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Kellerabdichtung – Keller gegen Feuchtigkeit abdichten

Eine Kellerabdichtung ist absolut notwendig, damit die Kellerwände nicht durchnässen und keine Feuchtigkeit ins Innere des Kellers gelangen kann. Bei uns lesen Sie, was zu tun ist, damit Ihr Untergeschoss dauerhaft trocken bleibt und wie Sie Ihren Kellerboden abdichten. Erfahren Sie auch mehr über die verschiedenen Systeme der Kellerabdichtung.

Bauwerkabdichtung mit WU-Beton: Kellerwände und Bodenplatte haben bei der „weißen Wanne“ sowohl statische als auch abdichtende Funktion. Eine zusätzliche Außenabdichtung wird nicht benötigt, um Feuchtigkeit außerhalb des Kellers zu halten. Foto: Bürkle Kellerbau

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Bürkle Kellerbau, ein Unternehmen aus dem badischen Sasbach, das schon seit vielen Jahrzehnten Fertigkeller baut und mit zahlreichen Referenzen aufwarten kann: Bürkle ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn Sie den Bau eines Fertigkellers planen.

Zusammenfassung:

  • Für die Kellerabdichtung ist der Bemessungswasserstand ein wichtiger Parameter. Wichtige Details liefert eine Baugrunduntersuchung.
  • Zum abdichten des Kellers stehen Bauherren mehrere Systeme und Produkte zur Auswahl, die auf die jeweiligen Lastfälle abgestimmt sind.
  • Das Abdichten des Kellerbodens ist eine schwierige, aufwendige und finanziell nicht gerade unerhebliche Maßnahme.
  • Ein Fertigkeller aus WU-Beton („weiße Wanne“) benötigt keine zusätzliche Kellerabdichtung.

Eine wirksame Kellerabdichtung ist unerlässlich, wenn Sie Ihren Keller in einer Region mit starker Feuchtebelastung durch drückendes Grundwasser oder stauendem Sickerwasser bauen. Aber auch an Standorten mit weniger problematischen Wasserverhältnissen ist es ratsam, dass eine solide Abdichtung des Kellers erfolgt. Denn feuchte Wände führen schnell zu gesundheitsschädlichem Schimmel und nachträglich ist eine Mauerwerkssanierung beziehungsweise Bauwerkabdichtung ist sehr aufwendig und kostspielig.

Keller abdichten

Um entscheiden zu können, wie Sie Ihren Keller abdichten müssen, gilt es die Feuchtebelastung Ihres Baugrunds zu ermitteln. Zunächst genügt hier meist eine Anfrage beim zuständigen Bau- oder Wasserwirtschaftsamt, um den sogenannten Bemessungswasserstand in Erfahrung zu bringen. Der Bemessungswasserstand ist der höchste anzunehmende Grundwasserstand auf Ihrem Baugrund und zugleich der wichtigste Parameter bei der Planung der Kellerabdichtung. Falls Sie sich nicht allein auf die Auskunft der Behörden verlassen möchten, können Sie anschließend auch noch ein Bodengutachten in Auftrag geben. Die Baugrunduntersuchung gibt Ihnen nicht nur Aufschluss über die Wasserverhältnisse, sondern liefert auch noch interessante Informationen zur Tragfähigkeit des Erdreichs, zur Bodenbeschaffenheit und zu möglichen Bodenverunreinigungen.

Wie die Kellerwand abdichten?

Wie und durch welche bautechnischen Maßnahmen Sie Ihre Kellerwände abdichten müssen, hängt von der Belastung durch das Grundwasser ab und wird durch die DIN-Norm 18195 geregelt. Gleich vier verschiedene Arten von Lastfällen sind dabei zu unterscheiden: Bodenfeuchte, nichtstauendes Sickerwasser, vorübergehend aufstauendes Sickerwasser und drückendes Wasser.

  • Bitumenanstrich: Bei Bodenfeuchte oder nichtstauendem Sickerwasser genügt es, für die Außenabdichtung des Kellers einen Bitumenanstrich auf die Kellerwände aufzutragen. Bevor das Erdreich am freiliegenden Keller aufgefüllt werden darf, muss der Bitumenanstrich geschützt sein. Hierfür eignen sich Produkte wie Baufolien, Noppenbahnen oder Polystyrol-Hartschaumplatten, die einen direkten Kontakt mit dem Erdreich verhindern. Letztere fungieren gleichzeitig als Kellerdämmung. Jede Kellerabdichtung mittels Bitumen wird aufgrund ihres charakteristischen Erscheinungsbilds auch als „schwarze Wanne“ bezeichnet.
  • Mineralische Dichtschlämme: Der Bautenschutz mit einer mineralischen Dichtungsschlämme (MDS) ist noch kein Bestandteile der DIN 18195 „Bauwerksabdichtung“, soll aber bei der nächsten Überarbeitung berücksichtigt werden. Die MDS lässt sich bei den Lastfällen Bodenfeuchte und nichtstauendem Sickerwasser einsetzen.
  • Bitumendickbeschichtung: Für den Lastfall stauendes Sickerwasser ist laut DIN-Norm der Einsatz einer kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtung (KMB) vorgesehen. Sie wird in mehreren Lagen bis zu einer Schichtstärke von fünf Millimetern auf die Kellerwände aufgetragen. Durch die Beimischung von Kunststoffen bleibt die Dickbeschichtung dauerhaft elastisch und druckfest. Wie andere Beschichtungen auch, muss die KMB gegen Beschädigung geschützt werden.
  • Bitumenbahnen/Kunststoff Dichtungsbahnen: Bei drückendem Wasser empfiehlt die DIN-Norm die Kellerabdichtung mit heißverklebten Bitumenbahnen oder mit Dichtungsbahnen aus Kunststoff. Beide Abdichtungen sind relativ aufwendig zu verlegen und verursachen dadurch auch höhere Kosten.

Eine besondere Art der Kellerabdichtung ist die sogenannte Horizontalabdichtung. Die Horizontalabdichtung, auch Horizontalsperre genannt, hindert die Bodenfeuchtigkeit daran, in der Kellerwand aufzusteigen und das Mauerwerk zu durchnässen. Zusätzlichen Schutz vor Feuchtigkeit im Keller bietet hierbei ein raumseitig auf die Kellerwände aufgebrachter Sanierputz. Bei der mechanischen Horizontalabdichtung wird eine Sperre aus Edelstahlblechen, Mauerpappe, Folien und Kunststoffplatten über den kompletten Wandquerschnitt eingearbeitet. Bei einer chemischen Horizontalsperre wird die Kellerwand durch ein Injektionsverfahren mit kapillarbrechenden Stoffen „geimpft“ und so abgedichtet. Dieses Verfahren wurde speziell für die Sanierung feuchter Wände im Altbau entwickelt, die Wirksamkeit ist jedoch alles andere als unumstritten. 

Den Kellerboden abdichten

Feuchte kann nicht nur über die Wände, sondern auch über die Bodenplatte in den Keller hineindiffundieren. Ein Problem, das leider bei Altbauten häufiger auftritt und nur schwer in den Griff zu bekommen ist. Handelt es sich um einen Kellerboden aus gestampftem Lehm, besteht die Möglichkeit, diesen Schritt für Schritt abzutragen und zu einem neuen Betonboden mit funktionstüchtiger Abdichtung aufzubauen. Wenn Sie einen Kellerboden abdichten müssen, der bereits aus Beton besteht, ist der Arbeitsaufwand schon deutlich höher. Der Rückbau eines Betonbodens ist sehr zeit- und kostenintensiv. Alternativ können Sie Ihren Kellerboden mit einer Innenabdichtung, einer speziellen Dichtschlämme schließen. Grundsätzlich sollten Sie, wenn Sie vor dem Problem stehen Ihren Kellerboden abdichten zu müssen, immer einen Fachmann hinzuziehen und mit diesem alle aufkommenden Fragen klären, um die richtige Lösung für Ihr individuelles Problem zu finden.

Nur ein dichter Keller ist ein guter Keller!

Wirksamer Bautenschutz geht auch ohne Dickbeschichtung und Co. Ein Fertigkeller, der aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) gebaut wurde, benötigt keine zusätzlichen Produkte zur Wandabdichtung. Bodenplatte und Kellerwände bilden dabei eine absolut dichte Wanne – die wegen ihrem äußeren Erscheinungsbild auch „weiße Wanne“ genannt wird – die nur wenig Fugen aufzuweisen hat und so jeder erdenklichen Wasserbelastung standhält. Nahezu jeder Fertigkeller ist heute aus WU-Beton gefertigt und so absolut dicht. Mit einem Fertigkeller aus Beton befindet sich die Baufamilie grundsätzlich auf der sicheren Seite. Die Betonfertigteile werden im Werk millimetergenau und computergesteuert produziert. Der Fugenanteil ist im Vergleich zum gemauerten Keller gering und die Montage erfolgt per Kran in Rekordzeit. Innerhalb einer Woche steht der Keller auf der Fundamentplatte.
Bürkle Kellerbau gehört zu einer handvoll Top-Unternehmen in Deutschland, die sich auf Fertigkeller spezialisiert haben und auf die Erfahrung von tausenden gebauten Kellern verweisen können. Bürkle gilt als Garant für wasserdichte Keller, denn am Firmensitz in der Rheinebene ist ein hoher Grundwasserspiegel fast schon Normalität. Mit einem besonders spektakulären Beispiel weiß man in Sasbach übrigens die Besucher immer wieder zu beeindrucken. Dort schaukelt ein „schwimmender Keller“ in einem tiefen Pool leise vor sich hin. Mehr geht einfach nicht in Sachen Dichtigkeit!
Grundsätzlich werden zwei Systeme der Abdichtung unterschieden: Zum einen die außenliegende, vollflächige Abdichtung der Kellerwände zum Beispiel mit einer Bitumendickbeschichtung, die hierbei bis über die Bodenplatte geführt wird und wie eine zweite Haut den Keller umschließt. Bei der „weißen Wanne“ bildet die Bodenplatte zusammen mit den aus wasserundurchlässigem Beton hergestellten Wänden eine Flächenabdichtung. So müssen lediglich die Boden-Wand-Fuge sowie die Wandstöße mit einem zugelassenen Fugenabdichtungssystem gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt werden. In beiden Fällen wird die Bodenplatte vor Ort mit wasserundurchlässigem Beton gegossen.
Fazit: Mit einem Fertigkeller bekommt man die Feuchterisiken beim Kellerbau bestens in den Griff. Kein Wunder, dass das Traditionsunternehmen Bürkle zehn Jahre Garantie einräumt, also deutlich mehr als vom Gesetzgeber verlangt (VOB, zwei Jahre).

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Baulexikon

Bitumen

Das vor allem aus Erdöl gewonnene Bitumen (auch „Erdpech“ genannt) wird zum Beispiel als Bitumenbahn oder bitumenhaltige Haftschicht zum Feuchtigkeitsschutz von Gebäudeteilen, zum Beispiel Kellerwände, verwendet.

Bitumendickbeschichtung

Die Bitumendickbeschichtung ist ein bautechnisches Verfahren der Bauwerksabdichtung, das häufig im Bereich der Kellerabdichtung (schwarze Wanne) angewendet wird. Dabei werden mehrere Lagen einer Bitumenemulsion auf die Kellerwände aufgebracht, um das Eindringen von Feuchtigkeit in die erdberührende Außenwand zu verhindern. Die Bitumendickbeschichtung zeichnet sich durch ihre hohe Beständigkeit und Elastizität aus.

Bodengutachten / Baugrundgutachten

Ein Baugrund- oder Bodengutachten wird zur Planung eines Bauvorhabens im Vorfeld eingeholt, mit dem Ziel, eine Gründungsempfehlung auszusprechen. Der geotechnische Bericht beurteilt den Baugrund hinsichtlich Tragfähigkeit, Bodenbeschaffenheit und Bodenverunreinigungen. Die Grundwassersituation zu kennen, ist insbesondere für die geplante Unterkellerung eines Bauwerkes, die Wahl der Abdichtung und eventuelle Wasserhaltungsmaßnahmen entscheidend. Der Sachverständige für Geotechnik oder der Baugrundgutachter schlägt ein dem Bauvorhaben angepasstes Untersuchungsprogramm vor. Ein solches Gutachten ist gemäß den Vorgaben der DIN 4020 in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) definiert.

Drückendes Wasser

Unter drückendem Wasser versteht man Grund- oder Hangwasser, das auf die Abdichtung von Gebäudeteilen (zum Beispiel Keller oder Bodenplatte) Druck ausübt und ins Innere zu gelangen droht. Um Wasserschäden vorzubeugen, sind spezielle Maßnahmen zur Kellerabdichtung vorzunehmen.

Schwarze Wanne

Keller, die mit schwarzen Bitumenbahnen oder -anstrichen abgedichtet sind, tragen die Bezeichnung „schwarzen Wanne”.