wilo Stratos Pico


Umwälzpumpe mit niedrigem Stromverbrauch:
Nur wenn ein erhöhter Wärmebedarf vorliegt, arbeitet die Hocheffizienzpumpe Stratos Pico von Wilo im hohen Drehzahlbereich. Dadurch lässt sich laut Hersteller der Stromverbrauch um bis zu 90 Prozent senken. Foto: Wilo

Umwälzpumpen-Modelle

Einstufige, ungeregelte Heizungspumpen:
Eine einstufige, ungeregelte Heizungspumpe lässt sich nicht einstellen. Sie arbeitet immer mit gleicher Leistung. Das wirkt sich negativ auf den Stromverbrauch aus. Seit etwa 20 Jahren wird diese Art von Pumpe nicht mehr verbaut. Das Festhalten an solch einer Pumpe ist bar jeder Vernunft.

 Mehrstufige, ungeregelte Heizungspumpen:
Eine mehrstufige, ungeregelte Heizungspumpe verfügt meist über drei Leistungsstufen. Auf erster Stufe beträgt die Leistungsaufnahme etwa 30 Watt, was bei einer jährlichen Pumpenlaufzeit von durchschnittlich 6.000 Stunden Stromkosten in Höhe von etwa 47 Euro verursacht. Auf dritter Stufe beträgt die Leistungsaufnahme rund 80 Watt. Umgerechnet bedeutet das Stromkosten in Höhe von ungefähr 125 Euro.

Elektronisch geregelte Heizungspumpen:
Eine elektronisch geregelte Umwälzpumpe bestimmt ihre Leistung automatisch anhand des Wärmebedarfs. Werden die Heizkörperthermostate geöffnet, steigt die Pumpenleistung. Umgekehrt sinkt sie wieder, wenn die Thermostate geschlossen werden. Dadurch werden die Stromkosten reduziert, denn die meiste Zeit arbeitet die Pumpe nur im Teillastbereich.

Hocheffizienzpumpen:
Eine Hocheffizienzpumpe ist elektronisch geregelt, passt ihre Leistung automatisch an den Wärmebedarf an und hat einen speziellen Antrieb. Die Leistungsaufnahme liegt nur noch bei etwa sechs bis 30 Watt. Der jährliche Stromverbrauch liegt damit nur noch bei rund 75 kWh, was gleichbedeutend mit Stromkosten im Wert von zirka 20 Euro ist.

Quelle: co2online

Baulexikon

Brennwertkessel

Ein Brennwertkessel (auch „Kondensationskessel“ genannt) entzieht den bei der Verbrennung entstehenden Rauchgasen die Restwärme und setzt diese in Heizwärme um. Diese Restwärme wird bei der Kondensation (Verdampfungswärme) der in den Abgasen enthaltenen Feuchtigkeit frei. Dadurch senkt sich bei einem Brennwertkessel im Vergleich zu einem Standardheizkessel der Energieverbrauch um bis zu 30, der Schadstoffaustausch um bis zu 50 Prozent.

Flächenheizsystem

Unter dem Begriff Flächenheizsysteme sind Fußboden-, Wand- und Deckenheizungen zusammengefasst. Allen Flächenheizsystemen sind Rohrleitungen gemein, die unter dem Fußboden, der Wand oder der Decke verlegt sind und über die der Raum beheizt wird. Flächenheizsysteme arbeiten im Vergleich zu Konvektionsheizungen mit einer deutlich niedrigeren Vorlauftemperatur, was bei der Einsparung von Heizkosten hilft. Die Raumerwärmung erfolgt über von vielen Menschen als angenehm empfundene Strahlungswärme.

Zirkulationspumpe

Eine Zirkulationspumpe ist eine elektrisch angetriebene Pumpe, die das warme Brauchwasser in den Trinkwasserleitungen permanent umgewälzt, so dass an jeder Zapfstelle unverzüglich warmes Wasser bereit steht.