So finanzieren die Deutschen

Steigende Immobilienpreise führen in ganz Deutschland zu höheren Darlehenssummen. Wie hoch die vergebenen Kredite in den jeweiligen Bundesländern im Schnitt sind, lässt sich anhand einer Auswertung der Allianz Baufinanzierung ablesen.

So finanziert ein Hamburger im Schnitt mit der Allianz seine Immobilie. Sehen Sie in unserer Galerie wie es die anderen Bundesländer gemacht haben. Foto: Allianz Baufinanzierung | Zur Fotostrecke

Deutsche Immobilienfinanzierer sind immer häufiger bereit höhere Kredite anzunehmen. Das berichtete der SPIEGEL bereits Ende August anhand von Daten des Finanzierungsvermittlers Dr. Klein. Das bestätigt nun auch eine Auswertung der Darlehenssummen von Kunden der Allianz Baufinanzierung. Demnach habe sich die durchschnittliche Darlehenssumme im Zeitraum von 2007 bis 2017 mehr als verdoppelt. Grund dafür seien nicht zuletzt die gestiegenen Immobilien-Preise. Des Weiteren erwarben Haushalte mit niedrigem Netto-Einkommen immer seltener Wohneigentum. „Jeder dritte Kunde, der im vergangenen Jahr ein Haus oder eine Wohnung finanzierte, hatte ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro“, so Stefan Kohler, Leiter der Allianz Baufinanzierung. „In Hamburg sogar jeder zweite“.

Insgesamt gebe es im Vergleich der Bundesländer und insbesondere im Vergleich Ost-West deutliche Unterschiede, was ebenfalls die Daten von Dr. Klein bestätigt. So benötigten beispielsweise ein durchschnittlicher Thüringer 120.452 Euro, ein Sachse 137.461 Euro und ein Sachsen-Anhalter 133.071 Euro für ihre Immobilienfinanzierung im Jahr 2017, wohingegen ein Rheinland-Pfälzer mit 162.984 Euro, ein Saarländer mit 167.702 Euro und Hesse mit 176.793 Euro weit höhere Summen in Anspruch nahmen. Spitzenreiter sind Baden-Württemberg mit einer Durschnitts-Summe von 183.844 Euro, Bayern mit 202.098 Euro und Hamburg mit 210.624 Euro. Die genauen Statistiken der Allianz Baufinanzierung können Sie sich in unserer Galerie ansehen.