Modernisierung  Mit neuer Dämmung und Heizung kräftig sparen

Wer ein altes Haus kauft, schätzt oftmals den Charakter des Gebäudes. Doch der wird auf Dauer teuer, denn was vor Jahrzehnten modern war, ist heute technisch veraltet. So war es auch beim Einfamilienhaus der Deickerts aus Bochum: Zwei Jahre lang haben sie nach ihrem Traumhaus gesucht. Das Wohngebäude aus dem Jahr 1964 musste nach dem Kauf dringend modernisiert werden. Das hat die Familie getan, hat auf Dämmung sowie moderne Öl-Brennwerttechnik gesetzt und spart heute rund zwei Drittel ihrer ursprünglichen Energiekosten ein.

09.12.2016
Neue Öl-Brennwertheizung
Thomas Deickert an seiner neuen Öl-Brennwertheizung: Durch die Modernisierungsmaßnahmen und den Einbau der neuen Heizung hat die Familie ihren Energieverbrauch um rund zwei Drittel reduziert. Foto: IWO

Das Modernisierungsbeispiel aus Bochum zeigt, dass auch Häuser, die 50 Jahre und älter sind, mit überschaubarem Aufwand auf den neuesten Stand gebracht werden können. „Uns war schnell klar, dass die Heizkosten einfach zu hoch sind“, sagt Thomas Deickert. Der alte Niedertemperaturkessel aus dem Jahr 2003 hatte einen Bedarf von knapp 6.900 Litern Heizöl pro Jahr, um die 200 Quadratmeter Wohnfläche einigermaßen warm zu halten. „Es kam keine Behaglichkeit in den Zimmern auf, obwohl die Heizkörperventile komplett geöffnet waren“, ergänzt Jana Deickert. Die Situation war für die Familie mit zwei kleinen Kindern nicht tragbar. Und so machten sie sich in Absprache mit einem Energieberater an die Modernisierung ihres Hauses. Mit Erfolg: Mit der gedämmten Gebäudehülle und dem neuen Öl-Brennwertkessel ist der Heizölbedarf auf rund 2.300 Liter gesunken. Für ihren Einsatz hat die Familie auch die Auszeichnung „Sanierungshelden 2016“ erhalten. Der Wettbewerb ist Teil der bundesweiten Aktion „Die Hauswende“, die von der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz initiiert wurde. Auch das Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO) beteiligt sich an der Kampagne.

Öl-Brennwerttechnik überzeugt

Insgesamt investierte die Familie rund 85.000 Euro in die Modernisierungsmaßnahmen. Sie haben Fördermittel der KfW-Bank und des IWO genutzt. Erneuert wurden das Dach und die Hälfte der Fenster. Fassade, Dachboden und Sockel wurden gedämmt. Auch der Niedertemperaturkessel musste weichen. „Bei der Recherche nach einer neuen Heizung sind wir auf die Öl-Brennwerttechnik aufmerksam geworden“, sagt Thomas Deickert. Überzeugt habe ihn, dass der Energiegehalt des eingesetzten Brennstoffes nahezu vollständig ausgenutzt werde, die stufenlose Anpassung der Brennerleistung an den aktuellen Wärmebedarf möglich sei sowie der leise und zuverlässige Betrieb.

Heizölvorrat reicht nun mehrere Jahre

Entschieden haben sich die Modernisierer aus Bochum für ein modernes, modulierendes Öl-Brennwertgerät mit einer Wärmeleistung von 4,6 bis 14,3 kW. Der kellergeschweißte Stahltank wurde beim Kauf des Hauses von innen saniert und mit einer Schutzbeschichtung versehen – für die neue Anlage konnte er übernommen werden. Mit seinem Fassungsvermögen von 8.000 Litern kann er nun den Brennstoffvorrat für mehrere Jahre lagern – und bietet den Hausbesitzern damit eine weitere Einsparmöglichkeit: „Wir beobachten den Heizölmarkt und können unser Heizöl bei gutem Preisniveau einkaufen“, so Thomas Deickert.

Die Erweiterung mit einer Solaranlage behält sich die Familie vor, die neue Heizung ist darauf vorbereitet und kann somit schnell in eine Hybridheizung umgewandelt werden. Die Option des Einbaus einer erneuerbaren Energie wie Sonne oder Biomasse nutzen laut IWO-Umfrage übrigens schon mehr als die Hälfte aller Ölheizungsbesitzer in Deutschland.

„Das Beispiel aus Bochum zeigt sehr gut, was in Bestandsimmobilien möglich ist“, betont Christian Halper, Projektingenieur und Modernisierungsexperte beim IWO. „Auch mit vergleichsweise einfachen und kostengünstigen Maßnahmen wie der Heizungsmodernisierung kann eine große Energieeinsparung erreicht werden.“ Familie Deickert genießt nun das neue Wohngefühl in ihrem Eigenheim. „Wir sind mit dem Gesamtergebnis hochzufrieden“, lautet das Fazit von Thomas Deickert. „Neben der enormen Ersparnis bei den Heizkosten sieht unser Haus nach dem sichtbaren Sanierungsstau nun auch schön aus.“

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