Sie befinden sich hier: Ratgeber Fördermittel Fördermittel des BAFA

Fördermittel des BAFA  Die Investitionskostenzuschüsse im Überblick

Hausbesitzer, die planen, ihren Wärmebedarf durch den Einsatz erneuerbarer Energien oder besonders effizienter Heizsysteme zu decken, erhalten vom Bund attraktive Investitionskostenzuschüsse. Informieren Sie sich jetzt über die Fördermittel des BAFA.

Wer seinen Heizwärmebedarf durch den Einsatz erneuerbarer Energien deckt, erhältlich Fördermittel des BAFA.

Deutsche Bundesregierung: Bis 2020 soll der Anteil regenerativer Energien an der Wärmeversorgung auf 14 Prozent anwachsen. Foto: HDG Bavaria

PROFI-TIPP

PROFI-TIPP

Heizöl, Erdgas und Strom wurden in den vergangenen Jahren deutlich teurer. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Eigenheimbesitzer nach preiswerten Alternativen umsehen. Wenn auch Sie Ihre betagte Ölheizung oder Gasheizung durch einen Biomassekessel ersetzen oder sich eine Solarthermieanlage auf das Dach montieren lassen möchten, wird Ihnen der Umstieg auf besonders effiziente oder erneuerbare Energien durch Investitionskostenzuschüsse des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) versüßt.

Marktanreizprogramm: BAFA-Förderung

Das BAFA unterstützt bei Bestandsgebäuden den Umstieg von einer konventionellen Heizung auf erneuerbare Energie. Maßnahmen im Zuge eines Neubaus werden nicht gefördert.

Was wird vom BAFA gefördert?

Bis 2020 soll der Anteil regenerativer Energien an der Wärmeversorgung auf 14 Prozent anwachsen. Hier eine Übersicht, welche Maßnahmen im Einzelnen durch das BAFA gefördert werden:

  • Solarthermieanlagen: Die BAFA fördert Solarthermieanlagen zu Warmwasserbereitung und Raumheizung (Kombi-Anlagen), für Prozesswärme und die solare Kühlung. Anlagen, die ausschließlich zur Warmwasserbereitung dienen, werden nur unter Berücksichtigung besonderer technischer Anforderungen und nur in Mehrparteien- oder Nichtwohngebäuden finanziell unterstützt.
  • Heizkesseltausch: Tauschen Sie Ihren alten Öl- oder Gaskessel gegen einen neuen Brennwertkessel (Öl oder Gas) und installieren Sie gleichzeitig eine förderfähige Solarthermieanlage, um den Investitionskostenzuschuss von der BAFA zu erhalten.
  • Pelletheizung: Automatisch beschickte Holzpelletkessel werden gefördert.
  • Pelletöfen mit Wassertasche: Ein Pellet-Kaminofen, der in das zentrale Heizsystem eingebunden ist, ist förderfähig.
  • Holzvergaserkessel: Auch Holzvergaserkessel mit besonders geringen Feinstaubemissionen erhalten finanzielle Unterstützung durch das BAFA.
  • Kombinationskessel: Für Kessel, die sowohl für die Verbrennung von Scheitholz als auch Holzpellets ausgelegt sind, wird der Investitionskostenzuschuss gewährt.
  • Wärmepumpen: Besonders energieeffiziente, egal, ob elektrisch- oder gasbetriebene Wärmepumpen sind förderfähig.

Eine umfassende Übersicht zu den Förderkonditionen für Privatpersonen finden Sie auf der Homepage des BAFA.

Sind BAFA- und KfW-Fördermittel kombinierbar?

Hausbesitzer haben die Möglichkeit, den Investitionskostenzuschuss des BAFA und die Fördergelder der KfW miteinander zu kombinieren. Voraussetzung:  Eines der folgenden KfW-Programme wird im Zuge einer umfassenden KfW-Effizienzhaus-Sanierung in Anspruch genommen:

  • Kredit 151 (Energieeffizent Sanieren)
  • Investitionszuschuss 430 (Energieeffizient Sanieren)

Seit 1. März 2013 können Sie zusätzlich zu den Zuschüssen des BAFA auch einen speziellen Ergänzungskredit (Kredit 167 – Energieeffizient Sanieren) bei der KfW beantragen. Dadurch lässt sich Ihre Heizungserneuerung komplett mit Kredit und Zuschuss finanzieren. Selbstverständlich darf die Summe aus BAFA-Zuschuss und KfW-Kredit die Kosten des Heizungstauschs nicht übersteigen.
Wenn Sie Ihre Heizungserneuerung als Einzelmaßnahme durchführen, müssen Sie sich zwischen den Fördermitteln von BAFA und KfW entscheiden.

Stand, Dezember 2016

0 Bewertung(en)

ÄHNLICHE ARTIKEL

Fördermittel

Was gilt es zu beachten?

Fördermittel sind keine Geschenke: Fördermittel werden dazu eingesetzt, die gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen! Jetzt klicken und informieren! Fördermittel


Aktionshaus

Ausstattungspaket Effizienzhaus 55

Passen Sie Ihr FamilyHome-Aktionshaus Ihren individuellen Bedürfnissen an: Zum Beispiel mit dem Ausstattungspaket „Effizienzhaus 55“. Ausstattungspaket Effizienzhaus 55


Fördermittel

Kredite und Zuschüsse auf einen Blick

KfW-Fördermittel unterstützten Sie bei der Finanzierung Ihres Bauvorhabens. Jetzt über KfW-Fördermittel informieren! Fördermittel der KfW



EXPERTENRAT

Ratgeber, Tipps und Infos rund um Hausbau und Sanierung

Zum Expertenrat

TRAUMHAUSSUCHE

Mehr als 600 Häuser warten darauf, von lhnen entdeckt zu werden.

Zur Traumhaussuche

MUSTERHAUSLISTE

Informieren Sie sich bei einem Besuch eines Musterhauses vorab über das Angebot der Hersteller.

Zur Musterhausliste

Baulexikon

Biomasse

Unter dem Begriff der Biomasse sind alle organischen Substanzen (zum Beispiel Holz) zusammengefasst. Biomasse als Energieträger weist eine ausgeglichene Energiebilanz auf. Das bedeutet, dass Biomasse bei seiner Verbrennung (Stückholz, Holzpellets, Hackschnitzel) nur so viel Kohlenstoffdioxid (CO2) frei gibt, wie die Pflanze in ihrer Wachstumsphase aufgenommen hat.

Regenerative Energieträger

Der weltweite Vorrat an regenerativen Energieträgern (auch „Erneuerbare Energieträger“) ist unbegrenzt. Zu dieser Gruppe zählen zum Beispiel Solarstrahlung (Solarthermie, Photovoltaik), Erdwärme („Geothermie“) und Biomasse (Holz). Alle regenerativen Energieträger sind kohlenstoffdioxidneutral und belasten daher nicht das Klima.

Brennwertkessel

Ein Brennwertkessel (auch „Kondensationskessel“ genannt) entzieht den bei der Verbrennung entstehenden Rauchgasen die Restwärme und setzt diese in Heizwärme um. Diese Restwärme wird bei der Kondensation (Verdampfungswärme) der in den Abgasen enthaltenen Feuchtigkeit frei. Dadurch senkt sich bei einem Brennwertkessel im Vergleich zu einem Standardheizkessel der Energieverbrauch um bis zu 30, der Schadstoffaustausch um bis zu 50 Prozent.

Holzvergaserkessel

Ein Holzvergaserkessel (auch „Sturzbrandofen“ genannt) trennt die beiden Stufen der Holzverbrennung (Holzvergasung und Holzgasverbrennung) zeitlich und räumlich. Zuerst wird in der Oberkammer dem Scheitholz die Restfeuchte entzogen und anschließend die Holzvergasung eingeleitet. Danach werden die Verbrennungsgase in die Unterkammer (Brennkammer) geleitet und bei einer Temperatur von etwa 1.100 Grad Celsius verbrannt. Dadurch lassen sich im Vergleich zu anderen Festbrennstoffkesseln niedrigere Schadstoffemissionen und ein höherer Wirkungsgrad erzielen.