Kellerausbau – Diese 5 Tipps erleichtern die Planung

In Zeiten kleinerer Budgets ist die Umnutzung des Kellers eine erschwingliche Maßnahme, um zusätzlichen Raum im Haus zu schaffen. Der FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. erklärt, was es beim Kellerausbau zu beachten gibt und wie mit einer Mineralwolldämmung auch im kalten Keller warme, lärm- und brandgeschützte Räume entstehen.

24.08.2022
Kellerdeckendämmung
Sofortige Behaglichkeit und Kostenersparnis: Die Kellerdecke können Heimwerker einfach in Eigenregie dämmen. Foto: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

Das Hobbyzimmer, Homeoffice, aber auch eine Souterrain-Wohnung lassen sich im Keller realisieren. Eine Dämmung, etwa aus Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle), sorgt hier neben mehr Sicherheit und Komfort auch für sofortige Energieeinsparungen. Nicht ausgebaute Keller haben aber oft nicht nur ein Problem mit fehlendem Tageslicht und Kälte, sondern auch mit eindringender und in den Kellerwänden gespeicherter Feuchtigkeit. Diese fünf Punkte sollten Hauseigentümer deshalb bei der Planung einer Kellersanierung bedenken:

1. Bauphysik berücksichtigen

Damit die Bausubstanz geschützt und eine gute Raumqualität im Keller hergestellt wird, müssen Altbaukeller und Bauteile komplett trocken sein, Wände und Boden gegen Wasser abgedichtet und die Wirkung der Dämmung berücksichtigt werden.

2. Bauliche Vorgaben beachten

Wer seinen Kellerraum als Hobbyraum nutzen möchte, ist relativ frei in der Umsetzung. Hier ist lediglich zu bedenken, dass eine Innendämmung den Raum etwas verkleinert und ggf. auch die Belichtung verbessert werden muss. Entsteht dagegen eine separate Souterrain-Wohnung, die vermietet werden soll, bedarf die Kellersanierung und -umnutzung einer Baugenehmigung. Die Landesbauordnungen geben dabei u. a. Mindestanforderungen für die Raumqualität vor, etwa eine Mindestraumhöhe, Vorgaben zu Belüftung, Rettungswegen und Energieeffizienz.

Innendämmung Kellerwände
Durch eine Dämmung mit Mineralwolle entstehen auch im kalten Keller warme, lärm- und brandgeschützte Räume. Foto: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

3. Boden dämmen

Ist die Bodenplatte intakt und trocken, erfolgt zunächst die Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit, beispielsweise mit Bitumen oder Dichtschlämme. Darauf liegt dann eine Dämmebene ggf. in Kombination mit einer Trittschalldämmung aus Mineralwolle. Auf der Dämmlage können unterschiedliche Bodenaufbauten folgen, z. B. eine Trennfolie mit darauf schwimmendem Estrich. Beachten Sie, dass damit die Raumhöhe reduziert wird und eventuell Türen gekürzt werden müssen.

4. Wand dämmen

Zur Innendämmung der Kellerwände empfiehlt sich eine selbsttragende, vorgesetzte Holzrahmenkonstruktion, die an der Decke und am Boden verschraubt ist. Wie auch bei der herkömmlichen Innendämmung klemmen darin die Dämmplatten aus Mineralwolle. Die Dampfbremse muss dabei luftdicht zwischen Dämmung und Wandinnbekleidung verlegt werden, Gleiches gilt für die Anschlüsse der Folie an Bauteile wie Türen, Fenster und flankierende Wände.

5. Rechnen lohnt sich

Wer sich für einen nachträglichen Ausbau samt Innendämmung seines Altbaukellers entscheidet, sollte diese Aufgabe einem Fachmann überlassen. Lohnt es sich nicht, den kalten Keller in einen warmen Hobby-, Arbeits- oder gar Wohnraum umzubauen, kann die Behaglichkeit im Erdgeschoss mit einer Kellerdeckendämmung aus Mineralwolle auch in Eigenleistung verbessert werden. Damit lässt sich sofort viel Energie und Geld sparen, auch dank staatlicher Förderung. Weitere Informationen unter: www.der-daemmstoff.de

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Monika Läufle

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