Badezimmer – Tipps für weniger Feuchtigkeit im Badezimmer

Wärme+ erklärt, wie sich beschlagene Spiegel und Schimmelbildung effizient vermeiden lassen.

20.12.2018
Wohnraumlüftung von Vaillant
Foto: ©Wärme+/Vaillant

Was gibt es Schöneres, als in der kalten Jahreszeit nach einem Spaziergang eine heiße Dusche zu genießen oder sich an einem grauen Wintertag mit einem wohligen Wannenbad etwas Erholung zu gönnen? Dabei entsteht viel Wasserdampf; je länger die Dusche läuft und je höher die Badetemperatur ist, desto „nebeliger“ wird es im Badezimmer. Auch Wäsche, die im Winter nicht mehr ins Freie gehängt werden kann und nun im Badzimmer trocknen muss, erhöht die Luftfeuchtigkeit. Doch eine hohe Luftfeuchte bedeutet auch ein erhöhtes Schimmelrisiko. Zudem ist es sehr unkomfortabel, wenn der beschlagene Spiegel das weitere Pflegeprogramm verzögert. Die Initiative Wärme+ gibt praktische Tipps, was man gegen die hohe Luftfeuchtigkeit im Bad tun kann.

Lüften – aber richtig

Da sich beim Duschen oder Baden Wasserdampf bildet, sollte direkt im Anschluss daran gelüftet werden – aber nur über Fenster und bei geschlossener Tür. „Entsteht ein Durchzug, verteilt sich die Feuchtigkeit auch im Rest der Wohnung und die Gefahr, dass sich Schimmel bildet, steigt“, erklärt Roland Grabmair, Experte der Initiative WÄRME+. Bei innenliegenden Bädern ohne Fenster helfen Lüftungsanlagen, Feuchtigkeit und unangenehme Gerüche kontinuierlich aus der Raumluft abzuführen. Moderne Geräte ermöglichen die automatische Steuerung über einen Bewegungsmelder sowie Feuchtigkeitssensor oder die manuelle Handhabung durch Licht- und Fernschalter. „Lüftungsanlagen sind auch in Badezimmern mit Fenstern sinnvoll, denn in der Regel lässt sich nicht jeder Winkel des Raumes manuell optimal entlüften“, so Roland Grabmair. Eine unkomplizierte Installation von dezentralen Geräten ist auch nachträglich problemlos möglich. Lediglich ein Stromanschluss für den Ventilator und eine freie Außenwand zur Direktmontage werden benötigt. Ausführliche Beratung und die passende Lösung für ihre individuelle Situation erhalten Interessierte bei Ihrem Fachhandwerker.

Angenehme Wärme von unten

Um Feuchtigkeitsschäden vorzubeugen, sollte die Raumtemperatur im Badezimmer nicht zu kalt sein. Denn warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und das Risiko, dass sich die Wassertropfen an den Wänden niederschlagen, sinkt. Für besonders komfortable Wärme sorgt eine elektrische Fußbodentemperierung. Die dünnen Heizmatten bringen den Raum gleichmäßig auf die gewünschte Wohlfühltemperatur. Praktisch: Die Systeme können sogar in der Dusche eingebaut werden. Einige Hersteller bieten dafür bereits vorkonfektionierte Heizmatten mit speziellen Aussparungen für den Wasserablauf der Dusche an. Eine fußwarme Dusche ist nicht nur besonders angenehm, die Duschkabine kann auch wesentlich schneller trocknen. Dadurch werden Schimmel- und Stockflecken, wie sie oft bei Fliesen in der Dusche auftreten – wirksam vermieden.

Spiegelheizungen sorgen für Durchblick

Wer kennt das nicht: Nach einer wohltuenden, heißen Dusche möchte man sich frisieren, schminken oder rasieren, doch der Spiegel ist beschlagen. Schnelle Abhilfe schaffen spezielle Heizmatten oder -folien, die auf der Spiegelrückseite mit Klebestreifen befestigt werden. Feine elektrische Heizdrähte übertragen die Wärme von dort auf die Spiegeloberfläche, so dass der Spiegel erst gar nicht beschlägt und eine klare Sicht garantiert ist. Die Spiegelheizung kann entweder über einen manuellen Taster bedient oder auch mit der Badezimmerbeleuchtung gekoppelt werden. Dann schaltet sich die Heizmatte zeitgleich mit der Badezimmerbeleuchtung ein und wieder aus.

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