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Schalldämmung  Schallschutz im Haus

Mit dem richtigen Schallschutz im Haus oder in der Wohnung verbessern Sie nicht nur Ihren Wohnkomfort, die Ruhe in den eigenen vier Wänden ist auch der Gesundheit zuträglich. Damit Lärm und störende Geräusche bei Ihnen zuhause keine Chance haben, gilt es in puncto Schalldämmung einige Maßnahmen zu ergreifen. Wir geben Ihnen Tipps, worauf Sie zu achten haben, damit störender Schall nicht über Wände, Fenster oder Türen ins Innere Ihres Hauses gelangen kann.

Lärm in der Wohnung ist nicht nur ärgerlich, sondern kann den Schlaf nachhaltig stören und zu Gesundheitsbeschwerden führen. Mit einer Schalldämmung lassen sich laute Geräusche verringern, die etwa in das Schlafzimmer dringen. Holen Sie sich die wichtigsten Informationen zum Thema Schallschutz. Foto: drubig-photo/Fotolia

PROFI-TIPP

PROFI-TIPP

Zusammenfassung:

  • Schallschutz im Haus erhöht nicht nur den persönlichen Wohnkomfort, sondern kann auch davor bewahren, regelrecht krank zu werden.
  • Trittschall lässt sich in der Regel mit einer Trittschalldämmung problemlos in den Griff bekommen.
  • Schallschutz
  • Schallschutzfenster und -türen sind eine lohnende Investition, wenn sich

Schallschutz im Haus ist ein hohes Gut und für viele ein großes Thema! Feierwütige Nachbarn, die im Sommer jede freie Minuten im Garten oder auf dem Balkon verbringen, der Straßenlärm einer vielbefahrenen Ortsdurchfahrt oder klackernde Absätze aus der Wohnung obendrüber, können nicht nur stören, sondern richtiggehend krank machen. Mit einer Schalldämmung verringern Sie Geräusche, die in einen Raum gelangen.
Schall ist nichts anderes als die rhythmische Schwingung von Luft-Molekülen, die auch feste Körper durchdringt. Er wird entweder als Körperschall oder Luftschall übertragen. Luftschall breitet sich, wie der Name schon sagt, in der Luft aus und versetzt anschließend Bauteile in Schwingung. Körperschall wird dagegen als Vibration in Festkörpern wie zum Beispiel Wände, Decken oder dem Boden weitergeleitet. Spezielle Formen des Körperschalls sind Trittschall und Gehschall. Der Begriff „Trittschall“ wird häufig pauschal für beide Schallarten verwendet, doch das ist nicht korrekt. Als Trittschall werden die Geräusche bezeichnet, die im Zimmer unterhalb zu hören sind. Was man innerhalb des Raumes hört, ist der Gehschall.

Schallschutz für den Boden

Mit Schallschutz für den Boden verhindern Sie, dass Bodenbeläge, wie Laminat oder Fliesen, in Schwingung versetzt werden. Damit die Schwingungen nicht an den Estrich und die Rohbaudecke weitergegeben werden, wird unter den Bodenbelag eine Trittschaldämmung verlegt. Sie dient als akustische Sperre, die Schallwellen schluckt, und sorgt für angenehme Ruhe. Als Trittschalldämmung kommen Schaumstoff, eine spezielle Folie oder aber auch ökologische Dämmstoffe wie zum Beispiel Kork in Frage. Ergänzt wird der Lärmschutz durch einen schwimmend verlegten Estrich sowie Randdämmstreifen ohne feste Verbindung zur Rohbaudecke und zu Bauteilen wie Wände und Rohre. Beim hochwertigeren Parkett, das meist verklebt wird, funktioniert die Trittschalldämmung normalerweise gut. Um sie zu perfektionieren, wird auch hier mit einer Dämmung gearbeitet. Auf einer dünnen Korkunterlage ist das Parkett problemlos zu verkleben. Trittschall ist im Allgemeinen besser in den Griff zu bekommen als Gehschall, der stark vom jeweiligen Bodenbelag abhängt.

Schallschutz für Wand und Decke

Als Schallschutz für die Wand helfen schallentkoppelte Systeme wie eine Vorsatzschale, ein mit Gipskartonplatten beplanktes Ständerwerk, das vor der massiven Wand errichtet wird. Der Zwischenraum hinter den Gipskartonplatten wird mit porösem, rauem oder weichem Material ausgefüllt, zum Beispiel Mineralwolle. Sämtliche Anschlüsse von vorgesetzten Bauteilen dürfen Wände, Decken oder Boden nicht direkt berühren. Dafür werden Dämmstreifen aus Mineralwolle, Filz oder Gummi unter die Holz- oder Metallprofile geklebt. Das Ständerwerk von Vorsatzschalen sollte oben zehn bis 15 Millimeter niedriger als die Raumhöhe sein. Günstig sind freistehende Ständerwerke oder eine Befestigung mittels Justierschwingbügeln, die Schall aus der Wand absorbieren. Gegen Lärm von oben hilft eine abgehängte Decke.

Schallschutzfenster gegen störenden Lärm

Schallschutzfenster halten störenden Straßenlärm draußen und sorgen für Ruhe. Normale isolierverglaste Fenster haben einen Schalldämmwert von zirka 29 Dezibel, der Dämmwert von Schallschutzfenster beträgt in der Regel meist mehr als 40 Dezibel. Den Unterscheid von etwas mehr zehn Dezibel – in dieser Einheit wird Schalldruck angegeben – empfinden Menschen als doppelte beziehungsweise als halbe Lautstärke. Demnach dämmen Fenster mit 48 Dezibel doppelt so gut gegen Schall wie Fenster mit nur 38 Dezibel. Je besser isoliert, desto teurer sind die Fenster. Einfache Schallschutzfenster sind inklusive der anfallenden Liefer- und Montagekosten ab ungefähr 200 Euro erhältlich. Für hochwertige Produkte mit einer Schalldämmung der besten Klasse sind über 500 Euro zu berappen. Weniger bekannt, aber genauso sinnvoll sind schalldämmende Türen. Schallschutztüren verhindern, im Gegensatz zu einfachen Verbindungstüren ohne speziellen Schallschutz, dass Schall sich beinahe ungebremst ausbreiten kann.

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Baulexikon

Gehschall

Als Gehschall wird Lärm charakterisiert, der durch das Begehen eines Fußbodens im begangenen Raum entsteht. Diese Problematik hat in den vergangenen Jahren durch den verstärkten Einsatz harter Bodenbeläge wie z.B. Laminat an Bedeutung gewonnen. Gehschall wird im Gegensatz zum Trittschall von der lärmverursachenden Person als störend empfunden.

Trittschall

Als Trittschall wird Lärm bezeichnet, der durch Gehen auf einem Fußboden erzeugt und durch die Geschossdecke in den Raum darunter übertragen wird. Trittschall wird von benachbarten Hausparteien häufig als störend empfunden.

Mineralwolle

Als Mineralwolle wird eine Wärmedämmung aus Stein- oder Glaswolle bezeichnet. Sie besteht zu mindestens 90 Prozent aus mineralischen Rohstoffen wie Kalkstein, Sand, Zement, Feldspart, Dolomit, Basalt und Diabas sowie zum Beispiel aus recyceltem Altglas. Mineralwolle ist vielseitig einsetzbar und vereint positive Materialeigenschaften wie Wärme- und Kälteschutz, Schalldämmung und Brandschutz. Außerdem ist sie alterungsbeständig und problemlos zu verarbeiten. Zu beachten ist, dass Feuchtigkeit die Dämmleistung stark herabsetzt. Mineralwolle wird als Filz oder Platte geliefert.