Hitzeschutz am Holzfenster – Bohrfreie Montagen oft problematisch

Viele Wohnbereiche sind ab dem Frühjahr zunehmend starken Hitzeeinträgen ausgesetzt. Um die Außenwärme abzuwehren, kommen häufiger Sonnenschutztypen mit Thermoschutz zum Einsatz. Soll der Hitzeschutz in Mietwohnungen aus rechtlichen Gründen zwingend mit bohrfreien Montagetechniken angebracht werden, ist das an Holzfenstern oft eine besondere Herausforderung.

07.04.2022

Ein Wärmestau macht den Aufenthalt im Wohnbereich tagsüber nicht nur unerträglich, sondern wirkt sich nachts zudem äußerst schlafraubend aus. Dabei sind neben mangelhaft gedämmten Wänden vor allem die Fenster regelrechte Einfallstore für Wärme.

Sind in Wohnungen und Häusern keine Außenrollläden oder Klimaanlagen vorhanden, bleibt nur deren nachträgliche Installation oder die Anbringung von innenliegenden Beschattungssystemen, um die Hitzeproblematik in den Griff zu bekommen. Besonders betroffen sind dabei Räume mit großen Fensterfronten oder höherer Gebäudelage. Kommen gleich beide Faktoren zusammen, potenziert sich die Hitzeentwicklung geradezu.

Gängiger Hitzeschutz für den Innenbereich

Es wurden verschiedene Arten an Sonnenschutz für die Hitzeabwehr entwickelt, darunter reflektierende Thermorollos mit rückseitiger Aluminiumbeschichtung, Plissee-Anlagen mit Perlmuttschicht oder auch zweilagige Kammerplissees mit isolierenden Wabenröhren.

Um einen optimalen Hitzeschutz zu erreichen, müssen isolierende Sonnenschutztypen immer am Fensterrahmen nahe der Glasscheibe installiert werden. Die herkömmliche Montage an der Decke oder Wand machen den Thermoschutz hingegen wirkungslos: Der dämmende Stoff ist zu weit weg von der Fensterscheibe. Der eindringenden Hitze bietet sich dadurch dann schon ausreichend viel Platz, um in den Innenbereich vorzudringen und sich weiter auszubreiten.

Fensternahe Montagemöglichkeiten

Für die direkte Montage am Fensterflügel gibt es ganz allgemein Befestigungsformen zum Schrauben, Klemmen oder Kleben. Für eine Verschraubung im Fensterrahmen wird in Mietwohnungen aber vom Vermieter oftmals die Zustimmung verweigert. Insofern finden hier vorzugsweise Montagetypen mit Klemmhalter oder Klebevorrichtung Verwendung.

Bei einem normierten Kunststofffenster lassen sich diese non-invasiven Anbringungsmethoden in der Regel problemlos umsetzen. Anders sieht das bei einem Holzfenster aus. Der Klemmhalter passt vielfach nicht zur vorhandenen Rahmenstärke oder es fehlt die notwendige Gummidichtung auf der Rückseite, an der der Montagehalter einhakt. Das gilt insbesondere für Fenstermodelle älterer Bauart. Die Klebemontage erweist sich ebenfalls als schwierig, da die Klebeplatten sich vom Holz rasch wieder ablösen, vor allem wenn es sich um einen größeren Sonnenschutz handelt.

Verschraubung die einzige Lösung?

An einem Holzfenster können Rollos, Jalousien oder Plissees nur mit Klemmträger eingehängt werden, wenn es wie ein modernes Kunststofffenster aufgebaut sind, was bei neueren Typen manchmal der Fall ist. Empfehlenswert ist es, sich vom jeweiligen Anbieter probehalber das Montagezubehör zusenden zu lassen und vorab einen Test durchzuführen. Passen die Halterungen nicht, besteht zumindest bei gefalteten Plissee-Anlagen noch die Option, diese mit Klebeleisten auf die Scheibe statt auf den Rahmen zu kleben. Eine weitere Möglichkeit sind noch anklebbare Hitzeschutzfolien, die wiederum großflächig auf das Glas geklebt werden.
Soll ein schräg stehendes Dachfenster aus Holz ausgestattet werden, muss ein Sonnenschutz stets solide verschraubt werden. Dies lässt sich meist in Absprache mit dem Vermieter und einem Handwerksbetrieb durchführen, da es keine Alternative dazu gibt.

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