Der Bau eines Hauses ist immer auch mit finanziellen Aspekten verbunden. Dabei stellt sich auch die Frage, welche Möglichkeiten der Förderung es beim Hausbau gibt, um die direkten Kosten zu reduzieren. Dabei gibt es mittlerweile sehr viele Möglichkeiten, von kostengünstigen Krediten über direkte Zuschüsse für umweltverträgliche Heizungen bis zu besonders familienfreundlichen Konditionen und Hilfen bei geringem Einkommen. Mittlerweile gibt es mehr als 6000 verschiedenste Förderprogramme, die beim Bau eines Hauses infrage kommen können. Diese Anzahl führt schnell dazu, dass Menschen überfordert sind. Wir geben Ihnen einen Überblick.
Wichtig zu wissen: In Deutschland gibt es keine zentrale Einrichtung für die Beantragung von Förderungen beim Hausbau. Stattdessen bieten Bund, Länder und Kommunen jeweils eigene Programme an, um Bauherren und Unternehmen zu unterstützen. Es wird zwischen Zuschüssen zu Investitionskosten, die nach Fertigstellung der Baumaßnahme ausgezahlt werden, und zinsgünstigen Darlehen, die über die Hausbank abgewickelt werden, unterschieden. Bevor Sie Ihr Bauvorhaben angehen, gilt es erst einmal, alle relevanten Förderprogramme auf Herz und Nieren zu prüfen. Folgende Fragen sollten Sie sich im Voraus stellen: Wo wird der höchste Fördersatz geboten? Lassen sich die Fördermittel verschiedener Programme miteinander kombinieren? Welche Laufzeiten haben die Programme?
Werden die Fördermittel gleich mehrerer Förderprogramme für eine Maßnahme in Anspruch genommen, wird dies als Kumulation bezeichnet. Das eine oder andere Programm schließt jedoch eine Kumulation vollständig aus, oder lässt nur bestimmte Förderhöchstgrenzen zu.Dies sollten Sie unbedingt beachten, insbesondere, ob Förderhöchstgrenzen überschritten werden oder ob eine Kumulation überhaupt möglich ist. Lassen Sie sich nicht zu viel Zeit mit Ihrer Antragstellung. Denn bei allen staatlichen Fördertöpfen ist nur ein bestimmtes Budget vorhanden, das auch mal zur Neige gehen kann. Manche Angebote sind auch nur für einen bestimmten Zeitraum verfügbar und anschließend nicht mehr möglich.
Haussanierer müssen sich aber, zumindest bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), keine Sorgen machen. „Derzeit gibt es in diesem Bereich keine Sparte, deren Fördertöpfe erschöpft sind“, beruhigt Vanessa Gellermann von der KfW-Bankengruppe. Bei der KfW gibt es zwei besonders interessante Programme für Hausbauer. Das Programm „klimafreundlicher Neubau“ (KFN) bietet einen zinsgünstigen Kredit für besonders energieeffiziente Neubauten mit einem EH40-Standard. Dafür ist ein Nachhaltigkeitsnachweis notwendig. Den Kredit gibt es schon ab einem Effektivzins von 0,75 Prozent und er ist für Neubauten und Modernisierungen verfügbar.
Als Alternative ist das Programm „Wohneigentum für Familien“ (WEF) speziell für Familien mit Kindern geeignet. Hier sind Kredite für den Bau oder Erstkauf von Haus oder Eigentumswohnungen zu einem effektiven Jahreszins ab 0,01 Prozent und einem Höchstbetrag von 170.000 bis 270.000 Euro verfügbar. Dabei gelten jedoch bestimmte Einkommensgrenzen.
Auch Förderungen und Zuschüsse für erneuerbare Energien wie Wärmepumpen, Solar oder Pelletheizungen können sehr attraktiv sein und bis zu 45 Prozent der Investitionskosten umfassen. Da neue Häuser oft sowieso mit diesen umweltfreundlichen Heizungen ausgestattet werden, lohnt sich der Blick auf diese Möglichkeiten. KfW-Kredite gehören zu den beliebtesten Förderungen beim Hausbau und sind sehr verlässlich.
Zu beachten ist immer, dass für bereits begonnene Baumaßnahmen in der Regel kein Förderanspruch mehr besteht. In Deutschland werden Fördermittel hauptsächlich in Form zinsgünstiger Darlehen vergeben.
Fördermittel der KfW unterstützen Sie bei energetischen Verbesserungen im Gebäudebestand, beim Ersterwerb von saniertem Wohneigentum sowie bei einem senioren- und behindertengerechten Umbau von Wohnraum. Zudem stehen Investitionszuschüsse in den dafür aufgelegten Programmen Energieeffizient sanieren, Altersgerecht umbauen und Erneuerbare Energien bereit.
Wird ein Darlehen der KfW-Förderbank beantragt, funktioniert das so: Der Bauherr erhält beim Hausbau eine Förderung, wenn er eine Bank findet, die ihn (inklusive des KfW-Darlehens) bei seinem Projekt begleitet. Nicht jede auf dem freien Markt tätige Bank unterstützt jede KfW-Maßnahme. „Die Bank ist nicht verpflichtet, ein Förderdarlehen zu vergeben“, erklärt Gellermann. Es besteht kein Rechtsanspruch auf öffentliche Fördermittel, zu beachten sind Einkommensgrenzen und ein gewisser Eigenanteil. Ist diese „Banken-Hürde“ jedoch genommen, leitet die Hausbank den KfW-Antrag sicher durch, verlangt sie für diesen Service aber für den Restbetrag eine Zinsfestschreibung und eine lange Laufzeit. Fördermittel in Form eines Zuschusses für Sanierungs-Maßnahmen erhalten Hausbesitzer direkt von der KfW.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Investitionen in erneuerbare Energiequellen, also etwa die Installation einer Biomasse- oder Solarthermieanlage. Außerdem können Fördermittel für die Stromerzeugung aus Erneuerbaren, zum Beispiel aus Sonnenlicht durch Photovoltaik und aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) beantragt werden.
Die Energieversorger sind gesetzlich dazu verpflichtet, eine Mindestmenge dieses Stroms abzunehmen und dafür eine bestimmte Vergütung zu entrichten.
Wenn Sie sich über mögliche Förderungen beim Hausbau informieren möchten, sollten Sie immer einige Aspekte beachten. Dazu gehören:
Wenn Sie sich für eine oder mehrere Förderungen beim Hausbau entschieden haben, benötigen Sie oft einige wichtige Unterlagen. Dazu gehören:
Förderungen bieten beim Hausbau sehr viele Möglichkeiten. So können Sie mehrere zehntausend Euro sparen oder sich mit attraktiven Krediten niedrige Zinsen sichern. Diese Programme sind oft an nachhaltiges Bauen gebunden, was dadurch deutlich erschwinglicher und noch attraktiver wird. Wir empfehlen, sich vor der Entscheidung für ein Förderprogramm ausführlich mit Ihren eigenen Wünschen zu beschäftigen und alle wichtigen Faktoren zusammenzustellen. Dies hilft Ihnen dabei, das passende Programm für Ihre Vorstellungen zu finden.
HAT IHNEN DIESER ARTIKEL GEFALLEN?
"Die Baufamilien des Monats geben einen emotionalen Einblick in die Welt des Bauens!"
Monika LäufleBAFA-Fördermittel unterstützten Sie bei der Finanzierung Ihrer Heizungsmodernisierung. Jetzt über BAFA-Fördermittel informieren! Fördermittel des BAFA
Welche Möglichkeiten bieten sich für Förderungen beim Hausbau? Wichtige Informationen auf einen Blick! Fördermittel
Mit einem Gas-Brennwertkessel Heizkosten sparen und den CO2-Ausstoß reduzieren - Hurra wir bauen informiert Sie zu der umweltfreundlichen Gasheizung! Gasheizung
Bauinteressierte, die noch Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Fertighaus-Unternehmen brauchen, können unseren speziellen Service nutzen und sich gerne von den Angeboten in unserer Traumhaussuche inspirieren lassen oder Kontakt zu Herstellern in ganz Deutschland aufnehmen, um weiteres Informationsmaterial anzufordern.






