Kellerdeckendämmung – Eine gedämmt Kellerdecke spart Heizkosten

Schluss mit kalten Füßen und horrenden Heizkosten: Eine Kellerdeckendämmung sorgt nicht nur für mehr Wohnkomfort, sondern dämmt vor allem teure Energieverluste ein. Mit Dämmplatten an der Kellerdecke lassen sich die Wärmeverluste um bis zu zehn Prozent reduzieren! Holen Sie sich jetzt alle wichtigen Informationen zum Thema Kellerdeckendämmung.

03.11.2016
Kellerdeckendämmung mit Planarock von Rockwool
Eine Kellerdeckendämmung ist nicht nur was für Experten: Die Dämmplatten für die Kellerdecke können handwerklich begabte Hausbesitzer auch problemlos in Eigenregie verlegen. Das spart nicht nur Heiz-, sondern auch Kosten für den Handwerker. Foto: „Planarock“ von Rockwool

Zusammenfassung:

  • Die Kellerdeckendämmung zählt zu den beliebtesten und rentabelsten Sanierungsmaßnahmen: die Dämmung lässt sich relativ einfach verlegen, ist vergleichsweise günstig und bietet ein hohes Energiesparpotenzial.
  • Die Kosten für eine Kellerdeckendämmung werden durch die Dämmstoffstärke und das Dämmmaterial bestimmt. Die KfW-Bank unterstützt Bauherren mit einem attraktiven Investitionskostenzuschuss beim Dämmen ihrer Kellerdecken.
  • Wer möchte, kann seine Kellerdeckendämmung auch ohne Handwerker in Eigenregie anbringen. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Dämmung für die Kellerdecke fugenlos und ohne Hohlräume angebracht wird.

Mit einer Kellerdeckendämmung lassen sich hohe Energiespareffekte bei geringen Kosten erzielen. Kein Wunder, dass viele Energieberater und Architekten das Dämmen von Kellerdecken uneingeschränkt empfehlen. Aber auch der Wohnkomfort erhöht sich mit einer Dämmung für die Kellerdecke. Unangenheme Kälte, die aus dem Kellergeschoss in die Etage darüber kriecht, gehört mit einer Kellerdeckendämmung endgütlig der Vergangenheit an.

Die Kosten für eine Kellerdeckendämmung

Die Kosten für eine Kellerdeckendämmung sind, vergleicht man diese zum Beispiel mit einer Dach- oder Fassadendämmung, sehr gering. Hausbesitzer, die dazu bereit und in der Lage sind, können ihre Dämmung in Eigenleistung anbringen. So lassen sich Kellerdecken bereits ab 15 Euro pro Quadratmeter Dämmung wirksam gegen Energieverluste schützen.
Die Kosten für eine Kellerdeckendämmung werden gleich von mehreren Faktoren bestimmt. Zum einen vom Dämmstoff selbst, zum anderen von der Dämmstoffstärke. Als Dämmstoff für die Kellerdeckendämmung kommen hauptsächlich Dämmplatten aus Steinwolle oder aus Polystyrol, besser bekannt als Styropor, zum Einsatz. Dämmplatten aus Styropor sind etwas günstiger als die aus Steinwolle. Steinwolle hat jedoch den Vorteil, dass sie im Brandfall keine giftigen Gase freisetzt. Was die Dämmstoffstärke anbelangt, ist der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) der Dämmung ausschlaggebend. Dabei gilt: Je niedriger der U-Wert, desto besser die Dämmleistung des Dämmmaterials. Ein U-Wert von 0,30 W/m²K sollte bei der Kellerdeckendämmung nicht überschritten werden.

Baulexikon

  • U-Wert: Wärme wandert immer von der warmen zur kalten Seite. Im Winter von den beheizten Innenräume nach außen. Dieser Wärmedurchgang lässt sich für jedes Bauteil (zum Beispiel Fassade oder Fenster) bestimmen. Der U-Wert (auch „Wärmedurchgangskoeffizient“ genannt, früher k-Wert) gibt an (Einheit: W/m²K), wie viel Energie in Watt pro Quadratmeter Bauteilfläche entweicht. Grundlage für die Berechnungen ist dabei die Annahme von einem Grad Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen. Je kleiner der Wärmedurchgangskoeffizient, desto besser ist die Dämmung.
  • Energieeinsparverordnung: Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist Teil des deutschen Baurechts. Die Energieeinsparverordnung enthält, neben Bestimmungen zum Energieausweis, energetische Mindestanforderungen für einen Neubau, für Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung von Bestandsgebäuden, für Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie für die Warmwasserbereitung.
  • Mineralwolle: Als Mineralwolle wird eine Wärmedämmung aus Stein- oder Glaswolle bezeichnet. Sie besteht zu mindestens 90 Prozent aus mineralischen Rohstoffen wie Kalkstein, Sand, Zement, Feldspart, Dolomit, Basalt und Diabas sowie zum Beispiel aus recyceltem Altglas. Mineralwolle ist vielseitig einsetzbar und vereint positive Materialeigenschaften wie Wärme- und Kälteschutz, Schalldämmung und Brandschutz. Außerdem ist sie alterungsbeständig und problemlos zu verarbeiten. Zu beachten ist, dass Feuchtigkeit die Dämmleistung stark herabsetzt. Mineralwolle wird als Filz oder Platte geliefert.

Förderung für eine Kellerdeckendämmung

Eine Kellerdeckendämmung gibt es nicht zum Nulltarif. Gut, dass Energiesparer eine staatliche Förderung für ihr Bauprojekt in Anspruch nehmen können, um sich die Finanzierung zu erleichtern. Die staatliche KfW-Bank stellt im Rahmen ihres Programms 430 „Energieeffizient sanieren“ Bauherren einen attraktiven Zuschuss in Aussicht: Bis zu zehn Prozent der förderfähigen Investitionskosten spendiert die KfW, vorausgesetzt der U-Wert der Kellerdeckendämmung überschreitet nicht den Wert von 0,25 W/m²K.

Dämmung für die Kellerdecke selbst verlegen

Wer die Dämmung für seine Kellerdecke in Eigenregie verlegen möchte, der benötigt etwas handwerkliches Geschick und muss dabei einige wichtige Punkte beachten. Der erste Schritt beim Anbringen der Kellerdeckendämmung ist es, die Tragfähigkeit des Untergrunds zu überprüfen. Ist die Decke tragfähig, dann genügt es, das Dämmmaterial mit einer Klebespachtel beziehungsweise Leichtmörtel zu fixieren. Ist die Tragfähigkeit nicht gegeben, müssen die Dämmplatten zusätzlich noch mit Dübeln an der Decke befestigt werden. Wichtig ist, dass die Kellerdeckendämmung fugenlos, ohne Hohlräume und im Versatz verlegt wird. Rohrleitungen für Kalt- und Warmwasser, die an der Decke verlegt sind, werden möglichst kompakt von der Dämmung umschlossen.

Kleinere Fugen zwischen den Dämmplatten lassen sich nachdem die gesamte Kellerdecke gedämmt wurde, mit PU-Schaum ausfüllen. Überschüssiger Schaum, der aus den Fugen gequollen ist, wird nach dem Aushärten mit einem scharfen Cuttermesser entfernt. Soll die Kellerdeckendämmung abschließend noch verputzt werden, empfiehlt es sich, jede Dämmplatte zusätzlich noch mit Dübeln zu verankern, damit diese das zusätzliche Gewicht des Putzes trägt. Außerdem sollte für zusätzliche Stabilität ein Armierungsgewebe in den Putz eingebracht werden.

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