Zukunftstrends beim Hausbau – So werden wir morgen leben

Wie in allen anderen Bereichen gibt es auch beim Thema Bauen verschiedene Trends. Dies gilt nicht nur für besonders beliebte Architekturformen oder angesagte Fassadenfarben, auch technische Innovationen oder gesellschaftlicher Wandel sorgen für eine Veränderung und neue Schwerpunkte. Wir zeigen Ihnen, welche Trends sich dabei abzeichnen.

25.02.2019
Neubaugebiet
Große Häuservielfalt in einem Neubaugebiet. Foto: Fotolia, © Jürgen Fälchle

Veränderte Anforderungen beim Hausbau

Ein Eigenheim ist eine Zukunftsinvestition. Die prognostizierte Lebensdauer eines Wohnhauses beträgt heute je nach Bauart zwischen 70 und 100 Jahren. Ausschlaggebend für das tatsächlich zu erwartende Alter ist jedoch das individuelle Zusammenspiel der verschiedenen Bauteile und ihrer einzelnen durchschnittlichen Lebensdauer. Während die Grundstruktur, also Mauern, Wände oder auch die Dachkonstruktion am längsten halten, müssen andere Bestandteile schon früher saniert oder getauscht werden.
Nicht nur, was die technische Ausführung betrifft, auch mit Blick auf die Lebensumstände der Hausbewohner muss voraus gedacht werden. Deshalb ist es in der heutigen schnelllebigen Zeit umso wichtiger, bestimmte Trends und Tendenzen zu kennen. Jeder kann sich dann überlegen, wie relevant sie diese das eigene Heim und Bauvorhaben sind.

Demographischer Wandel

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Der demographische Wandel macht sich in Deutschland besonders stark bemerkbar – auch in der Zukunft wird der Anteil der älteren Bevölkerungsschichten weiter anwachsen. Darüber hinaus wirkt sich der Zuzug von Migranten auf die Zusammensetzung unserer Gesellschaft und deren sozialen Strukturen aus. Beides hat schließlich Folgen für den Immobilienmarkt. Aufgrund niedriger Renten oder der Abhängigkeit von Sozialleistungen wird künftig vor allem noch mehr günstiger Wohnraum gefragt sein. Während es jüngere Menschen zum Studieren oder Arbeiten verstärkt in die Großstädte zieht, weichen Familien oder Personen mit geringem Einkommen – dazu zählen auch viele Rentner – in ländlichere Gebiete aus. Dort sind nicht nur die Immobilien- und Mietpreise noch bezahlbar, es gibt dort auch noch Bauland. Wer heute ein Eigenheim bauen möchte, sollte diese Punkte berücksichtigen. Neben der Größe der Immobilie ist auch der Standort und die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten, zu medizinischer Versorgung oder eine gute Verkehrsanbindung wichtig.

Barrierefreie Toilette
Im Alter besteht in vielen Räumen ein höherer Platzbedarf. Foto: Fotolia, © ake1150

Schwerpunkt Wohnen im Alter

Ohnehin sollte man sich bei der Hausplanung bereits mit dem eigenen Alter beschäftigen. Wie möchte man später einmal wohnen, wenn der Alltag nicht mehr selbständig bewältigt werden kann? Hier haben sich in den letzten Jahren verschiedene neue Möglichkeiten etabliert. Zum einen ist natürlich die Barrierefreiheit ein zentrales Thema. Doch nicht nur bei den Ausstattungsmerkmalen, auch was die Aufteilung oder die grundsätzliche Wohnform betrifft, müssen Seniorengerechte Wohnungen oder Häuser bestimmten Anforderungen genügen. Viele wünschen sich vor allem, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben zu können – in ihrem gewohnten Umfeld. Hier sind verschiedene Szenarien denkbar:

  • Zuhause wohnen: Für ein altersgerechtes Wohnen sollten verschiedene Zimmer wie Küche, Bad oder das Schlafzimmer entsprechend ausgerüstet sein. Ebenerdige Räume sind ebenfalls von Vorteil, andernfalls kann ein Treppenlift weiterhelfen. In einigen Punkten kann das Zuhause auch später noch barrierefrei umgebaut werden.  
  • Pflege Zuhause: Bei einer Pflegebedürftigkeit kommen weitere Anforderungen hinzu. Übernehmen Angehörige die Pflege, ist eine räumliche Nähe sinnvoll oder auch die Unterbringung der Angehörigen im selben Haus. Verschiedene (technische) Hilfsmittel benötigen zudem entsprechend mehr Platz.
  • Senioren-WG: Gemeinschaftliche Wohnformen sind ebenfalls ein Thema. Hier gibt es sowohl Angebote von professionellen Trägern, als auch selbst initiierte Wohngemeinschaften. Durch die gemeinsame Nutzung verschiedener Räume und Infrastrukturen wird das Wohnen günstiger, Pflege bezahlbarer und es wird einer Vereinsamung entgegengewirkt.

Trends bei den Wohnformen

Der Großteil der privaten Bauherren bevorzugt nach wie vor ein Architektenhaus oder baut eigenhändig. Diese Vorgehensweise bietet die größtmögliche Flexibilität und Verwirklichung individueller Wünsche. Dennoch ist der Anteil von Fertighäusern kontinuierlich gewachsen. Zwar gibt es signifikante Unterschiede in den einzelnen Regionen Deutschlands, doch die Statistiken zeigen, dass das Fertighaus zunehmend beliebter wird. Die Gründe dafür sind auch hier eine zunehmend größere Vielfalt und Flexibilität bei den Ausbaustufen, was ebenfalls für maximale Individualität sorgt. Unschlagbar ist zudem die kurze Bauzeit, was sich enorm auf die Kosten auswirkt.
Die gesellschaftlichen Veränderungen wirken sich auch darauf aus, wie die Menschen wohnen möchten. Eine steigende Anzahl an Single- oder Paarhaushalten ohne Kinder benötigt zum Beispiel kleinere Wohneinheiten. Das Zukunftsinstitut hat sich mit der Entwicklung beschäftigt und dazu bestimmte Trends herausgearbeitet. So gewinnen auch gemeinschaftlich genutzte Flächen und Räume künftig noch mehr an Bedeutung.
Offene Grundrisse – egal ob in einer kleinen Eigentumswohnung oder einem Einfamilienhaus – bieten mehr Flexibilität und lassen sich immer wieder auf neue Lebenssituationen abstimmen. Unterstützt wird dies durch anpassungsfähige und modulare Lösungen für die Inneneinrichtung.

Häuserfront Symbolbild
Im städtischen Raum sind heute architektonische Lösungen für kleinste Baulücken gefragt. Foto: Fotolia, © finecki

Schwerpunkt Wohnen in der Stadt

Immer beliebter werden zudem Kleinarchitekturen. Dies ist eine Folge hoher Preise und/oder knappen Baulands vor allem im urbanen Raum. Soll das Eigenheim in der Stadt oder einem beliebten Viertel entstehen, stehen oft nur schmale Baulücken zur Verfügung. Innovative, kreative und flexible Grundrisse helfen dann dabei, das Maximum herauszuholen.
Die Außenbezirke und Vororte werden deshalb ebenfalls immer beliebter. Sie vereinen die Vorteile einer guten Infrastruktur mit den Annehmlichkeiten des Wohnens auf dem Land. In vielen Regionen verlagert sich der Zuzug in die Städte derzeit mehr in das Umland, wobei die typischen Speckgürtel entstehen. Angesichts neuer Möglichkeiten in der Berufswelt – Stichwort Home-Office – wird auch die Verbindung von Wohnen und Arbeiten unter einem Dach für viele interessanter.

Familie heute

Einfamilienhäuser machen unter allen Baugenehmigungen in Deutschland immer noch den größten Anteil aus. Dies spiegelt wider, dass die Familie als Lebensform nach wie vor eine große Rolle spielt. Wer Kinder plant oder hat, wünscht sich meist auch, dass diese in einem Wohnumfeld aufwachsen können, welches genügend Platz bietet und etwa auch über einen Garten verfügt. Die aktuellen niedrigen Zinsen machen es möglich, sich etwas mehr Raum leisten zu können. Im Schnitt sind diese Häuser 125 bis 150 Quadratmeter groß. Um Kosten zu senken, verlagert sich das Bauen erwartungsgemäß in günstigere Gebiete, also meist in ländlichere Regionen oder Vororte. Auch die Modulbauweise von Fertighäusern bietet Familien viele Vorteile. So lässt sich die Raumaufteilung später gegebenenfalls mit überschaubarem Aufwand verändern oder es ist ein zusätzlicher Anbau möglich.

Umgang mit der notwendigen Flexibilität

Die verschiedenen gesellschaftlichen Veränderungen machen heute mehr Flexibilität beim Wohnen und Bauen notwendig. So lösen sich etwa traditionelle Familiengefüge immer mehr auf. Eine Familie wird möglicherweise erst spät gegründet, durch eine neue Partnerschaft entstehen Patchwork-Familien. Auch das Berufsleben läuft bei vielen nicht mehr so linear ab, wie früher. Häufigere Jobwechsel sind durchaus üblich. Dies muss auch bei der Finanzierung einer so großen Investition berücksichtigt werden. Auch die Kreditinstitute haben auf diesen Trend reagiert. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Finanzierung flexibler zu gestalten. Vor allem, weil die Baufinanzierung über einen sehr langen Zeitraum abläuft, müssen bei der Planung die einzelnen individuellen Lebensumstände berücksichtigt werden. Vom vorhandenen Kapital über das regelmäßig zu erwartende Einkommen und weitere finanzielle Verpflichtungen – auch auf lange Sicht – müssen in die Überlegungen mit einfließen. Mit der Festlegung der Zinsen oder einem Sondertilgungsrecht kann die Finanzierung über den gesamten Zeitraum dann flexibler ausgerichtet werden. Alternativ kann bei der Planung des Hauses eine gewisse Flexibilität mit eingeplant werden. Ein späterer Dachausbau kann zusätzlichen Wohnraum schaffen oder durch die räumliche Abtrennung lassen sich nicht mehr genutzte Flächen als Einliegerwohnung vermieten.

Verschiedene Dämmstoffe
Vor allem bei den Dämmstoffen gibt es heute zahlreiche nachhaltigere Alternativen. Foto: Fotolia, © Ingo Bartussek

Nachhaltigkeit im Trend

Wohngesundes und nachhaltiges Bauen sind ebenfalls Schlagwörter, die einen großen Trend in der Branche widerspiegeln. Konkret betrifft dies ganz verschiedene Aspekte.

Was bedeutet nachhaltiges Bauen?

Nachhaltiges Bauen zeichnet sich durch verschiedene Bemühungen aus, die darauf abzielen, ein Gebäude umweltfreundlicher und ressourcenschonender zu gestalten. Neben dem Einsatz von ökologisch unbedenklichen Baumaterialien, einer guten Recyclingfähigkeit und einer möglichst langen Nutzungsdauer sind auch Aspekte wie die Energieeffizienz entscheidend. Denn auch die Verbrauchswerte oder Investitionen in die Erhaltung des Gebäudes sollen möglichst nachhaltig sein. Zudem kann zum Beispiel Regenwassernutzung zu mehr Nachhaltigkeit beitragen und auch Geld sparen. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e.V.) zeigt, dass zudem verschiedene „weiche“ Faktoren zu einem nachhaltigen Gebäude dazugehören. Hierbei geht es um soziale Aspekte, Komfort, Nutzerfreundlichkeit oder auch Ergonomie – also Punkte, die klar den Menschen in den Mittelpunkt rücken.

Einsatz nachhaltiger Baumaterialien

Private Bauherren setzen zunehmend großen Wert auf nachhaltige Baustoffe. Sie sollen selbst umweltfreundlich und frei von Schadstoffen sein. Darüber hinaus sollen auch für die Herstellung möglichst wenig Ressourcen verbraucht werden. Auf den großen Leitmessen der Branche wie der „BAU“ in München ist der Trend besonders zu spüren. Viele Hersteller präsentieren dort regelmäßig innovative und „grüne“ Baustoffe.

  • Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen: Holz oder Lehm zählen hier zu den typischen Beispielen. Möglichkeiten gibt es aber auch im Bereich Wärmedämmung. Hier sind viele innovative Alternativen entstanden. Aus Flachsfasern, Schafwolle, Kokos oder Hanf werden beispielsweise Dämmmatten gepresst oder können als Flocken in die Hohlräume eingebracht werden.  
  • Regionale Baumaterialien: Wer in Norddeutschland wohnt, befindet sich in einer Region, in der eine Bauweise mit prägnanten Ziegelmauern üblich ist. Im Elbsandsteingebirge oder in der Pfalz werden vor allem Fundamente traditionell aus Sandstein gebaut. Der Grund: Die eingesetzten Materialien stammen aus der unmittelbaren Region. Lange Transportwege können so vermieden werden und die Gebäude fügen sich optisch in die Gegend ein.
  • Berücksichtigung von Stoffkreisläufen: Verschiedene Verbundmaterialien, Kunststoffe oder speziell behandelte Materialien lassen sich kaum oder nur mit sehr großem Aufwand recyceln. Hier kann mit der Auswahl geeigneter Baustoffe entgegengewirkt werden.
Gekipptes Fenster Symbolbild
Eine gesunde Raumluft trägt entscheidend zur Wohngesundheit bei. Foto: Fotolia, © ronstik

Wachsende Bedeutung der Wohngesundheit

Nachhaltige und ökologische Baumaterialien sind deshalb so stark gefragt, weil auch die Wohngesundheit vielen immer wichtiger wird. Auch hier spielen verschiedene Aspekte eine Rolle:

  • Möglichst wenig Schadstoffe in Baustoffen und der Wohnluft
  • Erreichen einer angenehmen Raumfeuchtigkeit
  • Eindämmung von Lärmeinwirkung
  • Vermeidung von Elektrosmog

Vor allem für Allergiker ist die Wohngesundheit ein wichtiges Thema. Neben einer besonderen Ausstattung bei einer Hausstaubmilbenallergie (z.B. leicht zu reinigende Oberflächen, staubbindende Materialien) entscheiden sich immer mehr Bauherren gezielt für umweltfreundliche und schadstofffreie Baustoffe. Verschiedene anorganische Materialien wie Ziegelsteine, Beton und Kalk-, Gips- oder Lehmputze haben zudem von Haus aus die Fähigkeit, ein gewisses Maß an Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen und wieder abzugeben. So kann das Raumklima ganz automatisch angenehm verbessert werden. Neben der Luftfeuchtigkeit binden die Baustoffe zudem auch gewisse Schadstoffe.

Energieautarke Neubausiedlung
Zukunftsszenarien zeigen Häuser mit autarker Energiegewinnung und bestmöglicher Wärmedämmung für nachhaltiges und effizientes Wohnen. Foto: Fotolia, © slavun

Energieeffiziente Lösungen der Zukunft

Effizienzhaus, Passivhaus, Hybridhaus, Niedrig-, Null- oder Plusenergiehaus – die Liste an energiesparenden Bauten ist lang. Alle nutzen dabei moderne Technik und optimale Wärmedämmung, um Ressourcen bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig ein angenehmes Raumklima zu schaffen – sowohl im Winter, als auch im Sommer. Wirklich bahnbrechende Innovationen gab es in der letzten Zeit nicht, allerdings werden die Lösungen zur Energiegewinnung wie Solarthermie, Wärmepumpen oder auch Blockheizkraftwerke immer effizienter. Selbst Holzheizungen sind heute eine saubere und hochwirksame Möglichkeit. Viele schätzen hier die angenehme Wärme und das besondere Ambiente, etwa bei einem Kaminofen. In Kombination mit einer optimalen Dämmung und modernen Isolierfenstern können niedrige Energiekosten erzielt werden. Auch schädliche Emissionen werden auf ein Minimum reduziert.

Technische Innovationen

Technische Innovationen wurden bereits beim Thema Energieeffizienz angesprochen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Bereiche, in denen sich bestimmte Trends abzeichnen.

Das smarte Zuhause

Smart Home ist ein Schlagwort, dass uns seit einiger Zeit scheinbar überall begegnet. Die Hausautomation gehört tatsächlich zu den wichtigen technischen Entwicklungen, welche die Zukunft des Hausbaus nachhaltig verändern wird. Dabei vereint dieser Begriff ganz unterschiedliche Bereiche:

  • Intelligente Heizungs- und Energiesteuerung: Smarte Thermostate, die sich individuell regeln und programmieren lassen bis hin zur intelligenten Regelung der gesamten Heizungsanlage sind heute möglich. Dies bietet nicht nur ein Plus an Komfort, sondern hilft auch dabei, Ressourcen effizienter zu nutzen und Geld zu sparen.
  • Automatische Klimasteuerung: Smarte Rollladen- oder Belüftungssteuerung sorgt permanent für ein angenehmes Raumklima und unterstützt eine effiziente Heizung.   
  • Smarte Beleuchtung: Zentral steuerbare Leuchten, programmierbare Beleuchtungsszenarien oder automatisches Licht durch Bewegungsmelder sorgen vor allem für einen höheren Wohnkomfort.  
  • Intelligente Lösungen für mehr Sicherheit: Überwachungskameras, smarte Rauchmelder, elektronische Türsicherungen und Zugangslösungen – verschiedene Produkte zielen vor allem auf eine verbesserte Sicherheit für das Eigenheim ab.
  • Smarte Unterhaltungselektronik: Dies gehört zu den bisher am häufigsten genutzten Anwendungen. Vernetzte Lautsprecher oder internetfähige Fernsehgeräte sorgen für kabelloses Musikhören oder mehr Senderauswahl.

Die zusätzlichen Kosten für hochwertige Systeme, die gleichzeitig eine große Sicherheit vor Hackern bieten, sind ein Grund, weshalb der Trend sich bisher nur langsam entwickelt. Allerdings können für bestimmte Smart-Home Lösungen spezielle Fördergelder beansprucht werden. Vor allem im Bereich Sicherheit, Energieeffizienz oder auch bei der Reduzierung von Barrieren (Rollladen- oder Lichtsteuerung, Zugangskontrolle) wird der Ausbau finanziell unterstützt.

Innovationen beim Modul- und Fertighausbau

Weiterentwicklungen und der technische Fortschritt sorgen zunehmend dafür, dass frühere Nachteile von Fertighäusern aufgehoben werden. Die verschiedenen etablierten Anbieter haben ihr Portfolio immer mehr ausgebaut, so dass hier ein größtmögliches Maß an Individualität machbar ist. Einzelne Wünsche lassen sich durch die digitale Planung einfach integrieren und durch die automatische Vernetzung mit der Fertigung auf CNC-gesteuerten Anlagen meist auch ohne Aufpreis verwirklichen. Gleichzeitig können heute auch in der Modulbauweise Gebäude mit höchsten Energieeffizienzstandards erreicht werden. Ein besonderer Trend betrifft den Baustoff Holz. Nicht nur im Innenausbau, auch bei der Hauskonstruktion ist er in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Kein Wunder, denn er bedient nicht nur den Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit beim Bauen, sondern trägt als natürliches Material auch zu einem besonders angenehmen Wohnklima bei.

Mehrfamilienhäuser
Bei gemeinsamen Projekten im Rahmen einer Bauherrengemeinschaft lassen sich Kompetenzen bündeln und allgemeine Kosten reduzieren. Foto: Fotolia, © Tiberius Gracchus

Mitsprache im Trend

Wie sich hier bereits abzeichnet gehört die Verwirklichung individueller Wünsche und eine maximale Mitsprache zu den Zukunftstrends. Die eigene Immobilie zählt nach wie vor zu den größten Investitionen im Leben, da soll das Ergebnis auch entsprechend ausfallen.

Partizipation als Bauprinzip

Tatsächlich wollen viele Bauherren nicht nur bei der Planung ihrer eigenen Immobilie ihre persönlichen Wünsche berücksichtigt sehen, auch was die Gestaltung der direkten Nachbarschaft oder des gesamten Quartiers anbelangt, möchten sich einige gerne mehr einmischen. Hier geht es etwa darum, langfristig ein lebenswertes Umfeld zu schaffen, mit einer leistungsfähigen Infrastruktur, sinnvollen Gemeinschaftsflächen oder auch einfach nur um sich mit künftigen Nachbarn über ein einheitliches oder ansehnliches Gesamtbild abzustimmen. Im urbanen Raum ist die Entstehung gemeinschaftlich genutzter Gärten ein gutes Beispiel. Wer selbst bei seinem Eigenheim in der Stadt nur wenig oder gar keine Grünfläche hat, kann dadurch mehr Lebensqualität erlangen oder zu einer allgemeinen Aufwertung des Viertels beitragen. Dies kann sich langfristig auch auf den Immobilienwert auswirken. In manchen Fällen schließen sich mehrere Bauherren für ein gemeinsames Projekt zusammen. Dabei kann beispielsweise ein Architekt auf Basis eines einheitlichen Grundentwurfs mehrere Varianten für die einzelnen Beteiligten entwickeln.

Fazit

Wer heute bauen möchte, weiß in der Regel sehr genau, was er haben möchte und welchen Anforderungen das Eigenheim in jedem Fall genügen soll. Hierbei zeichnen sich ganz klar verschiedene Trends ab:

  • Nachhaltigkeit mit ökologischen, wohngesunden Baustoffen und einer hohen Energieeffizienz.
  • Maximale Flexibilität sowohl bei den Grundrissen, der Ausstattung oder auch bei der Finanzierung, um wechselnden Lebensphasen gerecht zu werden.
  • Barrierefreiheit – egal ob fürs Alter oder allgemein mit weniger Hindernissen und Einschränkungen im Heim – ist ein wichtiges Thema.
  • Smarte Technologien machen Gebäude künftig komfortabler und sicherer.

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