Schieferdach – Eine Dacheindeckung für viele Jahre

Egal, ob Dachsanierung oder Neubau: Das Schieferdach erfährt gerade so etwas wie eine Renaissance. Gute Gründe für eine Eindeckung des Daches mit Schiefer gibt es gleich mehrere. Hausbesitzer, die sich für ein Schieferdach entscheiden, profitieren von einer dauerhaften, sturmsicheren und optisch ansprechenden Dacheindeckung. Im folgenden Beitrag erhalten Sie Informationen zum Thema Schieferdach.

15.05.2018
Dachdecker arbeiten an einem Schieferdach von Rathscheck
Das Schiefer-System ist eine Rechteckdeckung mit neuartigen wasserführenden Verbindungselementen. Mit nur wenigen Schiefern pro Quadratmeter und einer schnellen Verarbeitung spricht diese preiswerte Deckung Bauherren an, die bisher nicht an ein Schieferdach dachten. Die einfache und ästhetische Integration von Photovoltaikelementen begünstigt die Nutzung geförderter erneuerbarer Energien.
Foto: Rathscheck Schiefer

Zusammenfassung:

  • Zu den größten Vorteilen, die ein Schieferdach vorzuweisen hat, gehört seine hohe Lebensdauer, seine Widerstandskraft gegen Starkwindereignisse und sein einzigartiges Erscheinungsbild.
  • Für ein Schieferdach stehen verschiedene Deckarten zur Wahl, so dass sich jeder Bauherr sein individuelles Dach entwerfen kann.
  • Ob sich bei einem Gebäude ein Schieferdach realisieren lässt, ist maßgeblich von der Dachneigung abhängig.

Schiefer ist ein traditioneller Baustoff, der von vielen Bauherren aufgrund seiner besonderen Vorzüge geschätzt wird. Kein Wunder, dass sich heute immer mehr Eigenheimbesitzer dazu entschließen, das Dach ihres Hauses mit Schiefer, statt mit klassischen Dachbaustoffen decken zu lassen.

Diese Vorteile bietet ein Schieferdach

Zu den größten Vorteilen, die ein Schieferdach zu bieten hat, zählt seine Lebensdauer. Mit einer Einsatzbereitschaft von bis zu 100 Jahren ist das Naturprodukt Schiefer seiner Konkurrenz um Längen voraus. Zum Vergleich: Tondachziegel oder Betondachsteine geraten mit einer prognostizierten Lebensdauer von etwa 60 Jahren deutlich ins Hintertreffen. Auch in Sachen Sturmsicherheit, ein Aspekt, dem mit Blick auf das vermehrte Auftreten von Starkwindereignissen in unseren Breiten eine wachsende Bedeutung zukommt, hat das Schieferdach die Nase vorn. Jede einzelne Schieferplatte wird auf die Holzunterkonstruktion genagelt, geschraubt oder geklammert, so dass ein äußerst robuste und homogene Dachhaut entsteht, die starken Winden und der damit einhergehenden Sogwirkung wirkungsvoll Paroli bietet. Außerdem überzeugt ein Schieferdach mit seiner individuellen Ästhetik, die landauf landab immer mehr Bauherren in ihren Bann schlägt. Durch die einzigartige Deckung und sein extravagantes Farbenspiel setzt sich ein Schieferdach deutlich von der es umgebenden Dachlandschaft ab. Zu guter Letzt kann Schiefer auch unter ökologischen Aspekten punkten: für die Herstellung der Decksteine wird nur sehr wenig Energie benötigt und am Ende ihres Lebens lassen sie sich problemlos als Bauschutt entsorgen.

Die verschiedenen Deckarten für ein Schieferdach

Schiefer ist eine  Eindeckung für Individualisten, denn Hausbesitzer können aus einer umfangreichen Liste verschiedener Deckarten wählen. Welche Deckart das Rennen macht, hängt von Faktoren wie der Dachneigung, den Kosten und dem persönlichen Geschmack ab. Hier ein kurzer Überblick (Quelle: Rathscheck Schiefer) über die gängigsten Deckarten:

Qualitätskontrolle in einer Schiefer-Lagerstätte in Spanien
Schiefer – Material aus der Urzeit
Schiefer ist ein Baustoff mit langer Geschichte. Bereits die Römer wussten die herausragende Qualität des ökologischen Baumaterials zu schätzen und deckten ihre Häuser mit blaugrauem Schiefer aus den Lagerstätten an der Mosel.
Vor 350 bis 400 Millionen Jahren setzte sich auf dem Meeresgrund feiner Tonschlamm ab, der durch starken Wasserdruck in Jahrmillionen zu Tongestein gepresst wurde. Kontinuierliche Erdverschiebungen falteten die Tongesteinsschichten, bis schließlich aus den Tonmineralen sogenannter Glimmer entstand. Damit wurde dem ursprünglichen Tongestein eine neue Struktur gegeben: Die Schieferung. Sie verleiht dem Gestein einen seidigen Glanz und macht das Material problemlos in der Länge spaltbar.

Quelle: Bautipp.net
  • Rechteck-Doppeldeckung: Die Rechteck-Doppeldeckung ist eine moderne Schieferdach-Deckung, die durch ihre geradlinige Optik besticht. Sie eignet sich besonders gut für Häuser mit einer klaren, nüchternen Architektur.
  • Altdeutsche Deckung: Die Altdeutsche Deckung besteht aus freihand zugerichteten, schuppenförmigen und unterschiedlich großen Decksteinen. Sie eignet sich auch bei einer komplizierten Dachform, zum Beispiel wenn es darum geht, ein Dach mit Gauben einzudecken.
  • Bogenschnitt-Deckung: Die Bogenschnitt-Deckung basiert auf Decksteinen mit einer speziellen quadratischen Grundform. Mit Blick auf den Preis, ist sie besonders wirtschaftlich.
  • Wilde Deckung: Bei der Wilden Deckung spielt der Zufall eine entscheidende Rolle. Die Decksteine werden erst auf dem Dach vom Dachdecker zugerichtet und exakt geformt in das scheinbar willkürliche Gefüge eingepasst. Da diese Deckart besonders anspruchsvoll ist, braucht es für ein solches Schieferdach einen echten Meister mit viel Erfahrung. Selbstverständlich kostet eine Wilde Deckung auch entsprechend mehr.
  • Schuppendeckung: Die Schuppendeckung ist eine Spielart der Altdeutschen Deckung. Anders als bei der Altdeutschen Deckung verwendet der Dachdecker bei der Schuppendeckung gleichförmige Schablonensteine, die sich mit einer hohen Wirtschaftlichkeit verlegen lassen.
  • Universal-Deckung: Die Universal-Deckung kann eine hohe Wirtschaftlichkeit vorweisen, da die Decksteine auf einer speziellen quadratischen Grundform beruhen, die sich einfach drehen und richtungsunabhänig verlegt werden können.

Rechteck-Doppeldeckung

Ästhetik und Funktionalität zeichnen die Rechteck-Doppeldeckung mit ihrer geradlinigen Optik aus. Sie eignet sich besonders für moderne Architektur.

Neues Schieferdach? Die Dachneigung ist entscheident

Damit der Dachdecker den Wunsch von einem Schieferdach überhaupt realisieren kann, müssen konkrete Vorbedingunge erfüllt sein. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Dachneigung, die sicherstellt, dass der Regen zuverlässig vom First Richtung Traufe abfließen kann. Die erforderliche Mindestdachneiung ist von mehreren Faktoren abhängig. Entscheidend sind die gewünschte Art der Deckung sowie die Dachkonstruktion. Grundsätzlich gilt: Je steiler das Dach, desto besser wird das Regenwasser abgeleitet. Welche Mindestdachneigung konkret einzuhalten ist, kann in den Regelwerken des Dachdeckerhandwerks nachgeschlagen werden. Für ein Schieferdach in Rechteck-Doppeldeckung sind es zum Beispiel mindestens 25 Grad, bei einer Altdeutschen Deckung mindestens 25 Grad.

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