Bauherren-Tools – Von Baukredit bis Zimmereinrichtung

Ein Haus zu bauen, ist eine Herausforderung. Nicht ob der Größe, nein, vielmehr ob der unzähligen höchst verschiedenen Dinge, die es dort zu beachten gilt, die ausgesucht, angepasst oder schlicht „gemacht werden“ wollen. Und obschon natürlich vieles ins Metier der Profis fällt, dafür bezahlt man sie ja, gibt es noch so vieles, bei dem Bauherrn selbst gefragt sind. Und natürlich gilt auch hier: Mit Digital geht’s einfach leichter. Für den folgenden Artikel haben wir deshalb einen ganzen Strauß an Tools, Webseiten und Apps zusammengestellt, die alle mit dem großen Thema Hausbau zu tun haben.

13.02.2019

1. Finanzierung

Die Finanzierung beziehungsweise das Durchrechnen der eigenen Möglichkeiten, ob man sich überhaupt ein Häuschen leisten kann, ist meistens die Grundlage sämtlicher Bauherrenträume. Daher stellen wir auch die dazu nötigen digitalen Helferlein gleich an erste Stelle.

Was die unmittelbare Berechnung des Baukredits anbelangt, sollte man sich nicht auf Apps verlassen. Denen fehlt es erstens häufig an der notwendigen gebotenen Neutralität und zweitens werden sie oftmals nicht in so kurzen Abständen geupdatet, wie es bei einem so zeitkritischen Thema der Fall ist. Hier sind Webseiten-basierte Rechner die tauglichere Variante. Sehr beliebt ist der von baukreditrechner.me, er findet sich auf dieser Webseite und enthält nicht nur einen umfangreichen Anbietvergleich, sondern auch viele Optionen, mit denen man die Angebote personalisieren kann.

Ergänzend empfiehlt es sich zudem, nicht nur auf normalen Tisch-Taschenrechner beziehungsweise solchen auf dem Smartphone zu vertrauen. Via App gibt es hier deutlich umfangreichere Helfer. Nahezu einstimmig gefeiert ist der „Rechenknecht“. Ihn gibt es kostenlos im Google-Store. Er kann Zinsen ebenso einfach berechnen wie Kredite, Prozente, Zeiten und vieles mehr.

2. Bauplanung

Mit der reinen Planung ist es, was das Digitale angeht, so eine Sache. Architekten und ähnliche nutzen dazu professionelle CAD-Software. Doch deren Problem ist, dass sie zum einen meist kostenpflichtig sind, Ausnahmen wie das quelloffene Tool ArchiCAD bestätigen diese Regel. Zum anderen, und das ist das Entscheidende, sind CAD-Programme nichts, was man an einem Nachmittag erlernen könnte. Daher sollte man sich an solche Tools nur dann wagen, wenn man bereits Vorkenntnisse besitzt.

Allerdings bedeutet das keineswegs, dass man gar keine Planungsmöglichkeiten hätte. Denn das simpelste und hochbeliebte Programm SketchUp, welches bis vor einigen Jahren zu Google gehörte, ist ebenfalls ein vollwertiger 3D-Modellierhelfer. Allerdings sei hier wie auch bei sämtlichen anderen Zeichen-Tools empfohlen, diese an einem „richtigen“ Computer zu nutzen – mit Maus und großem Bildschirm geht das wesentlich präziser als mit Touchdisplay und Fingerspitze.

Werbefinanziert, aber mit zahlreichen vormodellierten Templates versehen, ist zudem das Programm meinHausplaner. Die Einblendungen sind zwar etwas störend. Allerdings wurde das Tool auch speziell auf Bauherrn ohne tiefergehende Vorkenntnisse zugeschnitten, sodass es sich leicht erlernen und bedienen lässt.

Weniger planerisch, dafür am „lebenden“ Objekt sehr nützlich ist die kostenlose App ImageMeter. Sie erlaubt es, mit dem Handy geschossene Fotos mit Abmessungen zu versehen. Unheimlich praktisch beispielsweise, wenn man im Geschäft einen Einrichtungsgegenstand sieht und im Rohbau prüfen will, ob er passt.

3. Material und mehr

Ein Haus besteht aus mehreren dutzend verschiedenen Materialien. Und sobald man kein Fertighaus baut, wird vieles davon, was die Mengenberechnung anbelangt, zum schätzenden „Blindflug“. Dagegen finden sich im Netz zahlreiche Programme, welche es ermöglichen sollen, die benötigten Mengen zu kalkulieren, sobald man nur die Abmessungen beziehungsweise Materialart kennt. Beliebt, einfach in der Handhabung und vor allem fürs Handy ist die Baustoffrechner-App. Allerdings sei angemerkt, dass sie sich nur auf Schüttgut beschränkt, also etwa Sand oder Kies.

Ergänzend dazu empfiehlt es sich für das Mauerwerk den Brick Calculator zu installieren. Zwar nur englischsprachig und relativ simpel, muss man ihn jedoch nur mit den Abmessungen der notwendigen Steine füttern, damit er einem deren benötigte Zahl verrät.

In dieses Feld gehört zudem auch, dass am Haus praktisch nichts nicht genormt ist. Allerdings, so muss man sagen, ist das Thema gerade für Laien unheimlich komplex. Nicht nur ob der schieren Anzahl von Bau-Normen, sondern auch, weil diese sich oft rasend schnell ändern. Dagegen hilft die App Norm2Go. Sie benötigt zwar eine DIN-Norm, kann einem anhand dieser aber glasklar verraten, ob sie noch gültig ist.

Nicht zuletzt extrem hilfreich ist es, wenn man seinen Bau nicht nur Tag für Tag mit eigenen Augen sehen kann, sondern das Ganze auch noch dokumentiert. An dieser Stelle konkurriert eine Schar an Bautagebuch-Apps miteinander. Die zumindest den Bewertungen nach beliebteste ist BTB Go. Ihr Vorteil ist, dass sie zwar für Profis konzipiert wurde, aber nicht so komplex ist, dass Laien nicht damit zurechtkämen.

4. Nützliches für die Einrichtung

Was das Ausstaffieren des Hauses anbelangt, kann man mit Fug und Recht sagen, dass sich hier die meisten Apps tummeln. Kein Wunder, hier bietet sich für Hersteller und Händler die beste Möglichkeit, Kunden zu werben. Die folgenden Helfer können zwar häufig „fremdverwendet“ werden, sind aber oftmals an die Produktpalette eines Herstellers geknüpft.

Von Farbenhersteller Dulux stammt der sogenannte Visualizer. Wie viele andere Apps ist das eine perfekte Umsetzung des Augmented-Reality-Prinzips: Die App öffnet die Handykamera. Man richtet sie in diesem Fall auf die Wand und kann sie mit der Farbpalette des Herstellers virtuell anstreichen. Einfacher und deutlich realitätsnäher als bloß kleine Farbkarten an die Wände zu halten.

Architonic ist letzten Endes eine sich an Profis wendende Datenbank für Inneneinrichtung. Sie verwaltet nach eigenem Bekunden über 75.000 Produktbilder von Lampen, Tischen und Co. Zwar ohne Preise, dafür aber mit Hersteller- und Modellbezeichnung. Ein schönes Tool, das viele Gänge durch Einrichtungshäuser überflüssig macht. Allerdings mit hohem Suchtfaktor, weil man sich in den Bildern wirklich verlieren kann.

Die letzte App in dieser Liste kommt vom schwedischen Möbelgiganten Ikea. Das schränkt naturgemäß die Auswahl auf dessen Produkte ein. Allerdings hat Ikea Place, so der Name des Tools, abermals den Augmented-Reality-Bonus. Was durch die Kamera im Handy-Display gezeigt wird, kann per Fingerwisch sofort mit Billy, Malm und Co. bestückt werden. Zudem kann die App natürlich auch etwas breiter genutzt werden – etwa um einfach mal zu spielen, was man generell wohin stellen möchte.

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