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Energieberatung – Dank Beratung höhere Energieeffizienz

Eine Energieberatung in Auftrag zu geben, ist ein erster Schritt, wenn Sie die Energieeffizienz Ihres Hauses nachhaltig verbessern möchten. Denn nur wer die Schwachstellen seines Eigenheims kennt, kann diese durch gezielte Sanierungmaßnahmen ausmerzen und Energie einsparen. Bei einer Energieberatung nimmt ein Energieberater unter anderem die Dämmung, das Heizsystem und die Fenster genau unter die Lupe und zeigt konkrete Verbesserungsmöglichkeiten auf. Holen Sie sich jetzt aktuelle Informationen zum Thema Energieberatung.

Bei einer Energieberatung klären sich viele Fragen.

Ein Check von Heizung & Co. öffnet so manchem Eigenheimbesitzer die Augen: viele Haushalte in Deutschland verschenken Jahr für Jahr große Mengen Energie! Das ist nicht nur schlecht für die Haushaltskasse, sondern auch für die Energiewende und das Klima. Eine Energieberatung klärt darüber auf, wo die energetischen Schwachstellen eines Hauses liegen und durch welche baulichen Maßnahmen Energie gespart werden kann. Foto: Fotolia / Coloures-Pic

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Zusammenfassung:

  • Bei einer Energieberatung wird der energetische Ist-Zustand eines Gebäudes analysiert. Im Anschluss an die Beratung werden konkrete Sanierungsvorschläge aufgezeigt.
  • Die Kosten für eine Energieberatung belaufen sich auf etwa 500 bis über 1.000 Euro. Gleich mehrere Faktoren beeinflussen den Preis.
  • Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Energieberatung mit bis zu 60 Prozent der Beratungskosten.

Eine Energieberatung liefert Ihnen Informationen darüber, an welcher Stelle Sie bei Ihrem Eigenheim am besten den „Sanierungs-Hebel“ ansetzen, um Heizkosten zu sparen, den Wohnkomfort zu erhöhen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Das passiert bei einer Energieberatung

Im ersten Schritt der Energieberatung ermittelt der Experte vor Ort den Ist-Zustand Ihres Gebäudes und nimmt alle relevanten Daten auf. Auf dieser Basis erstellt der Berater im Anschluss seinen Energieberatungsbericht, der die wesentlichen Ergebnisse seiner Untersuchung sowie konkrete Vorschläge zur energetischen Sanierung Ihres Eigenheims enthält. In einem Abschlussgespräch wird Ihnen der Energieberatungsbericht im Detail erläutert. Sie haben nun auch die Chance, Fragen zu stellen und Antworten zu erhalten.

Die Kosten einer Energieberatung

Die Kosten für eine Energieberatung belaufen sich auf 500 bis über 1.000 Euro und können stark schwanken. Der Grund: Gleich mehrere Faktoren beeinflussen den Preis für den Immobilien-Check durch einen Energieberater. Als erstes muss festgehalten werden, dass der Energieberater selbst einen nicht unerheblichen Kostenfaktor darstellt. Es gibt günstige und es gibt teure Energieberater, wobei Sie sich darüber im Klaren sein sollten, dass teuer nicht gleich besser sein muss. Ein weiterer Kostenfaktor ist die Größe der zu bewertenden Immobilie. Die Energieberatung für eine Doppelhaushälfte ist deutlich günstiger als die für ein Zweifamilienhaus. Zu guter Letzt spielt der Umfang der Beratung eine Rolle. Leistungen wie Blower-Door-Test und Thermografie treiben die Kosten für die Beratung in die Höhe, können aber hilfreich sein.
Wem die Kosten für eine Energieberatung nun zu hoch sind, der sollte der Website des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Besuch abstatten und sich eine Übersicht über mögliche Förderprogramme holen.

Förderung für eine Energieberatung

Eigenheimbesitzer dürfen sich über ein Geldgeschenk freuen: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat ein Förderprogramm für Energieberatungen im Rahmen der sogenannten „Vor-Ort-Beratung“ aufgelegt. Bis zu 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten werden vom BAFA übernommen. Maximal beläuft sich die Förderung durch den Bund jedoch auf 800 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.100 Euro bei Wohngebäuden mit mindestens drei Wohneinheiten.
Mit Blick auf den Inhalt des Energieberatungsberichts haben Eigenheimbesitzer die Wahlmöglichkeit zwischen „der Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts für

  • eine Sanierung des Wohngebäudes (zeitlich zusammenhängend) zum KfW-Effizienzhaus (Komplettsanierung) oder
  • eine umfassende energetische Sanierung in Schritten mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen (Sanierungsfahrplan).“

Um den Antrag für eine Förderung der „Vor-Ort-Beratung“ kümmert sich Ihr Energieberater. Vor Beginn der Beratung reicht er den Förderantrag beim BAFA ein. Das Verfahren ist im Einzelnen durch die am 12. November 2014 veröffentlichte Richtlinie geregelt.

Fragen an den Energieberater

Der Energieberater Eric-Stephan Zeisler aus Berlin gibt Antworten auf zwei Fragen unserer Leser zum Thema „energetisches Sanieren“.

Erste Frage an den Energieberater:
Mein Haus (Baujahr 1986, 150 m² Wohnfläche, vier Bewohner) benötigt eine neue Heizung. Bisher haben wir mit einem alten Öl-Kessel geheizt, doch jetzt interessieren wir uns für eine Wärmepumpe. Da nur das Dach, die Fassade jedoch noch nicht, gedämmt wurde, stellt sich die Frage, ob eine Wärmepumpe unter diesen Voraussetzungen nicht zu viel Strom verbrauchen würde? Leider ist bis auf im Badezimmer nirgendwo eine Fußbodenheizung verlegt.

Energieberater Eric-Stephan Zeisler: „Eine Wärmepumpe, egal ob Luft- oder Erdwärme, ist eine tolle Sache für jeden Haushalt und die Umwelt. Noch besser wäre eine gasbetriebene Wärmepumpe. Denn eine Kilowattstunde Strom ist in der Regel viermal so teuer wie eine Kilowattstunde Erdgas. Da hätten Sie schon mal eine deutliche Einsparung in puncto Energiepreise.
Nun ist Ihr Haus zwar schon nach der Wärmeschutzverordnung 1982 erreicht worden, jedoch werden Sie, wahrscheinlich, immer noch ordentlich heizen müssen. Das kann nur durch eine Wärmepumpe, nach meiner persönlichen Erfahrung, nicht wirtschaftliche geleistet werden. Nicht selten wird das dann für den Endverbraucher teuer, weil über den eingebauten elektrischen Heizstab im Winter zugeheizt werden muss und der Stromverbrauch in die Höhe schnellt. Daher sind diese Wärmepumpen eher etwas für gut gedämmte Neubauten mit einer Fußbodenheizung.
Die ideale Kombination für Bestandgebäude haben die großen Unternehmen der Heizungsbranche jüngst entwickelt und auf den Markt gebracht: Das Hybrid-Gerät. Eine Kombination aus Wärmepumpe und Gas-Brennwertkessel. In diesen Geräten ist eine Regelung verbaut, die man mit den aktuellen Strom- und Gaspreisen programmiert, danach regelt das Gerät automatisch mit welchen der beiden Heizungsarten es die Wärme produziert. Und in der Spitze wird die Wärme- oder das Warmwasser immer mit dem günstigeren Gasbrennwert hergestellt. In der Übergangszeit, wenn es Außentemperaturen über 5°C hat das Haus bereits beheizt werden muss, kann dann die Wärme über die Wärmpumpe geliefert werden. Der Raumbedarf des Gas-Hybrid-Gerätes ist nicht viel größer als ein bisheriges, wandhängendes Gasbrennwertgerät. Diese Kombination ist auch für Ihr Haus die beste Alternative.“

Zweite Frage an den Energieberater:
Ich interessiere mich für die Installation einer Solarthermieanlage. Welche Bedingungen muss mein Gebäude (Baujahr 1974, 180 m² zu beheizende Fläche, Gas-Niedertemperaturkessel) erfüllen, damit ich Solarthermie auch zur Unterstützung der Heizung nutzen kann. Das Dach wurde 1998 gedämmt, die Fassade noch nicht.

Energieberater Eric-Stephan Zeisler: „Eine Solarthermieanlage liefert Ihnen kostenlose Energie, von daher ist der Nutzen bereits gegeben. Eine besonders hohe Auslastung der Solaranlage haben Sie, wenn Sie die Energie zwischenspeichern können. Das passiert bei einer Solarthermieanlage mit Pufferspeicher. Je mehr Speichervolumen Sie haben, desto höhere Auslastung erzielen Sie. Die Heizung brauchen Sie dann wenn die Sonne nicht so intensiv scheint. Gut wenn Sie dann noch „Sonnenwärme“ getankt haben. Dabei spielt natürlich auch die nachgeschaltet Heizungsanlage eine Rolle, je geringere Vorlauftemperaturen Ihre Heizungsanlage braucht, zum Beispiel Fußboden-,Wandheizung oder große Heizkörperflächen, desto länger reicht die Energie aus dem Pufferspeicher. Allerdings heißt das nicht, dass die Solarthermie nicht auch mit einer „normalen“ Heizung funktioniert. Es muss unter Umständen dann die Vorlauftemperatur durch den Heizkessel nachgeheizt werden. Und auch hier werden Sie eine Einsparung verzeichnen.
Fast wichtiger ist die Ausrichtung der Solarkollektoren zur Sonne und die Frage ob in nächster Zeit nicht Nachbars Baum plötzlich einen Schatten auf die neuen Solarkollektoren wirft. Ideal ist eine Ausrichtung nach Süden und Neigungswinkel des Kollektors von 45 Grad. Ein Fachmann kennt die Anforderungen und kann Sie vor Ort sicher noch besser beraten.
Als Faustformel rechnet man bei einem 3-4-Personen-Haushalt mit rund 6 bis 8 Quadratmetern Kollektorfläche. Wird Solarthermie zusätzlich zur Heizungsunterstützung eingesetzt, liegt der Flächenbedarf bei dem 1,5-fachen bis doppelten.
Mein Tipp: Nehmen Sie eines der zahlreichen Angebote wahr und kaufen Sie sich ein Komplettsystem, also Erdgas-Brennwertkessel mit Pufferspeicher, passenden Solarkollektoren und der passenden Regelung. Das alles in Größe und Leistung abgestimmt auf Ihr Haus. Hierdurch haben Sie die Gewähr der höchsten Einsparung. Nicht selten begutachte ich Anlagen die aus verschiedenen Komponenten selbst zusammengestellt wurden und daher nicht optimal aufeinander abgestimmt sind.“

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