Plusenergiehaus – Das Haus mit dem Plus an Energie

Ein Plusenergiehaus ist mehr als „nur“ ein Effizienzhaus! Ein Plusenergiehaus erzeugt dank einer Photovoltaikanlage auf dem Dach in der Summe mehr Energie, als die Bewohner des Hauses für Heizen, die Bereitstellung von Warmwasser, für Beleuchtung und Elektrogeräte benötigen. Damit machen Häuser mit Plusenergie ihre Bewohner nicht nur unabhängig von steigenden Energiepreisen, sondern erzeugen darüber hinaus auch noch überschüssigen Strom, der selbst verbraucht oder in das öffentliche Netz eingespeist werden kann. Holen Sie sich jetzt alle wichtigen Informationen rund um das Thema Plusenergiehäuser.

02.07.2018
Plusenergiehaus Kern-Haus Ixeo Außenansicht
Attraktives Gebäude mit geringem Energiebedarf und einem Plus an Energie – Das Plusenergiehaus „Ixeo“ von Kern-Haus verbindet Design und Funktionalität. Das Architektenhaus mit Flachdach und über 250 m² Wohnfläche gliedert sich in drei Einheiten: Doppelgarage mit Geräte- und Haustechnikraum sowie einer Arbeits- und zweigeschossigen Wohnwelt. Foto: Kern-Haus

Zusammenfassung:

  • Das Plusenergiehaus weist eine positive Energiebilanz auf: dank einer perfekt gedämmten Gebäudehülle, energieeffizienter Heiztechnik sowie einer Photovoltaikanlage und/oder einer thermischen Solaranlage produzieren Plusenergiehäuser mehr Energie, als die Bewohner über das Jahr gesehen verbrauchen.
  • Bauinteressierte, die ein Plusenergiehaus bauen möchten, sollten Musterhäuser besuchen, Kontakt zu Herstellern aufnehmen und sich beraten lassen.
  • Mit der Photovoltaikanlage auf dem Dach können Plusenergiehäuser einen Überschuss an Solarstrom von 1.500 – 3.000 kWh erzielen.

Dem Plusenergiehaus gehört die Zukunft! Anders als ein KfW-Effizienzhaus, dessen Bauweise daraufhin optimiert wurde, im Jahresmittel möglichst wenig Energie zu verbrauchen, kann ein Plusenergiehaus dank seiner technischen Ausstattung sogar einen Energieüberschuss erzeugen.

Was ist ein Plusenergiehaus?

Ein Plusenergiehaus wird von Architekten oder Fertighaus-Unternehmen so geplant und gebaut, dass es möglichst wenig Energie verbraucht beziehungsweise verliert. Eine nahezu perfekte Wärmedämmung für die Fassade gehört daher bei Plusenergiehäusern ebenso zum Standard wie Fenster mit Dreifach-Isolierverglasung und eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, die für eine permanente Frischluftzufuhr ohne große Wärmeverluste sorgt.

Plusenergiehaus Musterhaus Mannheim J 159 von Haas Fertigbau
Das Plusenergiehaus ist ein Wohlfühlhaus!
Mit dem Bau ihres Plusenergiehauses leisten Bauherren nicht nur einen Beitrag im Kampf gegen den globalen Klimawandel. Zur Lebensphilosophie der Hausbewohner gehört es in der Regel auch, für sich ein Gebäude mit gesundem Wohnumfeld zu schaffen: der Einsatz natürlicher Baustoffe, der Schallschutz im Haus und der Schutz vor Elektrosmog sowie ein angenehmes Raumklima sind vielen Bauherren und Fertighaus-Anbietern ebenso wichtig wie ein niedriger CO2-Ausstoß und ein möglichst kleiner ökologischer Fußabdruck.
Wenn auch Sie sich für den Bau eines Hauses mit einem Plus an Energie interessieren und gleichzeitig großen Wert auf das Thema Wohngesundheit legen, dann nehmen Sie am besten Kontakt mit dem Fertighaushersteller Ihres Vertrauens auf und lassen Sie sich intensiv beraten.
Im Bild: Das Plusenergiehaus „Musterhaus Mannheim J 159“ von Haas Fertigbau

Für das eigentliche Plus an Energie wirde eine leistungsstarke Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert, die mit einem Solarstromspeicher gekoppelt und entsprechender Steuerungstechnik ausgestattet ist. Mit dem Stromspeicher lässt sich die kostenlose Energie der Sonne so lange bevorraten, bis sie von den Hausbewohnern abgerufen wird. Zusätzliche Haustechnik, wie zum Beispiel eine Solarthermie-Anlage für Warmwasser und zur Unterstützung der Heizung oder eine energieeffiziente Wärmepumpe, runden das auf Effizienz getrimmte Energiekonzept des Hauses elegant ab. Um ihren Energieverbrauch deutlich zu reduzieren, setzen die Bewohner von Häusern mit Plusenergie außerdem auf den Einsatz einer sparsamen Fußbodenheizung, auf eine energiesparende Beleuchtung (Stichwort: LED), auf energieeffiziente Haushaltsgeräte und auf eine intelligente Vernetzung der gesamten Gebäudetechnik durch Hausautomation.

Unser Tipp für alle Bauinteressierten, die mit dem Gedanken spielen, sich ein Einfamilienhaus mit Plusenergie zu bauen: Besuchen Sie doch das eine oder andere Musterhaus in Ihrer Nähe und informieren Sie sich dort im Zuge einer ausführlichen Beratung über das Konzept eines Plusenergiehauses. Musterhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz können Sie schnell und bequem über unseren Service ausfindig machen, nämlich in unserer großen Musterhausliste.

Solarstrom – Netzeinspeisung oder Eigenverbrauch?

Ein Plusenergiehaus erzeugt dank seiner Photovoltaikanlage jedes Jahr einen großen solaren Stromüberschuss, der sich in das öffentliche Stromnetz einspeisen oder aber direkt vor Ort selbst verbrauchen lässt. Das Plus an Solarstrom beläuft sich in der Regel auf etwa 1.500 bis 3.000 Kilowattstunden pro Jahr.
Die Einspeisung in das öffentliche Netz war in Deutschland vor einigen Jahren noch ein äußerst lohnendes Geschäft, mit dem die Haushaltskasse finanziell aufgebessert werden konnte. Nach diversen Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), und den damit verbundenen Kürzungen bei der Einspeisevergütung, ist jetzt der Eigenverbrauch die lukrativste Art, den eigenen Solarstrom sinnvoll zu verwerten. Mit dem elektrischen Strom vom eigenen Dach können die Bewohner von Plusenergiehäusern nicht nur den Betrieb ihrer Wärmepumpe, ihrer Waschmaschine oder ihrer Gefriertruhe sichern, sondern zum Beispiel auch in Sachen Elektromobilität voll durchstarten.
Voraussetzung für einen energieeffizienten Eigenverbrauch von Solarstrom ist ein Stromspeicher und ein ausgeklügeltes Energiemanagement-System. Mit einem solchen Speicher wird ein jährlicher Eigenverbrauchsanteil – wie die Verbraucherzentrale vorrechnet – von etwa 60 Prozent erreicht. Der Rest des überschüssigen Stroms, den Ihre Anlage liefert, wird in das öffentliche Netz eingespeist und selbstverständlich vergütet.

Baulexikon

  • KfW-Effizienzhaus: Die Bezeichnung KfW-Effizienzhaus steht für Neubauten, die sehr wenig Energie verbrauchen. Ausgangspunkt für die Berechnung des KfW-Effizienzhaus-Standards sind die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV). Gemessen wird die energetische Qualität anhand des Jahresprimärenergiebedarfes und des Transmissionswärmeverlustes. Aus dem Vergleich erfolgt die Zuordnung in einen der Förderstandards. Ein KfW-Effizienzhaus 100 entspricht exakt den Vorgaben der EnEV. Ein KfW-Effizienzhaus 70 hat einen Jahresprimärenergiebedarf von nur 70 % eines vergleichbaren Neubaus nach EnEV, ein KfW-Effizienzhaus 55 sogar nur 55 %.
  • Passivhaus: Das Passivhaus ist eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses und benötigt im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude 80 bis 90 Prozent weniger Heizenergie. Diese Werte werden vor allem durch die konsequente Nutzung der eingestrahlten Sonnenenergie oder auch durch die Körperwärme der Bewohner erzielt. Für frische Luft sorgt eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung.
  • Photovoltaik: Photovoltaik ist eine Technik, um aus der eingestrahlten Sonnenenergie elektrischen Strom zu gewinnen. In Solarzellen werden unter der Zufuhr von Licht positive und negative Ladungsträger freigesetzt und dadurch Gleichstrom erzeugt.

Was kostet ein Plusenergiehaus?

Es dürfte für jeden Bauherren, und die, die es noch werden wollen, einleuchtend sein, dass die Kosten für Plusenergiehäuser höher ausfallen als für „normale“ Effizienzhäuser. Doch wie hoch ist der tatsächliche finanzielle Mehraufwand für diese Häuser? Manche Quellen beziffern ihn auf rund 15 Prozent, andere gehen sogar von 30 Prozent aus. Erklärbar wird diese Preissteigerung mit der höherwertigen Ausstattung (verbesserte Dämmung, hochwertige Fenster, Photovoltaikanlage + Stromspeicher, etc.), die ein Plusenergiehaus erst zu dem macht, was es ist: nämlich ein kleines, privates Kraftwerk!
Für diejenigen, denen der Bau eines Plusenergiehauses jetzt zu teuer ist, gibt es eine gute Nachricht: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt für jedes Plusenergiehaus eine finanzielle Förderung, die die Mehrausgaben zumindest in Teilen aufwiegt. Interessenten sollten Kontakt mit den Beratern ihrer Hausbank aufnehmen, die den Antrag auf Fördermittel der KfW abwickeln, und sich intensiv beraten lassen. 

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