Massivholzhaus – Gesund bauen, gesund leben

Das Massivholzhaus ist ein individuell geplantes Holzhaus, das aus vorgefertigten Wand- und Deckenelementen besteht. Diese werden im Werk des Anbieters witterungsunabhängig und mit gleichbleibend hoher Qualität hergestellt. Ein Massivholzhaus punktet mit einem hervorragenden Raumklima und guten Dämmwerten. Informieren Sie sich jetzt zum Thema Massivholzhaus.

19.03.2018
Außenansicht Massivholzhaus Düren von Fullwood
Holzbau auf höchstem Niveau: Die Idee, ein massives Holzhaus zu bauen, kam Familie Brauer im Dänemarkurlaub, wo sie in einem Holzhaus Ferien machten. „Wir dachten uns: Bauen wir doch ein kleines Haus, anstatt in einer Wohnung zu leben.“ Foto: Fullwood

Zusammenfassung:

  • Ein Massivholzhaus ist ein spezielles Holzhaus, das aus vorgefertigten Wand- und Deckenelementen besteht und innerhalb weniger Tage fix und fertig auf der Baustelle montiert wird.
  • Holz verfügt von Natur aus über eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit und somit über einen sehr guten Wärmeschutz: damit können mit einem Massivholzhaus sehr gute Dämmwerte erzielt werden.
  • Ein Massivholzhaus bietet seinen Bewohnern ein gesundes und ausgeglichenes Wohnumfeld mit Wohlfühlgarantie.
  • Ein Massivholzhaus hat kein erhöhtes Brandrisiko. Im Fall der Fälle zeigt der Baustoff Holz sogar ein günstiges Brandverhalten.

Zurück zur Natur. Damit lässt sich ein Hausbau-Trend umschreiben, der seit einigen Jahren Bauherren und Baubranche gleichermaßen erfasst hat. Im Mittelpunkt steht dabei der Wunsch, Zement, Beton und Stahl überall da wo es möglich ist durch den natürlichen Baustoff Holz zu ersetzen. Die Krönung dieser Entwicklung ist für viele Bauherren das sogenannte Massivholzhaus.

Was ist ein Massivholzhaus?

Jedes Massivholzhaus wird, ähnlich wie ein Fertighaus in Holzrahmen- oder Holztafelbauweise, aus vorgefertigten Wand- und Deckenelementen errichtet. Diese lässt der Hersteller unabhängig von Jahreszeit und Witterung in seinem Werk millimetergenau vorproduzieren und anschließend per Schwerlast-Lkw zur Baustelle transportieren. Dort werden die Einzelteile innerhalb weniger Tage Stück für Stück zu einem Massivholzhaus zusammengeschraubt. Eine Rohbauzeit von gerade einmal einem bis drei Tagen stellt bei einem Massivholzhaus keine Ausnahme, sondern die Regel dar.
In Sachen Massivholzhaus haben sich heute verschiedenste Wandkonstruktionen auf dem Markt etabliert, die aber alle ihren Ursprung bei der traditionellen Blockbauweise haben. Im Regelfall handelt es sich dabei, in Abgrenzung zu den einschaligen Vollholzkonstruktionen traditioneller Blockhäuser, um mehrschichtige Wandaufbauten, die die strengen Wärmeschutzanforderungen bei vergleichsweise geringen Wandstärken erfüllen: Doppelblockwände und Blockbalkenwände mit zusätzlicher Innendämmung, Brettsperrholz-Elemente aus mehreren Lagen kreuzweise miteinander verleimter Bretter und Brettstapel-Elemente sind nur eine Auswahl möglicher Wandkonstruktionen.
Was das äußere Erscheinungsbild eines Massivholzhauses anbelangt, so sind diese ebenso vielfältig wie die Wandkonstruktionen. Wem beim Stichwort Massivholzhaus nur eine naturbelassene, rustikale Holzfassade in den Sinn kommt, der befindet sich auf dem sprichwörtlichen Holzweg. Massivholzhäuser überzeugen vielmehr durch ihre optische Vielfalt: Bauherren, die für ihr Eigenheim ein modernes Erscheinungsbild mit einer Putzfassade bervorzugen, kommen ebenso auf ihre Kosten wie diejenigen, die sich ein Massivholzhaus mit einer Naturhaus-Optik wünschen.

Haus Lavendel von Stommel Haus
Ein perfektes Beispiel, wenn Sie als junge Familie bauen möchten: weiße Wände, klare Formen, Böden aus dunklem Naturholz kontrastieren mit dem hellen Holz der Deckenbalken, und ein Ofen aus Stahl. Auf relativ kleiner Wohnfläche ist hier ein besonders sympathisches, schlüsselfertiges Holzhaus entstanden. Foto: Stommel Haus

Hervorragende Dämmung dank Massivholz

Immer kuschelig warm und dennoch niedrige Heizkosten. Was sich nach einem Ding der Unmöglichkeit anhört, ist bei einem Massivholzhaus Standard: Holz verfügt über eine besonders niedrige Wärmeleitfähigkeit und dadurch über eine sehr gute natürliche Dämmung. Je nach Konstruktionsweise der Außenwände, sowohl einschichtige als auch mehrschichtige Systeme kommen hier in Frage, werden noch zusätzliche Dämmmaßnahmen ergriffen, um die angestrebten Verbrauchswerte zu erzielen: zum Beispiel wie bereits angesprochen eine Kerndämmung bei massiven, zweischaligen Wandkonstruktionen. Aber auch Wände mit zusätzlichen Dämmschichten von außen und/oder innen sind für ein Massivholzhaus typisch.
Als Dämmmaterial werden im Normalfall ökologische Dämmstoffe eingesetzt, um den ökologischen Charakter des Massivholzhauses zu unterstreichen. Sehr beliebt sind dabei Holzfaserdämmplatten, die aus gepressten Holzfasern bestehen und allein durch das holzeigene Lignin ihre stabile Form behalten.

Apropos zweischalige Wandkonstruktion: Diese Bauweise bietet auch in puncto Schallschutz Vorteile, denn sie ist dazu in der Lage, störende Umgebungsgeräusche, wie zum Beispiel Straßen- oder Fluglärm, konsequent draußen zu halten.

Info

Der Baustoff Holz

Die Herstellung von Zement, Beton und Baustahl verschlingt große Mengen Energie und ist für einen nicht unbeträchtlichen Teil der deutschen Kohlendioxidemissionen verantwortlich. Ganz anders verhält es sich beim traditionellen Baustoff Holz: Während seines Wachstums entnimmt ein Baum der Atmosphäre klimaschädliches Kohlendioxid (CO2), um daraus mittels Photosynthese Holz zu bilden. Dank dieses biochemischen Prozesses wird etwa eine Tonne CO2 pro Kubikmeter Holz dauerhaft gebunden. Ein weiterer Vorteil von Holzbaustoffen ist, dass für ihre Produktion und Weiterverarbeitung vergleichsweise wenig Energie aufgewandt werden muss. Doch nicht nur aus ökonomischer und ökologischer Sicht ist Holz der Baustoff der Zukunft. Auch unter ästhetischen und baubiologischen Gesichtspunkten, Stichwort natürliches Raumklima, hat Holz eine ganze Menge zu bieten.

Ein Massivholzhaus bietet ein ausgezeichnetes Raumklima

Holz ist nicht nur ein sehr guter Dämmstoff, sondern wirkt sich auch positiv auf das allgemeine Wohlbefinden und unser Immunsystem aus. Besonders Menschen, die unter Allergien oder Atemwegserkrankungen leiden, wissen das Leben in einem Massivholzhaus mit seinem wohltuenden Raumklima zu schätzen.

Ein Massivholzhaus verfügt über klimaregulierende Eigenschaften. Naturbelassenes Holz nimmt Feuchtigkeit auf, speichert diese und gibt sie bei zu trockener Raumluft wieder ab, so dass Massivholzhäuser ihre Bewohner mit einem konstant guten Raumklima verwöhnen. Als weiterer positiver Aspekt kommt hinzu, dass Holz ein guter Wärmespeicher ist, so dass die Oberflächen von Decken und Wänden eine gewisse Grundwärme ausstrahlen. Das führt dazu, dass sich die Bewohner eines Massivholzhauses, anders als bei einem Stein auf Stein errichteten Gebäude, schon bei zwei bis drei Grad niedrigeren Raumtemperaturen wohlfühlen. So muss weniger geheizt werden und es werden auch weniger klimaschädliche Treibhausgase freigesetzt. Auch bieten die warmen Oberflächen gesundheitsschädlichem Schimmel nur wenig Angriffsfläche. Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass der Verzicht auf den Einsatz chemischer Holzschutzmittel im Gebäudeinneren sowie der Verzicht auf syntherische, nämlich auf Erdölbasis hergestellte Dämmstoffe, wie es die meisten Massivholzhaus-Hersteller tun, zu einem unbelasteten und gesunden Wohnumfeld führt.

Holzhaus und Brandschutz: Wie passt das zusammen?

Beim Thema Massivholzhaus drängt sich unweigerlich die Frage nach dem Brandschutz auf. Unstrittig dürfte sein, dass Holz ein anderes Brandverhalten zeigt als zum Beispiel Stahl oder Beton. Doch anders ist in diesem Zusammenhang nicht gleichbedeutend mit schlechter.
Wie der Deutsche Massivholz- und Blockhausverband e.V. verlautbaren lässt, brennt es in einem Holzhaus nicht häufiger als in Gebäuden, die Stein auf Stein errichtet wurden. Diese Aussage deckt sich auch mit den Statistiken, die von Feuerwehr und Versicherungen geführt werden. Grundsätzlich gilt, dass jedes Holzhaus beziehungsweise Massivholzhaus selbstverständlich den gesetzlichen Anforderungen zum Brandschutz genügen muss. Sollte in einem Massivholzhaus dennoch einmal ein Feuer ausbrechen, dann zeigt das natürliche Baumaterial ein günstiges Brandverhalten: Holz brennt nämlich vergleichsweise langsam. Besonders bei massiven Holzbauteilen, die für die Standfestigkeit des Gebäudes von entscheidender Bedeutung sind, verkohlt die äußerste Schicht und das Innere bleibt über längere Zeit unbeschadet. Die sich bildende Kohleschicht wirkt wie eine Art Schutzschild, die den Kern isoliert und die Temperaturen vergleichweise gering hält. Auch die Brandgase, die sich im Fall der Fälle bilden, sind weit weniger giftig und schädlich, als die anderer Baustoffe.

RAL-Gütezeichen Blockhausbau

Massivholzhaus am besten mit RAL Gütezeichen

Bauwillige, dich mitten in der Planung für den Bau eines Massivholzhauses stecken und noch auf der Suche nach einem vertrauenswürdigen sowie verlässlichen Massivholzhaus-Anbieter sind, können das RAL Gütezeichen als Orientierungshilfe nutzen. Das RAL Gütezeichen wird vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. verliehen und verpflichtet die Haushersteller zu einer regelmäßigen, von unabhängigen Sachverständigen durchgeführten Überprüfung ihrer Produktions- und Montagearbeiten.
Ein Massivholzhaus, das mit dem RAL Gütezeichen ausgezeichnet wurde, bietet Bauherren einige interessante Vorteile. Dazu gehört zum Beispiel, dass das Gebäude bautechnisch auf dem neuesten Stand ist und selbstverständlich die in der Energieeinsparverordnung geforderten Verbrauchswerte einhält. Darüber hinaus garantiert das Gütezeichen, dass der komplette Hausbau nach umwelt- und klimafreundlichen Kriterien durchgeführt und dass auf ein allergikerfreundliches Wohnklima geachtet wurde. Ferner erhalten Bauherren aufgrund der strengen RAL Gütekriterien günstigere Konditionen bei der Gebäude- und Feuerversicherung und bei ihrer Bank deutlich leichter eine Darlehenszusage für ihr Massivholzhaus.

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