Sie befinden sich hier: Hausbau Fertighaus Holzständerbauweise

Holzständerbauweise – Ein Fertighaus in Ständerbauweise

Die Holzständerbauweise, verkürzt auch einfach nur als Ständerbauweise bezeichnet, ist eine Weiterentwicklung des traditionellen Fachwerkbaus. Im Vergleich zu einem Einfamilienhaus in Massivbauweise kann ein Fertighaus, das in Holzständerbauweise errichtet wurde, mit niedrigeren Baukosten, guten Dämmwerten und kurzer Bauzeit punkten. Lesen Sie jetzt unseren Artikel zum Thema Holzständerbauweise und holen Sie sich alle wichtigen Informationen.

Montage eines Fertighauses in Holzständerbauweise

Angehende Bauherren, die sich für ein Fertighaus in Holzständerbauweise interessieren, sollten den Kontakt mit einem der vielen deutschen Fertighausherstellern suchen, um sich zu informieren. Foto: Ingo Bartussek/Fotolia

PROFI-TIPP

PROFI-TIPP

Büdenbender Musterhaus Satchmo Außenansicht

Bauinteressierte, die noch auf der Suche nach dem richtigen Fertighaus-Unternehmen sind, können unseren speziellen Service nutzen und sich gerne von den Angeboten in unserer Traumhaussuche inspirieren lassen oder Kontakt zum Hersteller aufzunehmen, um weiteres Informationsmaterial anzufordern.

Zusammenfassung:

  • Die Holzständerbauweise ist eine weit verbreitete Bauweise für Fertighäuser, die für Bauherren viele Vorteile und nur wenige Nachteile hat.
  • Dank einer hervoragenden Dämmung kann ein Einfamilienhaus in Holzständerbauweise mit einer hohen Energieeffizienz und guten Ökobilanz punkten.
  • Kurze Bauzeit: Ein Holzhaus in Ständerbauweise lässt sich binnen weniger Tage montieren. Außerdem entfallen bei Fertighäusern in Holzständerbauweise die langen Trocknungszeiten für Mörtel und Beton.
  • Die Kosten für ein Fertighaus in Ständerbauweise liegen etwa um ein Drittel niedriger als die für ein Massivhaus.

Die Ursprünge der Holzständerbauweise lassen sich viele Jahrhunderte zurückverfolgen. Heute zählt die Holzständerbauweise neben dem Holzrahmenbau, dem Holztafelbau, der Skelettbauweise und der Blockbauweise zu den wichtigsten Bauweisen für Holzhäuser. Egal, ob nun Stadtvilla, Bungalow oder Doppelhaus: mit der Ständerbauweise lassen sich die unterscheidlichsten Haustypen realisieren.

Hausbau in Holzständerbauweise

Bei der Holzständerbauweise bilden senkrechte Stützen aus Holz, auch Ständer genannt, und horizontale Träger eine statische Konstruktion, die die Lasten des gesamten Hauses aufnimmt. Ein Fertighaus in Ständerbauweise kommt daher – im Gegensatz zu einem klassischen Massivhaus – ganz ohne die sonst üblichen tragenden Wände aus. Für Bauherren ergeben sich dadurch große gestalterische Freiheiten. So kann bei bei einem Einfamilienhaus, das in Holzständerbauweise errichtet wurde, die Wohnfläche mit Hilfe von Trennwänden nach Belieben eingeteilt werden – dies gilt übrigens auch für die Zeit nach dem Hausbau. Wenn beispielsweise der Nachwuchs nach einigen Jahren das Haus verlässt, können die Wände zwischen den ehemaligen Kinderzimmern problemlos entfernt werden. Die frei gewordene Wohnfläche lässt sich nun ohne großen Aufwand gut umgestalten.

Holzständerbauweise überzeugt mit perfekter Dämmung

Für die Holzständerbauweise ist ein Abstand zwischen den Ständern von 62,5 Zentimetern charakteristisch. Und zwar aus gutem Grund. Das Rastermaß ist optimal auf die spätere Innen- und Außenverkleidung der Holzständer abgestimmt. Platten aus Gipskarton (Gipsfaserplatten) und Holzfaser (OSB-Platten) werden nämlich ebenfalls mit einer Breite von 62,5 beziehungsweise von 125 Zentimetern gefertigt. Dadurch kann auf der Baustelle die Beplankung der fertig montierten Holzständer zügig voran gehen – ein zeitintensiver Zuschnitt fällt größtenteils weg.
Ein Haus in Holzständerbauweise überzeugt durch seine nahezu perfekte Wärmedämmung und hohe Energieeffizienz. Da der komplette Hohlraum zwischen den Holzständern mit Dämmmaterial ausgefüllt wird, können schon bei geringen Wandstärken Dämmwerte erzielt werden, die bei einem massiv gebauten Haus ohne eine zusätzliche Fassadendämmung nicht zu erreichen sind. Kein Wunder, dass ein Fertighaus in Holzständerbauweise spielend den Niedrigenergiehaus-Standard erreicht. Mit einer zusätzlichen Dämmung an den Wänden lässt sich ein in Ständerbauweise errichtetes Gebäude auch gut und gerne zu einem Passivhaus machen.

Fertighaus in Holzständerbauweise: Der Aufbau

Da bei der Holzständerbauweise alle für das Haus benötigten Holzständerwände im Werk vorgefertigt werden, ist die eigentliche Bauzeit des Hauses sehr gering. Die Montage auf der Baustelle erfolgt durch den Einsatz eines Kranes, der die fertigen Elemente auf dem Fundament aus Keller oder Bodenplatte positioniert, wo die Handwerker sie nur noch miteinander verbinden müssen. Neben der Zeitersparnis ist einer der großen Vorteile der Holzständerbauweise, dass Baumaterialien wie zum Beispiel Mörtel oder Beton, bei deren Verarbeitung viel Feuchtigkeit ins Gebäudeinnere gelangen würde, nicht verwendet werden. Lange Trocknungszeiten, wie sie bei einem Massivbau Gang und Gäbe sind, entfallen bei einem Holzständerhaus.

Die Kosten für ein Haus in Holzständerbauweise

Über den Daumen gepeilt liegen die Preise für Häuser in Ständerbauweise pro Quadratmeter Wohnfläche um etwa ein Drittel niedriger als für Massivhäuser. Dass die Kosten für Häuser in Holzständerbauweise gegenüber Massivhäusern deutlich günstiger ausfallen, hat vor allem mit der industriellen Vorfertigung der einzelnen Wandelemente zu tun.

63 Bewertung(en)

ÄHNLICHE ARTIKEL

Fertighaus

Informationen zum Passivhaus

Ein Passivhaus kann nicht nur mit seiner hervorragenden Energieeffizienz punkten. Ein Passivhaus bietet seinen Bewohnern zudem viel Komfort & Behaglichkeit! Passivhaus


Keller

Mit der richtigen Dämmung Kosten sparen

Ein Passivhaus mit Keller muss exakt geplant werden, um die Vorgaben der EnEV einzuhalten. Der Fertigkellerspezialist Bürkle ist dafür der ideale Partner. Passivhaus mit Keller


Energiesparhäuser

Ein Energiesparhaus bauen!

Energiesparhäuser überzeugen mit niedrigen Heizkosten & hohem Wiederverkaufswert. Mehr zu den Themen: Niedrigenergiehaus, KfW-Effizienzhaus, Passivhaus Energiesparhäuser



TRAUMHAUSSUCHE

Mehr als 600 Häuser warten darauf, von lhnen entdeckt zu werden.

Zur Traumhaussuche

Baulexikon

Passivhaus

Das Passivhaus ist eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses und benötigt im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude 80 bis 90 Prozent weniger Heizenergie. Diese Werte werden vor allem durch die konsequente Nutzung der eingestrahlten Sonnenenergie oder auch durch die Körperwärme der Bewohner erzielt. Für frische Luft sorgt eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung.

Niedrigenergiehaus

Als Niedrigenergiehaus werden Neubauten oder aber auch sanierte Altbauten bezeichnet, die ein gewisses energetisches Niveau unterschreiten. Das Niedrigenergiehausniveau ist in der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgeschrieben.

Fertighaus

Als Fertighaus werden Häuser bezeichnet, die industriell vorgefertigt, in einzelnen Bauteilen zur Baustelle geliefert und dort montiert werden.

STänderbauweise: Vorteile

  • Holzständerbauweise gibt Flexibilität bei der Grundrissgestaltung
  • Niedrigere Preise als bei einem Massivhaus
  • Fertighäuser in Holzständerbauweise bieten hohen Wohnkomfort
  • Nachhaltige Bauweise aufgrund des Baustoffs Holz
  • Kurze Trocknungszeiten und kurze Bauphase
  • Gute Wärmedämmung der Außenwände
  • Bauherren können die Preise für den Hausbau durch Eigenleistung (z.B. beim Innenausbau) senken

Ständerbauweise: Nachteile

  • Geringerer Schallschutz als bei einem Massivhaus
  • Geringer Wiederverkaufswert
  • Hoher Wartungs- und Pflegeaufwand
  • Trockenes Raumklima

Brandschutz beim Holzhaus

Das Thema Brandschutz beim Holzhaus ist für viele Bauherren von besonderer Wichtigkeit. Immer wieder hört man angehende Bauherren Bedenken anmelden, dass ein Holzhaus im Gegensatz zu einem Massivhaus ein erhöhtes Brandrisiko haben könnte. Tatsache ist jedoch, dass ein Holzbau nicht häufiger brennt als Gebäude anderer Bauweise. Außerdem wird Holz im Brandfall sogar ein günstiges Brandverhalten attestiert – im Falle eines Brandes entsteht Holzkohle, die eine natürliche Dämmschicht bildet und das Holz darunter vor einem weiteren Abbrennen und damit vor möglichen Stabilitätsverlusten schützt. Dass Holzhäuser kein erhöhtes Brandrisiko aufweisen, ist übrigens auch daran abzulesen, dass Versicherungen einen Holzbau gleich bewerten wie andere Gebäude.