KfW-Förderung – KfW ändert Förderbedingungen für Effizienzhäuser

Zum 17. April 2018 ändert die staatliche Förderbank KfW im Programm 153 „Energieeffizient Bauen“ die Kreditbedingungen. Die 20-jährige Zinsbindung wird dann auf zehn Jahre gekürzt, kostenfreie Sondertilgungen sind nicht mehr möglich. Zudem wird die provisionsfreie Zeit des Kreditabrufs von zwölf auf sechs Monate verkürzt. Ab dem siebten Monat müssen Kreditnehmer künftig 0,25 Prozent Bereitstellungsprovision für den nicht abgerufenen Kredit bezahlen.

08.03.2018
Doppelhaus mit Ziegelmauerwerk
Das Doppelhaus steht für besondere Wirtschaftlichkeit, weil die Grundstücks- und Erschließungskosten geteilt werden können. Dieser Entwurf erreicht dank Ziegelmauerwerk KfW-40- oder auch Passivhaus-Niveau. Foto: Lebensraum Ziegel / tdx / Mein Ziegelhaus

Dennoch bleibt die KfW mit dem Programm für energieeffizientes Bauen, zum Beispiel in Ziegelbauweise, die erste Adresse für eine günstige Finanzierung des Eigenheims. Bis zu 100.000 Euro Kreditbetrag fördert die Bank mit einem effektiven Zinssatz von derzeit 1,66 Prozent pro Jahr. Mit bis zu fünf tilgungsfreien Anlaufjahren bei 30 Jahren Laufzeit ist das sehr bauherrenfreundlich. Ein Tilgungszuschuss reduziert den Kredit – bei einem KfW-Effizienzhaus 40 Plus sind das bis zu 15.000 Euro. Außerdem bezuschusst die KfW die verpflichtenden, baubegleitenden Leistungen des Energieeffizienz-Experten.

Das Effizienzhaus 55 stellt in wirtschaftlicher Hinsicht die sinnvollste Lösung dar. Es benötigt etwa die Hälfte des Mindeststandards an Energie und ist deutlich kostengünstiger als ein Haus nach KfW-40-Standard, das mit hohem Aufwand nur wenige hundert Euro Heizkosten pro Jahr spart. Um den KfW-55-Standard zu erfüllen, genügt dank sehr guter Wärmedämmung eine monolithische Ziegelbauweise ab 36,5 Zentimeter. Eine zusätzliche, kostenintensive Dämmschicht an der Fassade ist nicht nötig. Das reduziert nicht nur die Baukosten, sondern auch die Aufwendungen zur langfristigen Instandhaltung.

Energieeffizienz-Experten beauftragen

Das KfW-Darlehen beantragt man bei dem Geldinstitut, das auch die restliche Baufinanzierung abwickelt. Es prüft Bonität, Eigenkapital sowie Sicherheiten und leitet den Antrag an die KfW weiter. Bereits vor dem Gang zur Bank muss ein bei der Deutsche Energie-Agentur (dena) gelisteter Energieeffizienz-Experte die Förderfähigkeit bestätigen. Ganz wichtig: Erst wenn die Kreditzusage der KfW vorliegt, kann mit dem Bau begonnen oder die Unterschrift unter einen Kaufvertrag gesetzt werden!

Ein Ratgeber unter www.lebensraum-ziegel.de zeigt vielfältige Fördermöglichkeiten auf. Denn zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse gibt es auch in einigen Bundesländern und Kommunen. Gut beraten sind Bauinteressenten, die sich vorab genau informieren. Das Portal liefert umfangreiche Produktinformationen sowie Adressen von ziegelerfahrenen Architekten und Bauunternehmen.

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