Fassadendämmung – Kiefernöl in Putzen und Farben

Das erste Fassadendämmsystem, dessen Beschichtungen teilweise auf nachwachsenden Rohstoffen basieren, heißt StoTherm AimS. Es besteht aus umweltfreundlichen Unter- und Oberputzen, einer bionischen Fassadenfarbe sowie einem mineralischen Dämmstoff und ist somit doppelt umweltfreundlich: Zum einen spart es bereits bei der Herstellung Erdöl, zum anderen reduziert es während seiner Nutzung den Verbrauch von Heizenergie und die Freisetzung von CO2.

16.04.2021
Beschichtungen des Fassadendämmsystems StoTherm AimS mit nachwachsenden Rohstoffen von Sto
Die Beschichtungen des Fassadendämmsystems StoTherm AimS basieren teilweise auf nachwachsenden Rohstoffen. Foto: Johannes Vogt / Sto SE & Co. KGaA

Leider ist unser Planet nicht „unkaputtbar“. Und kein Werbespruch hilft gegen die globale Erderwärmung. Darum werden auch an Baumaterialien zunehmend strengere Maßstäbe angelegt. Aber wir brauchen Produkte und Systeme, die nicht nur oberflächlich „ökologisch“ sind, sondern auch einem zweiten, kritischen Blick standhalten. Glasklar dabei: Es darf dabei keine Kompromisse bei der Qualität geben: Standsicherheit, Brandschutz, Energieeffizienz müssen gewährleistet bleiben. Darum kennzeichnet Sto künftig besonders umweltfreundliche Bauprodukte, die zugleich 100-prozentig anwendungsorientiert sind, mit dem neuen Namenszusatz „AimS“ (Aim Sustainability = Ziel Nachhaltigkeit).

Die NawaRos kommen

Beim Entwicklungsstart der neuen AimS-Produktwelt ging es darum, endliche Ressourcen so weit wie aktuell möglich durch nachwachsende oder ausreichend verfügbare Rohstoffe zu ersetzen. Ansatzpunkt war das Bindemittel, das in allen Putzen, Farben, Mörteln enthalten ist. Das neue StoTherm AimS ist ein nichtbrennbares Wärmedämm-Verbundsystem. Es besteht aus einem mineralischen Dämmstoff und organischen Putzen. Mit der bionischen Fassadenfarbe StoColor Lotusan AimS kommt auf Wunsch ein hochfunktionaler Systemabschluss mit Lotus-Effect Technology hinzu.

Info

Was ist eigentlich „nachhaltig“?

Nachhaltig produzierte Produkte dürfen nicht schon heute die Ressourcen (Rohstoffe, Luft, Wasser etc.) künftiger Generationen verbrauchen. Doch welche Entscheidungen und Handlungen hierzu beitragen, ist nicht immer leicht zu entscheiden. Mit der Nachhaltigkeit ist es manchmal so wie mit Lebensmittelverpackungen: In den am buntesten bedruckten Kartons steckt nicht zwangsläufig das beste Erzeugnis. Soll also ein bestehendes Produkt im Sinne der Nachhaltigkeit verbessert werden, muss ein möglichst großer Teil der benötigten Ausgangsmaterialien durch nachwachsende (CO2-neutrale) oder wiederverwendete (recycelte) Rohstoffe ersetzt werden. Dazu kommt: Wir brauchen Produkte und Systeme, deren Qualität nicht unter den „Verbesserungen“ leiden. Denn weniger praxisgerechte Produkte erfordern zusätzliche Arbeit, verkürzen Wartungsintervalle und müssen früher ersetzt werden – kurzum: Sie scheinen nur nachhaltig zu sein. Sie sind es aber nicht.

Bei den Beschichtungen ist es gelungen, jeweils etwa ein Drittel des Bindemittels durch einen nachwachsenden Rohstoff (NawaRo) auf der Grundlage von Kiefernöl zu ersetzen. Die Vorteile: Weniger Erdölverbrauch und ein Ersatzstoff, der aus Resten der Holzverarbeitung gewonnen wird und nicht in Flächenkonkurrenz zur Lebens-mittelproduktion steht. „Erdölbasierte Bindemittel sind endlich. Wenn wir heute möglichst viel davon durch Bindemittel aus nachwachsenden Rohstoffen ersetzen, sichern wir damit die Zukunft“, bekräftigt die Ingenieurin für Farbe, Lack, Kunststoff, Gabriele Egle, die für die neuartigen Produkte mitverantwortlich war. StoTherm AimS ist mit dem Umweltzeichen „Der Blauen Engel“ (RAL-UZ 140) zertifiziert, ist riss- und schlagsicher.

Ehrlich währt am längsten

Bleibt die Frage, warum nur 30 Prozent des Erdöls im Bindemittel durch das Kiefernöl ersetzt wurden. Warum nicht mehr? Das Ergebnis liegt deshalb nicht bei 100 Prozent, da gleichzeitig keine Kompromisse bei der Qualität gemacht wurden. Wäre der Anteil der nachwachsenden Rohstoffe größer, müssten nachteilig veränderte Eigenschaften (Aufziehverhalten, Vergilbungsneigung etc.) in Kauf genommen werden. Und weniger Produkte sind bekanntlich weniger nachhaltig. Darum hat Sto nachhaltige Produktentwicklungen mit dem Gebot der Praxistauglichkeit verknüpft. Die neuen Produkte und Systeme der AimS-Familie enthalten nachprüfbar – und nicht nur rechnerisch – das biologische Kiefernöl und bieten gleichzeitig die gewohnte Produktqualität von Sto-Profibaustoffen. Sie erlauben es der Bauherrschaft, eine klare Entscheidung beim Klima- und Ressourcenschutz zu treffen: Bei einem Einfamilienhaus mit etwa 200 Quadratmetern Fassadenfläche verringert der Einsatz des weiterentwickelten Bindemittels den Erdöl-verbrauch um rund 43 Liter. StoTherm AimS ist aktuell das einzige Fassadendämmsystem mit Unter- beziehungsweise Oberputzen und einer Fassadenfarbe, die zum Teil auf nachwachsenden Rohstoffen basieren.

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